Ausstellungen


Drei Ausstellungen zum Thema Reformation auf einen Schlag
27. August / 3. September 2017 bis 7. Januar 2018
Im Lipperland geben drei Sonderausstellungen einen Einblick in die Reformation und ihre Auswirkungen


Die verpasste Reformation: das Konzil von Konstanz vor 600 Jahren
Fünf Jahre lang will die Stadt Konstanz des größten Kongresses des Mittelalters gedenken
ref.ch. Vor 600 Jahren kamen in Konstanz die Mächtigen Europas zusammen. Am Bodensee wurde ein Papst gewählt - der einzige nördlich der Alpen. Wo sich damals Geistliche, Politiker, Händler und Huren trafen, wird ab Sonntag gefeiert.


Reformation und Flucht - Emden und die Glaubensflüchtlinge im 16. Jahrhundert

14. Mai bis 05. Nov. 2017

Gemeinsame Ausstellung der Johannes a Lasco Bibliothek und des Ostfriesischen Landesmuseums Emden

Die Reformation in Ostfriesland verlief von Anfang an pluriform. Grund dafür waren nicht zuletzt die vielen Glaubensflüchtlinge, die in der Stadt am Dollart eine Zuflucht fanden. Sie brachten aber nicht nur eigene Ansichten über eine Reform der Kirche mit, sondern auch Kapital und Know-how im Welthandel, so dass Emden sich im Laufe des 16. Jahrhunderts zu einer prosperierenden Metropole in Nordwesteuropa entwickelte. Hier wurden nicht nur neue Ideen diskutiert, hier legten auch die meisten Schiffe an. Emden war seinerzeit der größte Seehafen Europas und zählte zu den bevölkerungsreichsten Städten des Deutschen Reiches.

Zusammen mit dem Ostfriesischen Landesmuseum präsentiert die Johannes a Lasco Bibliothek in dem oben angegebenen Zeitraum eine Ausstellung an zwei Orten, die sich mit der Seehafenstadt im 16. Jahrhundert beschäftigen wird. Dabei soll die Aufmerksamkeit auf die Einzelschicksale von Menschen gelenkt werden, die aus Glaubensgründen nach Emden kamen, aber auch auf solche die einheimisch waren und sich in einer sich verändernden Stadt zurecht finden mussten. Dabei wird der Frage nachgegangen werden, wie sich das Zusammenleben aus der Sicht der Menschen damals gestaltete. Mit Hilfe eines Audioguidesystems kommen rund 30 Menschen – Männer, Frauen und Kinder – zu Wort, die ihre Erinnerungen und Eindrücke schildern. Es handelt sich dabei um Einheimische und Zugewanderte aus allen Teilen Europas, die dem Besucher vor Augen führen, wie bunt sich das Leben in der ostfriesischen Hafenstadt seinerzeit gestaltete.

Die zwei Ausstellungsorte

Das Ostfriesische Landesmuseum Emden stellt den Wandel der Stadt Emden, ihrer Bevölkerung in sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht dar und beleuchtet ebenso die rechtlich-politischen Veränderungen im Reformationsjahrhundert.

Die Johannes a Lasco Bibliothek zeichnet die reformatorische Entwicklung Ostfrieslands nach anhand von Biographien, die mit den ausgestellten Exponaten korrespondieren. Zum Teil sollen die Räume der Bibliothek in den Zustand zurückversetzt werden, wie sie sich dem Betrachter in der vorreformatorischen Zeit aber auch noch lange danach dargeboten haben. Die Ausstellung lädt somit zu einer interessanten Spurensuche durch Zeiten und Räume ein.

www.jalb.de/17380-0-309-42.html

www.landesmuseum-emden.de/1649-0-3

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