Termine
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps
Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.
''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012
''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.
Courage-Gottesdienst - Signal für Toleranz und gegen Rassismus
Schweigeminute am 23. Februar 2012, 12 Uhr - Material für Gebete und Andachten
WESTFALEN - Am Donnerstag, 23. Februar, wird der Opfer des rechtsextremen Terrors im Rahmen eines zentralen Staatsakts in Berlin gedacht. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Gewerkschaftsbund rufen für diesen Tag um 12 Uhr zu einer bundesweiten Schweigeminute auf. Dem Aufruf schließt sich die Evangelische Kirche von Westfalen an und empfiehlt den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen, dieses Signal für Toleranz und gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu unterstützen.
Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.
35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.
Beginn der Passionszeit
Ökumenische Andacht am 25. Februar 2012 in Düsseldorfer Johanneskirche
Die traditionelle Ökumenische Passionsandacht der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Erzbistums Köln statt findet am Samstag, den 25. Februar statt. Joachim Kardinal Meisner predigt in der Passionsandacht, die am Vorabend des Sonntags Invokavit um 19 Uhr in der Düsseldorfer Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 39, beginnt. Die Leitung des Gottesdienstes hat Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.
Die Sterne lügen nicht
Marktplatzgespräche in Detmold: Astrologie und Glaube
Detmold. Warum lesen Menschen Horoskope? Ist die Astrologie einfach handfester als christliches Gottvertrauen? Haben die Sterne wirklich Einfluss auf unser Leben oder ist das schlicht Aberglaube? Das Bildungsreferat der Lippischen Landeskirche und die ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold-Ost laden zu einem Abend im Rahmen der Reihe „Marktplatzgespräche“ am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr in das Gemeindehaus am Markt ein.
RunderTisch zu den Themen Heimat - alt werden - Jugend
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 17. April 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.
Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012
Sonntag Reminiszere: Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen 2012 – Schwerpunkt Maghreb
Materialheft für den Sonntag Reminiszere (4. März) veröffentlicht
GETAUFT, AUSGESTOSSEN UND VERGESSEN? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
4. März 2012: Eröffnung der Ausstellung über ''Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main'' in der Evangelisch-reformierte Gemeinde, Freiherr-vom-Stein-Str. 8
Prof. Dr. Peter Cahn, der in der reformierten Gemeinde getauft und konfirmiert wurde, wird zur Eröffnung der Ausstellung anwesend sein und nach dem Gottesdienst von seinen Erfahrungen erzählen.
Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Dieser "Verrat an der Taufe" und der "Umgang mit Schuld" sind Thema der theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt).
Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion
Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.
Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)
Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden
Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.
Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.
Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.
''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)
Den Krieg abschaffen. Annäherung an ein unerhörtes Thema
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle
''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012
Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Gründe für die drohende Hungersnot
Nicht erst seit gestern warnen Experten aus verschiedenen Gründen vor einer Hungersnot
Ist der Biosprit schuld? Oder die steigende Nachfrage aus China? Die Warnungen vor einer Ernährungskrise sind keinesfalls ganz neu.
UN warnt vor explodierenden Preisen
Die Preise für Nahrungsmittel erreichen auch global immer neue Rekordmarken und bedrohen die Existenz von immer mehr Menschen: Chinas enorme Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten und die Verwendung von Lebensmittel für die Herstellung von Treibstoffen geben der Problematik zusätzlich Zündstoff.
Die explodierenden Lebensmittelpreise stellen nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO eine Bedrohung für Millionen von Menschen – vor allem in den ärmsten Ländern – dar. Für viele Länder sei der Import von Lebensmitteln nicht mehr möglich. Der Aufruf der FAO will eine Unterstützung von Bauern in den ärmsten Ländern der Welt zum Ankauf von Samen und Düngemitteln erreichen. Die FAO fordert aber auch, dass das Thema Biotreibstoffe vor diesem Hintergrund neu diskutiert wird.
Nach Angaben der UN-Organisation sind 37 Länder durch Konflikte und Katastrophen von Hungersnöten bedroht. "Ohne Unterstützung der Bauern in den am schlimmsten betroffenen Staaten, werden die Menschen es nicht schaffen", erklärt FAO-Direktor Jacques Diouf. Der derzeitige Preis für Lebensmittel liegt auf dem höchsten Niveau seit 1990 und ist von 2006 auf 2007 um 25 Prozent gestiegen.
Von Hunger gefährdet sind mehrere Millionen Menschen - vor allem in afrikanischen Staaten, aber auch in Asien wie beispielsweise in Nord-Korea, Afghanistan, Bangladesch, Pakistan, Indonesien und Nepal. In Mittelamerika sind Haiti, die Dominikanische Republik und Nicaragua nach Überschwemmungen betroffen, nach Zerstörungen durch Wirbelstürme auch die Karibikinseln Dominica, St. Lucia und Jamaika.
Zur Erhöhung des Nahrungsmittelpreises haben auch großräumige Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten beigetragen. Chinas Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten und vor allem nach Fleisch haben der Problematik noch Zündstoff gegeben. Zudem ist die moderne Landwirtschaft stark erdölabhängig. Das ist ein Mitgrund dafür, dass die Preise für die Endprodukte deutlich höher liegen als in den Jahren zuvor.
Diouf geht zudem davon aus, dass die steigende Nachfrage nach alternativen Treibstoffen die Nachfrage nach nutzbaren Pflanzen deutlich verstärkt hat.
aus: WELT online, 20.12.2007
Biosprit verursacht Hunger
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat von den reichen Ländern mehr Hilfe für Afrika angemahnt. Angesichts der drastisch gestiegenen Lebensmittelpreise seien allein 500 Millionen Dollar (325 Millionen Euro) nötig, um Hunger und Mangelernährung zu bekämpfen, sagte Ban nach einem hochrangigen Treffen zur Umsetzung der sogenannten Millenniumsziele in New York. Bei den laufenden Welthandelsgesprächen müsse es rasch gelingen, den Zugang zu den Märkten zu verbessern und die Agrarsubventionen in den reichen Ländern abzubauen, forderte er.Unterdessen sprach sich der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, für ein fünfjähriges Verbot der Herstellung von Biotreibstoff aus Nahrungsmitteln aus. Ziegler erklärte vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf weiter, diese Zeit sollte zur Suche nach alternativen Technologien genutzt werden. Die Staaten sollten sicherstellen, dass nur Pflanzen oder Abfälle umgewandelt würden, die als Nahrungsmittel nicht geeignet seien, sagte Ziegler in einem Bericht. Die bisherige Produktion habe zu massiven Kostensteigerungen bei Nahrungsmitteln geführt.
Ziegler hatte schon mehrfach den unkontrollierten Schwenk zur Nutzung von umgewandelten Mais, Gerste, Zucker oder Pflanzenöl als Alternative zu den bisherigen fossilen Energieträgern angeprangert. "Die Auswirkungen, die Biotreibstoff auf den Hunger hat, sind Grund zu großer Besorgnis, was das (Menschen-) Recht auf Nahrung betrifft", schrieb Ziegler in einem Bericht für das UN-Gremium.
aus: n-tv 10.3.2008
Weltbank warnt vor Verarmung ganzer Landstriche
Weltbank-Präsident Robert Zoellick zufolge könnten die Preissteigerungen die Erfolge einiger Länder im Kampf gegen die Armut wieder zunichtemachen. Die internationale Gemeinschaft müsse nicht nur Soforthilfe leisten, sondern betroffenen Ländern auch dabei helfen, Lösungen zu finden, um die Auswirkungen der Teuerung auf die Ärmsten zu lindern. Eine Maßnahme könnten etwa Steuererleichterungen sein. Als letztes Mittel kämen auch Direktzahlungen an Arme in Betracht.
Besorgt äußerte sich auch der britische Premierminister Gordon Brown. Der wachsende Hunger weltweit, die steigenden Lebensmittelpreise und die Nachfrage nach Biosprit drohten der Entwicklung in einigen der ärmsten Ländern der Welt einen Rückschlag zu versetzen, erklärte er in einem am heutigen Donnerstag veröffentlichten Brief an die Staats- und Regierungschefs der acht führenden Industriestaaten (G-8). Brown wies auf die Gefahren dieser Entwicklung hin und warb für mehr humanitäre Hilfe für die Hungernden und den Einsatz gentechnisch geänderter Pflanzen.
Die Warnungen kommen schon fast zu spät. Nach Angaben des Welternährungsprogramms kommt es inzwischen in vielen Entwicklungsländern zu gewaltsamen Demonstrationen hungernder Bevölkerungsteile. Proteste werden aus Indonesien und einem halben Dutzend afrikanischer Staaten gemeldet.
Experten geben Biosprit Schuld an Hungersnot
Angesichts der hohen Ölpreise steigt der Bedarf an Biokraftstoff Ethanol. Eine Folge ist: Die Getreidesilos der Welt sind nahezu leer. Experten warnen bereits: Die Konflikte der Zukunft finden zwischen Autofahrern und Hungernden statt.
Sprit aus Getreide, für manche eine Hoffnung angesichts sinkender Öl- und Kohlereserven, ist für andere ein Fluch. Neu ist das Problem der sinkenden Getreidevorräte nicht: „Seit Mitte der 90er Jahre nimmt die absolute Zahl der Hungernden weltweit wieder zu, obgleich der Anteil an der Weltbevölkerung zurückgeht. Seit dieser Zeit sinken auch die Weltgetreidereserven“, umreißt Jochen Donner, Politikreferent der Deutschen Welthungerhilfe, das Problem. Derzeit sind weltweit 852 Millionen Menschen unterernährt.
Ernten nicht ausreichend
Für 2007 hat die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) vor einer Abnahme der Getreidevorräte um rund zehn Prozent gewarnt. Rund 2.010 Millionen Tonnen würden zwar 2006 weltweit geerntet – fast ein Rekord. Doch der Bedarf steigt auf rund 2.060 Millionen Tonnen. Als Grund dafür nennen die Experten auch die Nachfrage nach Ethanol.
Das in den USA ansässige „Earth Policy Institute“ hält den Treibstoff für höchst unwirtschaftlich: „Das Getreide, das man zum Füllen eines 80-Liter-Tanks benötigt, kann einen Menschen ein Jahr lang ernähren“, rechnet Institutsleiter Lester Brown vor. Der Bedarf an Ethanol steige angesichts der hohen Ölpreise jährlich. Die USA wandelten 2006 rund 14 Millionen Tonnen Getreide in Treibstoff um.
Steigende Preise
Je mehr Ethanol nachgefragt werde, desto höher würden die Getreidepreise, fürchtet Brown: „Und das ist für die zwei Milliarden ärmsten Menschen der Welt lebensbedrohlich.“ Die Konflikte der Zukunft fänden „zwischen Autofahrern und Hungernden“ statt, warnt er.
Johan Hoffman, Chef von „Ethanol Africa“, sieht das anders. Acht Anlagen zur Ethanol-Herstellung vor allem aus Mais will er in den kommenden Jahren in Südafrika aufbauen. „Afrikaner haben das Potenzial, zu den Arabern der Biotreibstoff-Industrie zu werden“, lautet sein Lieblingssatz. Für Südafrika rechnet er mit 10.000 direkten und indirekten Jobs pro Fabrik und einem Aufschwung für die Agrarwirtschaft, die auf dem internationalen Markt nicht mehr gut mithalten kann. Brasilien hat es bereits vorgemacht: Dort werden jährlich 16 Milliarden Liter Ethanol aus Zucker hergestellt.
Sojabohnen als Alternative
Harro von Blottnitz, Chemieingenieur an der Universität Kapstadt, ist eher skeptisch. Prinzipiell ermöglichten Treibstoffe aus Biomasse Jobs für die ländliche Bevölkerung und mehr Umweltfreundlichkeit. Aber die Praxis der USA, „angeblich überschüssigem Mais“ umzuwandeln, verbrauche fast so viel Energie wie sie herstelle. Blottnitz rät zur Treibstoff-Produktion mit Sojabohnen, deren Reste nach der Verarbeitung für den Konsum in Ethanol umgewandelt werden können - während die Bohnen den Proteinbedarf der Bevölkerung decken.
Auch in Deutschland gibt es eine Debatte um die Energiegewinnung aus Getreide: Das Verbrennen von Weizen, Hafer oder Gerste ist für manche eine willkommene erneuerbare Energiequelle. Andere finden es unmoralisch, wenn Lebensmittel verheizt werden.
aus: WELT online, 5.12.2006
Industriestaaten müssen Protektionismus aufgeben
Paris - IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wählte dramatische Worte, um die möglichen Auswirkungen der Krise zu veranschaulichen. "Es besteht die Gefahr von Kriegen, das Schlimmste liegt vielleicht noch vor uns", sagte er dem französischen Radiosender Europe-1. Die Menschen richteten sich in Hungerrevolten gegen ihre Staatsführungen, sie brächten demokratisch gewählte Regierungen zu Fall wie jüngst auf Haiti. "Wenn die Spannungen über die Anzweifelung der Demokratien hinaus steigt, besteht die Gefahr von Kriegen", warnte Strauss-Kahn. "Hunderte Millionen Menschen werden betroffen sein." Ein "echtes Problem" sei neben der steigenden Nachfrage und der Finanzspekulation die Produktion von Biotreibstoff.
In der Geschichte gebe es viele Beispiele für Kriege, die wegen derartiger Probleme begonnen hätten. Die Welt müsse begreifen, dass die Krise extrem schwerwiegend sei. Der IWF-Chef rief zu einer Anhebung der Agrarproduktion auf, um die wachsende Nachfrage insbesondere in China und Indien decken zu können. Zugleich warnte er vor der "Versuchung des Protektionismus" der größten Nahrungsmittelproduzenten.
Eine Lösung liege im Handel. "Ein Ausweg aus der Hungerkrise ist die Ausweitung des internationalen Handels, der Produktströme." Angesichts des wachsenden Bedarfs Chinas und Indiens dürften die Industriestaaten nicht protektionistisch sein. Kurzfristig müsse das Welternährungsprogramm einspringen, während der IWF für eine Umorientierung der Wirtschaftspolitik arbeiten müsse.
Den am stärksten Betroffenen Ländern stellte Strauss-Kahn Hilfe des IWF in Aussicht. Die Organisation überarbeite derzeit ihre Prozeduren, die unzureichend auf die Nahrungsmittelkrise ausgerichtet gewesen seien. "Es ist unsere Aufgabe, den Staaten zu einem ausgeglichenen Außenhandel zu verhelfen."
aus: SPIEGEL online 18.4.2008
Georg Rieger
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Infos zur Lebensmittelkrise
Eine Linkliste zu dem aktuellen Thema Organisationen, die sich mit Globalisierung und Welthandel beschäftigen, veröffentlichen seit Jahren Warnungen bezüglich einer drohenden Hungerkatastrophe. Zahlen - Daten - Fakten von der Welthungerhilfe, attac, greenpeace ... |
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Weizen darf dem Sprit nicht weichen
Präses Alfred Buß zur weltweiten Ernährungskrise „Wir brauchen Brot für die Welt und nicht Brot für den Ofen”, haben wir als evangelische Landeskirchen in NRW im Dezember 2005 erklärt. „Die Verbrennung von Getreide ist ein skandalöses Zeichen der Ignoranz der Wohlstandsgesellschaften gegenüber den unter wachsender Armut und Unterernährung leidenden Ländern”, hat die westfälische Kirchenleitung im März 2007 festgestellt. Heute bestätigt das die Wirklichkeit auf grausame Weise. |
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Synode fordert Kehrtwende in globaler Ernährungspolitik
Die Evangelisch-reformierte Kirche will sich näher mit den weltweiten Zusammenhängen beschäftigen Auf ihrer Gesamtsynode in Emden appellierten die Kirchenparlamentarier an Verantwortliche in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft alles zu unternehmen, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden. Die Kirche selbst beauftragte ihren Globalisierungsausschuss mit der näheren Analyse der Zusammenhänge und mit dem Vorschlag von konkreten Maßnahmen, die die Kirche treffen könne. |
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