Termine
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps
Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.
Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik
WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.
Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.
Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.
Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.
Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.
''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück
''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012
''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.
Symbol für Schutz und Wärme
Kirchengemeinde Horn stellt neues Antependium am Aschermittwoch vor
Horn. Ein neues, symbolträchtiges Antependium wird die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Horn im Gottesdienst am Aschermittwoch, 22. Februar, vorstellen. Antependien heißen die Schmucktischdecken für Abendmahltisch und Kanzel. Sie sollen mit ihren Farben und Symbolen die besondere Atmosphäre der jeweiligen Sonntage im Kirchenjahr verdeutlichen.
Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.
35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.
Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.
Die Sterne lügen nicht
Marktplatzgespräche in Detmold: Astrologie und Glaube
Detmold. Warum lesen Menschen Horoskope? Ist die Astrologie einfach handfester als christliches Gottvertrauen? Haben die Sterne wirklich Einfluss auf unser Leben oder ist das schlicht Aberglaube? Das Bildungsreferat der Lippischen Landeskirche und die ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold-Ost laden zu einem Abend im Rahmen der Reihe „Marktplatzgespräche“ am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr in das Gemeindehaus am Markt ein.
Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012
Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)
Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion
Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.
Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)
Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden
Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.
Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.
Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.
''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)
''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012
Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Die „neuen Atheisten“ unserer Tage „folgern aus den Erfahrungen der Gottverlassenheit, dass überhaupt kein Gott da ist … Sie betrachten es regelrecht als einen Wahn, wenn Menschen einem Gott vertrauen, der sie so offenkundig auch im Stich lässt“. Das Gotteswort bei Jesaja hält dem entgegen: „Es ist nur ein kleiner Augenblick, … wenn ich dich spüren lasse, wie das ist, von mir verlassen zu sein. Du musst nicht an mir irre werden. Absolut verlassen habe ich dich nie“.
Im Predigttext des heutigen Sonntags spricht zu uns ein Prophet Israels, dessen Namen wir nicht kennen. Was er verkündigt hat, ist in unserer Bibel in das Buch des Propheten Jesaja eingefügt worden. Aber es ist ganz klar, dass er in eine andere Zeit und an einen anderen Ort gehört, als der Mann, der Jesaja hieß. Unser unbekannter Prophet befand sich unter den Tausenden des jüdischen Volkes, welche die Babylonier verschleppt hatten, nachdem Jerusalem von ihnen im Jahre 587 vor Christus zerstört worden war. Er hat erlebt, wie eine Großmacht auch sein Volk zu zerstören versuchte. Er hat aber auch erlebt, wie diese Großmacht zu zerbröckeln begann, so dass Hoffnung auf Rückkehr in die Heimat unter den Verschleppten aufkeimte. In diese Situation hinein gehören die wunderbaren Gottesworte, die unser unbekannter Prophet seinem Volke zugerufen hat. Wir finden sie im Jesajabuch, Kapitel 54, 7-10. Gott sagt dort:
7 Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln.
8 Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser. 9 Ich halte es wie zur Zeit Noahs, als ich schwor, dass die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollten. So habe ich geschworen, dass ich nicht mehr über dich zürnen und dich nicht mehr schelten will.
10 Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.
Liebe Gemeinde,
Sie haben es sicher beim Hören dieses Textes gemerkt: Gottesworte wie diese haben es an sich, dass sie uns in ihrer eigentümlichen Kraft sofort über die Situation hinaus führen, in der sie einmal gesprochen wurden. Natürlich bleiben sie auch die Worte, die dem im fremden Lande geknechteten Volk Israel vor langer Zeit Hoffnung auf Freiheit im eigenen Lande gegeben haben. Aber zugleich überspringen sie doch den riesigen Zeitraum von damals und heute. Es ist als rede Gott mit diesen Worten einen jeden von uns ganz persönlich an.
„Es ist nur ein kleiner Augenblick,“ sagen diese Gottesworte uns, „wenn ich dich spüren lasse, wie das ist, von mir verlassen zu sein. Du musst nicht an mir irre werden. Absolut verlassen habe ich dich nie, sondern mich nur ein wenig vor dir verborgen. Aber meine Barmherzigkeit, meine Gnade und mein Frieden für dich sind unerschütterlicher als alles, was auf der Erde als unerschütterlich gilt“.
Gott gibt hier uns also, liebe Gemeinde, durch den Mund eines unbekannten Propheten direkt zu verstehen, was seine göttliche Art und Weise ist, sich auf uns Menschen, auf jeden von uns, einzulassen. Er klärt uns gewissermaßen darüber auf, was wir zu erwarten haben, wenn wir uns auf ihn verlassen. Das aber ist nichts als überwältigend Gutes, welches sich in unserem Prophetenwort am Ende in das Wort Frieden, schalom auf hebräisch, sammelt.
Schalom – das ist das Ende aller Entzweiung, die uns unser Leben auf dieser Erde verdirbt. Schalom – das ist der Frieden mit uns selbst, in dem wir damit einverstanden sein können, wie Gott uns geschaffen hat. Schalom – das ist der Frieden mit den nahen und fernen Menschen neben mir, die keinen Grund mehr haben, sich listig oder brutal an die Gurgel zu gehen. Schalom – das ist der wundergute Einklang unseres Daseins mit dem Geheimnis unseres Lebens, das Gott ist.
Wer an Gott glaubt, vertraut darauf, dass sich solcher Schalom, solcher Friede, in seinem Leben und im Leben aller Menschen ausbreitet, wie ein warmer Strom, der die harte Eiseskälte zum Schmelzen bringt, in der Menschen sich mit sich selbst, mit ihren Mitmenschen und mit Gott entzweien.
„Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen“ – nicht zufällig ist dieses Gotteswort im Prophetenmund zu einem der in unserer Kirche am Häufigsten verwendeten Gotteszusagen bei Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen geworden. Es ist das Evangelium, die gute Botschaft schlechthin, die einen Menschen von der ersten bis zur letzten Stunde seines Lebens zu tragen vermag. Alles, was unsere Kirche zu verkündigen und darzustellen hat, ist in dieser Botschaft vom Gott des Friedens konzentriert.
Insofern könnte ich eigentlich schon an dieser Stelle das „Amen“ sprechen und damit die Predigt schließen. Mehr und Besseres gibt es von Gott nicht zu sagen, als dass seine Gnade für uns nie mehr weichen und der Bund seines Friedens niemals hinfallen soll. Doch wir müssen aufpassen, dass wir das „Amen“ zu Gottes einzigartigem Versprechen nicht allzu schnell oder gar flott und leichtfertig sprechen.
Dann könnte es uns nämlich passieren, dass uns dieses Versprechen allzu selbstverständlich wird und am Ende nur noch ein schöner Spruch ist; ein Spruch, der Gott nichts kostet und über die Erfahrungen, die wir in unserem Leben mit Gott und den Menschen machen, hinweg rauscht. Doch ein solcher lockerer Spruch ist das Evangelium aus dem Alten Testament ganz gewiss nicht, das uns der unbekannte Prophet verkündet. Wir merken das, wenn wir dieses Evangelium im Zusammenhang des ganzen Prophetenwortes vernehmen. Denn da kommt auf einmal ganz und gar nicht harmonisch Selbstverständliches, sondern auch richtig gehend Erschreckendes mit ins Spiel.
Da bekennt nämlich Gott selbst, dass es eine Zeit gab, in der er sein Volk, in der er uns verlassen hat. Nur einen „Augenblick“ lang sei das gewesen. Aber was beim ewigen Gott ein „Augenblick“ ist, das dauert bei uns in der irdischen Zeit qualvoll lange. Über fünfzig Jahre musste Israel in Babylon ausharren und am eigenen Leibe spüren, wie das ist, wenn Gott sein Volk verlässt. Und diese gottverlassenen Jahre haben sich vermehrt, haben sich hinein gefressen in die Menschenwelt bis in unsere Zeit. Der „Augenblick“, in dem Gott nicht da ist mit dem warmen, kräftigen Strom seines schalom dauert an.
Er dauert an in Israel, das keinen Frieden in der Welt findet. Er dauert an im Schrei Jesu am Kreuz: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“? Er dauert an in den unzähligen großen und kleinen Geschichten von Gewalt, Unrecht, Elend und Weh in der Welt, in denen der warme Strom von Gottes schalom unter seinen Geschöpfen zu Eis erfroren sein scheint. Uns erschreckt darum, dass der „Augenblick“ in des ewigen Gottes Zeitmaß noch immer nicht zu Ende ist. Uns erschreckt darum auch, dass es laut des Prophetenwortes nicht nur unser Empfinden ist, dass Gott sich zurückgezogen hat, wenn wir Menschen über uns herfallen.
Gott selbst gibt zu, dass es auch zu seiner göttlichen Art und Weise gehört, mit uns so umzugehen, dass er uns verlässt und sein Angesicht vor uns verbirgt. Es ist zwar nur ein Augenblick, aber – wie gesagt – mit unserem irdischen Zeitmaß gemessen ein schrecklich langer Augenblick, in dem Gott sein Volk, die Menschheit, uns alle sich selbst überlässt. Wenn das aber geschieht, ist die Schalom-Zufuhr aus Gott in unserer Welt unterbrochen. Wenn Gott uns wirklich verlässt und sich verbirgt, dann gibt es keine Antwort auf die Frage: „Wo bist Du Gott“? – auf diese Frage, die Menschen herausschreien, wenn sie der Gewalt von Menschen und der Natur, wenn sie Krankheit und Elend ausgeliefert sind.
In unseren Tagen melden sich im Namen dieser Frage die sogenannten „neue Atheisten“, lautstark und giftig in Bestsellern, die „Gotteswahn“ und ähnlich heißen, zu Worte. Sie folgern aus den Erfahrungen der Gottverlassenheit, dass überhaupt kein Gott da ist, der Menschen wirksam und heilsam gegenwärtig werden kann. Sie betrachten es regelrecht als einen Wahn, wenn Menschen einem Gott vertrauen, der sie so offenkundig auch im Stich lässt, ja der ihnen regelrecht Übles tut, indem er sie seinen Zorn spüren lässt. Jene lautstarken Atheisten haben darum so viel wie möglich Bibelstellen aus dem Alten und Neuen Testament zusammengetragen, in denen Gott als ein übler, gewalttätiger Tyrann erscheint, der nach Lust und Laune Menschen vernichtet.
Besonders beliebt ist bei ihnen die Erzählung von der Sintflut, die ja auch in unserem Text vorkommt. Hier wird an diese Geschichte aus Urzeiten erinnert, weil mit ihr Gottes Versprechen verbunden ist, die Menschheit zu erhalten und zu bewahren. In einem nicht anders als widerlich zu nennenden neuatheistischen Kinderbuch, in dem geschildert wird, wie sich ein Ferkel und ein Igel auf die Suche nach Gott machen, aber wird zur Pointe dieser Geschichte, dass Gott alles Leben auf der Erde vernichtet hat. Ferkel und Igel wenden sich darauf hin entsetzt von diesem Gott ab.
Wie primitiv und durchsichtig das nun auch immer gestrickt ist – eines lernen wir jedenfalls aus diesem Schmuddelwerk: Wenn Menschen sich zu Anwälten der Abwesenheit Gottes aufschwingen, dann geht das nicht ohne Verzerrung dessen ab, was den Gott, der in der Bibel bezeugt wird, auszeichnet. Der Augenblick, in dem Gott die Schalom-Zufuhr für uns unterbricht, wird dann zur absoluten Gottesfinsternis umgedeutet. In dieser Finsternis aber schaukeln sich Gotteslästerung und Menschenverachtung gegenseitig hoch. Die Vertreter der Religionen werden in jenem Machwerk als Spiegelbilder des gänzlich verfinsterten Gottes zu dummen, hasserfüllten Schreckensgestalten stilisiert. Besonders schlimm ist das Bild eines jüdischen Rabbis, das direkt den antisemitischen Karikaturen der Nazis entlehnt zu sein scheint.
Aber, so werden wir uns fragen, liebe Gemeinde, gibt Gott selbst zu solcher Lästerung seines Namens und zu solcher Menschenverachtung nicht auch Anlass, wenn er sich für unser Zeitmaß so lange Augenblicke verbirgt? Es sei sein Zorn, der in diesen Augenblicken durchbricht, sagt unser evangelisches Gotteswort aus dem Alten Testament.
Das jedoch ist offenkundig eine sehr menschliche Redeweise unseres unbekannten Propheten von Gott, von der uns wundert, das Gott sich sie sich zu eigen macht. Denn „Zorn“ – das klingt nach unkontrollierter Aufwallung, nach irgendwie maßloser, wütender Reaktion auf das Tun und Verhalten von Jemand, der uns zu nahe tritt, uns Unrecht tut oder uns beleidigt. „Des Menschen Zorn tut niemals gut“, lesen wir an anderer Stelle in der Bibel.
Sollen wir also auch sagen: Auch Gott tut nicht gut, indem sein guter Geist – und sei es auch nur einen göttlichen Augenblick lang – aufwallt ob dessen, was Menschen ihm antun und in seiner Schöpfung anrichten? Denn wenn er sich zurückzieht und die Schalom-Zufuhr unter uns stoppt, dann macht er doch eigentlich alles noch viel schlimmer als es Menschen tun, die sich vor seiner Geisteskraft abgeschottet und eingemauert haben. Dann gibt er doch den Zerstörern des Schalom in den KZs von gestern und heute und den Lästerern seines Namens in widerlichen Kinderbüchern erst recht Raum. Warum erbarmt er sich also nicht gleich seiner ungetreuen Geschöpfe und lässt sie einen viel zu langen Augenblick lang immer wieder durchs tiefe Tal der der Gottverlassenheit gehen?
Die Antwort darauf fällt schwer. Denn uns ist es nicht gegeben, die Gedanken Gottes zu lesen und das Geheimnis seiner Weisheit ohne Rest zu entschlüsseln. Wir können uns nur an das halten, was er uns von sich zu erkennen gegeben hat. Das aber ist an erster und letzter Stelle das Durchwaltetsein seines göttlichen Lebens mit Schalom, das immer wieder in seinem Erbarmen durchbricht, mit dem er den Eiskeller unserer gottfernen Friedlosigkeit auftauen will.
In diesem Frieden des ewigen Gottes aber hat solch blindwütiger Zorn keinen Platz, in dem wir Menschen maßlos und unheilvoll gegeneinander entbrennen. Wenn es Passagen in der Bibel gibt, die diesen Eindruck erwecken, dann korrigiert Gott sie selbst. Wir können das so sagen, liebe Gemeinde, weil wir ihn vor Augen haben, wie er im Leben und Sterben Jesu Christi selber die Situation der Gottverlassenheit von Menschen teilt. Was die Bibel Gottes Zorn nennt, wird dadurch zum Ausdruck des Schmerzes Gottes über den Widerstand, den seine Geschöpfe seinem schalom entgegensetzen. Er thront nicht unberührt von dem Allen in der Höhe. Es berührt, betrifft ihn, stoppt den Friedensstrom aus seinem Leben für einen Augenblick.
Es ist darum nicht allein unser Leid, es ist auch Gottes eigenes Leid, das wir spüren, wenn wir uns von Gott verlassen wähnen und sein schalom uns in unserem Leben verborgen ist. Im Leiden Gottes aber ist im Unterschied zu unserem Leiden eine Perspektive. Er gibt uns mit diesem Leiden zu verstehen, dass er um der Zukunft seines Friedens willen die Situation menschlicher Gottesverlassenheit teilt, um sie von innen aufzulösen. Er fährt nicht mit göttlicher Übermacht dazwischen, um uns wie Marionetten in seinen Bund mit uns zu zwingen.
Denn der allmächtige Gott, der doch alles kann, kann doch eines nicht: von den Wegen seines Friedens zu lassen, auch wenn sie ihm und uns einen viel zu langen Augenblick des Schmerzes über den gebrochenen, geschändeten Bund zumuten. Es ist aber damit noch nicht aller Tage Abend. Denn selbst in diesem Schmerz ist jetzt eine Stimme, die uns den Horizont aufreißt, indem sie zu uns spricht: „Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer“. Amen.
Predigt in der St. Matthäuskirche Berlin am 2. März 2008
Quelle: www.wolf-kroetke.de
Foto: Daniel Faßbender, „Hügellandschaft Kenia“, CC-Lizenz (BY 2.0); www.piqs.de
Prof. Dr. Wolf Krötke
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Sprachräume für Gott - Lebensräume für Menschen
Predigten von Wolf Krötke Druckfrisch im März 2008: der neue Sammelband mit Predigten von Wolf Krötke. Inmitten einer vom "Gewohnheitsatheismus" geprägten Gesellschaft schafft Krötke "Sprachräume von Gott", dabei selbst getragen vom biblischen Gott, der "unsere Füße auf weiten Raum" stellt. Bis 2004 lehrte Krötke als Professor für Systematische Theologie an der Humboldt Universität Berlin. |
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Wenn Gott bestritten wird
Der Glaube an Gott und die Argumente des neuen Atheismus. Von Wolf Krötke Der "neue Atheismus", im Bestseller "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins einem breiten Publikum bekannt gemacht, trifft in Deutschland, besonders im Osten des Landes, auf den "alten" "Gewohnheitsatheismus". Wolf Krötke, bis 2004 Professor für Systematische Theologie in Berlin, zeigt Missverständnisse und Fragwürdigkeiten des Atheismus und klärt ihn mit dem Evangelium auf, dem Namen der Freiheit. |
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