Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Was ist die Ehe?

Eine göttliche Ordnung? Ein Auslaufmodell?

Wie in anderen Fragen auch, sind die Regeln, die wir in der Bibel zum Thema Ehe (und Beziehung) lesen, immer auf den Schutz des bzw. der Schwächeren bedacht.

Wie alle anderen theologischen Fragen ist auch das Verhältnis zur Ehe nur aus der Bibel zu begründen. Da findet sich zu der Form, wie wir die Ehe heute in der westlichen Welt staatlich verankert haben, wenig Konkretes. Die Bibel bezieht sich auf eine Form der Ehe, die es heute nicht mehr gibt.

Sie macht allerdings Aussagen über das Zusammenleben der Menschen als Paare und Familien ganz allgemein. Darüber müsste in den Kirchen und Gemeinden endlich einmal offen diskutiert werden: Wie will Gott, dass wir als Paare zusammen leben? Warum will er es?


 

Georg Rieger
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