Termine
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps
Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.
Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik
WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.
Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.
Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.
Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.
Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.
''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück
''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012
''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.
Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.
35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.
Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.
Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012
Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)
Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion
Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.
Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)
Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden
Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.
Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.
Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.
''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)
''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012
Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Jahreslosung 2009: Was bei den Menschen unmöglich ist ...
... das ist bei Gott möglich. Predigt von Stefania Scherffig
An einem Tag im April 2008 ist für die Kleinstadt Herrnhut in der Oberlausitz in Sachsen ein besonderer Augenblick. In einer Versammlung der Brüder-Unität, einer evangelischen Freikirche, wird aus einem Vorrat von 1800 Versen aus dem Alten Testament jedem Tag des Jahres 2009 ein Vers zugelost.
Unter dem Namen „Losungen“ sind diese Verse mittlerweile weltweit bekannt. Vielleicht gehören Sie ja auch zu den Leserinnen und Lesern eines Losungsbüchleins, in der die ausgelosten alttestamentlichen Verse mit Versen aus dem Neuen Testament und anderen Glaubensworten zusammengestellt sind.
Der Brauch, ein besonderes Wort für jeden Tag auszulosen, geht zurück bis auf den Begründer der Herrnhuter Brüdergemeine. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf hat damit im Jahr 1728 begonnen. Die von ihm ins Leben gerufene Gemeinde hat diesen Brauch bis zum heutigen Tag beibehalten und mittlerweile das 279. Losungsbüchlein herausgegeben.
Die Jahreslosung
Auch für jedes Jahr wird ein biblischer Vers ausgelost, der wie ein Motto über dem Jahr stehen soll. Heuer stammt die sogenannte Jahreslosung aus dem Lukasevangelium, Lukas 18, Vers 27, ein Vers, über den ich in der Predigt nachdenken will. Es ist ein Jesuswort, das am Ende einer Gleichniserzählung steht. Jesus sagt dort: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“
Der Gedanke der Losungen stößt allerdings nicht bei allen Theologen auf Zustimmung. Manch einer kritisiert, dass auf diese Weise eine biblische Aussage aus ihrem Zusammenhang gerissen wird. Sie wird vielleicht missverständlich, wenn nicht sogar unverständlich. Ein Satz, den Jesus beispielsweise in einer Geschichte in einer konkreten Situation spricht, wird durch das Herauslösen aus dieser Geschichte zu einer allgemeinen Wahrheit, ohne unbedingt so gemeint zu sein.
Wie ist das bei der diesjährigen Jahreslosung? Auch hier ist der Blick in den Zusammenhang interessant. Das Gleichnis, an dessen Ende die Jahreslosung steht, habe ich noch im Kopf unter der plastischen Überschrift: „Der reiche Jüngling“. In modernen Bibelübersetzungen wird es unter der Überschrift „Reichtum und Nachfolge“ oder „Die Gefahr des Reichtums“ geführt.
Die Jahreslosung im Zusammenhang
Worum geht es in dem Gleichnis? Ein Angehöriger der oberen Gesellschaftsschicht kommt zu Jesus. Er befragt ihn nach dem Weg zum ewigen Leben. Jesus verweist ihn in seiner Antwort auf die zehn Gebote. Die sind dem Mann wohlbekannt und er versichert glaubwürdig, die Gebote immer zu befolgen. „Dann fehlt dir eigentlich nur eines,“ erwidert Jesus „verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach!“. Als das der Fragende hört, wird er traurig, denn – so heißt es kurz und knapp im Lukasevangelium – er war sehr reich.
Ich lese nun die sich hieran anschließenden Verse aus Lukas 18, 24-27:
„Als aber Jesus sah, dass er traurig geworden war, sprach er: Wie schwer kommen die Reichen in das Reich Gottes! Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in das Reich Gottes komme. Da sprachen, die das hörten: Wer kann dann selig werden? Er aber sprach: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“
Beim Nachlesen des Zusammenhang des Losungswortes ertappe ich mich bei dem Gedanken: Vielleicht ist es ganz gut, auf den Zusammenhang zu verzichten. Denn das Nachlesen erschreckt mich eher und bringt mich ins Grübeln.
Reichtum und Nachfolge – das passt für Jesus nicht zusammen. Und mich schmerzt es, wenn mir das bewusst wird. Ich fasse das als Kritik an meinem Lebensstil auf und die höre ich nicht gerne. Denn wenn ich sie ernst nehme, dann müsste ich mich und mein Verhalten ändern. Als Christin halte ich mir zugute, dass ich die Worte der Bibel ernst nehme, aber ändern – tue ich mich nicht.
Natürlich kann man das radikale Wort Jesu: „Verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen!“ mit guten Begründungen abschwächen. Kann man jemanden, der über ein gesichertes Einkommen verfügt, überhaupt als reich bezeichnen? Vielleicht meint Jesus nur die ganz Reichen, die oberen Zehntausend. De sollen ruhig mal von ihren Millionen abgeben. Tut ihnen ja nicht weh. Oder noch raffinierter: Jesus geht es nicht um das Geld, sondern um das Verhältnis zum Geld. Solange man sein Herz nicht an sein Geld hängt und die Einstellung zum eigenen Vermögen so ist, dass man jederzeit bereitwillig abgeben könnte (also nicht abgeben, sondern abgeben können!), dann ist alles in Ordnung und man kann reinen Gewissens seine Bankkonten behalten.
Allein mir hilft das heute alles nichts. Mir schmeckt das alles nach Ausreden und ich will vor dem eigenen Unvermögen heute die Augen einmal nicht verschließen. Es ist zumindest auszuhalten: Die ganze Härte der radikalen Forderung Jesu gegen die Praxis der Nachfolge einer Christin im wohlsituierten Deutschland des 21. Jahrhunderts mit dem Ergebnis, sich einzugestehen, dem Anspruch Jesu nicht zu genügen.
Die Faszination eines Losungswortes
Zumindest zu dieser Einsicht bringt mich der Zusammenhang des Losungswortes. Diese kleine Abschweifung bietet gleich den Anhaltspunkt dafür, sich auf die Seite derer zu stellen, die gerade die einzelnen Sätze für sich faszinierend finden und die sich der Anziehungskraft eines einzelnen Wortes nicht entziehen können. Ich gestehe es, ich bin ein Fan der Losungen. Auch wenn ich sie nicht täglich lese, wie es gedacht ist, sind die einzelnen Bibelverse mir immer wieder einmal hilfreiche Begleiter.
Wenn man das Wort Jesu aus dem Zusammenhang herausnimmt: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“, dann ist eigentlich gleich viel verständlicher, dass Jesus mit ihnen einen Trost ausspricht. Jesus registriert nämlich das Entsetzen der Zuhörer über seine radikale Forderung. In seiner abschließenden Antwort lässt er ein Hintertürchen offen. Menschen bekommen bestimmt kein Kamel durch ein Nadelöhr, aber bei Gott wird das Kamel vielleicht zum Mäuschen und das feste Nadelöhr zur dehnbaren Gummiöse ... Wer weiß ...
So ist die Zeit gekommen, den Satz Jesu nun einmal für sich genommen zu betrachten. Was ist Menschen möglich, was ist Menschen unmöglich? Der Tag, an dem ich diese Predigt entwerfe, ist Dienstag, der 30. Dezember, und ich erlaube mir zur Beantwortung dieser Fragen die Nürnberger Nachrichten zu diesem Punkt zu befragen.
Großartige menschliche Leistungen
Gleich auf der ersten Seite findet sich einiges, was Menschen möglich ist. Ich lese zum Beispiel von erstaunlichen Leistungen im Sport. Im Weltcup-Slalom bestaunt man eine Sportlerin wie Maria Riesch, die scheinbar mühelos auf ihren Skiern einen schwierigen Hang hinunterfährt oder einen Sportler wie den Skispringer Martin Schmitt, der sich nach einem Leistungseinbruch Schritt für Schritt an die Spitze zurückkämpft.
Menschen ist es auch möglich, in der bildenden und gestaltenden Kunst, in der Literatur und in der Musik erstaunliche Leistungen zu vollbringen, mit denen sie andere Menschen erfreuen oder in Erstaunen versetzen können. Einer von diesen begabten Menschen ist wohl der Nürnberger Maler Toni Burghart gewesen, der am letzten Sonntag mit 80 Jahren gestorben ist.
Und wir nicht zuletzt kennen Sie aus eigener Anschauung, was Menschen positiv möglich ist. Menschen können selbstlos sein, hilfsbereit, mitfühlend, großzügig, liebevoll, aufmerksam, nett und was einem noch an lobenden Eigenschaftsworten einfällt. So hat auch in diesem Jahr das Ergebnis der Spendenaktion der Nürnberger Nachrichten und anderer beteiligter Zeitungen für bedürftige Menschen „Freude für alle“ einen Rekord erzielt.
Menschliches Versagen
So vieles ist dem Menschen möglich, aber so vieles ist dem Menschen trotzdem und zur gleichen Zeit auch unmöglich. Und auch dafür muss ich nicht weiter als bis zur ersten Seite der Zeitung blättern.
Menschen ist es unmöglich, - so scheint es zumindest - einen Frieden zwischen zwei Völkern zu schließen, die sich ein Gebiet teilen beziehungsweise in unmittelbarer Nachbarschaft leben. Jeden Tag bedrücken die Nachrichten vom Krieg in Israel und Palästina. Eigentlich reicht dieses eine Beispiel, um zu zeigen, an welchen Herausforderungen Menschen immer wieder aufs Neue scheitern, doch damit ist es nicht genug.
Menschen ist es auch unmöglich – so scheint es -, den Klimawandel mit allen mit ihm einhergehenden Folgen der Erwärmung der Erde, der Abschmelzung des Polareises, des Ansteigens der Meeresspiegel – um nur ein paar Schlagworte zu nennen - in den Griff zu bekommen. Auf diese beiden Beispiele will ich mich beschränken, Ihnen fällt sicher selbst noch einiges ein.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass Menschen sich leichter damit tun, Grenzen zu überwinden, die ihnen die Natur setzt, die Schwerkraft, der eigene Körper, dass sie sich sogar leichter damit tun, echte steinerne Grenzmauern zu überwinden als die Grenzen der Macht, des Vorurteils, des Hasses, der Trägheit, der Gewohnheit, all diese Mauern, die Menschen unsichtbar um sich herum oder zwischen sich und anderen aufrichten. Es drängt sich der Eindruck auf, dass Menschen eher bereit sind, an den Fortschritt und an die Macht der Technik zu glauben als an einen christlichen Gott mit seiner Macht der Liebe.
Bei Gott möglich: als eschatologische Hoffnung
Aber wie kann dies alles, was ich nun aufgezählt habe, was den Menschen unmöglich ist, bei Gott nun möglich sein? Wohlgemerkt, es heißt nicht: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist Gott möglich.“ Das wäre der Gedanke, dass Gott alles kann, da er schließlich der allmächtige Gott ist.
Im biblischen Vers steht ein kleines, aber entscheidendes Wörtchen mehr: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ Das Wörtchen „bei“, griechisch παρά, bezeichnet die räumliche Nähe. Das bedeutet also: In räumlicher Nähe zu Gott sind Dinge möglich, die Menschen unmöglich sind.
Nehmen wir als Beispiel, weil es sich in diesen Tagen anbietet, den Nahostkonflikt. Ich sage gleich, dass meine Gedanken nur Anstöße sein können. Wie könnte hier bei Gott, in räumlicher Nähe zu Gott eine Lösung möglich sein?
Wenn man sich überlegt, wann Menschen in räumliche Nähe zu Gott gelangen, dann wäre das nach christlichem Glauben wohl nach dem Tod. Denn das ist die auf Christus gegründete Hoffnung, dass die Verstorbenen nach dem Ende ihres Lebens auf der Erde bei Gott und das heißt wohl in seiner Nähe gut aufgehoben sind. Ein so verstandenes „bei Gott“ hieße dann: Wenn jetzt auf der Erde ein Frieden zwischen Israelis und Palästinensern unmöglich ist, dann ist das kein ewiger Zustand. Denn später einmal, wenn alles Seiende in Gott vereint ist, dann wird tatsächlich überall Friede sein, auch zwischen verfeindeten Nationen. Das ist die eschatologische Hoffnung: Jetzt ist es nicht möglich, später – bei Gott – wird es möglich sein.
So kann man das „bei Gott“ verstehen. Wenn ich jetzt eine zweite Möglichkeit aufzeige, dann nicht, weil ich die erste Möglichkeit für unsinnig oder falsch halte. Im Gegenteil, ich finde das „bei Gott“ als die Hoffnung darauf, dass sich am Ende der irdischen Zeiten einmal bei Gott alles und zwar wirklich alles zum Guten wenden wird, wichtig und für den Glaubenshorizont unentbehrlich. Gerade eine solche Hoffnung auf ein Ende allen Unfriedens bei Gott kann Glaubenden die Kraft geben, sich schon hier und heute für ein friedliches Zusammenleben der Menschen einzusetzen.
Bei Gott möglich: mit Gottes Beistand
Die zweite Möglichkeit das „bei Gott“ zu verstehen wäre, dass Dinge, die den Menschen unmöglich sind, mit Gottes Beistand möglich werden. Das heißt, Menschen müssen etwas tun, was vielen sehr schwer fällt: Sie müssen Hilfe in Anspruch nehmen und zwar von Gott!
Auf den Nahostkonflikt bezogen hieße das, das ein so schwieriger Konflikt ohne den Beistand Gottes nicht zu lösen ist. Ich weiß nicht, ob und wie die betroffenen Menschen oder die verantwortlichen Politiker bei ihrem Tun den Beistand Gottes suchen und ich sehe es auch nicht als meine Aufgabe an, darüber zu urteilen. Das entscheidende ist doch, dass auch ich selbst nur etwas für den Frieden im Nahen Osten tun kann, wenn ich Gottes Beistand suche, wenn ich mich im Gebet immer wieder an ihn wende und um seine Hilfe bitte. So kann man die Jahreslosung also verstehen: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“
„Was bei Menschen möglich ist, das ist bei Gott unmöglich.“
Zum Schluss nun will ich im Sinn der Umkehrung die Worte Jesu einmal umdrehen. Es ist nachdenkenswert, ob sie nicht auch danneinen Sinn ergeben. Umgedreht hieße es dann: „Was bei Menschen möglich ist, das ist bei Gott unmöglich.“
Ich weiß nicht, zu welchem Ergebnis Sie beim Nachdenken gelangen und ich bin mit meinem Nachdenken auch selbst noch nicht zu Ende. Aber gerade wenn ich mir schlimme Seiten des Menschen vorstelle, dann denke ich mir: Gewisse dinge, die Menschen möglich sind, die Menschen tun, die wären bei Gott, also mit dem Beistand oder besser mit dem Widerstand Gottes, tatsächlich unmöglich.
Amen.
Stefania Scherffig, Pfarrerin, Nürnberg


