Termine

Reformationsdekade 2012: Reformation und Musik
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps


Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.

Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik


Portrait über Kathrin Oxen
NDR-Info am Sonntag, dem 5. Februar um 6.05 Uhr und um 17.05 Uhr
''Verstecken ist unmöglich. Pastorin Kathrin Oxen – mehr als ein Predigttalent''

''Schuften bis zum Umfallen''
Richterinnen aus Kamerun im Einsatz für Frauenrechte

8. Februar 2012, 15 Uhr: Filmnachmittag im Gemeindehaus der Kilianskirche, Am Kirchplatz in Schötmar

WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.

Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.

''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück


''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012

''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein ­lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.

Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012


Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)

Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion

Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.

Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)

Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden

Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.

Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.

Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.

''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)


''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012

Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.

6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012


Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.

Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz


GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.

Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf

Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.


Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant


''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentags­präsidium in Erfurt beschlossen.

450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn


Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.



Apostelgeschichte 2, 41-47

Die Leuchtfeuer der ersten Christen

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Achim Detmers stellt Zitate aus dem Impulspapier "Kirche der Freiheit" biblischen Aussagen zu den selben Themen gegenüber.

(41) Diejenigen nun, die sein Wort annahmen, ließen sich taufen. An jenem Tag kamen etwa 3.000 Personen dazu. (42) Sie blieben fest bei der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, beim Brotbrechen und bei den Gebeten. (43) Jede Person überkam ehrfürchtiges Staunen; viele Wunder und Zeichen geschahen durch die Apostel. (44) Alle aber, die Vertrauen gefasst hatten, waren zusammen und teilten alles, was sie hatten. (45) Sie verkauften ihren Besitz und ihr Vermögen und verteilten den Erlös an alle, je nachdem jemand Not litt. (46) Tag für Tag, hielten sie sich einmütig und beständig im Heiligtum auf, brachen das Brot in den einzelnen Häusern, nahmen Speise zu sich voll Jubel und mit lauterem Herzen, (47) lobten Gott und waren gut angesehen beim ganzen Volk. Der Herr aber ließ täglich welche zu ihrer Rettung dazukommen.

Liebe Schwestern und Brüder,
im Jahre 50 n. Chr. war die Jerusalemer Urgemeinde in eine ernste Krise geraten. Kurz nach der Auferweckung Jesu war sie noch der unumstrittene Ausgangspunkt der christlichen Mission im Mittelmeerraum. Alle wichtigen Entscheidungen der frühen Kirche wurden in Jerusalem getroffen (Apg. 15). Aber dann ließ sich der Finanzbedarf der Gemeinde nicht mehr aus eigener Kraft decken. Es wurden Fundraiser ausgesandt, Paulus und Barnabas, mit dem Auftrag, in den Gemeinden des Mittelmeerraumes nach zusätzlichen Finanz-Quellen Ausschau zu halten. Die sog. Jerusalem-Kollekte der beiden erwies sich als überaus erfolgreiches Modell.
Doch schon wenige Jahre später musste die Jerusalemer Gemeinde wieder von vorne beginnen. Während des römisch-judäischen Krieges waren die Jerusalemer Christen ins Umland geflüchtet und erst nach der Zerstörung des Tempels konnte die Gemeinde neu gegründet werden. Die Zahl der Gemeindeglieder war drastisch geschrumpft, und die Söhne des Jakobus, die inzwischen die Leitung der Gemeinde übernommen hatten, mussten sich überlegen, wie man einen Neuanfang am besten gestaltet. Einer der Jerusalemer hatte im Exil in Antiochia einen griechi­schen Arzt kennengelernt. Lukas war sein Name. Und dieser hatte ihm empfohlen, es doch einmal mit einem Leitbildprozess zu versuchen. Er selber schreibe gerade an einer Geschichte des frühen Christentums. Und wenn die Jerusalemer ihm ihr Leitbild schickten, würde er es in seiner Schrift aufnehmen und so Werbung für die Jerusalemer machen.
Und so saßen nun die Jerusalemer Christinnen und Christen nach einer gemeinsamen Agapefeier fröhlich beieinander, um das Besondere der Jerusalemer Gemeinde in Worte zu fassen. Verschiedene Aspekte wurden diskutiert: Es kamen dogmatische und liturgische Fragen zur Sprache, es wurde über Kernkompetenzen der Mitarbeiter gesprochen, über ökonomische Aspekte und natürlich über die Außenwirkung der Jerusalemer Gemeinde. Erstaunlich schnell war man sich einig. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Doch irgendwie hatten einige Bischöfe und Oberkirchenräte des Mittelmeerraumes von den Überlegungen der Jerusalemer erfahren und sie bestan­den darauf, sich im Interesse der Gesamtkirche ebenfalls an den Beratungen beteiligen zu dürfen. Das fertige Leitbild der Jerusalemer wurde zerredet. Vor allem kritisierten sie am Jerusalemer Leitbild, es sei zu anarchisch, rückwärtsgewandt und ohne Perspektive für die Zukunft.
Verschiedene Gremien und Ausschüsse wurden eingesetzt, um das Ganze noch einmal zu überarbeiten. Und je länger man diskutier­te, um so weniger griffig wurden die Formulierungen des Leitbildes. Nach wochenlangen Beratungen – die Jerusalemer Kerngemeinde hatte sich längst ausgeklinkt – wurde das offizielle Ergebnis bekannt gegeben. Der weiter nicht bekannte Bischof von der Insel Berolinensis teilte den Mittelmeergemeinden das Ergebnis der Beratungen mit. Weil der Text etwas ausführlicher geworden war, hatte man ihn in 12 Pharoi unterteilt. ›Pharos‹ war das griechische Wort für Leuchtfeuer. Und der kluge Bischof von Berolinensis hatte sich überlegt, mit diesem Bild aus der Seefahrer-Sprache die Bedeutung des Leitbildes zu unterstreichen. Zudem nannte er sein Papier »Kirche der Freiheit«, denn die Rede von der Freiheit kommt immer gut an.
Im dogmatischen Teil hatten die Jerusalemer in ihrem Leitbild kurz und knapp formuliert: »Wir bleiben fest bei der Lehre der Apostel.« Im Papier der Bischöfe war daraus geworden: »Eine professionell profilierte Themenagenda übersetzt die generelle Programmatik in konkrete Themen und Kommunikations-Strategien. Dabei kommt es auf eine überzeugende Verbindung von Traditionsverlässlichkeit und Geistesgegenwart an. Künftig sollte die (.) Kirche bestimmte, (...) angemessene Themen bewusst von
sich aus setzen und deren Behandlung bewusst steuern.«
Im liturgischen Abschnitt hatten die Jerusalemer in ihrem Leitbild formuliert: »Wir bleiben fest (...) in der Gemeinschaft, beim Brotbrechen und bei den Gebeten.« Im Perspektivpapier der Bischöfe war daraus geworden: »Qualitätsstandards müssen auch für kleine Gottesdienstformen entwickelt werden. Getragen werden sie von Gottesdienstkernen, von Christinnen und Christen, die sich gegebenenfalls auch ohne die Anwesenheit einer Pfarrerin oder eines Pfarrers regelmäßig zum Hören auf Gottes Wort und zum gemeinsamen Gebet zusammenfinden.«
Zu den Kernkompetenzen der Mitarbeiter hielten die Bischöfe fest: »Der Pfarrberuf ist ein attraktiver und anspruchsvoller, angemessen finanzierter und hinreichend flexibilisierter Beruf. Pfarrerinnen und Pfarrer sind leitende geistliche Mitarbeitende der Kirche. Zu ihren Schlüsselkompetenzen gehören theologische Urteilsfähigkeit und geistliche Präsenz, seelsorgerliches Einfühlungsvermögen und kommunikative Kompetenz, Teamfähigkeit und Leitungsbereitschaft, Qualitätsniveau und Verantwortung für das Ganze der Kirche. Lebenslanges Lernen und beständige Fortbildung sind selbstverständliche Grundelemente des Berufes.«
Die Jerusalemer dagegen hatten sehr viel kürzer formuliert; sie schrieben: »Durch die Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder.«
Und im Blick auf die ökonomische Situation formulierten die Jerusalemer: »Alle aber, die Vertrauen gefasst hatten, waren zusammen und teilten alles, was sie hatten. Sie verkauften ihren Besitz und ihr Vermögen und verteilten den Erlös an alle, je nachdem jemand Not litt.« Im kirchenamtlichen Papier dagegen war zu lesen: »Die Kirchensteuer ist (..) eine gute und verlässliche Finan­zierungsbasis der Kirchen. Sollte sich in Zukunft deren Gestaltung ändern, wird es erst recht nötig sein, Finanzierungsergänzungs-Systeme zu entwickeln. Aber solche ergänzenden Finanzierungen – vom Gemeinde-Beitrag bis zum professionellen Einwerben von Spenden – greifen letztlich immer wieder auf die gleichen Zielgruppen zurück. Allein eine verstärkte Einbeziehung der Rentner und Ruheständler würde zusätzliche Gruppen erschließen.«
Im Blick auf den Gottesdienstbesuch heißt es bei den Jerusalemern: »Tag für Tag, hielten sie sich einmütig und beständig im Heiligtum auf.« Die Bischöfe einigten sich auf die Aussage: »Ökonomisch ausgedrückt hat die (.) Kirche einen erheblichen Marktverlust im Bereich ihres Kerngeschäfts erlitten. (...) Die Zahl derjenigen, die regelmäßig von den kirchlichen Kernangeboten Gebrauch machen, sollte sich auf ca. 50 Prozent aller Mitglieder verdoppeln. Der durchschnittliche Gottesdienstbesuch am Sonntag sollte von derzeit 4 Prozent auf 10 Prozent aller Kirchenmitglieder gesteigert werden.«
Und schließlich notierten die Jerusalemer im Blick auf die Außenwirkung: »Sie lobten Gott und waren gut angesehen beim ganzen Volk. Der Herr aber ließ täglich welche zu ihrer Rettung dazukommen.« Die Mittelmeer-Bischöfe dagegen schrieben: »Ein neues, plural geprägtes Interesse für religiöse Fragen bestimmt unsere Gegenwart, das mit dem Stichwort der Wiederkehr der Religion (..) gekennzeichnet ist. Dieses neue religiöse Interesse muss bewusst als ein besonderes Zeitfenster für neue kirchliche Initiativen genutzt werden. (...) Inzwischen bezeichnen Zukunftsforscher die Respiritualisierung als gesellschaftlichen Megatrend.«
Als die Bischöfe und Oberkirchenräte nach der Pressekonferenz in Jerusalem endlich wieder abgereist waren, trafen sich  die Jerusalemer bei einem der Jakobus-Söhne und feierten endlich wieder fröhlich das Abendmahl. Und jeder teilte mit dem anderen, was er hatte. Und alle wussten, was ihnen in den Wochen des Leitbildprozesses gefehlt hatte: Das Wissen, dass der eine für den anderen einsteht. Dass niemand unter ihnen hungern sollte, während andere reichlich zu essen hatten. Das machte sie so attraktiv für andere Menschen, die unter den Bedingung des »römischen Friedens« nur die ungerechte Verteilung von Geld und Macht erlebt hatten. An diesem Wissen um die »Neue Welt Gottes«, die Jesus ihnen hinterlassen hatte, wollten sie festhalten, bis Jesus wiederkommen würde. Amen.

 


Achim Detmers
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Über Faulheit
Predigt zu Sprüche 6,6-11 und Spr. 24,30-34. Von Dorothea Kuhrau

"Ein wenig noch schlafen, ein wenig noch schlummern, ein wenig die Arme verschränken zum Ruhen!"
nachhaltig predigen
Predigtanregungen 2012 – Reihe IV / Lesejahr B
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig
Dialog-Predigt zur Jahreslosung 2011. Von Pfr. Edgar L. Born, Hamm / Pfr. Martin Braukmann, Oberfischbach
Neujahrspredigt zur Jahreslosung 2012: 2. Korinther 12,9
von Martin Filitz, Domprediger zu Halle

"Doch der Herr hat zu mir gesagt: »Meine Gnade ist alles, was du brauchst, denn meine Kraft kommt gerade in der Schwachheit zur vollen Auswirkung." (NGÜ)
Wolkensäule und Feuerschein - Predigt am Silvester Abend zu 2. Mose 13
von Martin Filitz, Domprediger zu Halle
Woord för dat Jaar 2012
Mien Macht is krachtdadig in de Swakken. 2. Korinther 12,9

Eine plattdeutsche Andacht zur Jahreslosung 2012 von Pastor Siek Postma, Jennelt
Was nützt uns dieser fromme Spruch?
Eine Predigt zur Jahreslosung 2012. Von Gudrun Kuhn, Nürnberg

"Die Starken sind gefragt, wenn es darum geht, die Zustände zu ändern, die andere schwach machen. Die Starken müssen sich fragen lassen, ob sie genügend tun, um Leiden zu lindern. Die Starken erinnert die Jahreslosung an ihre Verantwortung. 365 Tage lang."
Weihnachtspredigt zu Lukas 2,14
von Martin Filitz, Domprediger zu Halle

»Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe, und Frieden auf der Erde für die Menschen, auf denen sein Wohlgefallen ruht.«
Weihnachten wird nicht unterm Baum entschieden!
Predigt zu Jesaja 9,1-6 am Heiligen Abend 2011

von Martin Braukmann, Oberfischbach
Predigt am 2. Weihnachtstag zu Johannes 1,14
von Martin Filitz, Domprediger zu Halle

"Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit ."
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