Aktuelle Termine


UEK: 200 Jahre Union zwischen lutherischen und reformierten Kirchen
Veranstaltungen zum 200. Jubiläum im Jahr 2017
Im Jahr 2017 wird nicht nur 500 Jahre Reformation, sondern auch 200 Jahre Unionen zwischen lutherischen und reformierten Kirchen gefeiert.


Trans(Re)Formation - Klöster und Kirchen als Orte der Erneuerung?
26. August bis 03. Dezember 2017
Ein Ausstellungsprojekt und ein Weg zu historischen Kirchenräumen in der Ems-Dollart Region


Drei Ausstellungen zum Thema Reformation auf einen Schlag
27. August / 3. September 2017 bis 7. Januar 2018
Im Lipperland geben drei Sonderausstellungen einen Einblick in die Reformation und ihre Auswirkungen


Münster: Die Macht des Wassers – Taufen in der Reformation
1. September bis 14. Januar
Große Taufausstellung des Stadtmuseums gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchenkreis Münster im Rahmen des Reformationsjubiläums - 500 Jahre Reformation


Anders als du glaubst
Tournee der Berliner Compagnie, deutschlandweit, bis zum 17. Mäz 2018
Ein Theaterstück über Juden, Muslime, Christen und den Riss durch die Welt


'Wir haben das Sehnen in der Kirche fast verlernt'
Interview mit Prof. Dr. Magdalene Frettlöh
"In der Hoffnungsschule Israels können wir auch auf das Unglaubliche hoffen lernen", sagt Prof. Magdalene L. Frettlöh im Gespräch mit Ursula Trösch. Magdalene L. Frettlöh ist Referentin in der Predigtwoche vom 27. November bis 3. Dezember 2017 in der Kirche Affoltern i.E.


Potsdamer Lehrhaus
24. April bis 18. Dezember 2017
die Hebräische Bibel studieren


Israel erleben – Menschen begegnen
Reise vom 3. – 13. Mai 2018


Kirchenpräsident kritisiert Abschiebungen nach Afghanistan

Jung verteidigt Kirchenasyl

Kirchenpräsident Volker Jung kritisiert eine weitere Sammelabschiebung nach Afghanistan als "nicht akzeptabel" © EKHN/Peter Bongard

Am Dienstag den 12.9. fanden erneut Abschiebungen nach Afghanistan statt. Das hält der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung angesichts der Sicherheitslage im Land für unverantwortlich. Außerdem verteidigt er das zuletzt immer wieder kritisierte Kirchenasyl.

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat Abschiebungen von Flüchtlingen nach Afghanistan kritisiert. Der Staat setze hier Menschenleben aufs Spiel, sagte Jung am Samstag (9. September) bei der Verleihung des diesjährigen Menschenrechtspreises von „Pro Asyl“ in Frankfurt am Main. Afghanistan sei ein Land, „in dem Krieg herrscht, in dem Hunderttausende auf der Flucht sind und täglich Menschen durch Bombenanschläge oder gewaltsame Auseinandersetzungen getötet werden“, erklärte er bei der Veranstaltung der Menschenrechtsorganisation. Dass trotz aller vorliegenden Informationen über die Sicherheitslage in Afghanistan erneut eine Sammelabschiebung von Düsseldorf aus nach Kabul stattfinden soll, ist seiner Meinung nach „nicht akzeptabel“.

Schutzraum

Gleichzeitig verteidigte Jung das Kirchenasyl gegen immer wieder geäußerte Kritik. Erst ein Rechtsstaat, der das  Kirchenasyl vorbehaltlos akzeptiere, zeige „wirkliche Größe“,  sagte er. Jung: „Es ist ein Rechtsstaat, der auch darum weiß, dass alles menschliche Urteilen niemals unfehlbar ist“. Jung hob hervor, dass das Kirchenasyl ist kein verbrieftes Recht sei. Dahinter stehe jedoch die alte kulturelle Tradition, in sakralen Räumen Schutz zu gewähren. Dabei gehe der Begriff Asyl auf das griechische Wort „asylon“  zurück, das „unverletzlich“ bedeute. Deshalb stellt das Kirchenasyl nach Worten Jungs auch nicht das Gewaltmonopol des Staates in Frage, sondern biete lediglich einen „menschenrechtlichen Schutzraum“.

Rettungsanker

Für viele Menschen bleibe das Kirchenasyl „ein letzter Rettungsanker in verzweifelten Situationen“, so Jung. Dies sei ein Indiz dafür, dass bestehende Regelungen Menschen auf der Flucht nicht ausreichend gerecht würden und „Notsituationen“ herbeiführten. Kirchenasyl wird nach Jung „nicht leichtfertig gesucht und auch nicht leichtfertig gewährt“. Ein Kirchenasyl sei für alle eine „ausgesprochen schwierige Situtation“. Er zitierte dabei die diesjährige Menschenrechtspreisträgerin von „Pro Asyl“: „Kirchenasyl ist kein Spaziergang. Es ist mehr ein Kirchengefängnis.“

Menschenrechtspreis „Pro Asyl“

Den Menschenrechtspreis von „Pro Asyl“ erhielten in diesem Jahr Wolfgang Seibert und Doris Otminghaus für ihr Engagement beim Asyl für Flüchtlinge. Seibert hatte als Vorsitzender der jüdischen Gemeinde in Pinneberg mit seiner Gemeinde im Jahr 2014 Flüchtlinge aufgenommen. Doris Otminghaus hatte sich als Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde in Haßfurt im Kirchenasyl engagiert.


Quelle: Pressemeldung ekhn.de
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