Termine

Reformationsdekade 2012: Reformation und Musik
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps


Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.

Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik


WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.

Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.

Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.

Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.

Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.

''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück


''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012

''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein ­lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.

Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.

35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.

Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.

Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012


Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)

Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion

Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.

Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)

Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden

Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.

Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.

Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.

''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)


''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012

Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.

Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.

6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012


Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.

Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz


GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.

Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf

Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.


Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant


''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentags­präsidium in Erfurt beschlossen.

450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn


Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.



Eine Osterpredigt Johannes Calvins zu Matthäus 28,1-8

Was uns der Sohn Gottes durch die Frauen am Grab lehrt

Das Einzelblatt „Die Frauen am Grabe“, Buchmalerei aus dem 11. Jahrhundert in der Lippischen Landesbibliothek

Jesus Christus machte Frauen zu Lehrmeisterinnen der Jünger und lehrt uns damit, „von Gott gesandtes Zeugnis anzunehmen, auch wenn die verkündenden Menschen niedern Standes, ohne Ansehen und Weltruf sind.“ Aus einer Osterpredigt von Johannes Calvin

„Man könnte es auf den ersten Blick seltsam finden, daß unser Herr Jesus den Frauen und nicht den Jüngern erschien, wenn er seine Auferstehung als gewiß bezeugen wollte. Dabei haben wir aber zu bedenken, daß er die Demut unseres Glaubens prüfen wollte. Denn wir sollen uns nicht auf menschliche Weisheit gründen, sondern ganz gehorsam annehmen, was, wie wir wissen, von ihm kommt. Andrerseits hat er auch ohne Zweifel die Jünger strafen wollen, wenn er ihnen Frauen zur Belehrung sandte; die Unterweisung, die sie aus seinem Mund empfangen hatten, hatte ihnen ja im entscheidenden Augenblick nichts genützt. Sie haben sich ja zerstreut, haben ihren Meister verlassen und sind ganz verstört vor Furcht. Was hatten sie nun davon, daß sie drei Jahre und drüber in der Schule des Sohnes Gottes gewesen waren? Solche Laxheit verdiente wahrhaftig harte Strafe, alle Erkenntnis, die sie früher empfangen hatten, sollte man ihnen nehmen, weil sie sie ja doch gleichsam mit Füßen getreten und begraben hatten. Aber unser Herr Jesus wollte sie nicht mit Strenge strafen und hat ihnen doch ihren Fehler milde zurecht gewiesen: Frauen hat er zu ihren Lehrmeisterinnen gemacht. Sie waren einst erwählt worden, um das Evangelium in aller Welt zu verkünden (es sind in Wahrheit die ersten Doktoren der Kirche); aber weil sie so leichtfertig sich verlieren konnten, so daß ihr Glaube ertötet schien, darum mußten sie zu der Einsicht gebracht werden, daß sie eigentlich keines einzigen Lehrworts unsers Herrn Jesus Christ wert seien. Darum also wurden sie an die Frauen gewiesen, bis sie ihren Fehler recht eingesehen hätten, und Jesus Christ hat sie in ihren alten Stand und auf eine frühere Stufe zurückversetzt, und war dabei noch gnädig. Im übrigen sind damit (wie gesagt) wir alle ganz allgemein angewiesen, von Gott gesandtes Zeugnis anzunehmen, auch wenn die verkündenden Menschen niedern Standes, ohne Ansehen und Weltruf sind. Wenn ein Mensch zum Vater oder sonst einem öffentlichen Amt erwählt oder ernannt ist, dann wird ja auch tatsächlich das, was er macht, als vertrauenswürdig hingenommen; niemand wird ihm bei diesem oder jenem widersprechen, sein Amt verschafft ihm Ehrerbietung unter den Menschen. Soll Gott ein geringeres Vorrecht haben als irdische Herren? Sollte nicht er seine Zeugen nach Gutdünken bestimmen dürfen, deren ganze Botschaft man ohne jede Widerrede annehmen müßte? Sicherlich muß es so sein, wenn wir nicht Empörer gegen Gott sein wollen. Soviel zum ersten. (…)

Man sieht auch hier, wie ehrerbietig diese Frauen noch gegen unsern Herrn Jesus Christ waren wie gegen ihren Meister, obwohl sie von seinem Tod her noch in Aufregung waren; wir können daraus wohl schließen, daß das Wort Gottes noch immer in ihnen Wurzel hatte. Denn wenn ihr Glaube auch schwach war, sie suchten eben doch unsern Herrn Jesus in seinem Grab. Auch ein Stück sicher unentschuldbare Unwissenheit war in ihnen; denn sie hätten wohl sich im Geist erheben und auf die Auferstehung warten dürfen, sie war ihnen ja verheißen, der dritte Tag war ihnen sogar ausdrücklich genannt. Sie sind aber so bestürzt, daß sie das Wesentliche nicht behalten, daß nämlich unser Herr Jesus Christ den Tod besiegen werde, um uns Heil und Leben zu verschaffen. Das ist nämlich das Wesentliche, ohne dies wäre das Evangelium nichts (wie St. Paul sagt [1.Kor. 15, 7]) und unser Glaube wäre wertlos. So sind ja diese armen Frauen, trotz der Liebe, mit der sie am Sohn Gottes hangen, und obwohl sie wissen, daß das ihnen gepredigte Evangelium die lautere Wahrheit Gottes ist, doch so verwirrt und durcheinander, daß sie nicht begreifen, daß er auferstehen soll; darum kommen sie mit ihren wohlriechenden Salben zum Grab. An ihrer Haltung ist also freilich Tadelnswertes. Und doch ist ihr Tun Gott angenehm, er sieht ihnen ihre Bestürzung nach, bis er sie wieder auf den rechten Weg gebracht hat. Man sieht, daran, daß, wenn der Herr unser Tun annimmt, wir es ihm deswegen wahrhaftig nicht aufrücken dürfen, als ob wir’s verdient hätten; im Gegenteil, es ist reine Güte, wenn er gut heißt, was nicht wert war, ihm dargebracht zu werden. (…)

Und darum, weil er der Verwesung entnommen wurde, sind auch wir heute der Auferstehungsherrlichkeit sicher und gewiß, weil sie an ihm schon erschienen ist. So sehen wir also den Wohlgeruch von Grab und Auferstehung unsers Herrn Jesus Christ bis zu uns Heutigen dringen, so daß wir von ihm belebt werden. Was folgt daraus? Das, daß wir ihn also nicht mehr wie diese Frauen im Grabe suchen sollen; ihre Schwachheit und Unwissenheit sollte uns genützt haben. Vielmehr sollen wir nach oben streben, wozu er uns ja selber aufgerufen und geladen hat; er hat uns ja den Weg dahin gezeigt und gesagt, daß er dazu vom himmlischen Königreich Besitz ergriffen habe, um uns dort Raum und Heimstatt zu bereiten, wenn wir ihn im Glauben dort suchen.
Wir müssen uns nun aber auch merken, was St. Matthäus noch hinzufügt; er sagt: der Engel erschien und hat die Wächter so erschreckt, daß sie tot zu sein scheinen. Die Frauen erschraken beinahe gerade so, aber der Engel hilft ihnen und sagt: ihr braucht euch nicht fürchten, ihr sucht Jesus den Gekreuzigten, er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Da sehen wir, wie Gott die Liebe und Fürsorge dieser Frauen annimmt und zugleich zurechtstellt, was er an ihnen gutheißt; durch den Engel nämlich, der in seinem Namen redet, stellt er es zurecht. Es ist, wie gesagt, einzigartige Güte Gottes, wenn er unseren unvollkommenen Dienst annimmt, obwohl er ihn verabscheuen dürfte. Was nichts wert ist, nimmt er doch von uns an, wie ein Vater von seinen Kindern Dinge annimmt, die sonst als wertloses Zeug gelten. So freundlich, sag ich, ist Gott zu uns; nur will er andrerseits dann auch, daß die Menschen sich in ihren Fehlern nicht wohlgefallen und wohlfühlen. So stellt also der Engel das Unvollkommene bei den Frauen zurecht; obwohl sie einen guten Zweck verfolgen, werden sie doch wegen des Schlechten, das damit unterläuft, zurechtgewiesen. Darum erzählt Lukas, wie sie recht hart angefahren wurden: was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? (…)

Aber die hier im Text genannte Furcht ist schlecht und zu verwerfen, denn es ist nichts als die Unruhe und Verwirrtheit der Frauen: wiewohl sie den Engel sehen und ihn reden hören, ist’s ihnen doch, als wär’s ein Traumgesicht. Dabei begreifen wir übrigens auch, wie Gott oft in uns schafft, ohne daß wir eigentlich begreifen, ob wir nun vorwärts gekommen sind oder nicht. Die Unwissenheit in uns ist ja wie Wolken, die uns die klare Sicht nehmen, und eine Menge von eingebildeten Dingen umstrickt uns. Kurz, alle Belehrung Gottes scheint umsonst zu sein, und doch haben wir in all dem ein dunkles Ahnen, daß uns Gottes Wirken an unsern Herzen empfinden lässt. Und wenn wir daher auch nur ein kleines Fünkchen Gnade haben, lasst uns den Mut nicht verlieren, sondern Gott bitten, daß er den kleinen Anfang weiterführe, daß er uns wachen lasse und befestige, bis wir zur Vollendung kommen, von der wir jetzt noch weit weg sind. Wenn es daher auch als Fehler gelten muß, daß die Frauen neben ihrer Freude so von Furcht befangen waren, Gott hat sie doch, wie wir sahen, durch seinen heiligen Geist geleitet und die Botschaft, die der Engel ihnen brachte, ist doch nicht umsonst gewesen. (…)

So kommen wir zu dem Wort: ‚Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen mich in Galiläa finden.’ Daran sehen wir, daß Gottes Sohn nicht nur Maria und ihren Gefährtinnen erschienen ist, nicht bloß sieben oder acht Leuten sich offenbarte. Er wollte vielmehr, daß diese Botschaft den Aposteln gebracht werden sollte und daß es heute uns mitgeteilt würde und auch wir Anteil daran hätten. Und in der Tat, wenn das nicht wäre, was hätten wir von dieser Auferstehungsgeschichte? Aber wenn uns berichtet wird, daß Gottes Sohn auf diese Art sich offenbarte und daß er ausdrücklich gewollt hat, der Ertrag dieses Geschehens sollte der ganzen Welt mitgeteilt werden, dann gewinnen wir mehr Geschmack daran. So wollen wir’s uns denn merken, unser Herr Jesus Christ hat gewollt, daß wir seiner Auferstehung versichert würden, weil all unsere Hoffnung auf Heil und Gerechtigkeit darin beschlossen ist, daß unser Herr Jesus wahrhaftig auferstanden ist. Nicht als hätte er uns nicht durch sein Leben und Sterben von allem Schmutz gereinigt, aber er durfte eben nicht in diesem schwachen Stande bleiben. Er mußte die Kraft seines heiligen Geistes zeigen und durch seine Auferstehung zum Sohn Gottes erklärt werden, wie St. Paul im 1. Kapitel des Römerbriefs wie auch an andern Stellen sagt. So dürfen wir also heute sicher sein, daß unser auferstandener Herr Jesus will, daß wir zu ihm kommen, und uns den Weg dazu gebahnt hat; und er wartet nicht, bis wir ihn suchen, sondern er hat schon vorgesorgt, daß wir durch die Botschaft des Evangeliums berufen würden und daß diese Botschaft aus dem Munde der von ihm erwählen Herolde erklinge. Darum sollen wir wissen, daß wir uns heut der Gerechtigkeit freuen dürfen, die wir in Jesus Christ haben und mit der wir zur himmlischen Gerechtigkeit gelangen sollen, weil er sich nicht von uns scheiden will. (…)“

Aus: Johannes Calvin. Diener am Wort Gottes. Eine Auswahl seiner Predigten übersetzt von Erwin Mühlhaupt, Göttingen 1934, 110-119

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Jesus Christus ist auferstanden! - Ostern 2011
Leeres Grab, Auferweckung, Auferstehung - Predigten und andere Texte, von Johannes Calvin bis heute


Calvin und die Frauen – Ehe, Politik, Evangelium und Kirchenzucht
Jeanne d’Albret, Marguerite d’Angoulême, Idelette de Bure, Marie Dentière, Renée de France, Marguerite de France, Anne de Pisseleu

Biografie, Theologie und Politik in Frauensachen. Eine Sammlung von Texten und Links auf reformiert-info

 

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