Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Liebe wächst wie Weizen

Wochenlied EG 98: Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt - Sonntag Lätare

Impuls von Sylvia Bukowski

„Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.“

Jetzt kann man es wieder beobachten: Kahle Erde wird wieder grün und der Frühling zaubert die ersten Blüten aus ihr hervor. Auf den Äckern brechen die Halme des Getreides durch die Schollen. Selbst da, wo man es nicht vermutet hätte, sprießt Leben auf.

Gibt es ein überzeugenderes Bild für die Kraft der Liebe Gottes? Jesus geht in den Tod. Seine Gegner glauben, ihn endgültig aus der Welt geschafft zu haben. Trauer blockiert die Erinnerung der Jünger und verschließt ihr Herz für die Verheißung, dass mit Jesu Tod nicht alles aus sein wird. Er, der Gottes Liebe so vollkommen verkörpert, ist stärker und kein noch so schwerer Stein kann seine Auferstehung verhindern. „Love is come again like wheat that springs up green...“ (englischer Originaltext)

Immer noch ist unser Glaube nicht im Schauen. Er ist „eine feste Zuversicht auf das, was wir hoffen und ein Nichtzweifeln an dem, was wir nicht sehen“ (Hebr 11,1). Aber der Weizen, der wieder wächst, wird uns darin nähren.


Sylvia Bukowski, 28. März 2014
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Ein Impuls zum Wochenlied von Sylvia Bukowski

 

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