Termine

Reformationsdekade 2012: Reformation und Musik
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps


Heimat für Fremde?
25. April bis 8. Juni 2012: Wanderausstellung über Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart in Bielefeld
BIELEFELD - Mit der Ausstellung „OWL – Heimat für Fremde? Migration und Integration in Ostwestfalen-Lippe vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart“ haben sich Archive in Ostwestfalen-Lippe zu einem gemeinsamen Projekt zusammengefunden.


Sure, Kreuz und jüdisches Glaubenbekenntnis harmonisch im Altarraum
Ausstellung ''Gottespoesie'' in Evangelischer Kirche
Shahid Alam will nicht missionieren, er sieht sich selbst als Künstler. Seit 57 Jahren ist er fasziniert von der arabischen Kalligraphie. Pfarrerin Ilka Friedrich lernte die Arbeiten des Aachener Künstlers kennen und holte sie nach Taunusstein-Bleidenstadt in die Kirche St.Peter auf dem Berg. „Mit der Ausstellung wollen wir einen Anstoß zur interreligiösen Verständigung und interkulturellen Begegnung geben. Dabei kann uns die Kunst der Schrift eine Brücke bauen, um in aller Unterschiedlichkeit auch gemeinsames Erbe der abrahamitischen Religionen zu bedenken“, so Ilka Friedrich.


EKiR-Kalender 2012: Kirche im Grünen
Himmelfahrt bis Erntedank
An Himmelfahrt "Am Heiligen Brunnen" Gottesdienst feiern, in einem Garten, einem Pfarrhof , unter eine Blutbuche - das und mehr bieten die besonderen Gottesdienste "Kirche im Grünen" 2012.


Nacht der offenen Kirchen
Kunst, Literatur und Musik in lippischen Kirchen
Kreis Lippe. In der Nacht von Pfingstsonntag (27. Mai) auf Pfingstmontag bieten rund 230 Kirchen in Westfalen und Lippe ein vielfältiges Programm: es ist die 5. Nacht der offenen Kirchen. In Lippe sind Kirchen in Bad Meinberg, Bad Salzuflen, Detmold, Dörentrup-Bega und Lemgo geöffnet.


'''Talking about us‘ – Gedankenaustausch zur Zusammenarbeit zwischen NGOs und kirchlichen Akteuren bei der Arbeit für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus''
23./24. Mai 2012: Vollversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) in Berlin
Unter den Fragestellungen: „Wie wir uns gegen seitig wahrnehmen, warum wir voneinander profitieren können und was wir im Miteinander verbessern sollten“ wollen die Tagungsteilnehmer sich im Spannungsfeld von Amtskirche, Gemeindepraxis und Zivilgesellschaft darüber austauschen, was sie in der Arbeit für demokratische Kultur gegen Rechtsextremismus voneinander erwarten bzw. erhoffen.


Farbklänge - Klangfarben
23. Mai 2012: Frühjahrstreffen der Frauenkreise
Kreis Lippe. Unter dem Titel „Farbklänge-Klangfarben“ steht die Musik im Mittelpunkt des Frühjahrstreffens der Frauenkreise. Die Evangelische Frauenarbeit lädt am Mittwoch, 23. Mai, von 18 bis 21 Uhr in das Kirchliche Zentrum der Stiftung Eben-Ezer, Alter Rintelner Weg, Lemgo, ein.


Frühjahrssynode der Evangelisch-reformierten Kirche
23. bis 25. Mai 2012 in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden


''Elternstart NRW'' in Detmold
Elternkurs beginnt am 24. Mai 2012
Ev. Familienbildung lädt Eltern zum Kurs „Elternstart NRW“ ein

Kreis Lippe. Die Ev. Familienbildung der Lippischen Landeskirche bietet ab Mai für Eltern mit einem Kind im ersten Lebensjahr den Kurs „Elternstart NRW“ an. An fünf Terminen besteht die Gelegenheit für Informationen, Tipps und Gespräche.


Nacht der offenen Kirchen von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 2012: 300 Kirchen in NRW geöffnet
"Herzlich willkommen zur fünften Nacht der offenen Kirchen!" - So oder ähnlich werden viele Besucher in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag an den westfälischen Kirchentüren begrüßt werden. Denn viele der beteiligten Gemeinden sind seit 2004, der ersten Nacht der offenen Kirchen, wieder mit dabei. Und - in ökumenischer Verbundenheit - immer mehr katholische Kirchengemeinden.


Nachts in die Kirche
Pfingsten: Nacht der offenen Kirchen in 10 Kirchen des Evangelischen Kirchenkreises Siegen
Zum 5. Mal laden evangelische Gemeinden in Westfalen und Lippe vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag (27. Mai/28.Mai) zu einer Nacht der offenen Kirchen ein.


Ökumenischer Pfingstottesdienst mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Detmold
Pfingstsonntag, 27. Mai, 11.30 Uhr, Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold
Detmold. Zu einem ökumenischen Gottesdienst „Gottes Geist in unserer Mitte“ laden die Lippische Landeskirche, das Römisch-Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche, der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten) und die Evangelisch-Methodistische Kirche ein.


Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund


Den Krieg abschaffen. Annäherung an ein unerhörtes Thema
1. bis 3. Juni 2012: Tagung in Bremen
Träger: Bremische Evangelische Kirche; Evangelisches Bildungswerk
Bremen; Reformierter Bund; Internationaler Versöhnungsbund, Deutscher Zweig; Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung; Church and Peace; Stiftung Die Schwelle


Über uns – Ein Himmel für den Hessentag
1. bis 10. Juni 2012 in Wetzlar
Die Hessen können sich auf ein vielfältiges Programm der Kirchen auf dem Hessentag in Wetzlar freuen: Vom 1. bis 10. Juni laden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg in ökumenischer Verbundenheit zu Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten, Musicals, Lesungen und Mitmach-Aktionen ein. Der gemeinsame Auftritt ist eine Premiere in der Geschichte des Landesfestes und steht unter dem Leitwort „Über uns – Ein Himmel für den Hessentag“. Er knüpft an die über Jahrhunderte gewachsene, geschwisterliche und praktizierte Ökumene im Dom von Wetzlar an: Seit der Reformation wird dieses Gotteshaus von beiden Konfessionen gleichermaßen genutzt und belebt. Der Dom und die zur „Himmelskirche“ umgestaltete Hospitalkirche und eine Himmeltreppe auf der Hessentagsstraße werden Zentren des kirchlichen Auftritts sein.


Sommerorgelkonzerte 2012 in der Evangelisch-reformierten Kirche zu Leipzig
4. Mai, 1. Juni, 30. Juni, 9. September 2012
in der evang.-ref. Kirche Leipzig, Tröndlinring 7, 04105 Leipzig


''Was für Kinder'' mit Samuel Koch und Annette Kurschus
3. Juni 2012: Kindergottesdiensttag in Unna - Anmeldeschluss 1. Mai
UNNA/WESTFALEN - Zum westfälischen Kindergottesdiensttag unter dem Motto „Was für Kinder“ am 3. Juni in Unna werden tausend Personen erwartet. Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), Annette Kurschus, kommt an diesem Tag mit einem prominenten Kindergottesdienst-Mitarbeiter ins Gespräch: Samuel Koch, der bei „Wetten, dass… “ verunglückte und seitdem querschnittsgelähmt ist. Bis zum 1. Mai sind noch Anmeldungen möglich.


Was darf unser Essen kosten?
3. Juni 2012: Evangelischer Bauerntag in Silixen

Kreis Lippe/Extertal-Silixen. „Was darf unser Essen kosten?“ – unter diesem Motto steht der Evangelische Bauerntag der Lippischen Landeskirche am Sonntag, 3. Juni, von 14 bis 17 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Silixen.


''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012


Quo vadis Bundeswehr? Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft
15. bis 16. Juni 2012: 32. Friedenskonsultation der landeskirchlichen Friedensausschüsse und christlichen Friedensdienste in Königswinter am Rhein
Zur Friedenskonsultation 2012 lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein und die Evangelischen Akademie im Rheinland richtet sie aus.


Reformierte Konferenz in Wilsum: ''Dein Reich komme''
16. Juni 2012, 10 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Michael Weinrich
Thema der Reformierten Konferenz ist die zweite Bitte des Unser-Vater-Gebets: "Dein Reich komme".


RunderTisch zu den Themen Heimat - alt werden - Jugend
Dienstag, 28. Februar 2012; Dienstag, 19. Juni 2012
Lebens- und Alltagserfahrung stehen im Mittelpunkt der diesjährigen »Jüdisch-christlich-muslimischen Perspektiven« in Wuppertal.


BRÜCKENSCHLÄGE - Daniel Ernst Jablonski im Europa der Frühaufklärung
21. Jubi bis 15. Juli 2012: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Eröffnung am 21. Juni 2012, um 19.30 Uhr


Hoerstgener Opening 2012
23. Juni 2012, 17 Uhr


Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.


Predigen im Angesicht des Judentums
5. bis 7. Juli 2012: Tagung in der Evangelischen Akademie Villigst
Zur Zukunft der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext


Landesposaunenfest mit German Brass
German Brass kommt am 7. Juli 2012 in die Evang.-ref. Kirche, Gildehaus, Grafschaft Bentheim
Zum Landesposaunenfest der Evangelisch-reformierten Kirche kommt das hochkarätige Bläserensemble German Brass. Vom 6. bis zum 8. Juli feiert die Kirche mit dem Bläserfest den 125.Geburtstag des Gildehauser Posaunenchores und damit das Bestehen ihres ältesten Bläserensembles. German Brass wird am Samstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr erwartet.


EUROPÄISCHE BIBELDIALOGE. Begegnungstagungen
Neuer Name für die Berliner Bibelwochen ab Sommer 2012
UEK. Europäische Bibeldialoge – ein neuer Name macht das veränderte Profil der Berliner Bibelwochen deutlich. Längst kommt mehr als ein Viertel der Teilnehmenden aus anderen Ländern. Die Bibeldialoge sind eine Art europäische Denkwerkstatt für Gemeinden, in denen Bibeltexte und Fragen unserer Zeit diskutiert werden.


Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.




Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.


Mission impossible - Kirche, Mission, Pluralität der Religionen nach Karl Barth
16. bis 19. Juli 2012: 42. Internationale Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
"Sind die Christen zufrieden mit sich selbst? Genügt es ihnen, ihre christliche Frömmigkeit in der besonderen Art, in der sie nun eben hier oder dort, zu dieser und dieser Zeit ihre eigene ist, zu haben und zu pflegen ...?" - Karl Barth, KD III/4,578


Reformierte Sommeruniversität: Der Heidelberger Katechismus - Herausforderung für Glaube, Kirche und Theologie
19. bis 24. August 2012 in Apeldoorn - Anmeldung bis zum 15. Juli 2012
Die Theologische Universität Apeldoorn, das Seminar für Reformierte Theologie der Universität Münster und die Johannes a Lasco Bibliothek Emden laden ein zum Studium des "Heidelbergers" von A bis Z: Aufbau, Anthropologie, Hermeneutik, Soteriologie ... bis zur Zukunftsfrage: Wie predige ich den Katechismus?


Tag der Schöpfung - Schöpfungstag 2012 - ''Jetzt wächst Neues'' (Jesaja 43,19)
1. September bis 4. Oktober 2012: ''Schöpfungszeit''
Zur ökumenischen Feier eines Tags der Schöpfung hat die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) eine Gottesdiensthilfe erstellt. Die Materialien stehen ab Mitte Mai auf der Internetseite der ACK zum Download bereit.


Conference 'Music and Theology in the European Reformations'
19. bis 21. September 2012: Konferenz in Belgien
The conference 'Music and Theology in the EUropean Reformations' will take place 19-21 September 2012 at the KULeuven. Leading professional theologians, historians, biblical scholars and musicologists from throughout Europe and North America will come together, to address the relationship between music and theology during the sixteenth century, with a particular emphasis on the question of reformation in all its forms (Lutheran, Calvinist, Catholic, and Radical).


GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.


Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf


''Mutig für Menschenwürde'' - Ökumenische Friedensdekade 2012
11. bis 21. November 2012
Infos und Materialien auf:
friedensdekade.de


Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.


Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant


''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentags­präsidium in Erfurt beschlossen.


450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn


Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.




Schuld und Sühne, Sünde und Gnade

Römer 3, 21-26

Das Richtige tun, ohne zu genau zu wissen, was das Richtige ist - geht das? Doch. Das Vertrauen auf die Gerechtigkeit Gottes macht uns zu anderen Menschen. Eine Predigt von Georg Rieger.

21 Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes erschienen - bezeugt durch das Gesetz und die Propheten -, 22 die Gerechtigkeit Gottes, die durch den Glauben an Jesus Christus für alle da ist, die glauben. Denn da ist kein Unterschied: 23 Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verspielt. 24 Gerecht gemacht werden sie ohne Verdienst aus seiner Gnade durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. 25 Ihn hat Gott dazu bestellt, Sühne zu schaffen - die durch den Glauben wirksam wird - durch die Hingabe seines Lebens. Darin erweist er seine Gerechtigkeit, dass er auf diese Weise die früheren Verfehlungen vergibt, 26 die Gott ertragen hat in seiner Langmut, ja, er zeigt seine Gerechtigkeit jetzt, in dieser Zeit: Er ist gerecht und macht gerecht den, der aus dem Glauben an Jesus lebt.

Liebe Gemeinde,

dieser Abschnitt aus dem Römerbrief wird von vielen Theologinnen und Theologen als die Mitte des Evangeliums angesehen oder auch als Urtext der Reformation und der Rechtfertigungslehre. Das flößt einem Respekt ein – zu Recht. Aber es geht doch anderseits oder gerade deshalb um eine Angelegenheit, die uns alle und immer betrifft: Es geht um Schuld und Sühne, um Sünde und Gnade.

Das sind nun nicht alltägliche Begriffe. Am ehesten noch die „Schuld“, wobei auch die heute oft mit „Verantwortung“ umschrieben wird. Das Thema aber, so meine ich, ist nicht nur ein alltägliches, sondern geradezu ein unser Leben dominierendes.

Denn eigentlich geht es andauernd darum, wer für was die Schuld trägt. Natürlich in erster Linie, wenn Verbrechen begangen werden, dann müssen die Schuldigen gefasst und verurteilt werden.

Aber auch wenn ein Unglück passiert, wird als erstes der Schuldige gesucht: der den Berglauf nicht abgesagt oder die Zugachsen nicht oft genug kontrolliert hat. Wie es den Opfern geht, interessiert viel weniger, als dass die Verantwortlichen an den Pranger gestellt werden können.

Wenn in der Politik Fehler passieren, ist die heißeste Frage, ob es der Minister schafft, die Schuld einem Untergebenen in die Schuhe zu schieben oder ob er selbst gehen muss. Was wirklich los war, interessiert viel weniger als dass Köpfe rollen.

Auch in unseren persönlichen Beziehungen geraten wir manchmal in solches Fahrwasser. Bis hinein in Familien gibt es das, dass man sich gegenseitig alles aufrechnet, die Worte des anderen auf die Goldwaage legt und dann in gleichem Maß dagegenhält. Und so schaukeln sich dann Konflikte hoch, zerstören Beziehungen und machen Menschen zu einsamen Kämpfern.

Es scheint wie ein Muster zu sein, das uns mit auf die Welt gegeben ist. Wir wünschen uns in unserem ganzen Leben am meisten ausgleichende Gerechtigkeit. Jeder soll das bekommen, was er verdient. Wenn das so ist, gefällt es uns, wenn nicht, beschweren wir uns.

Wer weiß schon, um was für Schmiergeldzahlungen es im Siemens-Skandal geht, wer die Gelder erhalten hat und was damit geschehen ist? Aber dass Herr von Pierer und Herr Kleinfeld verantwortlich sind und zur Kasse gebeten werden, dass wissen wir alle und es verschafft uns Genugtuung.

Manchmal schon fast krampfhaft und ohne genau hinzusehen, was eigentlich geschehen ist, fordern wir Strafe.

Als traurige Paradebeispiele dafür, wohin solcher Bestrafungseifer führen kann, werden gerne Todesurteile in den Vereinigten Staaten angeführt. In einigen Fällen konnten diese nicht mehr rechtzeitig rückgängig gemacht werden, als die Unschuld der Verurteilten bewiesen war.

Aber selbst da, wo es nicht um so dramatische Fehlurteile geht, stellt sich doch die Frage: Warum ist es uns Menschen so wichtig, dass Schuld gesühnt wird? Was haben wir davon, wenn Andere zur Rechenschaft gezogen werden?

Ich glaube, es ist am deutlichsten mit einer  Art Gleichgewicht zu beschreiben, das wir hergestellt haben wollen. Wenn ein Verbrechen begangen wird oder ein Unglück geschieht, dann entsteht ein Schaden, der ausgeglichen werden muss. Das sehen die Betroffen so und das sehen wir auch als Zuschauer so und fordern also Gerechtigkeit.

Wenn es um materiellen Schaden geht, ist es ja dann auch relativ einfach, gleichwertigen Ausgleich zu fordern. Schwieriger wird es, wenn es um Menschen geht, die körperlich oder seelisch Schaden erlitten haben. Was ist ein angemessener Ausgleich für erlittenes Unrecht? Kann man Leiden überhaupt wieder gut machen?

Die Erfahrung zeigt ja, dass es bei einem Ausgleich meistens nicht bleibt, sondern dass sich Konflikte hochschaukeln und immer heftigere Reaktionen auslösen.

Insofern ist das Prinzip „Auge um Auge, Zahn um Zahm“ schon ein sehr wertvolles Korrektiv, das alle Beteiligten dazu ermahnt, wirklich einen Ausgleich herzustellen und die Angelegenheit nicht eskalieren zu lassen.

Dieses Prinzip des gerechten Ausgleichs ist auch das einzige, was vernünftig ist. Ein Schaden, der entstanden ist, muss wieder ausgeglichen werden.

Wenn wir mal ehrlich sind, ziehen wir Menschen uns immer wieder gerne auf dieses Prinzip zurück: den gerechten Ersatz des Schadens und die Sühne der Schuld als ausgleichende Gerechtigkeit.

Das ist das, liebe Gemeinde, was Paulus als „das Gesetz“ bezeichnet. Die zehn Gebote sind ja nur der Vorspann zu einem umfangreichen Regelwerk, das den alltäglichen Umgang regelt und auch Strafen vorsieht – eben angemessene Strafen.

Die einzelnen Bestimmungen dieses Gesetzes sind sicher auch schon zur Zeit des Paulus neu interpretiert und an die Zeit angepasst worden. Aber das dahinter stehende Prinzip war nach wie vor gültig: Auch nach Gottes Wille sollen Sünden geahndet und für Schuld gebüßt werden.

Holzschnittartig wird nun oft theologisch so argumentiert, dass mit Jesus die Liebe in die Welt gekommen ist und von nun an nicht mehr Rache, sondern Vergebung zum obersten Prinzip erkoren wurde. Natürlich nur von den Christen, die Juden seien ja in ihrem alten System stecken geblieben.

So einfach ist es aber eben nicht! Und so einfach macht es sich auch Paulus nicht. Er geht sehr behutsam vor, spinnt die Fäden vom Anfang der Geschichte Israels bis zu seiner Zeit und – wenn man so will – bis zu uns. Er bringt etwas Neues ins Spiel und zeigt doch gleichzeitig, dass es alles andere als neu ist:

Paulus nennt die „Gerechtigkeit Gottes“, was natürlich auch kein neuer Begriff ist. Aber er sagt: Die Gerechtigkeit Gottes ist „unabhängig vom Gesetz“ erschienen. Sie ist also offensichtlich nicht gleichzusetzen mit dem Gesetz, sondern ist etwas Eigenes.

Die Gerechtigkeit ist also nicht das Gesetz. Das bedeutet im Umkehrschluss: Sich an das Gesetz zu halten, macht einen nicht gerecht. Auch das, liebe Gemeinde ist nichts Neues: In den Klagen der Psalmen, bei Hiob ganz deutlich und auch bei den Propheten wird das immer wieder thematisiert, dass Gottes Gerechtigkeit sich offensichtlich nicht in Gesetzestexte fassen lässt.

Also ist auch ausgleichende Gerechtigkeit nicht automatisch Gottes Gerechtigkeit. Und Sühne, die wir Menschen uns gegenseitig verordnen, macht Unrecht nicht ungeschehen. Gottes Gerechtigkeit ist etwas ganz Anderes – etwas Größeres.

Aber keineswegs etwas Neues. Schon im Gesetz selber – so Paulus – ist sie bezeugt und durch die Propheten auch. Das heißt, die Gerechtigkeit Gottes ist schon immer da und konnte auch wahrgenommen werden.

Nun aber – nachdem Jesus Christus gekreuzigt wurde und auferstanden ist – soll eines klar sein: Gott hat mit dem Gedanken aufgeräumt, dass Unrecht gesühnt werden muss, um seinen – Gottes – Zorn zu besänftigen. Und umgekehrt kann man sich sein Wohlwollen nicht durch gute Werke erkaufen.

Gottes Gerechtigkeit ist und bleibt etwas, das wir nicht durchschauen oder berechnen, sondern an das wir nur glauben können. Ob es sie für uns gibt oder nicht, ist eine Frage unseres Vertrauens. Wir sollen Gott zutrauen, dass er für Gerechtigkeit sorgt und können unsere Rachegefühle ruhig stecken lassen.

Liebe Gemeinde, das unterscheidet  das Christentum von mancher anderen Religion, dass es an diesem Punkt – an der Frage, was gut und was böse ist – auf den Glauben setzt und auf klare Maßstäbe verzichtet.

Nicht dass das im Christentum immer so durchgehalten würde. Es gibt ja immer und überall Vertreter unserer Religion, die vorgeben, genau zu wissen, was Gott will und was nicht.

Genau daran, meine ich aber, entscheidet sich, ob wir es mit Gott ernst meinen: Ob wir seiner Gerechtigkeit trauen ohne sie zu kennen und ob wir mit dieser Freiheit umgehen können, ohne feste Regeln ein verantwortliches Leben zu führen.

Ohne feste Regeln, damit meine ich, dass wir uns nicht auf die Buchstaben irgendeines Gesetzes berufen können und damit glauben, wir seien auf der sicheren Seite.

Ohne feste Regeln heißt nicht, dass wir tun und lassen können, was wir wollen. Paulus lässt das Gesetz, obwohl er es der Gerechtigkeit Gottes gegenüber zurück stellt, voll in Geltung. Ja, er sagt, dass es die Gerechtigkeit Gottes bezeugt. Damit meint er, dass Gottes Wille in diesen Bestimmungen durchaus Ausdruck findet – so wie in vielen anderen Dingen, die Gott für sein Volk Israel getan hat, ja auch.

Wir sollen jedoch mit uns und mit anderen nicht ganz so streng sein. Niemand kann das Gesetz bis ins letzte Detail halten – auch nicht, wenn man nur die zehn Gebote voraussetzt. Am wenigsten das erste Gebot, dass wir Gott ehren sollen. Immer wieder ehren wir eben nicht ihn, sondern uns selbst, nehmen uns wichtiger als den Rest der Welt und urteilen an seiner Stelle über andere.

Wir könnten auch ein bisschen vorsichtiger damit sein, ausgleichende Gerechtigkeit einzufordern. Denn was wir fordern, ist nur ausgleichende Gerechtigkeit nach menschlichem Maß. Es dient unserer Genugtuung aber nicht der Gerechtigkeit Gottes.

Für uns ist aber schon gesorgt – auch für unser Gerechtigkeitsgefühl: Es wird immer wieder hitzig über das Sühnopfer Jesu Christi debattiert. Umstritten ist es in dem Sinn, dass Jesus stellvertretend sterben musste, um den Zorn Gottes zu besänftigen. Ich glaube es ein bisschen anders: Jesus Christus musste sterben, um den Zorn von uns Menschen, unser Bedürfnis nach Vergeltung und Ausgleich zu besänftigen.

Jesus ist ein Opfer von uns Menschen geworden und nicht ein Opfer Gottes. Ein unschuldiges Opfer. Aber ein Opfer, das uns die Augen dafür öffnen soll, dass wir nicht immer wieder Sühne fordern müssen und auch uns selber nicht aufopfern brauchen, weil Jesus sich geopfert hat – stellvertretend für alle weiteren „Sühnopfer“, ein für alle mal.

Wichtig ist auch noch, dass es sich hierbei nicht um eine Vertröstung auf den jüngsten Tag handelt. Paulus betont ausdrücklich, dass Gott seine Gerechtigkeit „jetzt, in dieser Zeit“ zeigt. Wenn wir ihr vertrauen, verändert das unser Leben jetzt und hier.

Liebe Gemeinde, das Vertrauen auf die Gerechtigkeit Gottes macht uns nicht frei von dem Wunsch nach Vergeltung. Und in unserer Gesellschaft ist es auch nötig, dass Gesetze das Zusammenleben regeln; Gesetze, die auch Strafen beinhalten, materiellen Ausgleich sicherstellen und ihre Bürger schützen. (Nach reformierter Theologie sind solche staatlichen Ordnungen sogar ausdrücklich Teil des göttlichen Plans mit uns Menschen.)

Das Vertrauen auf die Gerechtigkeit Gottes macht uns aber gelassener in aufgeregten Situationen, aufmerksamer für die Zusammenhänge einer Angelegenheit, gnädiger mit unseren Mitmenschen – auch wenn diese Schuld auf sich geladen haben.

Und wir dürfen auch gnädiger mit uns selber umgehen. Denn auch wir selbst müssen nicht nach irgendwelchen Gesetzmäßigkeiten funktionieren. Wir dürfen uns aus Zwängen befreien, die uns erstrebenswerte Statussymbole vorgaukeln. Wir können uns von Schuldgefühlen lösen, die uns das Leben schwer machen – weil für uns und die anderen gesorgt ist. Weil es eine Gerechtigkeit gibt, die anders, höher ist als unsere Vernunft.

Amen.


Georg Rieger
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