Ausstellungen


Die verpasste Reformation: das Konzil von Konstanz vor 600 Jahren
Fünf Jahre lang will die Stadt Konstanz des größten Kongresses des Mittelalters gedenken
ref.ch. Vor 600 Jahren kamen in Konstanz die Mächtigen Europas zusammen. Am Bodensee wurde ein Papst gewählt - der einzige nördlich der Alpen. Wo sich damals Geistliche, Politiker, Händler und Huren trafen, wird ab Sonntag gefeiert.


Drei Ausstellungen zum Thema Reformation auf einen Schlag
27. August / 3. September 2017 bis 7. Januar 2018
Im Lipperland geben drei Sonderausstellungen einen Einblick in die Reformation und ihre Auswirkungen


'STREIT!'

Ökumenische FriedensDekade 12.-22. November 2017

Plakat zur Friedensdekade 2017 (Auschnitt)

In diesem Jahr beschäftigt sich die Friedensdekade mit Konfliktlösung

Manchmal hört man, dass Frieden die Abwesenheit von Konflikten sei. Das stimmt nicht. Friede ist dort, wo Menschen lernen, auf richtige Weise zu streiten und Konflikte angemessen auszutragen – gewaltfrei, im Hören auf die andere, im Wahrnehmen der berechtigten Anliegen des anderen, im wechselseitigen Respekt. Das Evangelium von Jesus Christus ist in seinem Kern eine Praxis der Gewaltfreiheit. Damit ist es nahe am Leitbild der Demokratie, die davon lebt, dass wir uns gegenseitig als Freie und Gleiche anerkennen. Wo das gelingt, kann man miteinander streiten um das, was wirklich wichtig ist. Dies ist das Gegenteil von Gleichgültigkeit oder Rückzug in die nur privaten Anliegen.

Wenn geflüchtete Menschen von Extremisten bedroht und angegriffen werden, wenn Populismus und Nationalismus alte Grenzen wiederbeleben oder neue Grenzen aufrichten, wenn Rückzug in vermeintlich sichere und abgegrenzte Identitäten das Zusammenleben in Vielfalt bedroht, wenn Aufrüstung und Militarisierung als scheinbar vernünftige Reaktion auf angenommene Bedrohung präsentiert werden, wenn die globale Ungleichheit zunimmt und sich der Reichtum mehr und mehr in den Händen kleiner globaler Eliten konzentriert  – dann hat die Stunde geschlagen, in einen Streit einzutreten für ein Zusammenleben im Zeichen der Gewaltlosigkeit und Gerechtigkeit.

Für die Ökumenische Friedensdekade gehören „Kampf und Kontemplation“ zusammen. Wir laden ein, in diesem Jahr für eine Streitkultur in unserem Land und darüber hinaus zu beten. Es geht darum, Alternativen zu entwickeln, Position zu beziehen, dem Konflikt nicht auszuweichen, ihn aber hörbereit, „responsiv“ und gewaltlos zu führen. Als Christinnen und Christen wollen wir uns einmischen und streiten um den Weg unserer Demokratie. Dies tun wir in einer Sensibilität für das Wirken Gottes in unserer Zeit und im Hören auf die Texte der Bibel. Im Mittelpunkt der Ökumenischen Friedensdekade stehen der Ruf des Propheten Jeremia, Recht und Gerechtigkeit zu schaffen (Jeremia 22,1-5) und die Ermutigung Jesu an seine Freundinnen und Freunde: „Wer bei Euch groß sein will, der soll euer Diener sein.“ (Matthäus 20, 20 – 28). Beide Texte lesen wir als Wegweisungen für eine biblisch inspirierte Streitkultur. In diesem Sinne gilt das Motto der diesjährigen Ökumenischen Friedensdekade: „STREIT!“


Oberkirchenrat Dr. Roger Mielke M.A.

Weitere Informationen zur Friedensdekade

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