Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Noch einmal: Familie

Diesmal: aus biblischer Sicht

Jürgen Ebach, Professor für Altes Testament

Impulsreferat von Jürgen Ebach

"'Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden', sagt Jesus nach Mk 10,9. Sein Urteil, die Mosetora erlaube die Ehescheidung wegen der Herzenshärtigkeit des Menschen, und seine Option gegen jenen 'Scheidebrief' zielt nicht so sehr auf die Erhaltung der Ehe um ihrer selbst willen, sondern hat das soziale Elend der entlassenen Frauen im Blick.Und wie steht es mit der Ehe bei Paulus? Es sei besser nicht zu heiraten, sagt er, aber er räumt die Ehe als Möglichkeit der Kanalisierung sexueller Bedürfnisse ein. Um es ganz platt zusagen: Immer noch besser zu heiraten als ins Bordell zu gehen. Eine positive Grundlegung der Ehe ist das nicht gerade."

aus einem Impulsreferat bei der Lippischen Synode am 26.11.2012 in Detmold

Jürgen Ebach: Die Familie aus biblischer Sicht (2012). Der vollständige Text als PDF


August 2013
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