Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Worauf freue ich mich im Advent? Kann ich ehrlich sagen: auf das Kommen Christi?

Ein spiritueller Impuls zum Wochenlied EG 6: Ihr lieben Christen, freut euch nun

Die Skulptur "Versöhnung" von Josefina da Vasconcellos in der Kathedrale von Coventry.

Von Sylvia Bukowski

(1) Ihr lieben Christen, freut euch nun,
bald wird erscheinen Gottes Sohn,
der unser Bruder worden ist,
das ist der lieb Herr Jesus Christ.

(5) Ach lieber Herr, eil zum Gericht!
Lass sehn dein herrlich Angesicht,
das Wesen der Dreifaltigkeit.
Das helf' uns Gott in Ewigkeit.

Worüber und worauf freue ich mich im Advent?

Kann ich ehrlich sagen: auf das Kommen Christi? Zumal, wenn es nicht nur sein Kommen als unser Bruder ist (1), sondern, wie dieses Lied uns erinnert, sein Kommen zum Gericht (5)! 

Und rechnen wir überhaupt noch damit? Oder haben wir den Gerichtsgedanken aus unserem Glauben gestrichen, weil er zu belastet ist mit beängstigenden Bildern von einem gnadenlos gerechten Richter und ewiger Verdammnis?

Aber soll denn ein anderer richten als der Gott Israels, bei dem Gerechtigkeit mit Liebe und Barmherzigkeit verbunden bleibt? Ein anderer, als der Christus, der gekommen ist zu suchen, die sich verloren haben? Und soll im Gericht Gottes ein anderer Geist herrschen als der, der Menschen erneuert und steinerne Herzen für Gottes Willen öffnet?

Nicht erst im Jenseits, sondern auf unserer Erde möge der gnädige Gott sein Recht und seine Gerechtigkeit aufrichten! Eilends (5)!

Über jedes Vorzeichen der großen Versöhnung kann ich mich tatsächlich freuen!

Sylvia Bukowski, 9. Dezember 2013

EG 6 "Ihr lieben Christen, freut euch nun" auf Wikipedia

Das aktuelle Wochenlied zum Hören auf evangelisch-in-westfalen.de

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Ein Impuls zum Wochenlied von Sylvia Bukowski

 

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