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Erinnerung an einen reformierten ''Vorgänger von Amnesty International'': Anton Praetorius

Material für ein Jubiläum im Jahr 2013: 400. Todestag des Pfarrers und Kämpfers gegen den Hexenwahn Anton Praetorius (1560 - 1613)

Als erster Pfarrer seiner Zeit wandte sich Anton Praetorius in seinem aufsehenerregenden Buch "Gründlicher Bericht von Zauberey und Zauberern" öffentlich gegen die Hexenverfolgung und trug damit zu ihrer späteren Überwindung bei. Für eine Würdigung des reformierten Pfarrers aus Lippstadt, Westfalen hat Hartmut Hegeler umfassendes Material für eine Ausstellug mit Begleitprogramm sowie den Unterricht zusammengestellt.

In einer Zeit, in der die Hexenverfolgung ihren grausamen Höhepunkt erreichte, trat Anton Praetorius öffentlich gegen Folter und Hexenprozesse ein. 1597 gelang es idem damaligen fürstlichen Hofprediger von Ysenburg-Birstein, eine als "Hexe" angeklagte Frau aus der Folterkammer zu befreien.  Praetorius musste das Land verlassen und schrieb ein Buch gegen die unchristlichen Hexenprozesse: „Gründlicher Bericht über Zauberey und Zauberer“.
Zu Unrecht ist dieser mutige protestantische Prediger später fast in Vergessenheit geraten. Am 6. Dezember 2013 jährt sich sein Todestag zum 400. Mal.
Zur Würdigung von Anton Praetorius hat Hartmut Hegeler umfassendes Material für eine Ausstellung mit Begleitprogramm zusammen gestellt:

- eine Plakatausstellung zum Leben und Wirken von Praetorius (Lippstadt, Kamen und seinen Wirkstätten in Hessen und Baden-Württemberg)
Für eine Ausstellung (eventuell auch Wander- / Dauerausstellung) stehen 30 großformatige Plakate zu Praetorius' Leben zur
Verfügung, z.B. zur Präsentation in den Räumen der Kirche/Sparkasse usw.

Die einzelnen Plakate im Format DIN A 0 beinhalten jeweils einen thematischen Schwerpunkt der Hexenprozesse, z.B. Anklagepunkte, Wasserprobe, Folter, Protest gegen Hexenprozesse (Friedrich Spee, Anton Praetorius) usw.
Ein Plakat findet sich auf der Internetseite: http://www.anton-praetorius.de/images/arbeitskreis/rollup_2011_001.jpg
Hexenverfolgung Minden Prozess gegen Margarthe Röckemann 1669 (Plakat) http://www.anton-praetorius.de/downloads/Minden%20Plakat%203%20Einzelschicksale%20Rockemannsche%20ohne%20Akte.pdf
Hexenverfolgung in Minden (Plakat) http://www.anton-praetorius.de/downloads/Minden+Plakat+4+Hexenprozesse+Uebersicht.pdf

- Zu der Plakatausstellung gibt es einen Katalog: Hexenprozesse, Texte und Plakate zu einer Ausstellung über Hexenverfolgung und Folter, von Hartmut Hegeler, 36 S. ISBN 978-3-940266-12-5 € 15,00 (mit CD € 25,00).

- Auch ein Originalwerk von Praetorius könnte von einer Universitätsbibliothek ausgeliehen und gezeigt werden (z.B. aus der Stadtbibliothek Essen
oder der Universitätsbibliothek Göttingen).

- Für Veranstaltungen mit Vortrag und Powerpointpräsentationen für verschiedene Zielgruppen - vielleicht in Kooperation mit anderen
Bildungsträgern - ist Hartmut Hegeler zur Mitwirkung gerne bereit.

Die Plakat - Ausstellung wurde bisher gezeigt in der Rathausgalerie Lippstadt, Stadtmuseum Kamen, Zentrum HarzKultur Wernigerode, Stadtbibliothek Dormagen, Evang. Kirchentag München, Stadt Hallenberg, Ev. Kirchenkreis Minden.
Die folgenden Elemente sind auch einzeln möglich oder kombinierbar:
Plakatausstellung über Hexenprozesse (40 Tafeln - auch in Auswahl möglich)
Zeitgenössische Kunst "Frauenschicksale" (Angelika Marschall, Bonn)
Lesung (Beatrice Fermor)
Musik: (Josef Marschall, Bonn)
für die Vinissage und/ oder Finissage Vortrag über Hexenprozesse (Hartmut Hegeler)

Bericht aus einem Gedenkgottesdienst in Blomberg

Kontakt:

Hartmut Hegeler
Sedanstr. 37
D-59427 Unna
Tel.: 02303 - 53051

www.anton-praetorius.de

zum Wikipedia-Artikel Hartmut Hegeler


bs, 26. November 2012
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, Anton
(1560 – 6.12. 1613)

Kämpfer gegen Hexenwahn und Folter - Ein Vorgänger von "Amnesty International" ist der fast in Vergessenheit geratene reformierte Pfarrer Anton Praetorius. Der gebürtige Westfale gehörte zu den ersten Theologen im 17. Jh., die die Folterpraxis rechtlich und moralisch verwarfen. Die Justiz seiner Zeit klagte er an: "Unter dunklem Schein des Rechtes treibt Ihr öffentliche Gewalt. Ihr legt unbescholtene Leute erst gefangen und wollt nachher erst erforschen, ob sie es verdient haben."