Termine
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps
Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.
Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik
WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.
Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.
Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.
Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.
Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.
''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück
''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012
''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.
Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.
35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.
Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.
Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012
Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)
Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion
Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.
Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)
Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden
Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.
Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.
Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.
''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)
''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012
Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Der Besuch in Bethesda, zu dem uns der Evangelist Johannes eingeladen hat, ist auch ein Besuch bei uns. Da steht er vor uns, der Heiland, und macht uns gesund, und wir merken es nicht, denn immer noch warten wir auf die Lottofee. Von Michael Weinrich.
1 Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. 2 In Jerusalem ist aber am Schaftor ein Teich, der auf hebräisch Bethesda genannt wird, mit fünf Hallen. 3 In diesen lag eine Menge von Kranken, Blinden, Lahmen, an Abzehrung Leidenden, die auf die Bewegung des Wassers warteten. 4 Ein Engel stieg nämlich zu gewissen Zeiten in den Teich hinab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hinein stieg, der wurde gesund, mit welcher Krankheit er auch behaftet war. 5 Es war aber dort ein Mensch, der 38 Jahre an seiner Krankheit gelitten hatte. 6 Als Jesus diesen daliegen sah und erfuhr, dass er schon lange Zeit so zugebracht hatte, sagt er zu ihm: Willst du gesund werden? 7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser bewegt wird; während ich aber komme, steigt ein andrer vor mir hinab. 8 Jesus sagt zu ihm: Steh auf, hebe dein Bett auf und geh umher! 9 Und alsbald wurde der Mensch gesund, hob sein Bett auf und ging umher.
Liebe Gemeinde,
Was wäre, wenn uns wirklich gesagt würde: „Du bist geheilt. Steh auf, hebe dein Bett auf und geh umher!“
Das Problem ist nicht, dass uns dies nicht gesagt wäre, sondern das Problem ist doch vielmehr, dass wir es nicht glauben, nicht glauben können, weil wir uns alle längst eingerichtet haben in den Wartehallen von Bethesda. Längst sind die Wartehallen um diesen Glücksteich kein Provisorium mehr. Und da sitzen wir in den Hallen von Bethesda um den wundersamen Teich, von dem wir hoffen, dass er sich auch einmal für uns rühren möge. Da sitzen wir zusammen mit all den anderen und hoffen auf unser persönliches Wunder. Wenn da jetzt jemand käme und sagte: „Du bist geheilt. Steh auf, hebe dein Bett auf und geh umher!“ – wir hielten ihn für einen ungezogenen Bademeister, der seinen Spott mit uns treibt. Niemand sitzt in Bethesda und wartet auf Worte – und seien es die Worte Gottes –, vielmehr warten wir – all unserer Aufklärung zum Trotz – auf ein Wunder, auf ein heiliges Wunder.
Gewiss, viele geben sich den Anschein als seien sie keine Patienten, sondern sie hätten hier zu tun. Sie verbreiten um sich den Eindruck als ginge es ihnen gut, so dass sie auf nichts zu warten hätten, und doch warten auch sie in all ihrer Geschäftigkeit auf das große Glück. Etwas versteckter als die anderen blicken auch sie immer wieder zu dem Tümpel, ob er sich denn wieder einmal rührt. Auch sie hoffen auf das Augenzwinkern des Schicksals, das ihnen das Geheimnis und die Bestimmung ihres Lebens zeigen möge.
Liebe Gemeinde, es ist ja nicht schwer zu merken, dass der Besuch in Bethesda, zu dem uns der Evangelist Johannes heute eingeladen hat, auch ein Besuch bei uns ist. Manches aber, was wir so bei uns nicht sehen, fällt uns vielleicht ins Auge, wenn wir uns noch einen Moment in Bethesda umschauen. Nur zum Spaß sitzt niemand hier. Sie alle haben ein Gebrechen, auch wenn man es nicht immer gleich erkennen kann. Die einen sind lahm, die anderen blind oder taub, wieder andere haben sich in ihrem Reichtum so überfüllt, dass ihnen nun der Magen drückt, und wieder andere hat ihre Eitelkeit in die Magersucht getrieben. Die einen haben einen Kaufzwang und stehen ständig an einem der Kioske in Bethesda, und andere können nicht stille halten und hasten ständig geschäftig durch die großen Hallen um den Glücksteich, weil sie vom Arbeitszwang besessen sind. Die einen haben es an den Nerven und sehen Gesichter, andere machen stets eine gute Miene zum bösen Spiel – eine besonders gefährliche Krankheit –, und wieder andere werden verzehrt von der inneren Leere. Da gibt es auch welche, die buckeln ständig herum, beugen die Knie vor jedem Prahlhans oder vergötzen irgendwelche Idole, damit sie mit ihrer eigenen Lebensunlust zurechtkommen. Manche gehen auf geliehenen Beinen, und andere sitzen da in vollkommener Verkleidung, weil sie vorgeben, jemand anderes zu sein. Und bei den letzten ist es schwer zu sagen, was sie haben; allein die Tatsache, dass sie hier sind, zeigt, dass auch mit ihnen etwas nicht in Ordnung ist, denn sonst warteten sie nicht hier auf die Gunst des Schicksals.
Das ist die Wirklichkeit von Bethesda, wo sie alle zusammen sind. Und doch ist jeder allein. Jeder hofft auf sein individuelles Wunder. Sie sitzen da miteinander herum und bleiben doch Konkurrenten in ihrer Hoffnung auf die Gunst des Schicksals. Wenn das Glück des Lebens auf dem Spiele steht, dann geht es nicht der Reihe nach, sondern jeder versucht, der erste zu sein. Selbst das Glück begünstigt die Schnellsten und Raffiniertesten, die sich am günstigsten postiert haben. Und so lange sich vom Teich aus das Schicksal nicht rührt, solange wird herumgerückt und mehr still als lautstark um die beste Startposition gerungen.
Der in den Teich herabsteigende Engel, der unberührt von der merkwürdigen Szenerie in den Hallen von Bethesda sein Bad nimmt, erscheint wie die glücksbringende Lottofee, die stets so auftritt, als könne sie etwas dafür, dass da immer wieder einzelne Menschen Glück haben. Die Glück bringende Lottofee kümmert sich nicht um das Drama, das jedes Mal ausbricht, wenn sie erscheint. Beteiligungslos nimmt sie ihr Bad in dem Bewusstsein, etwas Gutes zu tun. Sie alle haben auf sie gewartet, und sie tut, was ihres Amtes ist. Ihr ist es gleich, wer da vom Schicksal begünstigt wird. Sie hat vor allem die Aufgabe, den Glauben an das Schicksal lebendig zu halten. Denn es ist ja dieser Glaube, der sie alle in den Wartehallen von Bethesda so äußerlich ruhig zusammenhält. Auch wenn es noch so unwahrscheinlich ist, jemals vom Schicksal bedacht zu werden, vermittelt jeder Auftritt der Lottofee den suggestiven Eindruck, nun auch einmal an die Reihe zu kommen.
Bethesda ist nicht die Welt Jesu, und doch geht er dorthin, so wie er immer wieder in die Fremde gegangen ist. Jesus tritt nicht als Verbündeter der Lottofee auf, und er geht auch nicht zum Teich in der Mitte dieser Wartehallen, sondern er kommt durch den Seiteneingang und bleibt gleich bei dem ersten stehen, der da im Halbdunkel seines Leidens mehr halbherzig als wirklich überzeugt auf seine Rettung wartet. Bereits 38 Jahre liegt der in den Wartehallen von Bethesda, und im Grunde genommen hat er längst seine Hoffnung aufgegeben. „Während ich aber komme, steigt ein anderer vor mir hinab.“ Er weiß, dass er dem Schicksal nicht ausreichend entgegenkommen kann, und doch bleibt er hier, um wenigstens noch zu denen gezählt zu werden, die auf etwas hoffen. Nicht die Aussicht auf Erfolg hält ihn hier, mehr die Angst davor, sich mit sich selbst abfinden zu müssen. Wer niemanden hat, der hat nur sich selbst.
Als dieser kranke Mann endlich die Gelegenheit bekommt, sein Leid zu klagen, da liegt er bereits seinem Helfer und Stellvertreter gegenüber. Nicht die Lottofee, die sich um das Drama in den Hallen nicht kümmert, steht ihm gegenüber, sondern der Heiland, der uns von dem Wahn erlöst, in dem wir auf das Glück in unserem Schicksal setzen.
Wir wissen nicht, an welcher Krankheit dieser Mann litt, der schon genauso lange in der Wartehalle des Glück lag, wie Israel durch die Wüste wanderte. Dass Johannes uns die Krankheit nicht nennt, hat einen Grund. Er will uns erzählen, dass dieser Kranke für uns alle daliegt, die wir sehr verschiedene Krankheiten haben. Seine Krankheit ist unbestimmt, weil wir alle bestimmte Krankheiten haben. Jesus geht nicht zu dem Lahmen, der schon ganz am Rande des Teiches sitzt oder dem Blinden an der Säule dahinter, sondern er geht zu dem Kranken mit der unbestimmten Krankheit, denn er will, dass allen geholfen wird, jedem in seiner bestimmten Krankheit. Er ist nicht nur das Heil und die Rettung für die Lahmen und Blinden, sondern auch für all die anderen, die Fußkranken, die Überfüllten, die von sich selbst Berauschten, die in ihrer Einsamkeit Verlorenen und auch die von der Begünstigung des »Schicksals« wirre gemachten Menschen, die den Blick für die Realitäten verloren haben und nun meinen, der Konkurrenzkampf um den besten Platz am Ufer der vermeintlich magischen Quelle des Schicksals sei natürlich.
Da steht er vor uns, der Heiland, und macht uns gesund, und wir merken es nicht, denn immer noch warten wir auf die Lottofee. Wir hören Gottes Wort von unserer Errettung durch seine Hingabe, doch so recht wollen wir es nicht glauben. Noch immer überlassen wir den Terminkalender der Hoffnung unserer alten Welt im Wartesaal des Schicksals. Gewiss freuen sich viele von uns, dass Jesus, der Heiland, da ist, aber wir lassen uns nicht von ihm helfen, sondern fügen ihn einfach in unsere Glückspekulationen mit ein. Wir verlassen nicht die Wartehalle an dem Glückstümpel, sondern lassen Jesus freundlich neben uns stehen und starren weiter auf die Oberfläche des seichten Wassers, um dann nach seiner Hand zu schreien, wenn sich etwas rühren sollte. Jesus ist zu einem Angestellten in den überfüllten Hallen von Bethesda geworden, – wenn man so will, zum Chef der Intensivstation, der zur Stelle ist, wenn wir gar nicht mehr zurecht kommen. Wir integrieren ihn in unser kleingläubiges Hoffnungskonzept der alten Welt mit den launischen und doch unberührbaren Auftritten des Schicksals. Wir lassen Jesus mehr oder weniger freundlich neben uns stehen, ohne recht auf ihn zu hören, der da längst gesprochen hat »Steh auf, hebe dein Bett auf und geh umher!« Wir merken unsere Heilung nicht, weil wir am Rande des Schicksals sitzen geblieben sind. Und so merken wir auch nicht, mit wem wir es hier zu tun haben. Wir merken es eben auch in unseren Kirchen nur allzu selten, dass es um den lebendigen Gott geht. Denn das kann uns nur Gott und eben kein noch so faszinierender Mensch sagen: „Du bist geheilt. Komm, geh hinaus aus diesem Spital, wo sie alle an sich selber krank sind.“ Das ist schwer zu begreifen und gar nicht zu verstehen, solange man dort im Muff der alten Welt hocken bleibt, anstatt aufzustehen, das Bett zu nehmen und umher zu gehen, wie es der Kranke mit seiner unbestimmten Krankheit auf die Worte Jesu hin getan hat. Möge uns seine Gesundheit anstecken. Amen
Prof. Dr. Michael Weinrich


