Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Reformation und Islam

Ein Impulspapier der Konferenz für Islamfragen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) - Fachtagung am 5. November 2013

Der osmanische Diwan tritt zusammen: Der Rückzug aus Wien im Oktober 1529 ist bereits beschlossen, die Kanonen schweigen, der Sultan ist abgereist. (Osmanische Miniatur aus dem 16. Jahrhundert; Foto: Wikipeda)

Die Konferenz für Islamfragen der EKD (KIF) hat im Themenjahr "Reformation und Toleranz" ein Impulspapier veröffentlicht, das sich weitgehend mit dem Verhältnis Luthers zum Islam beschäftigt. Am Ende des Textes werden jedoch Anregungen und Fragestellungen für eine Auseinandersetzung mit dem Thema "Reformation und Islam" formuliert, die die Perspektive deutlich öffnen, auch andere Reformatoren und ihre Einstellung zum Islam zu untersuchen.

Impulspapier Reformation und Islam.pdf

Bis zum 31. Dezember 2013 werden Rückmeldungen an das Kirchenamt erbeten. Es wäre schön, wenn auch aus dem reformierten Spektrum Rückmeldungen eingehen würden.

Am 5. November 2013 veranstaltet die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) einen Fachtag, der sich explizit dem Verhältnis des reformierten Zweigs der Reformation zum Islam widmet. Genauere Informationen hierzu werden noch folgen.

Dr. Beate Sträter, Beauftrage des Reformierten Bundes für das christlich-muslimische Gespräch, 23. Mai 2013

Literaturtipp der Redaktion:
Einen ersten kleinen Einblick in die Sicht reformierter Reformatoren, vor allem Bullingers, auf den Islam bietet ein online veröffentlichter Artikel der Zwingliana:

von Rudolf Pfister (1956)

 

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5. November in Düsseldorf

Ein Studientag beleuchtet das Verhältnis von Reformation und Islam.
Christlich-muslimisches Gespräch - Informationen zum Islam in Deutschland - Material für religiöse Feiern von Christen und Muslimen

 

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