Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Hilfe für die ethische Urteilsbildung

von der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)

Eine gerade veröffentlichte Studie der GEKE zu „Gesetz und Evangelium“ leistet einen Beitrag zur Entscheidungsfindung in ethischen Fragen.

Tel.: (004131) 3702502
Fax: (004131) 3702580
E-Mail: t.fluegge@leuenberg.eu

Die rechte Bestimmung des Verhältnisses von Gesetz und Evangelium gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Theologie. Die rechte Unterscheidung der beiden Größen leistet jedoch einen wertvollen Beitrag zur Bearbeitung ethischer Probleme.

Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) -Leuenberger Kirchengemeinschaft- stellt nun mit der zweisprachigen (deutsch/englisch) Publikation „Gesetz und Evangelium“ das Ergebnis eines achtjährigen Studienprozesses vor. Mit dem Text soll erstmals die Grundlage für eine gemeinsame und einvernehmlich begründete Urteilsbildung der protestantischen Kirchen in ethischen Fragen geschaffen werden.

Die Studie besteht aus einer konfessionskundlichen Bestandsaufnahme und einer Auseinandersetzung mit verschiedenen Anfragen, die aus der Ökumene und der jüdischen Tradition an die reformatorische Verhältnisbestimmung von Gesetz und Evangelium gestellt werden. Damit verhilft das Dokument den Kirchen zu kritischer Solidarität in den politisch-ethischen Problemen der Gesellschaft. Abschließend werden am Beispiel der Menschenrechte und der Bioethik Gesichtspunkte für eine theologisch-ethische Urteilsbildung aufgezeigt.

„Gesetz und Evangelium. Eine Studie, auch im Blick auf die Entscheidungsfindung in ethischen Fragen“ (297 Seiten, Lembeck-Verlag, Frankfurt/Main 2007) kann für 16 Euro über den Buchhandel oder direkt unter www.lembeck.de bestellt werden.

 


18.10.2007
Thomas Flügge (Pressesprecher)
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