Termine
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps
Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.
Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik
WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.
Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.
Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.
Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.
Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.
''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück
''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012
''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.
Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.
35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.
Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.
Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012
Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)
Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion
Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.
Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)
Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden
Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.
Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.
Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.
''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)
''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012
Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Da steht nun einer, der für seine Ware gar kein Geld haben will. Wie kommen wir an das heran, was er da anbietet? Unser Geld sollen wir stecken lassen. Kaufen können wir es nicht. Was sollen wir dann tun? Von Pfarrer Jochen Denker.
Wohlan, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Kommt her und kaauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! Höret, so werdet ihr leben! Siehe, du wirst Heiden rufen, die du nicht kennst...
Ihr Lieben, von nichts kommt nichts! Umsonst ist nur der Tod und der kostet das Leben.
Mit diesen Weisheiten werden wir groß. Sie geben unsere Erfahrung wieder und wir geben sie an unsere Kinder weiter.
Wenn es was umsonst gibt, dann ist Vorsicht angesagt. Vorsorglich noch mal das Kleingedruckte lesen, irgendwo muss ein Haken sein.
Also Obacht - auch heute morgen, denn mit unserem Bibeltext beleben wir gerade einen aufgeregten Marktschreier, der seine Güter anpreist.
Lautstark schallt es über den Platz: "Wer Durst hat, komm her - hier ist Wasser! Wer kein Brot hat - hierher! Auch Wein und Milch, alles, was euer Herz begehrt: An diesem Stand sind Sie richtig, greifen Sie zu, zögern Sie nicht. Heute ist ein Festtag: Alles umsonst, kostenlos, geschenkt."
Da kann man nicht mehr feilschen, der Preis ist nicht mehr zu drücken. Die Menge steht fassungslos und etwas ungläubig vor einem Verkäufer, der das ganze Marktsystem auf den Kopf stellt.
Um seinen Stand sammeln sich schnell viele Menschen. Mit seiner Werbung und Einladung hat er nicht nur die Durstigen und Hungrigen angelockt, sondern auch die, die meinten, ihr Durst sei schon gelöscht, ihr Hunger schon gestillt. An diesem Stand werden nicht nur Bedürfnisse befriedigt, sondern hier wird die vermeintlich vorhandene Befriedigung in Frage gestellt. "Was habt ihr eigentlich gerade an den anderen Ständen gekauft? Habt ihr euch nicht übers Ohr hauen lassen? Habt ihr vielleicht euer Geld zum Fenster raus geworfen und Steine statt Brot bekommen? Das sauer Verdiente habt ihr ausgegeben in der Hoffnung, von dem Gegenwert satt zu werden - aber schaut euch an, was ihr in euren Körben nach Hause tragt."
Ihr Lieben, was kann man für Geld bekommen? "Alles!" sagt man, denn alles hat seinen Preis. Und so scheint es zu sein. Auf dem Markt der Möglichkeiten wird allerhand feilgeboten. Sättigung, Sinngebung, Lebenserfüllung für Körper, Seele und Geist. Etwas Weisheit hier, etwas Philosophie da, ein wenig Körpererfahrung am Stand links vorn und für unsere mystischen Anteile ein Häppchen dort drüben. Die Intellektuellen hier ein wenig und die Bodenständigen dort. Wer Action braucht: Bitte da vorne in die Mitte, und wem ein wenig nach Zerstreuung ist, stelle sich da hinten rechts in die Schlange. Dann ist der Geldbeutel leer und schwer bepackt trotten wir nach Hause. Wie jeden Freitag nach unserem Marktbesuch. Und für einen Moment wollen wir vergessen, dass wir regelmäßig schon montags unzufrieden sind mit dem Einkauf, den wir gemacht haben. Die Qualität läßt nach, aber der Preis steigt. Und irgendwie ahnen wir, dass an dem ganzen Markt etwas faul ist, selbst dann, wenn wir wirklich gute Ware gekauft haben sollten.
Und da steht nun einer, der für seine Ware gar kein Geld haben will. Wie kommen wir an das heran, was er da anbietet? Unser Geld sollen wir stecken lassen. Kaufen können wir es nicht. Was sollen wir dann tun?
"Hören!"
3x kommt das Wort "hören" wörtlich und einmal im Bild in kurzen Abständen vor. "Hört nur, hört auf mich, so bekommt ihr Gutes zu essen und eure Seele labt sich an Fettem. Richtete eure Ohren auf und kommt zu mir! Hört, so wird eure Seele leben." Hört! Damit fängt wohl alles an. Hört zu! Über 200x kommt das Wort "hören" als Aufforderung und Bitte im Alten Testament vor. So wichtig ist es.
Ihr Lieben, wenn unser Gott ein sprechender Gott ist, einer, der Kontakt aufnimmt mit uns, der ein Gespräch beginnt, dann ist es wirklich das Erste, was uns Not und gut tut: Hört!
"Kauft nicht, versucht nicht zu bezahlen, lasst euer sauer verdientes Geld stecken. Für das, was hier zu haben ist, taugt es nichts. Hört! Das kann man auch, ohne reich zu sein: Hören!"
Nicht von ungefähr beginnt Israels erstes Bekenntnis und vorrangiges Gebot mit: "Höre, Israel!" Nicht zufällig konnte Calvin seine "Bekehrung" so beschreiben: "Es war wie eine plötzlich Hinwendung zu lernbereiten Hören und hörbereitem Lernen". Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sagt Jesus und vor ihm Mose, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Munde unseres Gottes geht, von jedem Wort, das Gott spricht und das schafft und schenkt, was es sagt. Sein Wort ist kein hohles Gerede, kein wirkungsloses Geschwätz, keine Sonntagsrede, die den Montag nie erreicht. Sein Wort führt aus, wozu es gesendet, wirkt, was der Sprecher beschlossen hat - so haben wir in der Lesung gehört.
Es gibt Dinge, die wir nicht kaufen können, mit keinem Geld der Welt.
Es gibt diese Dinge unter uns Menschen: Ich kann mir die Liebe eines anderen nicht erkaufen. Dass ein anderer zu mir hält, kann ich mir auf die Länge nicht kaufen. Ich kann mir Gesundheit nicht kaufen, selbst wenn mit Geld manches möglich ist. Ich kann mir Zufriedenheit nicht erkaufen und ein glückliches Leben schon gar nicht. Und nehmen wir ein ganz aktuelles Beispiel. Die Begeisterung und Freude nach dem gewonnenen Achtelfinale gestern. Die ist doch mit Geld weder zu bezahlen, noch gewollt zu kaufen.
Und bei Gott ist das umso mehr so. Bei ihm können wir gar nichts kaufen.
Sein Wort können wir nicht einfach bestellen. Nirgendwo können wir etwas einwerfen und dann läuft ein Band ab und sein Wort ertönt.
Seine Liebe zu uns ist geschenkt. Darum gilt sie jedem, ohne Bedingungen. Und wer versucht, sie zu bezahlen, den beschämt Gott und fragt: "Willst du den Tod meines Sohnes etwa mit schnödem Geld aufwiegen? Was bildest du dir eigentlich ein? Denk doch erst mal nach. Das, was ich für dich getan habe, kannst du nicht bezahlen. Versuch es nicht! Es tut mir weh! Würdest du dein Kind verkaufen? Nein, lass dich beschenken! Lass es gut sein."
Wenn ich auch nur einen kurzen Moment nachdenke, wird mir klar, dass es ein Irrsinn wäre, zu meinen, ich könnte Gott für das, was ich von ihm bekommen habe, etwas bezahlen. Wie verletzt bin ich selber, wenn ich jemandem etwas schenke, was mir wertvoll ist, meine Zeit, meine Liebe, vielleicht einen Gegenstand, der mir viel bedeutet und dann von meinem Gegenüber höre: "Was bekommst du denn dafür?" Ich merke dann, dass das Gegenüber gar nicht gemerkt hat, worauf es mir ankommt - nämlich auf ihn und nicht auf das, was ich bekommen könnte. Um wie viel mehr ist das bei Gott so!
Nein, das Geld ist etwas für diese Welt. Mit ihm sollen und können wir eine Menge Gutes tun. Aber das wirklich Gute werden wir mit ihm nie bekommen. Keine Liebe, keine Freunde, keine Gnade und keinen barmherzigen Gott. Aber genau danach sehnen wir uns, gerade den brauchen wir je länger, je mehr.
Aber nun hören wir weiter - nicht nur dass Gott redet, sondern auch was er sagt. Bezahlen können wir nichts, aber hören können wir, das ist sozusagen der Preis: die Ohren aufrichten und spitzen, die Ohren nicht hängen lassen, weil dann mehr hängt als nur unsere Lauscher, dann hängt der ganze Kopf, der ganze Mensch.
Gott sagt: "Ich will einen unverbrüchlichen Bund mit euch schließen und euch die beständigen Gnadengaben Davids geben."
Als der unbekannte Prophet diese Worte ausruft, sitzt Israel im Exil. Für das geschundenen und verzweifelte Volk sind das unglaubliche Worte. Sie widersprechen aller Wirklichkeit, sie gehen nicht auf in dem, was das Volk erlebt.
Für die einen ist diese Kunde deshalb nicht nur unglaublich, sondern auch unglaubwürdig. Die Worte zerschellen an der harten Realität. "Gott will seinen Verheißungen treu sein? Was wir hier und jetzt erleben, spricht eine andere Sprache, und die Worte, die uns die Geschichte ins Ohr schreit, sind allemal lauter als dieses. Da kann der Marktschreier sich die Kehle aus dem Hals brüllen. Nein, was er ruft, ist nicht nur unglaublich, es ist unglaubwürdig."
Andere sind etwas vorsichtiger. Sie erwarten noch immer etwas von Gott und sei es im letzten Winkel ihre Seele. Sie sind keine besseren Menschen - allenfalls bessere Zuhörer. Sie hören weiter, wollen den status quo nicht das letzte Wort behalten lassen. Nur nicht resignieren, sich nicht einrichten in dem für alle unbefriedigenden Zustand. Auch wenn die Gewaltigen und Gewalttätigen gesiegt zu haben scheinen, wollen sie ihnen ein trotziges "Dennoch" entgegen rufen. Darum hören sie noch einen Augenblick weiter zu, denn noch ist ja gar nicht alles gesagt, noch haben sie und wir ja das berühmte Kleingedruckte - oder sagen wir in diesem Fall besser das Großgeschriebenen - gar nicht zu Gesicht und zu Ohren bekommen:
"Wie ich David für Völker zum Zeugen gemacht habe, zum Fürsten und Gebieter von Nationen, so wirst Du Völker rufen, die du nicht kennst und Heiden, die dich nicht kannten, werden zu dir laufen um des HERRN deines Gottes, um des Heiligen Israels willen, weil er dich verherrlicht."
Also darauf läuft es hinaus: Nicht nur, dass die Durstigen und Hungrigen endlich genug zum Leben haben, sondern dass sie Zeuginnen und Zeugen Gottes in dieser Welt werden. Dass sie vor dem Forum der Welt, auf den Marktplätzen der Völker lebendige Zeugen, Werberinnen für die Treue des Gottes Israels werden.
Ihr Lieben, darauf will Gott hinaus. Dazu hat er Israel befreit und löst bis heute Menschen aus bedrängenden Klammern und Fesseln, die sie an erfülltem Leben hindern. Deshalb darf es keine Resignation und Trägheit geben - nicht, weil sie nicht allzu verständlich wäre, sondern weil wir damit Gottes Weg abbrechen würden, er plötzlich alleine weitergehen müsste. Gerade das will er nicht. Er will kein einsamer Gott sein, der nur für sich selber Zeugnis ablegt, kein Allherscher, der von oben via herrscherlichem Dekret über seine Geschöpfe entscheidet und sie gar nicht beteiligt an dem, was er mit ihnen vorhat. Nein, er will Zeuginnen und Zeugen in der Welt haben. Dazu erwählt er Menschen, dazu gibt er ihnen das Recht und macht sie sich recht, dazu beruft er sie.
Es ist schon im wahrsten Sinne des Wortes Not-wendend, dass wir hören, was Israel gerade in dem Augenblick gehört hat, als es die Brocken hinschmeißen wollte, als es an sich, an der Welt und vor allem an Gott verzweifelt war und dem Gang der Geschichte seine allmächtige Eigengesetzlichkeit zugestehen wollte.
Wir wären heute morgen nicht hier, hätte das Wort dieses verschwenderischen Marktschreiers damals kein Gehör gefunden. Aller Gewalt der Geschichte zum Trotz kam es tatsächlich dazu, dass dieses kleine Volk Völkern und Nationen so attraktiv, so anziehend und einladend wurde, dass sie zu ihm gelaufen kamen. Das ganze Neue Testament erzählt von der Geschichte, wie Menschen aus allen Völkern über Jesus Christus zu Israel kommen. Wir sind en Teil dieser Geschichte. Wir kommen nehmen an Israels Geschichte Teil - weil uns sein Gott, der Gott Israels und Vater Jesu Christi angesprochen hat und wir ihm unser Vertrauen geschenkt haben.
Nun dürfen und sollen auch wir seine Zeuginnen und Zeugen sein. Das ist das Kleingedruckte oder besser Großgeschriebene, worauf der Verschwender auf dem Marktplatz hinaus will. "Kommt her. Zukunft und Hoffnung gibt es hier. Was keine Motte zerfressen und kein Rost zersetzen kann - ihr findet es hier. Ewige Treue, Gnade, Sinn und Aufgabe, was euch zu Menschen macht, die nicht nur fressen und saufen und morgen sind sie tot - ihr findet es bei diesem Gott.
Ihr Lieben, wir kommen frisch von Pfingsten. "Ihr werdet den Heiligen Geist empfangen und so meine Zeuginnen und Zeugen sein bis an die Enden der Erde", hat Christus da verheißen und geboten. Wir haben einen Auftrag mit Christus in der Welt für die Welt von Gottes Wegen zu erzählen. Ein Auftrag, der uns zu etwas besonderem macht. Nicht das wir besser wären als die anderen Menschen - gerade wir wissen nur zu genau, dass es nicht so ist - aber Gott hat etwas besonderes mit uns vor.
Er gibt uns alles, was wir für diesen Auftrag brauchen mit: Hört! "Mein Wort ist eures Fußes Leuchte. Meine Gnade gilt euch und ich bin treu. Mein Geist ist ausgegossen auf alles Fleisch und ihr empfangt seine Kraft, um meine Zeuginnen und Zeugen zu sein." Keine und keiner ist da überflüssig, Du nicht und ich nicht. Ob alt oder jung, arm oder reich, gesund oder krank, eher in sich gekehrt oder eher forsch nach außen -alle haben wir einen Platz in der großen Mission Gottes. Die unterschiedlichsten Typen gebraucht Gott - nur keine Blindschleichen, keine Duckmäuser, keine Langweiler. Aber die können und werden wir auch nicht sein, wenn wir wirklich gehört haben und Gottes Geist uns begeistert hat.
In einer Zeit, in der die Kirche mehr und mehr danach sucht, wo sie denn in der Welt ihren Platz haben möge, in der sie sich überflüssig vorkommt, in der ihr von allen Seiten mal hier mal da eine kleine Nische zugewiesen wird, in der die Macht des Faktischen ihr den Mund verschließen und die Ohren verstopfen will, da kommt ein solches Wort wie unser Text gerade recht.
Lassen wir die Ohren nicht hängen und hören von dem großen Geschenk Gottes an uns, dann muss uns um uns selbst, unsere Kirche und die Welt bei aller Sorge niemals bange sein. Davon dürfen wir reden und davon dürfen wir leben.
Amen
Jochen Denker, Wuppertal-Ronsdorf


