Kirchengeschichtliche Forschung

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... le temple de Potsdam

Die Wiedererstehung der Französischen Kirche in Potsdam

Die Französische Kirche in Potsdam gehört zu den besonderen Baudenkmälern des Spätbarocks.
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Die Französisch-reformierte Gemeinde Potsdam hat ein schönes, aber auch anstrengendes Erbe angetreten. Die 30 Jahre wegen Baufälligkeit geschlossene barocke Kirche am Bassinplatz wurde seit 1990 in vielen Schritten und mit Hilfe von 600.000 Euro Spenden aufwändig renoviert.

Die Französische Kirche ist seit der Bombardierung Potsdams, 1945, die älteste Kirche der Stadt. Sie wurde von Friedrich II. finanziert und ist der einzige Kirchenbau an dem die beiden bedeutendsten preußischen Baumeister, G.W.von Knobelsdorff und K.F.Schinkel, wirkten. Der ovale Bau ist überaus originell - eine freundliche helle Kirche ohne Altar, Bilder und Kreuze, mit klaren Fenstern.
Das Temple, wie protestantische Kirchen in Frankreich genannt werden, wurde zwischen 1751-53 speziell für die Gemeinde konzipiert und gebaut. Ein Schmuckstück der Kirche ist die wohlklingende wertvolle Barockorgel. Das schon fast verfallene Gebäude, das es im Bewusstsein vieler Potsdamer schon gar nicht mehr gab, konnte dank wunderbarer Umstände ab 1990 renoviert werden. Heute ist die Französische Kirche wieder eine Attraktion.
Besonderer Baustil
Die Französische Kirche ist, wenn man so will, ein spätbarockes frühklassizistisches Werk, dessen Bedeutung über Potsdam weit hinaus reicht. Sie ist wesentlicher Bestandteil der Lenné'schen Bassinplatzkomposition und eine originär reformierte Kirche, d.h., eine Kirche in der Freiraum gestalten ist - ohne Bilder, Stuck und Prunk, und das im Barock. Dieser Raum soll nicht vordergründig beeindrucken, sondern zunächst kommunikativ sein, für eine sich egalitär verstehenden Gemeinde, die sich um die Bibel versammelt. Mit dieser Aufgabe wurden nacheinander die beiden fähigsten preußischen Baumeister betraut.
Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff entwarf den Bau mit flacher Kuppel über ovalem Grundriß. Die Eingangsfront bildet ein toskanischer Giebelportikus, den Plastiken der Brüder Friedrich Christian und Carl Philipp Glume zieren. Das Innere - durch hohe klare Seitenfenster belichtet - ließ Knobelsdorff amphitheaterhaft ausstatten. Dieses Interieur  wurde 1834 durch Karl Friedrich Schinkel auf dessen Art, mit Respekt für v.Knobelsdorff, neu gestaltet. Die steinimmitierende Wirkung der hölzernen Schinkel'schen Ausstattung schenkt dem Raum bis heute zurückhaltende Festlichkeit.
Die herausragende Akustik kommt der wertvollen historischen Orgel von Johann Wilhelm Grüneberg aus dem Jahr 1783 zugute.


red.
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