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Rheinische Landessynode: Kölner Weihbischof ist offen für ökumenische Gemeindezentren

Positive Resonanz auf Präses-Vorschlag

Caspar-Olevian-Saal, Winterkirche der Evangelischen Kirchengemeinde in Trier. Städte wie Hildesheim, Trier und Bochum signalisierten laut Steinhäuser ökumenisches Wachstum.

Der Kölner Weihbischof Rolf Steinhäuser zeigt sich offen, über von evangelischer und katholischer Kirche gemeinsam genutzte Gemeindezentren nachzudenken.

In seinem Grußwort an die Landessynodalen der Evangelischen Kirche im Rheinland erklärte Steinhäuser am Sonntagabend, den 7. Januar 2018: „Es ist sicher besser, ökumenische ‚Wohngemeinschaften‘ zu gründen, als dass sich beide Kirchen aus Stadtteilen und Orten zurückziehen.“ Das sei keine schlechte Idee. Damit reagiert er auf einen Vorschlag, den der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, zum Jahreswechsel in einem Gastbeitrag für den Kölner Stadtanzeiger gemacht hat.

Dort hatte Rekowski geschrieben: „Peter Beier, mein 1996 verstorbener Vorgänger im Amt des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat einmal gesagt, dass man zu unserer Zeit nicht mehr fragen wird, ob du evangelisch oder katholisch bist, sondern ob du Christ bist und woran man das erkennt. So betrachtet, ist im konfessionellen Miteinander noch Luft nach oben. Ich kann mir da auch noch einiges vorstellen, damit unser Dienst an und in der Welt hörbarer, spürbarer und sichtbarer wird.“ Präses Rekowski hatte in diesem Zusammenhang ausdrücklich gemeinsame Gemeindezentren ins Gespräch gebracht.

Eine gute Wohngemeinschaft brauche jedoch viel guten Willen, gemeinsames Bemühen und klare Absprachen, gab Weihbischof Steinhäuser vor den rheinischen Landessynodalen zu bedenken.  Zudem wisse er aus seiner fast 20-jährigen Erfahrung als Pfarrer in der Düsseldorfer Innenstadt, dass in Gemeindezusammenführungen auch Widerstandspotenziale steckten.

Als „ein gutes Jahr für die Ökumene, das viele Hoffnungen geweckt hat“, bezeichnete Steinhäuser das Reformationsjubiläum 2017. Städte wie Hildesheim, Trier und Bochum signalisierten ökumenisches Wachstum. Etappenziele auf dem Weg der Einheit sollten jedoch nicht mit Jahreszahlen terminiert werden. Vielmehr heiße es, beständig an den Wachstumsbedingungen zu arbeiten. Über Rahmenbedingungen ökumenischer Wohngemeinschaften gemeinsam nachzudenken und Situationen auszuleuchten, könne hier ein guter Beitrag für den ökumenischen Alltag sein.


Quelle: Evangelische Kirche im Rheinland
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