Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Vorliebe für das Geheimnis

Von Erwartungen und Enttäuschungen

"Die Protestanten neigen zur Rekatholisierung des Abendmahls und zur Sakramentalisierung der Kirche", meint Michael Weinrich.

Wie ist das Abendmahl zu verstehen und wie sollte es gefeiert werden? Der Nürnberger Pfarrer Claus Petersen plädierte dafür, sich am historischen Jesus zu orientieren, was er für möglich hält (siehe zz 1/04). Oberkirchenrat Klaus Grünwaldt widersprach und erinnerte an das, was für die lutherischen Bekenntnisschriften wichtig ist. Der reformierte Theologe Michael Weinrich, der an der Freien Universität Berlin lehrt, setzt sich von beiden Positionen ab. Seit etwa fünfundzwanzig Jahren lässt sich im Protestantismus eine stillschweigend ...


Michael Weinrich

mehr (als PDF)

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