Termine

Reformationsdekade 2012: Reformation und Musik
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps


Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.

Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik


WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.

Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.

Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.

Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.

Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.

''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück


''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012

''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein ­lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.

Symbol für Schutz und Wärme
Kirchengemeinde Horn stellt neues Antependium am Aschermittwoch vor
Horn. Ein neues, symbolträchtiges Antependium wird die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Horn im Gottesdienst am Aschermittwoch, 22. Februar, vorstellen. Antependien heißen die Schmucktischdecken für Abendmahltisch und Kanzel. Sie sollen mit ihren Farben und Symbolen die besondere Atmosphäre der jeweiligen Sonntage im Kirchenjahr verdeutlichen.

Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.

35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.

Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.

Die Sterne lügen nicht
Marktplatzgespräche in Detmold: Astrologie und Glaube
Detmold. Warum lesen Menschen Horoskope? Ist die Astrologie einfach handfester als christliches Gottvertrauen? Haben die Sterne wirklich Einfluss auf unser Leben oder ist das schlicht Aberglaube? Das Bildungsreferat der Lippischen Landeskirche und die ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold-Ost laden zu einem Abend im Rahmen der Reihe „Marktplatzgespräche“ am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr in das Gemeindehaus am Markt ein.

Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012


Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)

Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion

Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.

Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)

Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden

Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.

Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.

Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.

''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)


''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012

Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.

Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.

6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012


Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.

Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz


GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.

Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf

Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.


Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant


''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentags­präsidium in Erfurt beschlossen.

450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn


Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.



Adventszeit - Zeit der Umkehr, Beichte, Buße

Markus 1, 1-15 - 3. Advent

''Umkehr, Beichte und Buße, Sünden bekennen – welche dieser Worte gehören auf die Liste der bedrohten Wörter, d.h. zu den Wörtern, die kaum mehr ausgesprochen und geschrieben werden und allmählich in Vergessenheit geraten?'' Von Pfarrerin Claudia Malzahn, Köln

Liebe Gemeinde!

„Kehrt zum Leben um und vertraut der frohen Botschaft!“ (Bibel in gerechter Sprache) oder, wie wir es eben in der Lutherübersetzung hörten: „Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Mk1,15)

Diese Worte aus den ersten Versen des Markusevangeliums passen gut in die Adventszeit. Denn Advent ist ja eine der beiden klassischen Vorbereitungs- und Bußzeiten im Kirchenjahr. Die Passionszeit als Bußzeit zwischen Karneval und Ostern ist sicher bekannter. Denn dass die Adventszeit als eine Zeit der Besinnung besonders auch als Zeit der Buße und der Umkehr zum Leben gedacht ist, scheint so schwer zugänglich inmitten der Geschäftigkeit, der Jahresabschlüsse, der vielen Erledigungen und Besorgungen, der Freude auf die Feiertage und der Befürchtungen um die Tage voller besonderer Emotionen, die auch 2008 mit Weihnachten und Jahreswechsel für viele Menschen verbunden sind.   

Kehrt zum Leben um und vertraut der frohen Botschaft!
Die ersten Verse des Markusevangeliums verweisen uns unmissverständlich auf Buße, Umkehr zum Leben und auf das Vertrauen auf die frohe Botschaft Gottes für alle Menschen. Das Markusevangelium als das älteste und kürzeste der vier Evangelien ist schlicht und klar. Die Erzählungen über das Leben und Handeln Jesu wurden bis dahin nur mündlich erzählt. Nun, so um das Jahr 70 herum, wird der Versuch unternommen, die Geschichten Jesu aufzuschreiben, eine Form zu finden, die später auch als literarische Gattung Eu-angelion, gute, frohe Botschaft, genannt wird. 

Und um die Erzählungen von Jesus in eine Traditionslinie zu stellen, wird gleich am Anfang das verwendet, was als heilige Schrift vorliegt: die Schriften des ersten Testaments, die hebräische Bibel. 

Wir hören Prophetenworte am Anfang des Evangeliums:

„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her,
der da bereite deinen Weg.
Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste:
Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Steige richtig!“

Aus dem 2. Buch Mose, aus dem Prophetenbuch Maleachi und aus Jesaja wird hier unter der Überschrift „wie schon Jesaja sagt“ zitiert.

Und dann werden wir bekannt gemacht mit einem aktuellen Propheten, einem Rufer in der Wüste: Johannes, der in der Wüste lebt und die Taufe verkündet, die Taufe der Umkehr zum Leben und der Befreiung von Sünden. „Alle ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen, wobei sie ihr ungerechtes Handeln gegen Gott und die Menschen aussprachen.“
Die Taufe ist hier ganz eng verknüpft mit Buße und Umkehr zum Leben. Unser Familienfest mit dem Säugling, der von Erwachsenen zur Taufe gebracht wird, hat mit diesem klar beschriebenen Handeln der Menschen nicht allzu viel zu tun. Erwachsene Menschen verlassen ihre alltägliche Umgebung, machen sich bewusst auf dem Weg, und bedenken, was gut und was schlecht war in ihrem Leben bisher. Bei der Taufe sprechen sie ihre Sünden laut aus, sagen, welches ungerechte Handeln gegen Gott und gegen Mitmenschen sie zu büßen haben. Sie rechnen mit einem baldigen Ende der Welt. In dieser Zeit lebten viele Menschen mit der Erwartung des Weltendes. Und es war durchaus üblich, sich möglichst spät taufen zu lassen und rein zu sein, wenn der Tod kam.

Johannes wird in der Wüste mit dem Tierfell und dem Gürtel so beschrieben, dass Kundige darin Parallelen zu Elia erkennen können, der Prophetengestalt aus dem Buch der Könige, die am Ende der Zeiten wiederkommen soll. Und  nachdem das Taufhandeln und die Gestalt des Johannes beschrieben sind, folgen auch die Worte seiner Predigt: „Nach mir kommt jemand machtvoller, als ich es bin. Verglichen mit dieser Person bin ich nicht gut genug, dass ich mich bücke und ihren Schuhriemen löse. Ich habe euch mit Wasser getauft, sie aber wird euch in heiliger Geistkraft taufen.“ Johannes, zu dem die Menschen in großer Zahl strömten, nimmt sich ganz zurück und verweist einzig auf den, der da kommt.  

Und nun folgt – im ersten Kapitel des Markusevangeliums schon – der erste Höhepunkt der Erzählungen von Jesus: eine Audiophanie, Gott lässt sich aus dem geöffneten Himmel hören. Jesus kommt zu Johannes, Johannes tauft ihn im Jordan  und als Jesus getauft ist, öffnet sich der Himmel, die Geistkraft kommt über ihn wie eine Taube und eine Stimme tönt: „Du bist mein geliebtes Kind, über dich freue ich mich!“  So schnell geht das bei Markus: keinerlei Erklärungen vorab wer Jesus ist, welcher Stammbaum, welche Geburtsgeschichte, welche Bedeutung Jesus als das Wort Gottes haben wird, sondern Jesus aus Nazareth in Galiläa kommt wie alle anderen auch zu Johannes, bittet um die Taufe im Jordan und dann beginnt das Besondere: Die Himmel öffnen sich. Jesus wird mit der Geistkraft in Form einer Taube beschenkt und er wird angesprochen als Gottes Sohn, der Grund zur Freude ist.

Ohne irgendeinen Hinweis, wie diese Worte aus dem geöffneten Himmel aufgenommen wurden -  eine von drei gehörten Gotteserscheinungen, sogenannten Audiophanien, im Evangelium des Markus (Taufe, Verklärung, Engel am Grab) – werden wir sofort in eine neue Umgebung geworfen. Weg vom Jordan, weg von Johannes, weg von allen anderen, führt die Geistkraft Jesus in die Wüste hinaus. Und dort bleibt Jesus die lange Spanne von 40 Tagen – die Zahl ist wieder ein Zitat und erinnert an die vierzig Jahre, die das Volk Gottes durch die Wüste zog, weg vom Sklavenhaus hin ins gelobte Land. Und die Wüste ist nicht unbelebt. Jesus begegnet dem Satan, der ihn auf die Probe stellt. Und er lebt mit wilden Tieren und Engeln, die ihn umfassend versorgen. Die satanischen Versuchungen werden bei Markus nicht weiter beschrieben. Um so bildhafter erscheint das gemeinsame Leben mit Tieren und Engeln und das Versorgt-Werden.

Und nun erfolgt wieder so ein Sprung in unserem Predigtabschnitt: Die Wüstenzeit liegt hinter Jesus. Nun ist er in Galiläa. Johannes ist im Gefängnis – warum, das braucht zu Zeiten von Verfolgung gar nicht weiter erklärt zu werden. Und Jesus, noch bevor er Simon und Andreas am See Genezareth trifft,  beginnt zu predigen: „Der Augenblick ist gekommen, die Zeit erfüllt. Die Gottesherrschaft ist nahe gekommen! Kehrt um und vertraut dem Evangelium!“

Umkehr zum Leben und Vertrauen auf Gott – darum geht es in den ersten Worten, die das Markusevangelium von Jesus berichtet. Vorbereitet sind diese Worte durch das Taufhandeln des Johannes, der genauso von Umkehr zum Leben und Befreiung von Sünden spricht. Und erste Worte sind in der Regel von besonderem Gewicht.

Umkehr, Beichte und Buße, Sünden bekennen – welche dieser Worte gehören auf die Liste der "bedrohten Wörter" [1], d.h. zu den Wörtern, die kaum mehr ausgesprochen und geschrieben werden und allmählich in Vergessenheit geraten? Sicher außerhalb kirchlicher Räume, aber auch in unseren evangelischen Gottesdiensten und Veranstaltungen ist wenig Deutlichkeit zu spüren, wenn es um Beichte und Buße geht, wenn Menschen versuchen, in der Sprache von heute und für Menschen von heute Sünden konkret zu benennen und zu bekennen. „Ungerechtes Handeln gegen Gott und die Menschen“ bekannten die Täuflinge im Jordan laut. Wie wäre das hier und jetzt vorzustellen? –

Die Versöhnungslitanei von Coventry aus dem Jahr 1959 (EG 879) haben wir in der Liturgie zusammen gesprochen. Sie benennt ganz konkrete Sünden: Rassenhass, Klassenhass, habsüchtiges Besitzstreben, Ausbeutung von Menschen und Erde, Neid, Teilnahmslosigkeit am Schicksal von Flüchtlingen und Heimatlosen, tödliche Suchterkrankungen, egozentrischer menschlicher Hochmut. Diese Themen waren vor fünfzig Jahren aktuell zu füllen mit konkreten Ereignissen der Kriegs- und Nachkriegszeit. Sie sind auch heute mit Beispielen konkret zu machen:

Dormagen gilt bundesweit als die Stadt, die mit einem Frühförderangebot für Kleinkinder beste Ergebnisse erzielt, wenn es um Stärkung sozial Schwacher geht. Aber kaum eine andere Kommune oder ein Land sagt: ja, wir nehmen frühe Förderung als Hauptaufgabe an, für die wir uns einsetzen, damit Chancen gerechter verteilt werden hier bei uns! Sünde heißt hier: Resignation, da kann man eh nichts machen! Hauptsache, ich selber komme durch. Und Umkehr zum Leben bedeutet, auf der Suche zu bleiben nach Wegen, die besseres möglich machen, die auch in der Wüste das Land der Verheißung noch im Blick behalten. Gute Beispiele sind dazu da, für die eigene Situation übersetzt zu werden.

Dass es in der evangelischen Tradition auch die Beichte gibt, ist Vielen unbekannt. Wer aber davon Gebrauch machen durfte, wie entlastend es ist, unter dem Schutz des seelsorglichen Beichtgeheimnisses aussprechen zu können, was mich an schuldhaftem eigenen Handeln von Gott und von Menschen trennt, der weiß etwas von der Befreiung durch die Sündenvergebung und vom Zuspruch eines neuen Anfangs, den wir Menschen immer wieder nötig haben.

Für Umkehr, Beichte und Sündenbekenntnis brauchen wir Menschen diese kirchlichen Bußzeiten. Manchmal ist es nötig, durch die Wüste zu gehen, sich nicht ablenken zu lassen von den vielen Aufgaben und Anforderungen, Ablenkungen und Anregungen. Manchmal ist es gut, sich erinnern zu lassen, dass es Zeit ist anzuhalten und zu kontrollieren, ob die Richtung stimmt, wo die Fehler und wo die guten Entscheidungen lagen in der Wegstrecke, die hinter mir liegt und in Blick auf die Wegstrecke, die sich vor mir auftut. Manchmal erfahren Menschen in Wüstenzeiten, wie unerwartet wilde Tiere und Engel umfassend für sie sorgen. 

Der Augenblick ist gekommen, die Zeit erfüllt. Die Gottesherrschaft ist nahe gekommen!
Von der Gottesherrschaft, von der Zeit, die erfüllt ist und vom Augenblick spricht Jesus in seinem ersten Satz im Markusevangelium. Die Herrschaft Gottes, das Königreich Gottes auf Erden, das Reich der Himmel – so viele Bilder und Übersetzungen der griechischen „Basileia tou theou“ gibt es. Es ist viel darüber gedacht und geschrieben worden, was mit diesem zentralen Wort in Jesu Verkündigung gemeint ist. Dass das Reich Gottes schon angebrochen ist und doch noch nicht vollendet ist – das berühmte „schon jetzt und noch nicht“ – beschreibt das Rätselhafte dieses Begriffes besonders gut. 

Wenn alle Menschen befreit sind zum Leben, wenn alle satt werden, wenn jede und jeder Würde und Wert spürt und achtet, wenn Wolf und Lamm beieinander liegen – es ist möglich, diese Beispiele für eine Beschreibung des Gottesreiches weiter zu spinnen ohne Ende.

Wir haben mit dem aktuellen Projekt der reformierten Gottesdienste, das Markusevangelium ein ganzes Jahr hindurch als Predigtreihe zu lesen, reichlich Zeit und Gelegenheit, dem auf die Spur zu kommen, was Jesus meint, wenn er von der Gottesherrschaft spricht, für die er mit seinem Leben einsteht.

Aus dem heutigen Text sind mir die Begriffe Augenblick und erfüllte Zeit dabei wertvolle Hinweise zum Verstehen. Jetzt ist der Augenblick! Es gibt das Reich der Himmel ganz offensichtlich nicht zum Festhalten. Und doch: Es gibt  Momentaufnahmen des offenen Himmels. Es gibt Erzählungen, wie die Stimme vom Himmel Jesus als seinen geliebten Sohn anspricht. Es gibt Erfahrungen, in denen Menschen spüren, dass es eine Freude ist, geliebt zu sein von Gott und von Menschen. Da erfüllt sich eine Zeit, und Menschen kommen zu Gott und beginnen, neu zu leben.

Kehrt um und vertraut dem Evangelium!
Glauben und Vertrauen ist unsere Aufgabe, wenn wir zum Leben umkehren wollen. Niemand hat gesagt, dass das ein Leichtes sei... Und doch: Das Evangelium bleibt die frohe Botschaft, dass wir Gottes Kinder sind. Wir sind in der Lage zu leben und zu lieben, Gott, unseren Nächsten wie uns selbst. Wir sehen auf Jesus, Gottes geliebten Sohn, aus dessen Leben auf Erden wir im Markusevangelium wesentliche Stationen aufgeschrieben bekommen haben. Die Umkehr zum Leben in der Adventszeit in den Blick zu nehmen, ist keine Übung uns klein zu machen oder zu schädigen. Zum Leben umzukehren bedeutet, sich zu klären, Schweres abzulegen, Vertrauen neu einzuüben. Dazu ist es gut, sich Zeit zu nehmen. So kann eine neue Lebendigkeit wachsen aus dem Vertrauen auf Gott und seine gute Botschaft für jede und jeden von uns.
AMEN.

[1] Hinrich C.G. Westphal schreibt im Kalender "Der andere Advent 2008 zum 6. Dezember: "Wann müssen Wörter sterben? Wenn sie nicht mehr ausgesprochen oder geschrieben werden und allmählich in Vergessenheit geraten. Vor einem Jahr wurde in einem Wettbewerb nach dem schönsten bedrohten Wort gefragt...."

Foto: Markus Zahnd, „Der einsame Baum“, CC-Lizenz (BY 2.0), www.piqs.de

Predigt in der Reihe: "Der einfache Gottedienst", reformierte Predigten zum Markusevangelium, Melanchthon-Akademie Köln


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