Trauer um Hermann Keller

Pastor Keller, Hamburg starb im Alter von 89 Jahren

Fenster im Hamburger Gemeindezentrum Ferdinandstraße

Voller Trauer nimmt der Reformierte Bund Abschied von Pastor i.R. Hermann Keller, Hamburg. Der Reformierte Bund verdankt Hermann Keller wichtige Impulse in der Neuausrichtung der jüdisch-christlichen Begegnung.

Pastor Keller hat die 1990 beschlossenen »Leitsätze in der Begegnung von Juden und Christen« mit vorbereitet und dem Ausschuss des Bundes »Wir und die Juden – Israel und die Kirchen« lange Zeit als Vorsitzender angehört. Theologisch hat er eingeschärft, die Begegnung mit Israel als wirkliche Begegnung, in der gemeinsames Hören und gemeinsames Infragestellen erfolgt, zu leben und gerade darin Kirche zu sein. Er hat darum die Delegationsreise des Reformierten Bundes 1995 nach Israel wesentlich vorbereitet mit Hilfe der Kontakte, die er bei eigenen Studienreisen nach Israel geknüpft hat. Dabei hat er namentlich drei Projekte begleitet und vorangetrieben, die im Rahmen des Staates Israel die Funktion von Verständigungspartnern haben: „Neve Hanna“ in der Negev-Wüste, eine Einrichtung, in der pädagogisch mit Kindern gearbeitet wird; die Leo-Baeck-Schule und das Beit Rutenberg in Haifa sowie Abraham Herberge in Beit Jalla.
Sein Wirken war geprägt durch sein geduldiges Zuhören, seine Gelassenheit und seinen Humor. Mit Entschiedenheit und Freundlichkeit hat er seine wichtigen Anliegen in die Arbeit des Reformierten Bundes eingebracht.
Wir danken Gott für das, was er uns mit Hermann Keller geschenkt hat.

Pfarrer Maik Fleck, Detmold, im Auftrag des Reformierten Bundes

Hermann Keller ist am 09. Januar 2016 im Alter von 89 Jahren verstorben.
Die Trauerfeier findet am 30. Januar um 11 Uhr im Hamburger Gemeindezentrum Ferdinandstraße statt.  Die Beisetzung erfolgt am selben Tag um 13 Uhr in der Kapelle 10 auf dem Friedhof Ohlsdorf.

 

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