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1538 Reformation in Lippe

von Gerrit Noltensmeier, Detmold

Erlöserkirche am Markt in Detmold, vormals Vituskirche

Der lippische Chronist Johann Piderit schreibt rückblickend im Jahr 1626: „Doctor Martinus Luther hat 1517 mit der Reformation zu Wittenberge angefangen. Das ist nicht allein in Sachsen und Meissen, sondern auch an diesen Orthen in Unter Sachsen zu Braunschweig, Lüneburg, Hildesheimb, Minden und anderen Orthen bekannt geworden. Ob nun wohl die Reformatio Lutheri der Graffschaft Lipp auch bekannt worden, so hat doch der Graff zur Lipp solcher angefangenen reformation nicht beyfallen können, dann er war in der Papstischen und scheinheilgen der Munche zu Blumberg Religion also confirmirt, daß er davon nicht abtreten konnte.“ - Doch die Reformation wurde auch in der Grafschaft Lippe vorangetrieben. Wie, das erzählt Gerrit Noltensmeier, 1996 bis 2005 Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche.

Vortrag am 14. März 2013 in der Erlöserkirche am Markt zu Detmold

I.

Es begab sich 1538.  475 Jahre ist das nun her.
1538. Es ist das Jahr, in dem in einer großen Seeschlacht die osmanische Flotte die Seestreitkräfte der Heiligen Liga, befehligt von Andres Doria, der Liga, in der sich Spanien, Venedig und der Papst verbündet hatten, vernichtend schlägt. Das osmanische Reich wird zur stärksten Seemacht im Mittelmeer. Im Abendland ist man beunruhigt. Eine unheimliche, befremdliche Gefahr, so scheint es, lauert da gar nicht so weit im Osten. Bald wird Martin Luther die „Vermahnung zum Gebet wider die Türken“ schreiben. Und es ist ja erst 10 Jahre her, dass die Türken vor Wien standen, die Stadt belagerten. Sie sollten wiederkommen.

1538. Es ist das Jahr, in dem Papst Paulus III. den König von England, Heinrich VIII., bannt, weil dieser sich von Katharina von Aragon hatte scheiden lassen – ein für dessen Verhältnisse eher noch harmloses Vergehen. Die Kirche von England wird einen eigenen Weg finden und gehen, selbständig und selbstbewusst, später im Commonwealth in weltweiten Dimensionen.

1538. Es ist das Jahr, in dem die katholischen Stände in Nürnberg die katholische Liga gründen, das katholische Pendant zum Schmalkaldischen Bund der Protestanten.

1538. Es sind Zeiten gärender Aufbrüche, Zeiten der großen Umwälzungen, Zeiten, in denen das, was nun lange schon nur mühsam unterdrückt, was undeutlich ersehnt oder konkret erhofft wurde, ins Werk gesetzt wird, Gestalt gewinnt.  Es sind Zeiten, in denen fortgesetzt Kriege drohen und Gewalt zur alltäglichen Wirklichkeit wird und zum ganz selbstverständlichen Mittel der Politik gehört. Es sind Zeiten, in denen die Achtung vor den Geboten Gottes eigenartig pervertiert ist, in denen die nach Versöhnung strebende, den Frieden stiftende und den Frieden wahrende Kraft des Glaubens an Christus eher verblasst ist. Glaube und Macht, Kirche und weltliche Obrigkeit sind ineinander verwoben und manchmal heillos ineinander verstrickt.  Und doch suchen zugleich so viele nach der Wahrheit  und Lauterkeit des Glaubens, nach Gewissheit und ungeheuchelter Frömmigkeit, nach Gewissenhaftigkeit, die nicht von Bigotterie, Eigensucht und Herrschsucht verdorben wird. Und da sind endlich die Stimmen zu hören, die Bewegungen zu spüren, die in diese Richtung drängen. In Wittenberg, in dieser entlegenen Provinz, fast schon am Rand des Reiches,  und andernorts. 
1538 oder nur ein Jahr später schreibt Martin Luther die Streitschrift „Wider die Antinomer“, das sind die, die man die Schwärmer, die Täufer und Wiedertäufer nennt:
„Es heißt „Wachet“, denn der Teufel heißt ein brüllender Löwe, der umhergeht und will verschlingen, nicht allein zur Apostel Zeit, das St. Petrus solches redet, sonder bis an der Welt Ende: danach mögen wir uns richten. Gott helfe uns, wie er unseren Vorfahren geholfen und unsern Nachkommen auch helfen wird, zu Lob und Ehren seinem göttlichen Namen in Ewigkeit. Denn wir sind es doch nicht, die da könnten die Kirche erhalten; unsere Vorfahren sind es auch nicht gewesen; unsere Nachkommen werden´s auch nicht sein, sondern der ist´s gewest, ist´s noch und wird’s sein, der da spricht: „Ich bin bei euch bis zur Welt Ende“, wie Ebr. 13,8 steht: „Jesus  Christus gestern und heute und in Ewigkeit“,  und Offenb. 1,4: „Der es war, der es ist, der es sein wird“. Ja. So heißt der Mann, und soll auch keiner so heißen.
Unser lieber Herr Christus sei und bleibe unser lieber Herr Christus, gelobet in Ewigkeit, Amen.“

Wir sind es nicht? Von außen betrachtet scheint es so ganz anders. Wir sind es doch! Immer und überall. Und wir allein! Das scheint die Botschaft. Da sind die einen, die durchaus eigenmächtig und nicht nur durch das Wort, nein, mit viel Gewalt – also keineswegs „sine vi sed verbo“- den Weg der Kirche bahnen wollen. Da sind die anderen, die - auf ihre Art eigenmächtig - in tiefen Sorgen der Unordnung wehren, die bewahren wollen, was nun so bedroht scheint. Sind sie und wir mit ihnen in der Gefahr, der steten Gefahr, die mahnende Wahrheit zu überhören, ja zu verraten: Wir sind es nicht!?

Also gut. Und genug davon. Wird es Zeit, nun endlich nach Lippe zu kommen, die Landtage des Jahres 1538 zu besuchen, die Akteure von damals zu portraitieren, um uns schließlich bei der Versammlung der lippischen Pfarrer in der Vituskirche am Markt zu Detmold in der Nachbarschaft zum Schloss des Grafen einzufinden: Hier soll das Bekenntnis der Reformation eingeführt, die Kirche neu geordnet werden! Oder sind wir ja längst schon hier angekommen, hier,  wo die großen Umbrüche der Zeit eben auch zu spüren sind, die erregend neuen und zugleich doch so vertrauten Stimmen die Herzen erreichen, den Menschen zu denken geben und ein Echo finden wollen? Ja, wir sind durchaus schon in Lippe, wo in Lemgo und Detmold, in Uffeln und Horn und immer wieder in Cappel um die Wahrheit des Glaubens, um Macht und Einfluss gerungen wird, Kirchengeschichte im Kleinen geschrieben wird, wo der Streit der Parteien zu spüren ist, wo die Lipper fortgesetzt ihre elenden Abhängigkeiten spüren von dem hessischen Hof in Kassel einerseits, von den Bischofssitzen in Paderborn und Köln andererseits, von Kaiser und Reich obendrein. 1538 und zuvor und später noch.

II.

1538 in Lippe. Und was war zuvor geschehen? Hierzulande?
Der lippische Chronist Johann Piderit wird 1626 schreiben:
„Doctor Martinus Luther hat 1517 mit der Reformation zu Wittenberge angefangen. Das ist nicht allein in Sachsen und Meissen, sondern auch an diesen Orthen in Unter Sachsen zu Braunschweig, Lüneburg, Hildesheimb, Minden und anderen Orthen bekannt geworden. Ob nun wohl die Reformatio Lutheri der Graffschaft Lipp auch bekannt worden, so hat doch der Graff zur Lipp solcher angefangenen reformation nicht beyfallen können, dann er war in der Papstischen und scheinheilgen der Munche zu Blumberg Religion also confirmirt, daß er davon nicht abtreten konnte.“  
Die Graffschaft Lipp. Sie mag damals etwa 25 000 Einwohner gehabt haben, ein Bauernland in Ämter gegliedert, an deren Spitze jeweils Vertreter des niederen Adels standen. Die Städte waren eigenständig verfasst. Von ihnen war Lemgo die größte, hatte Teil am grenzüberschreitenden Handel, und dieser Handel –etwa mit Leinen- blühte. So gab es in dieser Stadt eine gleichsam großbürgerliche Oberschicht – selbstbewusst, stolz und, wenn es darauf ankam, unbeugsam.
Der Graf?  Weite Teile seines Landes hatte er als Lehen vom hessischen Landgrafen und vom Bischof zu Paderborn  bekommen.  Er regierte und war doch zugleich abhängig. Immerhin führte er seit 1528 den Grafentitel.  Trotz der Abhängigkeit hatte sich die Herrschaft gefestigt und in der Region, die weithin dem Gebiet des heutigen Kreises Lippe entsprach, konsolidiert. Es regierte Simon V. Er war 1470 geboren worden und hatte 1511 die Herrschaft angetreten. Ein Historiker seiner Zeit nannte ihn einen „vir multae benevolentiae ac singularis humanitatis“, ein Mann also wohlwollend und hilfsbereit und ganz einzig  in seiner Menschlichkeit.  Andere freilich gaben ihm später den Beinamen „der Eiferer“. Nicht ganz ohne Grund.  Bei den Mönchen in Blomberg war er erzogen worden, dieser Prägung blieb er verpflichtet, ein treuer Sohn seiner Kirche war und  blieb er bis zu seinem Tod. In diesen Dingen entschieden und schließlich auch streitbar.  Ist es die Tragödie seines Lebens, dass er bewahren wollte, was brüchig geworden war, dass er so in einen eher heillosen Konflikt mit seiner schönsten, stolzesten und reichsten Stadt, mit Lemgo also, geriet? Dass er nur mit Mühe davon abgehalten werden konnte, mit Lemgo so zu verfahren, wie er es mit Lippstadt exekutiert hatte: mit Waffengewalt über eine Stadt herzufallen, die evangelisch geworden war, um niederzuschlagen, was ihm als Ketzerei und als verwegene Aufmüpfigkeit begegnete. Und er meinte, all dem  um der Wahrheit des Glaubens und um der Einheit der Kirche und seines Landes willen wehren zu müssen.

Lemgo. Schon vor 1520 kursierten Schriften Luthers unter den geistig regsamen Bürgern, die nun von dem, was aus dem kleinen Nest Wittenberg zu hören war, berührt, angesprochen und überzeugt wurden. Da war ja eine erneuerte Liebe zur Heiligen Schrift in deutscher Sprache und zu ihrer in Christus geglaubten Mitte, da war eine neue Innigkeit in der Sprache des Glaubens, innig und volkstümlich zugleich, da wurde dem angefochtenen Gewissen Trost, da wurden Ängste gebannt und infame Geschäfte verdorben, da war Tapferkeit im Geist  des Widerspruches und, ja, auch im Geist der Auflehnung zu spüren, wenn Kirche und weltliche Macht ihren Auftrag verfehlten, eigensüchtig und scheinheilig. Die Namen Martin Luthers und seiner Gefährten hatten einen guten, verheißungsvollen Klang bekommen.
Aus Lemgo pilgerten sie nach Herford; dort wurde evangelisch gepredigt. Sie ließen sich von der evangelischen Predigt in deutscher Sprache begeistern. Das brachten sie mit in ihre Stadt – ganz erfüllt und auch aufrührerisch. Eine neue Zeit war angebrochen. Der Rat der Stadt, der sich zunächst all den Neuerungen widersetzte, wurde abgesetzt. Ein neuer Rat wurde gebildet.
Und die neuen, die evangelischen Lieder in deutscher Sprache liebten sie und sangen sie auch.
In der Nikolaikirche und in der Gertraudenkapelle sangen sie sie vor und nach der Messe. Die Bürgermeister hatten das getadelt und konnten doch solcher Sangesfreude nicht wehren.  Also ließen sie die Rädelsführer verhaften. Und die?  Die rechtfertigten ihr Tun. Sie trieben doch keine „Rottierung“, nein ihre Gesänge zielten doch auf das Lob Gottes. Ja, auch auf Besserung des Lebens.  Immerhin würden sie durch ihre Lieder die Kinder und das Gesinde davon abhalten, andere, ganz andere, unzüchtige Lieder zu singen, etwa die Lieder „Unserer Magd Fingerhut“ oder „Mädchen in den Bohnen“ oder „Der Ochsentreiber kommt daher“.  Später aber sangen  sie auch während des Sermons. So in St. Nikolai Ostern 1530. Das erbitterte und erregte den Grafen, als er davon hörte. Der Magistrat entschuldigte sich wieder mal und erbot sich, „auf die Rottierer zu achten; sie möchten in keine ungnädige Strafe fallen“. Das sollten keine leeren Versprechungen bleiben. So schickte der Bürgermeister den Ratsdiener in die Kirche. Der sollte die allzu sangesfrohen Kirchgänger feststellen. Er kam zurück und meldete: „Herr Bürgermeister, sie singen alle.“ Der Bürgermeister Flörke darauf: „Ei, alles verloren“.  Nach diesem Stoßseufzer legte er sein Amt nieder.  Oder war nun alles gewonnen, fast alles?!

Lange schon agierte im Hintergrund oder auf der offenen Bühne der Landgraf von Hessen, Philipp.
Ein überzeugter Protestant. Ein ambitionierter Politiker. Er hatte die erste evangelische Universität in Marburg gegründet. Er war einer der Lehnsherren des lippischen Grafen. Dem aufrührerischen Selbstbewusstsein der Bürger Lemgos wollte er wehren. Den reformatorischen Glauben, das reformatorisch geprägte Bekenntnis wollte er fördern. So wird er Bundesgenosse und Widerpart des lippischen Grafen, beides zugleich.
Er gab den Rat, energisch und vermittelnd zugleich, die Lemgoer des „Evangeliums wegen nicht (zu) beschweren und sie bei ihren Privilegien und Dienern des Wortes (=Pastoren) bleiben (zu) lassen, sofern sie in weltlichen Dingen sich gehorsam zeigen“.  Philipp war es, der Simon V. daran hinderte, mit Waffengewalt über Lemgo herzufallen.  Die Lemgoer hatten sich 1533 eine eigene Kirchenordnung gegeben.  Man hatte sie im Wesentlichen aus Braunschweig importiert. Luthers Gefährte und Freund Johann Bugenhagen hatte sie konzipiert. Eine erste evangelische Kirchenordnung in Lippe, auf Lemgo beschränkt. Sie blieb dort bis 1571 in Kraft, von Wittenberg approbiert.

Und Simon? Er starb 1536 und ernannte noch auf seinem Sterbebett zwei  katholische Fürsten zum Vormund seiner Kinder, also auch des künftigen Regenten: den Grafen Jobst Hoya, der bald danach evangelisch wurde, das hatte Simon nicht geahnt, und den Grafen Adolf von Schaumburg. Beide übernahmen ihre Aufgabe eher widerwillig. Sie hätten mit ihren eigenen Geschäften genug zu tun, sagten sie. Faktisch freilich nahm ein anderer die Dinge in die Hand. Simons Sohn Bernhard, der später als Bernhard VIII. bis 1563 regieren sollte, war neun  Jahre alt, als sein Vater starb. Philipp von Hessen nahm ihn an seinen Hof in Kassel. Der mächtige Lehnsherr ist als Dritter im Bunde der eigentliche Vormund.-

III.

War dies ein Vakuum, das zu einem Kräftemessen einlud? Eine, –sagen wir mal nicht ganz passend- eine Sedisvakanz?
Im Februar 1537 schrieb Philipp von Hessen an die Regierung in Detmold:
„Uns kumpt fur, wie allenthalben in der herschaft zur Lippe vil frommer christlicher gutherziger menschen, die begirig sein, das evangelion und Gots wort lauter, rein und clar predigen zu horen. Darmit das allerlei unrad vorkommen und auch zur auspreitung Gottes lob und preis unser oder ewer halben kein Mangel oder hinderung erschein, so ist unser gnedig beger, ihr wollet in beurter herschaft rechtschaffene christliche prediger, die das Gozs wort unverdunkelt, an  allen mentschlichen zusatze predigen und verkunden, auch daruber halten und die frommen christlichen prediger und zuhorer vertheidigen und euch allenthalben christlich und erbarlich erzeigen. Das wird onzweifel dem Allmechtigen zu lob und wolgefallen reichen. So wöllen wir uns des genzlichen versehen und solchs zu dem, das es pillich geschicht, in allen gnaden erkennen.“
Das war sein „gnedig beger“. Das war höflich und deutlich zugleich. Nun schien es an der Zeit, dem Evangelium nicht länger zu wehren. Die Stunde der evangelischen Predigt war gekommen.  Geeignete Prediger standen bereit.  Man meint, gut evangelisch, das Zutrauen zum gepredigten Wort zu spüren; das gepredigte Wort würde die Verhältnisse ändern, die Zögernden gewinnen, Herzen und Gewissen erreichen, Türen öffnen. Waren da wirklich hierzulande Leute, begierig, das Evangelium zu hören? In den Städten gewiss. In Lemgo und Ufflen zumal. Auf dem Land? Man hatte sie wohl nicht befragt. Die täglichen Meinungsumfragen kannte man nicht. Die freie Wahl zu den kirchlichen Synoden auch noch nicht.  Sie waren es dort wohl gewohnt, dass man über sie verfügte. Vielleicht hatten sie auch andere Sorgen. Das Land wurde in den Jahren 1538 und 39 von Hungersnöten geplagt.
Wie das alles in die große Politik des Landgrafen passte, das thematisierte Philipp nicht. Klar war: Die protestantische Seite brauchte auch politisch Verstärkung.  Philipp ließ nicht locker. Er drängte fortgesetzt.

Und dann bekam die Sache neue Dringlichkeit. Flüchtlinge aus Münster waren nach Lippe gekommen. Die „Antinomer“, würde Luther sagen, Schwärmer hat man sie genannt, Wiedertäufer waren sie, zum linken Flügel der Reformation rechnet man sie. Sie fanden jedenfalls in Lemgo einigen Anhang. Ein irritierendes, verstörendes Wetterleuchten schien da aufzuziehen. Münster, wo die Täufer in geistlicher Zügellosigkeit ihr endzeitliches Reich aufrichten wollten, Münster, wo man wie im Rausch, auch im Blutrausch, gelebt hatte, Münster, schließlich erobert –die Ketzerkäfige am Turm der Lambertikirche sind bis heute ein grausam mahnendes Zeichen-, Münster also war das Menetekel: Nur das nicht hier bei uns! Nur nicht die Täufer jetzt hier! So galt es, die Reformen verantwortlich  in geordnete Bahnen zu lenken und zugleich die weltliche Ordnung zu festigen.
Dies nun waren die entscheidenden Regenten hierzulande in der Zeit der Vormundschaft Bernhards.
Hermann von Mengersen, 58 Jahre alt, Reichsobrist, der für den Kaiser in Italien und gegen die Türken gekämpft hatte. Ein erfahrener Diplomat, ein geschickter Vermittler, selbst dem reformatorischen Bekenntnis verpflichtet. In Schwalenberg lebte er und ließ an seinem Haus die Psalminschrift anbringen: „Gelobt sei der Herr täglich-Gott legt uns  eine Last auf, aber er hilft uns auch.“
Franz von Kerssenbrock, 59 Jahre alt, der Begründer der Barntruper Linie derer von Kerssenbrock. Er hatte und pflegte enge Verbindungen nach Paderborn, wurde dort später Bischof  und war und blieb ein Exponent des katholischen Flügels auf den Landtagen.
Christoph von Donop, 35 Jahre alt, 5 Jahre hatte er studiert und die obligaten Bildungsreisen angetreten. Seine Güter lagen um Blomberg, er wurde Drost von Detmold, seine evangelische Gesinnung ist seit 1534 belegt.
Und schließlich Simon de Wendt. 25 Jahre alt, vorsichtig evangelisch, unermüdlich in den Verhandlungen mit dem Kaiser und den Fürsten, zu persönlichen Opfern bereit.
Das also waren die entscheidenden lippischen Akteure. Leute von Format und doch zugleich Getriebene. Eigenständig und abhängig zugleich. Reformkatholiken oder vorsichtig bis entschieden evangelisch. Sie mussten zwischen Kassel und Köln lavieren, spielten, wenn es gut ging, den einen gegen den anderen aus, hielten hin, verschleppten die Dinge. Philipp drängte, aus Köln aber hieß es: Abwarten. Wartet jedenfalls das Ende der Vormundschaft Bernhards ab. Gesandtschaften hin und her. Ein Landtag nach dem anderen, im Wesentlichen mit Fragen des Glaubens, der kirchlichen Ordnung befasst: Juni 1537 in Bentrup, Dezember in Cappel und dann 1538 immer wieder in Cappel: im  März, April, Juni. Im Juli dann in Bega. Eine neue Kirchenordnung wurde in Auftrag gegeben; sie kam nicht zum Zuge. Und schließlich luden die Befehlshaber den Landtag abermals nach Cappel:  Montag, 19. August 1538.  Nicht geladen waren die Städte Lippstadt, Lemgo und Ufflen. Es fehlten Franz von Kerssenbrock und Hermann von Mengersen.  Beschluss: Die Ritterschaft hat sich verpflichtet, sämtlich bei dem Wort Gottes und der heilsamen Lehre Christi zu bleiben und dafür Leib, Leben und Gut einzusetzen. Die Städte haben ihr Bedenken genommen, solches ad referendum zu bringen und dann erst mit Vollmacht zu kommen.
Also noch eine Runde. Am 28. August, es war ein Mittwoch, war man wieder in Cappel.  Anwesend waren 16 Ritter, darunter die genannten vier Regenten. Dazu die Vertreter von Lemgo, Horn, Blomberg, Ufflen und Detmold. Es fehlte Lippstadt. Waren sie dort gebrannte Kinder?  Und man beschloss: Die Ritterschaft gedenkt, es zu halten, wie auf dem vorigen Landtag beschlossen. 16 Mann, ein Wort! Lemgo und Ufflen wollen nun die Sache ad referendum nehmen. Man hatte zuvor gefehlt und sah sich nicht hinreichend informiert.  Horn, Blomberg und Detmold schlossen sich der Ritterschaft an. Eine neue Kirchenordnung wurde nun angenommen. Ihr wesentlicher Autor war Johann Tiemann aus Amsterdam. Diese Ordnung gehört zu den ältesten Dokumenten der lutherischen Reformation. Und schließlich: Alle Pastoren des Landes sollen nach Detmold geladen werden, um bei evangelischen Prädikanten Unterricht zu nehmen. Franz von Kerssenbrock protestierte öffentlich: „ dat he den niggen handel, so eth genompt wird, nicht annemen wyllen, her werde des dann anders myt den hilligen Schriften unterrichtet“. Mit dieser Formulierung  hatte er von dem Reformator, der sich vor Kaiser und Reich erklären sollte, gelernt!  Darin.
Aber: Der entscheidende Schritt war getan. Das Band mit der alten Kirche war faktisch gelöst. Lippe wurde evangelisch. Vor 475 Jahren. 

IV. 

Am 17. Oktober luden die Befehlshaber alle lippischen Pastoren ein, nach Detmold zu kommen. Sollten wir besser sagen: Sie wurden einbestellt? Am Abend des 24. Oktober oder am Freitag, 25. Oktober morgens um 6  sollten sie kommen. In eigener Person. Sie sollten vernehmen, „wo eth henvorder inn den parkerken der greweschup myt ceremonien und andern Gadesdensten geholden sall werden.“ Und, was sie hören sollten, vernahmen sie in der Vituskirche hier am Markt zu Detmold, an diesem Ort also, freilich nicht in dieser schönen Kirche. Die Vituskirche war dem Schutzheiligen Corveys geweiht, von dort aus war sie gegründet worden. Urkundlich wird sie bald nach 1000 erwähnt. Deutlich früher war sie wohl erbaut worden. 1547 aber, im Januar, wurde sie ein Raub der Flammen, zusammen mit 70 weiteren Häusern war  sie abgebrannt. Geräumiger als die jetzige Kirche sei sie gewesen, erbaut in großartigem Stil. Der jetzige Nachfolgerbau wurde dann 1564 vollendet.
Aus rund 35 Gemeinden sollten die Pastoren nun hierher kommen. Manche zögerten, fragten in begreiflicher Vorsicht bei ihren kirchlichen Vorgesetzten nach, ob das tunlich sei. Diese meinten, man könne nicht einfach wegbleiben. Zugleich intervenierte man in Paderborn, die Pastoren, die der Einladung nachkämen, möchten dort unbeschwert bleiben. Jedenfalls bis zum nächsten Konzil.  Spricht aus solcher Vorsicht wirklich eine tapfere Begeisterung in der Sache, das Überzeugtsein  im Gewissen? Sie haben sich am 25. Oktober versammelt; morgens um 6. Passionierte Frühaufsteher? Der Not gehorchend? Es fehlte der Pastor Hermann von der Wipper; er entschuldigte sich wegen Leibesnot. Es fehlte auch der Pastor von Schlangen, den der Paderborner Dompropst an seinen Eid erinnert hatte. Und Schlangen ist bekanntlich nicht weit von Paderborn. Im Übrigen sei die neue Ordnung der christlichen Ordnung ungemäß. So der Propst.
Die anderen waren gekommen.
Es gelingt mir nicht wirklich, mir vorzustellen, wer sie waren, wie sie aussahen, wie sie gekleidet waren,  mit welchen Gefühlen, nein, Überzeugungen sie gekommen waren, wie gebildet sie waren, wie theologisch beschlagen. Ich stelle mir vor, es mögen wackere Leute gewesen sein, gezeichnet auch von den Mühen des Lebens in aufgeregter Zeit. Vorsichtig auch, nur zu verständlich. Gezeichnet oft wohl auch von all der Arbeit, die nicht nur in der Studierstube zu verrichten war. Nein, draußen auf dem Land, mit dem Vieh. Wie denn sonst? Spätere Visitationsprotokolle werden ein wenig Einblick geben in ihre Lebensverhältnisse. Wir werden das noch andeuten.
Sie alle wurden nun über die Beschlüsse von Cappel in Kenntnis gesetzt. Die Pastoren hielten sich offenbar bedeckt; zum offenen Bekenntnis kam es nicht. Man möge ihnen doch eine Abschrift der Beschlüsse zukommen lassen. Aber nicht auf ihre Kosten!
Und da war nun wirklich die neue Kirchenordnung. Sie war jetzt auf den 29. September datiert. Simon de Wendt schickte sie nach Wittenberg, das neue geistliche Zentrum mit entscheidender Autorität. Sie wurde von Luther und Melanchthon, Bugenhagen und Justus Jonas geprüft. Es gab nur unwesentliche Änderungen. Mit einem Begleitbrief Melanchthons kam sie nach Lippe zurück und war nun in Geltung. Hier war Adrian Boxschoten inzwischen der maßgebliche Theologe geworden. Der Graf von Hoya hatte ihn als gelehrten, des Evangeliums kundigen Prediger geschickt.
Die Kirchenordnung setzte das Evangelium mit seinen Konsequenzen gegen theologische Fragwürdigkeiten, gegen trügerische Gewohnheiten und geistliche Schlampigkeiten. Sie erläuterte die Reformation in ihren theologischen Grundsätzen, handelte vom rechten Verständnis des Evangeliums und des Gesetzes, des freien Willens und des Glaubens, handelte von den guten Werken, der Taufe und dem Altarsakrament, von der Messe und den Ämtern der Kirche, von Beichte und Absolution, von der Ehe. Sie beschrieb die Freiheit von den Ceremonien. Den Unterhalt der Armen vergaß man nicht. Fast durchweg war es eine Struktur, die den Widerspruch  mit der Bekräftigung der Wahrheit verband. Immer wieder die beiden Schritte: Zunächst wurde der Missbrauch benannt, die falsche Lehre, die verfehlte Praxis. Dann wurde der rechte Gebrauch in Lehre und Leben in reformatorischer Orientierung beschrieben.
Drei Jahre später wurde Antonius Corvinus, ein Theologe von hohen Graden, zum ersten Generalsuperintendenten in Lippe berufen. In der Marktkirche von Hannover wurde er später begraben. Er blieb nicht lange hier. Er visitierte die Pastoren und Gemeinden in der Grafschaft. Liest man seine Protokolle, bekommt man die Wirklichkeit jenseits der Ordnungen  in den Blick. Da fand Corvinus  bei den einen bewegende Treue zum Evangelium, zum Auftrag der Kirche, fand die Liebe zur Heiligen Schrift, andernorts begegnete ihm, wie er schrieb, papistische Halsstarrigkeit. Man antwortet so und so, so sagte er, und meint wohl das gleichgültige Lavieren. Und die Pfarrfamilien? Oft lebte man in undurchsichtigen Verhältnissen. Man rühmte in den Gemeinden manche Pastoren, andernorts beklagte man ihre Widerborstigkeit. So ist das halt, das Leben in seiner bunten Fülle. Ist das ganz anders geworden? Und immer wieder beschrieb Corvinus Armut, ja, bittere Armut.
So ist es halt ein weiter Weg von den Beschlüssen der Obrigkeit hin zur Verwirklichung  des nun Gewollten, von den Ordnungen hin zum Gewissen und Herzen der Leute, vom Programm zum gelebten Leben.
Aber auch das ist wahr:  Auch und gerade bei einfachen Leuten fand sich die Freude an dem neuen Klang des Evangeliums, fand sich das Sehnen nach Wahrheit, Klarheit und Ehrlichkeit.

V.

Und danach?
Und wie war es mit  Paderborn, gar mit  Köln? Nun, man beklagte sich, zeigte sich beschwert vom unabgestimmten Verhalten der Lipper. Diese erläuterten ihre Schritte. Es „geschah vornehmlich aus dem Beweggrund, daß die evangelische Ordnung in der Grafschaft an etlichen Orten schon lange eingeführt sei, und die anderen Untertanen auch derselben begehrten. Hätte man den zum Bistum Paderborn gehörenden Pfarrern diese Möglichkeit, evangelisch zu werden, nicht eingeräumt, hätte das die Einheit der Grafschaft verhindert und bei den Untertanen Unstimmigkeiten hervorgerufen.“
Das Drängen Philipps erwähnten sie nicht. Da mochten sie gut beraten sein. Und die Einheit in der Grafschaft? Lemgo behielt seine Kirchenordnung. Da hatte man in Lippe nun schon deren zwei.
Paderborn protestierte. Die Lipper schwiegen.
1548, 10 Jahre später, gab das Ausgburger Interim der katholischen Seite noch einmal die Möglichkeiten, das roll back zu inszenieren. Rembert von Kerssenbrock war Bischof von Paderborn geworden. Es schien so, als würden sich die Lipper der katholischen Seite fügen, es schien so, als sei die evangelische   Sache hierzulande ein Intermezzo von 1o Jahren gewesen. Aber dieser Schein trog. Der Augsburger Religionsfriede  gab den Protestanten neue Freiheit. Sie wussten sie zu nutzen. Am 12. Mai 1556 wurde unter den Eichen bei Brake das Interim abgeschafft und die Kirchenordnung von 1538 neu eingeführt. Das deuten wir nur noch an; das alles mag man in einem späteren Jubiläumsjahr traktieren. Vielleicht dann in der schönen Kirche zu Brake.
So bleibt also 1538 das Datum der Einführung der Reformation in Lippe, nimmt man alles nur in allem, schließlich ja doch das Datum einer recht „ungesäumpten Einführung“. 

War man nun evangelisch geworden? Der eher machtbewusste Graf Simon VI., der Nachfolger Bernhards, wird im Geist der Reformation 1605 einen weiteren Schritt tun, nicht den einer 2. Reformation, nein, er will das Werk der Reformation unter nun reformierten Vorzeichen zum Ziel zu bringen. Ein notwendiger Schritt, so wird er meinen, ein Schritt freilich, der für neue Turbulenzen sorgen und manchem Gewissen Beschwer bereiten wird. So bekamen das Land und  die Landeskirche eine eigene Prägung. Schroff konfessionalistisch ging das eher nicht zu. In den lutherischen Jahren war man eher milde dem Geist Philipp Melanchthons verpflichtet. Nach 1605 gab es keinen steilen Calvinismus, da hielt man es dann doch eher mit dem Heidelberger Katechismus, dem Geburtstagskind in diesem Jahr, der ist nun weithin ein milde gestimmtes, vermittelndes theologisches Werk, irenisch, vom Geist des Friedens berührt, und prägte so die Überzeugungen und auch die Frömmigkeit der Herzen.

War man evangelisch geworden? Gewiss, da war die Kirchenordnung, eindeutig protestantisch. Und der Glaube, der nur bedingt von solchen Ordnungen berührt wird und inspiriert ist, wie stand es um ihn? Was war es mit der Liebe zur Heiligen Schrift, mit der Bereitschaft, in der Nachfolge Christi zu leben? Und die getroste Gewissheit, die lebendige Hoffnung, die befreiende Liebe- wie war es um diese bestellt? Was war es mit der Zuversicht, dass Gott in wirren Zeiten dem Sünder gnädig ist, dass das eigene Tun, das Gelingen und das Scheitern in Gottes Treue gut aufgehoben sein sollen? War man nun evangelisch geworden? Wird man das je?
Reformation kann ja kein vergangenes Datum sein. Semper reformandum. Immer wieder zu erneuern. Die Kirche. Das bekräftigen wir oft. In meinen ganz aktiven Jahren habe ich gelegentlich von der Treue und der Phantasie geredet, die es auf dem Weg der Kirche zu beweisen und zu bewähren gilt. Manchmal dachte ich, ich könnte so die Wirklichkeit beschreiben. Manchmal schien es mir eher eine verwegene Hoffnung. Treue und Phantasie. Beides. Da braucht es den Halt und die Signale zum Aufbruch, da braucht es die Stille, die der aufgeregten Geschäftigkeit misstraut, da braucht es zugleich die Sehnsucht, die der Behäbigkeit eine Absage erteilt.  Da braucht es das Geschenk der Gewissheit und das Verlangen nach einer Weite, die weit über uns hinausweist. Da braucht es Leichtigkeit, die mit Leichtfertigkeit nichts zu tun hat. Da braucht es unser Werkeln um Strukturen Ordnungen und Finanzen. Aber ins Zentrum gehört es nie, die eigentliche Botschaft darf so nicht verstellt sein. Das ist uns  oft nicht so gut gelungen. Ja, weiß Gott. Da geht es in all dem um Gott, um seine Wirklichkeit und alle Verheißung in ihm, um Gottesverfinsterung und Gottesgewissheit, um Vertrauen zu ihm und das Schreien nach ihm, um die Liebe zu seinem Wort und um den Gottesdienst, niemals lästige Pflicht, die man auch vernachlässigen könnte, der Gottesdienst, der an dem Nächsten geschieht, und der, zu dem sich die Gemeinde sammelt, Gott zu loben und ihn zu vernehmen.

War man evangelisch geworden? Und: Ist man evangelisch geblieben in dieser und jener Kirche?
Das weiß allein der Herr der Kirche, der Herr der Geschichte. „Wir sind es ja nicht“, wir erinnern uns. Wir sind allenfalls unterwegs. Und sind in den verschiedenen Kirchen und Konfessionen längst gemeinsam unterwegs.
Es gilt wohl zu jeder Zeit, von jeder Generation, was Luther in jenen Zeiten damals gesagt hatte:

„Das Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden,
nicht eine Gesundheit, sondern ein Gesundwerden,
nicht ein Sein, sondern ein Werden,
nicht eine Ruhe, sondern eine Übung.
Wir sind`s noch nicht, wir werden´s aber.
Es ist noch nicht getan oder geschehen,
es ist aber im Gang und im Schwang.
Es ist nicht das Ende, es ist aber der Weg.
Es glüht und glänzt noch nicht alles,
es reinigt sich aber alles.“

Literatur: 

W. Butterweck  Die Geschichte der Lippischen Landeskirche Schötmar 1926

Drewes: Geschichte der Kirchen des lippischen Landes  o.J.

Klaus Fitzner: 1538  Entscheidungsjahr der Reformation in Lippe Privatdruck Blomberg 1988

Bartolt Haase: „Allerhand Erneuerung…“ Eine kirchengeschichtliche Studie… Wuppertal 2005

B. Haase, M. Rickling, Axel Wilke: reformieren-streiten-bekennen   Detmold 2005

Lippischer Heimatbund (Hg.): Reformation in Lippe. Materialien zur lippischen Landesgeschichte,  Bd.II, Detmold 1988


Gerrit Noltensmeier, Landessuperintendent i.R. der Lippischen Landeskirche, Vortrag am 14. März 2013 in der Erlöserkirche am Markt zu Detmold
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