Kurzmeldungen


Experten warnen vor Verschärfung Nahost-Konflikt
USA haben Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt


Klare Kante gegen Rechts
Seit Flüchtlingskrise und AfD-Aufstieg sind Kirchengemeinden und kirchliche Funktionäre zunehmend verunsichert.


Verwüstung in Bremer Kirche
Experten untersuchen Schäden


'Reformation ist mehr als Luther'
Präses Kurschus sieht 500. Reformationsjubiläum als Quelle von Veränderung


'Potenzial für Ökumene nicht ausgeschöpft'
Steinmeier im Gespräch mit Papst Franziskus


Aktionswoche gegen Hunger
eltkirchenrat ruft zu fairer Verteilung von Nahrungsmitteln auf


'Toleranz heißt nicht Gleichgültigkeit'
Altbischof Huber warnt vor falscher Toleranz gegenüber Religionen


Reformationsjubiläum in Trier
Spitzenvertreter der Kirchen feiern Ökumene-Gottesdienst


EKD-Chef: Rassismus hat keinen Platz im Kirchenvorstand
Bedford-Strohm spricht sich gegen Antisemitismus aus


Neutralitätsgesetz Berlin
Kirche begrüßt Senatsschreiben


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Gebete zum 20. Sonntag nach Trinitatis

von Sylvia Bukowski

Heroische Rosen (1938) - Paul Klee (Detail)

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. - Micha 6,8

Du lebendiger Gott,
du sagst uns,
was gut ist,
und wir wollen dir folgen.
Aber oft beruhigen wir uns schon
mit guten Absichten,
ohne sie in die Tat umzusetzen.
Wenn wir etwas entscheiden müssen,
sind wir oft unsicher,
was deinem Willen entspricht.
Im Umgang mit anderen
scheitern wir häufig
an unserer Ungeduld und Sturheit.
Wir wollen dir die Ehre geben,
aber unser Geltungsbedürfnis
steht uns dabei im Weg.
Hab du Geduld mit uns, Gott,
gib uns Klarheit im Denken,
mach uns flexibel,
um anderen gerecht zu werden
und löse uns
aus dem ständigen Kreisen um uns selbst.
Halte uns deinen Willen vor Augen,
lege uns dein Wort ans Herz,
binde unser Handeln an dein Gebot

Psalm 119, 101-108

Wahrhaftiger, treuer Gott,
Manchmal erschrecken wir vor denen,
die so sicher von sich behaupten,
dass sie auf dem richtigen Weg sind,
dein Wort genau verstehen,
und tun, was deinem Willen entspricht.
Auch wir sehnen uns nach Glaubensgewissheit,
aber wir möchten nicht überheblich sein,
möchten andere Meinungen hören
und voneinander lernen.
Toleranz ist uns ein hohes Gut,
auch im Gespräch mit anderen Religionen.

Manchmal verlieren wir dabei
die nötige Klarheit,
driften ab in Beliebigkeit
und lassen uns treiben
von Meinungsmachern.

Gott,
verbinde unsere Offenheit
mit dem Halt an deinem Wort.
Führe uns zusammen
im Tun des Gerechten
und in der Arbeit für Frieden.

Sylvia Bukowski, Pfrin., Wuppertal

 

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