Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Die Bibel in gerechter Sprache im Gottesdienst?!

''Zur Freiheit der Verkündigung gehört auch die Freiheit in der Wahl der Bibelübersetzung''

Auszug aus „Beraten und Beschlossen“: Entscheidungen der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) aus der Sitzung am 22. August 2008.

 

Freiheit der Verkündigung

Zur Freiheit der Verkündigung gehört auch die Freiheit in der Wahl der Bibelübersetzung, die im Gottesdienst eingesetzt wird. Das unterstreicht der Ständige Theologische Ausschuss der Evangelischen Kirche im Rheinland in einem Papier unter der Überschrift „Anhaltspunkte zur Verwendung von Bibelübersetzungen im Gottesdienst mit besonderem Blick auf die ,Bibel in gerechter Sprache’“. Dieses Papier hat die Kirchenleitung in ihrer jüngsten Sitzung zur Kenntnis genommen.

Auch wenn der Rat der EKD die Lutherübersetzung als maßgeblichen Text für Gottesdienst, Unterricht und Seelsorge“ empfehle, können ausdrücklich auch andere Übersetzungen neben der Luthers benutzt werden Hier liege es in der Verantwortung des Presbyteriums und der ordinierten Leiterinnen und Leiter der Gottesdienste, die Balance zwischen (ur-)texttreue und Verständlichkeit zu halten.“

Quelle: Homepage der Evangelischen Kirche im Rheinland

Das Papier des Ständigen Theologischen Ausschusses im Wortlaut als PDF


Barbara Schenck
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