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Aus dem Bereich Wissen
Von Eberhard Busch
Miteinander statt Konkurrenzdenken, soziale statt individualistische Humanität, die Fremden als Geschwister zu erkennen, fordert Calvin.
Der reformierte Psalter
Von Lili Wieruszowski
Im Jahr 1940 erschien im „Kirchenblatt für die reformierte Schweiz“ eine Folge von Aufsätzen zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des reformierten Psalters. Verfasserin war Lili Wieruszowski, eine seit 1933 in Basel lebende deutsche Emigrantin jüdischer Abstammung, von Beruf lutherische Kirchenmusikerin. Die auch heute noch lesenswerte lebendige Darstellung hat der Schweizerische Kirchengesangsbund (SKGB) auf seiner Homepage veröffentlicht, ergänzt mit Anmerkungen aus der neuesten wissenschaftlichen Forschung zum Genfer Psalter.
>>> Vorbemerkung zum Text von Lili Wieruszowski:
Der reformierte Psalter
auf der Homepage des Schweizerischen Kirchengesangsbundes (SKGB)
(Die Seite wurde neu gestaltet, die Einleitung steht im PDF unter Gesangbuch)
Im Jahr 1940 erschien im „Kirchenblatt für die reformierte Schweiz“ eine Folge von Aufsätzen, in denen engagiert, kenntnisreich und allgemeinverständlich die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des reformierten Psalters in ihren wichtigsten Phasen dargestellt wird. Als Verfasserin dieses Überblicks zeichnete Lili Wieruszowski, eine seit 1933 in Basel lebende deutsche Emigrantin jüdischer Abstammung, von Beruf lutherische Kirchenmusikerin, die sich in den Jahren existenzieller Ungewissheit (ohne Aufenthaltsbewilligung und Berufserlaubnis) in die besondere Geschichte des Genfer Psalters vertieft und darin gleichsam eine neue Heimat gefunden hatte. Wieruszowskis lebendige Darstellung ist auch heute (nach bald 70 Jahren) noch lesenwert, auch wenn die Forschung in der Zwischenzeit wichtige Quellen neu zugänglich gemacht und daher manches Detail etwas anders zu sehen und zu bewerten gelehrt hat. Als ein kleines Denkmal für die große Leistung von Lili Wieruszowski (1899–1971) erscheint der Text ihrer damaligen Aufsatzreihe hier in unveränderter Gestalt – einzig ergänzt durch eine Reihe von Anmerkungen, in denen da und dort auch auf die beiden folgenden Sammelbände verwiesen wird, die den aktuellen Wissenstand zum Thema „Genfer Psalter“ repräsentieren:
Eckhard Grunewald, Henning P. Jürgens, Jan R. Luth (Hrsg.): Der Genfer Psalter und seine Rezeption in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. 16.–18. Jahrhundert. Niemeyer, Tübingen 2004. 498 Seiten (ISBN 3-484-36598-6) [kurz: Grunewald, Rezeption]
Peter Ernst Bernoulli, Frieder Furler (Hrsg.): Der Genfer Psalter – eine Entdeckungsreise. 2., rev. Aufl. TVZ, Zürich 2005. 339 Seiten (ISBN 3-290-17226-0) [kurz: Bernoulli/Furler, Entdeckungsreise]“
Weiter zu Lili Wieruszowski: Der reformierte Psalter. pdf >>>
Barbara Schenck

