Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Flüchtlinge unterstützen - Was kann ich tun?

Tipps für die Praxis und ein Fonds zur Finanzierung

Die Gesamtsynode der Evangelisch-reformierten Kirche hat einen Sonderfonds zur Unterstützung von Flüchtlingen eingerichtet, der die Kirchengemeinden und anderen diakonischen Träger unterstützen soll in ihrem Engagement für Flüchtlinge.

Broschüre.pdf

Manchmal sind es die ganz kleinen Unterstützungen, die ausreichen. Nachstehend finden Sie einige Anregungen:

- Mit dem Auto zum nächsten Supermarkt oder Lebensmittelladen mit Lebensmitteln aus dem Heimatland fahren, z.B. arabisches/asiatisches Geschäft

- Begleitung zum Arzt oder zur Behörde anbieten

- Termine vereinbaren (z.B. mit Behörden, Arzt, Beratungsstellen, Schulen etc.)

- Bahn- oder Bustickets kaufen und ausdrucken sowie Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel erklären

- Wenn öffentliche Verkehrsmittel rar oder teuer sind, sich um Alternativen kümmern, z.B. Fahrgemeinschaften zur Abholung der monatlichen Leistungen oder zur Kirche/Moschee

- Die Wohnung gemeinsam verschönern und wohnlicher machen

- Sprachunterricht (formell oder informell) organisieren

- Babysitten während des Sprachunterrichts anbieten

- Sich selbst zum Tee oder Kaffee einladen (lassen)

- Interkulturelle Begegnungsabende für Einheimische und Flüchtlinge im Ort organisieren

- Kleiderkammern/Flohmarkt veranstalten

- Sportvereine, Spielkreise und Musikgruppen dazu animieren, zu einem „Tag der offenen Tür“ einzuladen

- Sportereignisse gemeinsam verfolgen (Fußball-Weltmeisterschaft, Champions-League, Olympia etc.)

- Bei Arbeitseinsätzen an Sportstätten, Kindergärten, in Stadtparks oder bei einem Umzug gemeinsam mithelfen

- Internet-Zugang organisieren

- Interesse an den jeweiligen religiösen Feiertagen und damit verbundenen Traditionen zeigen

- Hausaufgabenhilfe für Kinder

- Ausflüge in die Umgebung (See, Picknick, Freibad, Zoo, Museum ...)

- Flüchtlingen die Gelegenheit geben, wenn gewünscht, von ihrem Land/ihrer Geschichte/ ihrer Kultur zu erzählen

- Auf Migrantenselbstorganisationen aufmerksam machen

- Lokale Betriebe nach Möglichkeiten zum Hospitieren/Praktikum/Ausbildung/Jobs fragen

- Besuche und Besichtigungen von Arbeitsstätten, Betrieben und Universitäten ermöglichen, um Arbeitsfelder und Berufe kennenlernen zu können

- Gemeinsame Gartenarbeit und zusammen Gemüse anbauen und ernten (Interkulturelle Gärten)

Diese Tipps und weitere Informationen zum Thema können Sie auch nachlesen in der Informationsschrift von Diakonie und Caritas „Flüchtlinge in Niedersachsen - was kann ich tun?“ unter

Broschüre zum Download:

www.diakonie-in-niedersachsen.de/meta_downloads/43113/fluechtlinge_in_niedersachsen.pdf

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