(Weiter zurückliegende Links auf Nachrichten anderer Internetseiten funktionieren möglicherweise nicht mehr.)
 

Kurzmeldungen


Verwüstung in Bremer Kirche
Experten untersuchen Schäden


'Reformation ist mehr als Luther'
Präses Kurschus sieht 500. Reformationsjubiläum als Quelle von Veränderung


'Potenzial für Ökumene nicht ausgeschöpft'
Steinmeier im Gespräch mit Papst Franziskus


Aktionswoche gegen Hunger
eltkirchenrat ruft zu fairer Verteilung von Nahrungsmitteln auf


'Toleranz heißt nicht Gleichgültigkeit'
Altbischof Huber warnt vor falscher Toleranz gegenüber Religionen


Reformationsjubiläum in Trier
Spitzenvertreter der Kirchen feiern Ökumene-Gottesdienst


EKD-Chef: Rassismus hat keinen Platz im Kirchenvorstand
Bedford-Strohm spricht sich gegen Antisemitismus aus


Neutralitätsgesetz Berlin
Kirche begrüßt Senatsschreiben


AfD will mit Kirchen reden
AfD-Politiker hatten zum massenhaften Kirchenaustritt aufgerufen


Prominente Kritik an Reformationsjubiläum
Friedrich Schorlemmer und Christian Wolff ziehen negative Bilanz


1 - 10 (377) > >>

Kirchenpräsident: Wenn Du den Frieden willst, dann bereite den Frieden vor

Kirchenpräsident fordert systematisches Unrecht abzubauen

Kirchenpräsident Martin Heimbucher forderte eine "responsibility to prevent"

Martin Heimbucher hat sich für eine beständige Erziehung zum Frieden ausgesprochen.

Bei dem internationalen Friedenstreffen der katholischen Gemeinschaft Sant‘Egidio in Münster sagte Martin Heimbucher am Montag, 11. September: „Wenn Du den Frieden willst, dann bereite den Frieden vor – und nicht den Krieg“. Heimbucher forderte, am Abbau von systematischem Unrecht und am Aufbau friedensfördernder Strukturen zu arbeiten.

Notwendig sei, so Heimbucher, eine „responsibility to prevent“. Es sei notwendig, Unfrieden bereits im Vorfeld zu vermeiden. Ein aktuelles Beispiel dafür seien die Bemühungen der Evangelischen Kirche in Syrien und im Libanon. Diese kleine evangelische Gemeinschaft konzentriere sich in der Phase des beginnenden Wiederaufbaus auf die Arbeit in Schulen, die sie seit 150 Jahren in diesen Ländern betreibt. Mit ihrem Engagement mache sie deutlich, dass die Erziehung zum Frieden, nur gelinge, wenn schon Kinder und Jugendliche in ihrer Schule das Miteinander von verschiedenen Konfessionen und Religionen erfahren. Die evangelischen Schulen der Region werden vorwiegend von muslimischen Kindern besucht.

Heimbucher hob die klare Orientierung christlicher Friedensethik hervor: „Es gibt keinen Krieg, der als ‚gerecht‘ bezeichnet werden dürfte.“ Schon in der Heiligen Schrift gäbe es starke Hinweise, „dass Gottes Wirken die Menschheit auf den Weg der Abrüstung führt und den Teufelskreis der Aufrüstung durchbricht“.  Die berühmte Geschichte von David und Goliath sei eine Geschichte der Abrüstung. Heimbucher betonte, „gegen Rüstung wehrt man sich nicht mit Rüstung. Wettrüsten lässt die weltlichen Mächte in Unfrieden erstarren.“

Heimbucher sprach am Montagnachmittag beim Weltfriedenstreffen auf dem Podium „Für Abrüstung in Zeiten der Gewalt“. Zu dem internationalen Treffen der katholischen Bewegung Sant'Egidio sind rund 5000 Menschen nach Münster und Osnabrück gekommen. Gestern wurde das Treffen im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet. Es steht unter dem Motto „Wege des Friedens 2017 – Religionen und Kulturen im Dialog“. Sant'Egidio entstand 1968 in Rom auf Initiative des Historikers Andrea Riccardi und widmet sich der karitativen Arbeit, der Diplomatie in Bürgerkriegsgebieten und dem Dialog der Religionen.


Quelle: Meldung Evangelisch-reformierte Kirche
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks