Aktuelle Termine


2017: Generalversammlung der Weltgemeinschaft reformierter Kirchen (WGRK)
27. Juni - 7. Juli 2017
Das Thema der Generalversammlung 2017 – Lebendiger Gott, erneure und verwandle uns – spiegelt nicht nur die Tradition der WGRK wider, sondern stellt den Gott des Lebens in den Mittelpunkt der Vollversammlung und fordert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu heraus, sich selbst und die Kirche zu erneuern, damit die Welt verwandelt werden kann.


Kirchentag 2017 - Reformierten-Treff im reformHaus
24. bis 28. Mai 2017 in Berlin: Deutscher Evangelischer Kirchentag mit einem internationalen Begegnungsort am Gendarmenmarkt


Renaissance and Reformation: German Art in the Age of Dürer and Cranach
November 2016 bis Ende März 2017 in Los Angeles, Kalifornien
Meisterwerke der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München zu Gast im Los Angeles County Museum of Art


36. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Wittenberg
Vom 24. bis 28. Mai 2017
Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des Kirchentages, lädt ein: „Feiern Sie mit uns einen besonderen Kirchentag in Berlin und beim großen Finale in Wittenberg, wo der Schlussgottesdienst zum Festgottesdienst wird.“


Einfach frei – nicht nur am 31. Oktober 2017
Die westfälische Landeskirche auf dem Weg zum 500-jährigen Reformationsjubiläum
Westfalen. Mit der Kampagne »Einfach frei« nimmt die Evangelische Kirche von Westfalen den einmaligen Feiertag am 31. Oktober 2017 zum Anlass, die aktuelle Bedeutung der Reformation vor 500 Jahren zu unterstreichen.


Hauptversammlung des Reformierten Bundes 2017
28. bis 30. September 2017 in Moers am Niederrhein - Anmeldung schon möglich
Die nächste Hauptversammlung des Reformierten Bundes findet statt vom 28. bis 30. September 2017 in Moers am Niederrhein.


Traditionell weltoffen? - Ausstellung zu multikulturellen Perspektiven Sachsen-Anhalts
20. Oktober 2016 bis April 2017 in Magdeburg
Unter dem Titel „Traditionell weltoffen? - Multikulturelle Perspektiven Sachsen-Anhalts in Geschichte und Gegenwart“ eröffnet am Donnerstag (20. Oktober, 18 Uhr) eine Ausstellung im landeskirchlichen Archiv Magdeburg (Freiherr-vom-Stein-Str. 47). Eröffnet wird die Ausstellung von Landesbischöfin Ilse Junkermann.


500 Jahre später: Luther zu Gast bei uns
Ab dem 3. November 2016 in Osnabrück
Offenes Foyer: Luther und andere zu Gast bei den Reformierten.


Luther aus reformierter Perspektive
20. Mai 2017
Reformierte Konferenz Bentheim - Steinfurt - Tecklenburg:
Prof. Dr. HermanSelderhuis, Theologische Universiteit Apeldoorn. Thema: „Luther aus reformierter Perspektive“. Die Frühjahrstagung findet im Gemeindehaus der Ev.-ref. Kirchengemeinde Emlichheim statt.


Blick zurück auf das Reformationsjubiläum
18. November 2017
auf der Herbsttagung der Reformierten Konferenz Bentheim - Steinfurt - Tecklenburg
mit Prof. Dr. Okko Herlyn
in der Grafschaft Bentheim


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Fremdenfeindlichkeit salonfähig?

Einspruch! - Mittwochs-Kolumne von Georg Rieger

In den Niederlanden erwarten die Prognosen für die Wahl heute 15 bis 20 Prozent für eine Partei, die offensiv fremdenfeindlich ist. Wie kann das passieren in einem Land, das wirtschaftlich gut dasteht, in dem auch – anders als in Deutschland – der Reichtum gut verteilt ist. Die Hochburgen der PVV liegen zudem in Gebieten, die von Flüchtlingen beinahe unberührt sind.

Ähnliches galt – zumindest vor 2015 – für die Gegenden in Sachsen, in denen gegen Ausländer Stimmung gemacht wurde, die gar nicht da waren, sondern in anderen Gegenden des Landes. Auch der Wahlerfolg Donald Trumps mit seiner Abschottungspolitik basierte auf Wählerschichten in ländlichen Gebieten, die weder Mexikaner noch Flüchtlinge zu Gesicht bekommen.

Sind es die Medien, deren Bilder solchen Menschen Angst machen? Warum werden solche Menschen aber so radikal in ihren Meinungen und unbarmherzig in Ihren Urteilen?

Immer wieder wird soziale Benachteiligung als Hauptursache für Hass und Aggression angeführt – auch für den islamistischen Terrorismus oder den türkischen Nationalismus werden solche Begründungen gerne herangezogen.

Doch es gibt wohl Komponenten dieser neu entflammten Aggression, die sich nicht aus dem Umstand speisen, dass es Menschen nicht gut geht. Vielleicht eher noch der Angst, es könnte schlechter werden. Oder aber einfach aus Abneigung gegenüber Menschen, die anders sind.

Diese Komponente der Angst vor Fremdem, wissenschaftlich genannt Xenophobie, wird ungern bemüht, weil sie ein schlimmer Vorwurf ist. Die Grenze zum Rassismus ist nicht weit. Leider ist es häufig auch so. Doch das wäre nicht nötig.

Unsicherheit und auch Ärgernisse sind im Umgang zwischen unterschiedlichen Kulturen nicht zu vermeiden. Diese Erfahrung machen selbst gutwillige Menschen in dem Moment, indem sie mit Migranten oder Flüchtlingen wirklich zu tun haben. Besonders Frauen sehen sich bisweilen wieder mit Verhaltensweisen konfrontiert, die doch immerhin weniger üblich geworden waren in unserer Gesellschaft.

Aus dieser Erfahrung kann sich nun aber das Bemühen ableiten, miteinander das Auskommen zu lernen. Oder aber es kann daraus eine sich steigernde Abneigung entwickeln, die dann verallgemeinert wird – im Sinne von: Die Ausländer sind eben so. Und deshalb sei es erlaubt (und das müsse ja mal gesagt werden dürfen), diese abzulehnen und heimzuschicken.

Die Verallgemeinerung und die Behauptung der Unverträglichkeit von Kulturen ist aber eben der Schritt zum Rassismus. Die so reden, überwinden ihre vermeintliche Angst durch Überheblichkeit. Eigentlich glaubte man in Europa solche Anwandlungen für überwunden. Doch die Menschen haben sich in ihrem tiefsten Inneren nicht verändert. Noch immer tut es gut, sich über andere erheben zu können. Und wenn einem gesagt wird, dass man dafür allen Grund habe: umso besser!

Eigene Erfahrungen braucht es da gar nicht. Sie werden sogar vermieden, um das eingeengte Weltbild nicht zu gefährden. Ja, es gibt diesen plumpen Rassismus und gefährdet sind wir dadurch alle. Denn es ist ein fast natürlicher Reflex. Dem kann nur durch ein Menschenbild begegnet werden, das jeden Menschen als Individuum sieht und als gleich lebenswert. Nicht nur das Christentum, sondern auch andere Philosophien und Religionen sind sich einig, dass ein friedliches Miteinander über die Zukunft des Planeten entscheidet.

Hoffentlich machen uns die Niederlande heute Abend vor, wie das geht.

Georg Rieger

 

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