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'Den Dialog mit dem Islam keinesfalls aufgeben'

Ralf Lange-Sonntag wird neuer Islambeauftragter der Westfälischen Landeskirche

Ralf Lange-Sonntag, neuer Islambeauftragter der Westfälischen Landeskirche © Evangelische Kirche von Westfalen

Der Theologe übernimmt das Amt von Kirchenrat Gerhard Duncker.

Der Theologe Ralf Lange-Sonntag ist neuer Islam-Beauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen. Der 52-jährige Pfarrer aus Dortmund folgt auf Kirchenrat Gerhard Duncker, der im Juli in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Lange-Sonntag, der als theologischer Referent im Ökumene-Dezernat der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld tätig ist, wird sich auch mit Themen zum Nahen und Mittleren Osten befassen. Zu seinen Aufgaben gehört außerdem der Kontakt zu anderen Religionsgemeinschaften im Bereich der Landeskirche.

In Zeiten, in denen der Islam negative Schlagzeilen macht, kommt es ihm darauf an, im Gespräch zu bleiben: »Als Kirche dürfen wir den Dialog mit dem Islam keinesfalls aufgeben – wir sollten die gesprächsbereiten Religionsvertreter stärken«, sagt Lange-Sonntag. Im Hinblick auf den Islam werde sich die Kirche weder von blinder Angst noch von naiver Faszination leiten lassen.

Mit seiner neuen Aufgabe verbunden ist eine halbe Stelle im landeskirchlichen Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) in Dortmund. Dort ist Lange-Sonntag zuständig für den Arbeitsschwerpunkt »Christlich-Islamischer Dialog« bzw. »Interreligiöser Dialog«.

Ralf Lange-Sonntag, in Schwelm geboren, hat Evangelische Theologie und Islamwissenschaft studiert. Sein Vikariat absolvierte er in Berlin, er kam 1998 nach Dortmund. Als Pfarrer arbeitete er zunächst in der Evangelischen Kirchengemeinde Brackel, ab 2001 dann als Religionslehrer am Paul-Ehrlich-Berufskolleg und ab 2011 als Referent für Fragen des Christlich-Islamischen Dialogs im Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG) in Schwerte-Villigst. Lange-Sonntag ist verheiratet und Vater dreier Kinder.


Quelle: Evangelische Kirche von Westfalen
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