Termine
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps
Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.
Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik
WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.
Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.
Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.
Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.
Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.
''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück
''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012
''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.
Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.
35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.
Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.
Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012
Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)
Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion
Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.
Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)
Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden
Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.
Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.
Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.
''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)
''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012
Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Gott ist der Geist, der für Bewegung sorgt
Eine Pfingstpredigt von Walter Herrenbrück
Pfingsten freuen wir uns darüber, dass Gott kein Ölgötze ist, sondern ein dynamischer Gott. Der ehemalige Landessuperintendent der Evangelisch-reformierten Kirche predigt am
Pfingstsonntag in Viagrande bei Catania (Sizilien) in der dortigen Evangelischen Gemeinde.
Jesus Christus spricht: Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende (Matthäus 28, 20)
I
Der Mann schwärmte von der Mutter, sprach von dem Menschen, mit dem er alt werden möchte; und dann sei da noch jemand, die wunderbar zuhören und ihm gut raten könne. „Sie denken vielleicht,“ sagte der Mann, „dass ich von drei Leuten rede. Nein, es handelt sich um eine Person: meine Frau.“ Mutter der Kinder, Partnerin fürs Leben, Beraterin im Alltag: ein und dieselbe Frau.
So ähnlich ist das auch mit Gott. Schöpfer und Quelle des Lebens, Befreier und Menschenfreund, Tröster und bewegende Kraft: ein und derselbe Gott. Gott der Vater, Gott der Sohn, Gott der Geist. Und Gott, den Geist: den feiern wir heute am Pfingstfest. Der Geist ist eine Himmelsmacht, die auf Erden wirksam wird – mitten unter uns. Sie schenkt Freude am Leben, gute Gedanken und Hoffnung auch in schwerer Zeit.
„ O Heil’ger Geist, kehr bei uns ein,“ singen die Christen. Pfingsten feiern sie die Einkehr des Geistes. Wie Jesus die Kinder in seine Arme nahm und segnete; wie Jesus Kranke anrührte und heilte, so begegnet Gottes Geist uns heute. Und morgen wieder.
II
Die Bibel schildert das Brausen vom Himmel; erzählt, wie die Jesus-Jünger vom Geist Gottes erfüllt werden. Sie sind Feuer und Flamme und reden von den großen Taten Gottes. Es ist ein spirituelles Großereignis im Tempel von Jerusalem: Jeder versteht in seiner Sprache, was die Jünger sagen. Und das alles 10 Tage, nachdem Jesus aufgenommen wurde in den Himmel, eins wurde mit Gott dem Vater und Gott dem Geist. Seinen Jüngern hatte Jesus zum Abschied gesagt: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Am Pfingstfest macht der Geist den Jüngern klar: „Ja, das stimmt.“ Die Jünger Jesu bleiben – im Geist - mit Jesus verbunden. Sie haben Gemeinschaft mit Jesus. Was auch heißt: Gemeinschaft mit Gott. Christen leben und sterben als Freunde des Jesus Christus und als Kinder Gottes. Und der Geist macht den Christen klar: „Ja, das stimmt.“
Pfingsten freuen wir uns darüber, dass Gott kein Ölgötze ist, sondern ein dynamischer Gott: der Geist, der für Bewegung sorgt. Was vom Himmel kommt wie ein Sturmwind, bewegt die Jünger; setzt die Christen in Bewegung. Christengemeinden bilden sich, nach und nach und immer mehr, Gemeinden vor Ort und Kirchen weltweit: eine ökumenische Bewegung. Für alle ist Jesus Christus der gute Hirte – unsichtbar gegenwärtig alle Tage. Die Jünger damals, die Christen heute hören sein Wort. Und wenn sie an seinem Tisch sitzen bei Brot und Wein, dann ist er bei ihnen. Und wenn sie ihn anrufen auch. Und auch, wenn sie dem Hungrigen das Brot brechen. Der Geist hilft uns, der Stimme des guten Hirten zu folgen; hilft uns, friedlich zu streiten, wenn es verschiedene Meinungen gibt; hilft uns, einmütig zu sein. Kirchengemeinschaft – nicht: Kirchenspaltung.
III
Was Gott der Geist unter uns tut und in uns wirkt: dazu ein paar Anmerkungen.
1. Gottes Geist weitet den Horizont und erweist sich als Weg-Weiser. Die Wirklichkeit, die unser Leben umgibt, und die Wahrheit, die unser Leben bestimmt -... beides ist nicht identisch. Unser Leben gleicht einer kurvenreichen Straße. Die Wirklichkeit ist das Stück Straße, das wir bis zur nächsten Straßenbiegung überblicken können. Zur Wahrheit gehört die ganze Straße; auch das, was wir nicht sehen; das, was am Ende der Straße auf uns wartet. Unser Leben braucht die ganze Wahrheit. Und da ist es gut, einen Begleiter zu haben, der alle Tage bei uns ist; einen Weg-Weiser mit Überblick, der die ganze Straße des Lebens kennt und uns leitet, dass wir das Ziel nicht verfehlen. „Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl...“: so lässt uns Gottes Geist singen. Und stärkt in uns das Vertrauen.
2. Gottes Geist schärft das Gewissen. Wir leben in einer Welt mit Licht und Schatten. Das Gute und das Böse sind wie Weizen und Unkraut auf dem gleichen Acker. Es ist nicht bekömmlich, das Unkraut zu genießen und den Weizen zu verbrennen. Widersteht dem Bösen, bekämpft das Böse – in euch und unter den Völkern; aber bitte nicht so, dass dabei auch das Gute zerstört wird! Kriege haben zu viele tödliche Nebenwirkungen, als dass sie Frieden schaffen könnten.
Wo der Geist uns anrührt, wird das Gewissen lebendig; und wir lernen zu unterscheiden zwischen Rache und Recht, zwischen Vernichtung und Versöhnung. In Afrika werden die Lebensmittel teurer und die Hungersnot wird größer. Der Klimawandel wird vor allem die Ärmsten der Armen treffen. Martin Luther King hat einmal gesagt: „Ein barmherziger Samariter zu sein für alle, die am Wege liegen geblieben sind: das ist nur der Anfang. Wir müssen begreifen, dass die Straße nach Jericho geändert werden muss, damit nicht fortwährend Männer und Frauen geschlagen und ausgeraubt werden.“
Wo der Geist uns anrührt, lernen wir Ehrfurcht vor dem Leben. Die hindert uns daran, einen Menschen fallen zu lassen. Ist es etwa gut, unser eigenes Kind zum hoffnungslosen Fall zu erklären, weil es von den Drogen nicht los kommt!? Aber - was ist ‚morgen‘ mit unserem Kind, wenn wir es ‚heute‘ aufgeben! Zur Liebe gehört, einen Menschen dort aufzusuchen, wo er ist; und nicht dort, wo man ihn schon haben möchte" (A. Köberle)
Wo der Geist uns anrührt, vermeiden wir dumme Sprüche. „Jeder ist seines Glückes Schmied“: Ein dummer, geistloser Spruch ist das. Eisen kann man schmieden, Glück nicht. Und warum soll jeder ‚sein’ Glück für sich haben? ‚Mein’ Glück kann auch dem andern gut tun.
3. Der Geist ermutigt uns, vom Glauben zu reden und Beter zu sein. Manchmal haben wir eine Scheu davor, uns ‚als Christen‘ zu outen. Andere könnten ja denken, wir seien weltfremde Frömmler. Aber vielleicht interessiert es andere, von uns zu hören, wie es uns hilft, einen Freund im Himmel zu haben, der als göttlicher Beistand Tag und Nacht bei uns ist. Es kann nicht schaden, andern zu zeigen, welche Lebensart wir haben; was uns leitet, wenn wir den Tag beginnen; wenn wir am Sterbebett sitzen; wenn eine Regierung gewählt wird. Wir wollen ja gar nicht aufdringlich sein, wollen ‚nur’ dem andern erzählen, was uns wichtig ist. Und dabei dem andern zuhören: hören, was ihm wichtig ist.
Vom Glauben reden heißt, von Gott zu reden; das schließt ein, mit Gott zu reden: Beter, Beterin sein. Und dass wir beten können: das gehört zu den schönsten Geistesgaben.
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Übrigens: der Mann, der seine Frau als Mutter, als Partnerin, als Beraterin erlebt, der erlebt etwas vom Wirken des Heiligen Geistes. Der Geist gibt der Frau die Kraft, eine gute Mutter, eine treue Lebensgefährtin und eine kluge Beraterin zu sein. Ja, mitten im Alltag wird die Kraft des Geistes spürbar, den wir heute feiern.
Walter Herrenbrück
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Pfingsten
Geburtstag der Kirche - Kommen des Heiligen Geistes "An Weihnachten bringt das Christkind Geschenke, an Ostern der Hase seine bunten Eier – an Pfingsten kommt der Heilige Geist und der bringt nichts." Die Kinderweisheit ist ernüchternd, der Heilige Geist nicht in Warenwerten abzuwiegen. Und dennoch: Pfingsten – ein Festtag, an dem wir Gott danken: für das Überströmen der Gnade, die Ausgießung des Heiligen Geistes, unseres Trösters und Lehrers, den "Geburtstag der Kirche". |
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