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Aus dem Bereich Wissen
Von Eberhard Busch
Miteinander statt Konkurrenzdenken, soziale statt individualistische Humanität, die Fremden als Geschwister zu erkennen, fordert Calvin.
50 Jahre Arnoldshainer Thesen
1. und 2. November 2007 in Arnoldshain (Hessen)
Mit den Arnoldshainer Abendmahlsthesen wurde der jahrhundertealte innerprotestantische Streit um das Verständnis des Abendmahls beigelegt. Bis heute gelten sie als das gemeinsame Fundament der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE).
Am 1. und 2. November dieses Jahres jährt sich die Niederschrift und Unterzeichnung der Arnoldshainer Abendmahlsthesen zum 50. Mal. Aus diesem Anlass wird die Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Akademie Arnoldshain am 27.und 28. Oktober einen Festakt veranstalten.
Das Jubiläumsprogramm mit der Überschrift „Er lädt ein an seinen Tisch“ beginnt am Samstagabend um 19.30 Uhr mit einem Rundgespräch zur Bedeutung der Arnoldshainer Abendmahlsthesen. An diesem Gespräch nehmen teil: Professor Andreas Lindemann, designierter Direktor der Evangelischen Forschungsakademie, Peter Cornehl, Professor für Praktische Theologie an der Universität Hamburg, und Jan-Gerd Heetderks, Ratsmitglied der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Am Sonntag wird um 10.00 Uhr ein Abendmahlsgottesdienst in der Kapelle des Martin-Niemöller-Hauses zu Arnoldshain gefeiert, bei dem der Leiter des Amtes der UEK, Bischof Martin Schindehütte, predigt. Empfang und Grußworte ab 11.00 Uhr schließen sich an.
Die Abendmahlsthesen waren ein kirchengeschichtlich und theologisch wichtiger Durchbruch: Vier Jahrhunderte lang hatte es zwischen den unterschiedlichen evangelischen Konfessionen nach lutherischer und reformierter Prägung keine Abendmahlsgemeinschaft gegeben. Das Ende dieses innerevangelischen Dissenses läuteten die Arnoldshainer Abendmahlsthesen ein, indem sie ein gemeinsames evangelisches Verständnis des Abendmahls formulierten. Auf Grundlage dieses Konsenses konstituierte sich zehn Jahre später die Arnoldshainer Konferenz, in der sich evangelische Landeskirchen mit unterschiedlichen theologischen Prägungen zusammenschlossen. 1973 wurden Kernformulierungen der Arnoldshainer Thesen in die Leuenberger Konkordie aufgenommen – die Lehrübereinkunft reformatorischer Kirchen Europas, die die Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft zwischen den beteiligten lutherischen, reformierten und unierten Kirchen herstellte. So bilden die Thesen von 1957 bis heute das theologische Fundament der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE).
Sie können die Thesen bei Frau Klöhn, Tel. 0511 / 2796-224 bestellen.
Pressestelle der UEK
Hier finden Sie die Arnoldshainer Abendmahlsthesen

