Termine
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps
Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.
Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik
WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.
Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.
Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.
Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.
Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.
''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück
''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012
''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.
Symbol für Schutz und Wärme
Kirchengemeinde Horn stellt neues Antependium am Aschermittwoch vor
Horn. Ein neues, symbolträchtiges Antependium wird die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Horn im Gottesdienst am Aschermittwoch, 22. Februar, vorstellen. Antependien heißen die Schmucktischdecken für Abendmahltisch und Kanzel. Sie sollen mit ihren Farben und Symbolen die besondere Atmosphäre der jeweiligen Sonntage im Kirchenjahr verdeutlichen.
Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.
35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.
Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.
Die Sterne lügen nicht
Marktplatzgespräche in Detmold: Astrologie und Glaube
Detmold. Warum lesen Menschen Horoskope? Ist die Astrologie einfach handfester als christliches Gottvertrauen? Haben die Sterne wirklich Einfluss auf unser Leben oder ist das schlicht Aberglaube? Das Bildungsreferat der Lippischen Landeskirche und die ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold-Ost laden zu einem Abend im Rahmen der Reihe „Marktplatzgespräche“ am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr in das Gemeindehaus am Markt ein.
Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012
Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)
Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion
Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.
Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)
Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden
Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.
Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.
Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.
''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)
''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012
Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Was ist denn die Grundlage der Hoffnung, dass Gottes Barmherzigkeit noch kein Ende hat?
Von Marco Hofheinz, Bern
22 Die Güte des HERRN ist's, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,
23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.
24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.
25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.
26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen.
27 Es ist ein köstlich Ding für einen Mann, dass er das Joch in seiner Jugend trage.
28 Er sitze einsam und schweige, wenn Gott es ihm auferlegt,
29 und stecke seinen Mund in den Staub; vielleicht ist noch Hoffnung.
30 Er biete die Backe dar dem, der ihn schlägt, und lasse sich viel Schmach antun.
31 Denn der HERR verstößt nicht ewig;
32 sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte.
Klagelieder 3, 22-32; Predigttext: Klagelieder 3,22-26.31-32
Liebe Gemeinde,
Vor wenigen Tagen wurde am Gilbergfriedhof in unserem Dorf die Gedenkstätte für die Opfer des 2. Weltkriegs eingeweiht. Anlass genug für uns Menschen der jüngeren Generation, die den Krieg nicht miterleben mussten, die ältere Generation zu befragen: Wie war das damals? Wie habt ihr den Krieg und das Kriegsende erlebt? Was habt ihr gedacht und empfunden?
Viele der Überlebenden konnten sich damals in den Worten unseres Predigttextes wiederentdecken: „Die Güte des Herrn ist’s, dass wir nicht gar aus sind.“ Denn dieser Satz bringt das Empfinden der Überlebenden zur Sprache, den Dank und die Freude darüber, mit dem eigenen Leben davon gekommen zu sein: „Gott sei Dank! Wir sind verschont worden!“
Doch gilt dieser Satz auch angesichts der Opfer? Gilt er angesichts der mehr als fünfzig Millionen Toten des 2. Weltkriegs? Mit Blick auf das eigene Überleben mag er ja sehr berechtigt sein. Aber im Blick auf alle die, die den rassistischen Vernichtungskrieg nicht überlebten, will er uns nicht recht über die Lippen gehen.
Mich hat in diesen Tagen die Kriegsschilderung Jürgen Moltmanns, der als einer der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts gilt, sehr bewegt. Übrigens war Moltmann nicht unweit von hier, nämlich in Erndtebrück, vor mehr als 50 Jahren Vikar. Moltmann schreibt: „Ich stamme aus einer säkularen Hamburger Lehrerfamilie. Religion und Theologie lagen mir ganz fern, ich wollte Physik und Mathematik studieren: Max Planck und Albert Einstein waren die Helden meiner Jugend. In der letzten Juliwoche 1943 wurde Hamburg durch die ‚Operation Gomorrah’ der englischen Royal Air Force im Feuersturm vernichtet. 30.000 Menschen verbrannten. Mit meiner Schulklasse war ich als Luftwaffenhelfer in einer Flakbatterie der Innenstadt. Sie wurde zerstört, die Bombe, die den Schulfreund neben mir zerriß, verschonte mich. In der Nacht habe ich zum ersten Mal nach Gott geschrieen: Mein Gott, wo bist du? [...] Während einer dreijährigen Kriegsgefangenschaft suchte ich Antwort“[1].
Auf die Frage nach Gott angesichts des entsetzlichen Leides suchten damals viele Menschen eine Antwort. Längst nicht alle vermochten als Ergebnis ihrer Kriegserfahrungen den Satz unseres Predigttextes mitzusprechen: „Die Güte des Herrn ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende.“ Viele fragten angesichts des riesigen Heeres von Opfern danach, ob dieser Satz denn wahr sei, ob er denn ein begründeter Satz sei, ein Satz, der Anhalt in der Erfahrung, in der Wahrnehmung oder wo auch immer habe. Was ist denn die Grundlage der Hoffnung, dass Gottes Barmherzigkeit noch kein Ende hat? – So fragen auch wir uns heute Morgen.
Mit dieser unserer Frage nach der Güte Gottes schauen wir nun in den Predigttext hinein. Er nimmt die Katastrophensituation des Jahres 587 v. Chr. in den Blick. Damals wurde Jerusalem von den Babyloniern erobert und dem Erdboden gleich gemacht, seine Frauen geschändet, seine Stadtmauern geschliffen, der König geblendet und mit der Oberschicht ins babylonische Exil deportiert. Zurück blieben nur noch die unteren Schichten der Landbevölkerung, die Armen. Am schlimmsten war für sie die Zerstörung des Tempels, des Ortes der Gegenwart Gottes. Denn wenn der Ort der Gegenwart Gottes zerstört war, dann war somit die Gegenwart Gottes zerstört, dann war Gott nicht mehr da und sein Volk gottverlassen. Die Zerstörung des Tempels bedeutete also Gottesverlassenheit. In seinen Trümmern kamen die Verlassenen zu Klagefeiern zusammen. Das biblische Buch der Klagelieder enthält in seinen 5 Kapiteln diese Gesänge, lang anhaltende, untröstlich erscheinende Klagen, die allesamt um das Thema „Zerstörung“ kreisen.
Dazwischen erhebt sich im dritten Kapitel die Stimme eines Einzelnen, die Stimme dessen, dem wir unseren Predigttext verdanken. Seine Identität wird nicht enthüllt. Er selbst stellt sich mit den Worten vor: „Ich bin der Mann, der Elend sah“ (V.1). Dieser Mann klagt schwer und erinnert uns dabei an Hiob: „Gott hat mich in Finsternis versetzt wie die, die längst tot sind. Er hat mich ummauert, dass ich nicht heraus kann, und mich in harte Fesseln gelegt. Und wenn ich schreie und rufe, so stopft er sich die Ohren zu vor meinem Gebet. [...] Er hat mir seine Pfeile in die Nieren geschossen“ (V.6-8.13).
Doch ganz plötzlich reißt der Himmel düsterer und verzweifelter Gedanken auf. Trostvolle, ermutigende Worte leuchten auf wie die helle Sonne nach einem schweren Unwetter: „Die Güte des Herrn ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende!“
Wie kann dieser Einzelne, der Verfasser unseres Predigttextes so hoffnungsvoll reden? Er hat doch Schlimmes erlebt! Wie kommt er zu seinem persönlichen Vertrauensbekenntnis? Woraus schöpft er die Gewissheit: „Der Herr wird nicht auf ewig verstoßen“ (V.31)?
Auf den Tempel als heiligen Ort der Gegenwart Gottes kann er sich nicht mehr berufen. Ebenso wenig auf das Land als die durch Gottes Gegenwart verbürgte Geborgenheit der Heimat. Denn dies alles ist zerstört.
Oder ist ihm vielleicht allein schon die Tatsache, dass wenigstens er die Katastrophe überlebt hat, Grund genug für die Annahme, dass Gott nicht für immer und nicht gerne betrübt? Doch wohl nicht, denn ihm als einzelnem Geretteten steht das Heer derer gegenüber, die die Katastrophe nicht überlebt haben.
Oder ist vielleicht die Tatsache, dass er trotz der persönlichen Not die Hoffnung nicht verloren hat, eine Widerlegung der Behauptung, Gottes Güte sei erschöpft? Nein, auch hier werden wir sagen müssen, dass die geschichtlichen Tatsachen des Jahres 587 v. Chr. eine andere Sprache sprechen als das persönliche Empfinden dieses Einzelnen! Was also bildet den Grund der Hoffnung auf erneute Zuwendung Gottes?
Die Antwort ist einem winzigen Detail zu entnehmen, das nicht übersehen werden will. „Der Herr ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen“ (V.24), so heißt es in unserem Predigttext; und das „darum“ zeigt an, dass es sich hier um die gesuchte Begründung der Hoffnung handelt. Inwiefern begründet aber die Aussage: „Der Herr ist mein Teil“, solche Hoffnung?
Nun, hier wird das Beispiel der Leviten aufgegriffen. Anders als alle anderen Stämme Israels bekamen sie als Gruppe der Priester damals, als Israel das gelobte Land endlich erreicht hatte, keinen Boden, kein Land zugeteilt. Ihr Anteil war Gott. Ihm verdankten sie ihren ganzen Lebensunterhalt. Das Bekenntnis „Gott ist mein Teil“ besagt demnach: „Gott ist für mich wie das Land, von und auf dem ich lebe. Er ist tragender Grund meiner Existenz.“
Und indem der Verfasser unseres Predigttextes nun diesen alten Satz, das alte Bekenntnis der Leviten „Gott ist mein Teil“ aufgreift, will er seinen verzweifelten, sich ganz verlassen fühlenden Volksgenossen sagen: „Gottes Treue hängt nicht von der Gabe des Landes und auch nicht vom Tempel als Heilszeichen ab. So wie Gott den Leviten auch ohne Landbesitz Existenzgrundlage war, so will er auch uns Existenzgrundlage sein und für uns sorgen“. Darum ist Grund zur Hoffnung, wo nichts mehr zu hoffen ist.
Der Verlust von Land und Tempel bedeutet keinen heilsgeschichtlichen Abbruch. Auch wenn die Gabe des Landes verloren gegangen und der Tempel zerstört ist, so bleibt Gott doch treu. Der Bund, den er mit den Vätern schloss, ist und bleibt in Kraft: „Der Bund, der Abrams Hoffnung war, steht jetzt noch da unwandelbar“ (EG-Psalter 105,4).
Für uns als Christenmenschen ist der Bund Gottes mit seinem Volk Israel in Jesus Christus erfüllt worden. Für uns weist der Predigttext mit seinem Bekenntnis zur Treue Gottes somit über das Alte Testament hinaus, hinüber ins Neue Testament, zu Jesus Christus. In ihm verstößt Gott nicht ewig und in ihm hat Gott sich wieder erbarmt nach seiner großen Güte.
Diesen Jesus hat auch der junge Soldat Moltmann, dessen Kriegsschilderung ich eingangs vorlas, als die „Treue Gottes“ in Gefangenschaft erfahren. Im Blick auf seine Frage: „Mein Gott, wo bist du?“, die ihn schließlich dazu veranlasste, Theologie zu studieren, schreibt er: „Ich brauchte ‚Trost im Leben und im Sterben’ [...] und fand ihn durch das zufällige Lesen der Bibel und die unverdiente Freundlichkeit schottischer und englischer Christen in dem Christus, der in seiner Passion mein Bruder in der Not wurde und durch seine Auferstehung von den Toten auch mich zu einer lebendigen Hoffnung erweckte. Meine Todeserfahrung am Ende des Krieges, meine Depressionen über die Schuld meines Volkes und die inneren Gefahren der völligen Resignation hinter Stacheldraht waren der erste locus theologicus [d.h. der erste theologische Ort, die erste theologische Fragestellung] für mich und sind es im tiefsten Grunde meiner Seele auch geblieben.“[2]
Liebe Gemeinde, einige werden jetzt vielleicht sagen: „Schön, dass Moltmann in seiner Gottesverlassenheitserfahrung im Lichte von Ostern Trost fand. Gut für ihn. Aber was hat das mit mir und meinem eigenen Leid und mit meiner eigenen Erfahrung von Gottesverlassenheit zu tun?“
Im Blick auf diese Frage ist es entscheidend zu sehen: Das Geschehen am Kreuz und am Ostermorgen ist kein Geschehen, das nur den großen Theologen J. Moltmann angeht, sondern uns alle, mich und dich. Auch du, der du jetzt so fragst, darfst wissen: „Gott zeigt dir mit Kreuz und Auferstehung, dass er sich von dir dabei behaften lassen will: Selbst am Kreuz, selbst im äußersten Fall, der dir widerfahren mag, verlasse ich dich nicht, so gewiss ich auch meinen Christus am Kreuz nicht verlassen, sondern ihn auferweckt habe.“
Am Ostermorgen hat Gott meine und deine Gottesverlassenheit widerlegt. Denn indem Gott selbst leidet, mit Christus mitleidet und ihn schließlich auferweckt, ist dieser am Kreuz Leidende und Schreiende eben nicht von Gott verlassen, sondern ist Gott mit ihm. Hier zeigt sich die Größe des göttlichen Erbarmens darin, dass Gott zu dem Erbärmlichsten fähig ist, zu diesem Tod und zu diesem Leid am Kreuz. Und hier zeigt sich die Größe des göttlichen Erbarmens darin, dass Gott zu dem Größten fähig ist, nämlich einen Toten aufzuerwecken.
Gott setzt sich dem Schmerz und dem Leid, dem Tod und der Verwesung aus, um mir und dir zu zeigen: „Meine Liebe und Bundestreue zu euch Menschen ist so groß, dass keine Sünde, kein Leid, kein Schmerz und kein Tod, schon gar nicht der Verlust von Land und Tempel mich von euch Menschen trennen kann. Meine Barmherzigkeit hat selbst an der Grenze des Todes und der Verlassenheit noch kein Ende.“
Als Christenmenschen hoffen wir deshalb, dass Gottes Barmherzigkeit auch an unserem Ende noch kein Ende hat. Jesu Kreuz und seine Auferstehung sind der Grund unserer Hoffnung. Sie stiften Trost im Leben und im Sterben. Amen
[1] J. Moltmann, Wie ich mich geändert habe, KT 151, Gütersloh 1997, 22. Vgl. ders., Wer ist Christus für uns heute?, KT 129, Gütersloh 1994, 30.
[2] J. Moltmann, Erfahrungen theologischen Denkens. Wege und Formen christlicher Theologie, Gütersloh 1999, 20.
Dr. Marco Hofheinz, wiss. Assistent an der Universität Bern


