Termine
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps
Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.
Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik
WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.
Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.
Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.
Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.
Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.
''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück
''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012
''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.
Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.
35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.
Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.
Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012
Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)
Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion
Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.
Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)
Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden
Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.
Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.
Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.
''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)
''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012
Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Lukas 1, 26-38
Jungfrauengeburt - kein biologisches, sondern ein theologisches Wunder
Der Erzengel Gabriel tritt Maria von gleich zu gleich gegenüber. Gott befiehlt Maria nichts und erst recht vergewaltigt er sie nicht. Sie hat sogar das letzte Wort. Das ist Jungfrauengeburt: kein biologisches Wunder, sondern eines zwischen Himmel und Erde.
Eine Predigt im Advent von Steffen Tuschling.
Liebe Gemeinde,
wir gehen auf Weihnachten zu. Christi Geburt, die Menschwerdung Gottes, gibt es nicht ohne die Mutter, die ihn geboren hat.
Es war schlicht nicht Gottes Absicht, Jesus vom Himmel fallen zu lassen – nein, herangewachsen ist er im Bauch seiner Mutter, wie wir alle, geboren ist er unter Schmerzen, wie wir alle.
Und so spielt die Mutter Maria, die vielen von uns sonst eher fremd ist, weil sie sie für zutiefst katholisch halten, einzig um diese Jahreszeit auch in unserer evangelisch-reformierten Kirche eine Rolle. Sei es in vielen Krippenspielen, sei es in dieser heutigen Adventspredigt.
Der heutige Predigtabschnitt steht im Lukasevangelium im 1. Kapitel. Ich lese Lukas 1, 26 – 38.
26 Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galliläa, die heißt Nazareth,
27 zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria.
28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!
29 Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?
30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden.
31 Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.
32 Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben,
33 und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
34 Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß?
35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
36 Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei.
37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.
38 Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.
Liebe Christen, „empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria“, so sprechen wir es Sonntag für Sonntag im Glaubensbekenntnis. Anders als die übrigen Worte des Glaubensbekenntnisses, die wir vielfach sprechen, ohne viel nachzudenken, wie man es eben macht bei Formeln, die man immer wieder spricht, machen diese Worte „geboren von der Jungfrau Maria“ vielen Mühe.
Manche sprechen sie nur unter großen Bedenken, andere gegen ihre Überzeugung aus, und manche schweigen bei diesen Worten ganz.
Neulich im Seniorenkreis haben wir uns intensiv darüber unterhalten.
Jungfrauengeburt – das erscheint uns aufgeklärten und mit den Regeln der Natur vertrauten Menschen einfach fremd und zutiefst mittelalterlich. Verständlich, wenn wir uns in Erinnerung rufen, was mit dem vermeintlichen Ideal der Jungfrauschaft in der Geschichte der Kirche für ein Missbrauch getrieben wurde. Missbrauch, der die menschliche Sexualität zu etwas Schmutzigem erklärt hat. Und der dabei vor allem Frauen eingeengt und bedrängt hat, denn bei denen konnte man sie ja eben feststellen, die behaltene oder verlorene Jungfrauschaft.
Doch Missbrauch und Mittelalter hin oder her, in unserem Glaubensbekenntnis steht er nun mal, der Satz mit der Jungfrau Maria, wie sollen wir denn das nun verstehen, Herr Pastor? So kam es, dass wir uns neulich im Seniorenkreis darüber unterhalten haben.
Und wir sind nicht nur bei unseren Fragen stehengeblieben, sondern haben uns etwas genauer das Neue Testament vorgenommen, besonders unseren Abschnitt, den ich vorhin vorgelesen habe. Nur hier und am Anfang des Matthäusevangeliums ist ja von der Jungfrauengeburt die Rede.
Wir haben dabei gesehen, dass der Evangelist Lukas ja keineswegs einen biologisch-medizinischen Bericht abgibt darüber, wie Jesus entstanden ist, sondern vielmehr eine theologische Deutung.
Lukas kennt seine Bibel, also das Alte Testament, eine andere gibt es zu seiner Zeit ja noch nicht, und er erzählt die Geschichte vom Engel Gabriel und der Jungfrau Maria durch und durch wie dementsprechende Geschichten aus seiner Bibel. Wo ja auch höchst ungewöhnliche Begegnungen geschahen und noch ungewöhnlichere Geburten angesagt wurden, denken wir nur an die Abrahamssöhne Ismael und Isaak. Wo auch Zweifel und Nachfragen aufkamen und Gott dann diese Zweifel durch ein Zeichen ausräumte.
Durch und durch hat Lukas diese Erzählbausteine alttestamentlicher Geschichten übernommen. Und durch und durch geht es ihm darum, diese Erzählbausteine in den Dienst einer Botschaft zu stellen. Diese Botschaft, um die es eigentlich geht, durchscheinen zu lassen.
So kennt er es aus dem AT: Ging es etwa bei der Isaaksgeschichte in erster Linie darum, das Besondere zu erzählen, dass hier steinalten Eltern ein Sohn geboren wurde? Wohl kaum.
Der Bericht im 1. Buch Mose stellt das ganz klar. Abraham fällt zwar auf sein Angesicht, weil er so lachen muss bei der Frage: Soll mir mit hundert Jahren ein Kind geboren werden, und soll Sara, neunzig Jahre alt, gebären? Aber die Erzählung stellt dann etwas ganz anderes in den Mittelpunkt: Die Verheißung des Bundesvolkes Israel.
Sara, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, den sollst du Isaak nennen, und mit ihm will ich meinen ewigen Bund aufrichten und mit seinem Geschlecht nach ihm (1. Mose 17, 19).
Nicht anders erzählt auch Lukas von der Verkündigung an Maria. Im Mittelpunkt steht die Verheißung, wer dieser Jesus ist, von dem Lukas später erzählen wird, dass er von seiner Familie missverstanden werden wird und von den Mächtigen des Volkes hingerichtet: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben,
und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
Der verheißene Messias wird geboren werden, der Davidssohn. Ein Gottessohn, dessen Reich kein Ende haben wird.
Das ist ganz sicher der Mittelpunkt der Geschichte vom Engel Gabriel und dem jungen Mädchen Maria. Das ist ganz sicher das Wunder: Dass hier bei diesem am Kreuz Gestorbenen davon die Rede ist, der sei ein Gottessohn und ewig regierender Messias.
Bei der Geburt dieses Menschen hat Gott seine Hand im Spiel gehabt, sagt Lukas. Dieser Jesus, der die Liebe Gottes gelebt hat, ist der Gottessohn. Das bedeutet für Lukas die Jungfrauengeburt.
Vom biologischen Vater Jesu berichtet Lukas problemlos ein Kapitel weiter, als die Mutter Maria ihrem zwölfjährigen Sohn, der sich im Tempel herumtreibt, vorwirft: Dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.
Das macht dem Lukas nichts. In der Tat erzählt er von einem Wunder. Doch das Wunder der Jungfrauengeburt ist kein biologisches. Sondern ein theologisches: Göttliches kommt zur Welt. In diesem Menschen Jesus.
Das Wunder heißt weiter: Gott wendet sich der Welt zu, indem er sich auf dieses junge Mädchen aus dem Volk einlässt. Auf den gefahrvollen Weg der Menschwerdung durch Eizelle und Fötus und Schwangerschaft und Geburt. Was jetzt geschieht, daran ist Maria nicht unbeteiligt: Lukas hat gewusst, wie die Mutter Maria den Lebensweg und später den Leidensweg ihres Sohnes Jesus erlitten und doch in Liebe ertragen hat – bis sie am Ende zur Urgemeinde des Auferstandenen gehörte.
In der Verkündigungsszene lässt Lukas den Gottesboten, den Erzengel Gabriel der Maria von gleich zu gleich gegenübertreten. Nicht dem Josef, wie es sich gehört hätte, sondern der Maria.
Gott befiehlt dem Mädchen nichts und erst recht vergewaltigt er sie nicht. Zu dem was passieren soll, kommt sie selbst zu Wort. Ja, Lukas lässt sie das letzte Wort haben: Siehe, ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie du gesagt hast.
Schwestern und Brüder: Das alles ist die Jungfrauengeburt, das Wunder, von dem Lukas berichtet, kein biologisches Wunder, sondern eines zwischen Himmel und Erde.
Liebe Christen, Lukas lebte nicht in unserer Zeit des naturwissenschaftlich-technischen Weltbildes. Er lebte in der Zeit der großen Geschichtenerzähler, die in einzigartiger Weise die Wahrheit in der Sprache der Bilder erzählten.
Er wusste wie kein anderer, dass es zwischen „schwarz“ und „weiß“ noch etwas anderes gibt.
Dass Geschichten nicht historisch zutreffend sein müssen und doch die Wahrheit sagen können. Deshalb kann ich im Glaubensbekenntnis die Stelle: „...geboren von der Jungfrau Maria“ guten Gewissens mitsprechen.
Liebe Gemeinde, den Engel Gabriel schickte man nach Nazareth, mit der Botschaft an Maria.
Und viele Engel zu allen Menschen. Einer ist auch unterwegs zu jeder und jedem von uns, die wir wie Maria auch nichts Besonderes sind, ein einfacher kleiner Mensch wie so viele andere auch.
Dieser Engel sagt uns: Gott ist Mensch geworden. Er ist dir ganz nah. Er ist nicht mehr nur „der da oben“, der ja doch nicht weiß, wie dreckig es uns Menschen manchmal gehen kann. Sondern er ist auch „der hier unten“. Im Dreck eines Kuhstalls fing sein Leben an und in der Verlassenheit des Todes endete es.
Er weiß um alles, was es in unserem Menschenleben an Leidensstationen gibt - von der Wiege bis zur Bahre. Er hat sich mit seinen Eltern gestritten - wie wir. Er fühlte sich unverstanden - wie wir. Er lernte einen ungeliebten Beruf - wie viele von uns. Er verlor Freunde wie wir. Er hatte Angst und hat geweint wie wir. Er ist an Gott verzweifelt wie wir. Er ist gestorben wie wir. Und er ist auferstanden - und so auch wir. „Wahrer Gott und wahrer Mensch“ - wie will man das anschaulich machen?
Die alte Geschichte von der Jungfrauengeburt ist da eine gute Lösung. Ob Maria nun Jungfrau war oder nicht ist dabei für unseren christlichen Glauben relativ uninteressant. Wichtig ist nur die grundlegende Aussage dieser Geschichte: dass Gott ein menschlicher Gott geworden ist. Der „Herr“ mag wohl im Himmel wohnen - und doch ist dir dein Gott nicht fern, sondern ganz bei dir.
Amen.
Steffen Tuschling, Pastor an der Bergkirche in Osnabrück


