Termine

Reformationsdekade 2012: Reformation und Musik
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps


Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.

Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik


WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.

Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.

Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.

Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.

Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.

''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück


''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012

''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein ­lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.

Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.

35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.

Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.

Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012


Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)

Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion

Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.

Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)

Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden

Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.

Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.

Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.

''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)


''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012

Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.

Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.

6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012


Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.

Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz


GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.

Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf

Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.


Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant


''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentags­präsidium in Erfurt beschlossen.

450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn


Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.



Wer ist dieser Jesus?

Markus 1,16-39. Eine Predigt von Hans Theodor Goebel, Köln

©Andreas Olbrich

Wer ist dieser? Haben die Menschen gefragt, die Jesus miterlebten. Die Frage reicht bis zu uns. Wir fragen nach dem, der mit Vollmacht die Wahrheit sagt. ''Wer lehrt uns, jetzt die Notwendigkeit aber auch die Chance zu begreifen, Wirtschaftsstrukturen zu zerbrechen und Handelsbedingungen zu ändern …?''

16 Und als er (Jesus) am Galiläischen Meer entlangging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, wie sie ihre Netze im Meer auswarfen. Denn sie waren Fischer.
17 Und Jesus sagte zu ihnen: Kommt, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
18 Und sogleich verließen sie die Netze und folgten ihm nach.
19 Und als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, wie sie im Boot die Netze zurechtmachten.
20 Und sogleich rief er sie. Und sie verließen ihren Vater Zebedäus im Boot mit den Lohnarbeitern und gingen fort - ihm nach.
21 Und sie kommen hinein nach Kapernaum. Und sogleich am Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
22 Und sie gerieten außer sich über seine Lehre. Denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.
23 und sogleich war in ihrer Synagoge ein Mensch (gefangen) in einem unreinen Geist. Und der schrie auf
24 und sprach: Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist, der Heilige Gottes.
25 Und Jesus herrschte ihn an und sprach: Verstumme und fahre aus ihm aus.
26 Und der unreine Geist riss ihn hin und her und schrie mit lauter Geschrei und fuhr aus ihm aus.
27 Und sie entsetzten sich alle, so dass sie sich untereinander befragten und sprachen: Was ist das? Eine neue Lehre in Vollmacht; er gebietet auch den unreinen Geistern und sie gehorchen ihm.
28 Und die Kunde von ihm drang sogleich hinaus ins ganze Umland von Galiläa.
29 Und sogleich gingen sie aus der Synagoge und kamen in das Haus des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.
30 Die Schwiegermutter Simons aber lag danieder und fieberte. Und sogleich sagen sie ihm von ihr.
31 Und er trat hinzu, fasste sie bei der Hand und richtete sie auf. Und das Fieber verließ sie und sie diente ihnen (zu Tisch).
32 Am Abend aber, als die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm alle Kranken und von Dämonen Besessenen.
33 Und die ganze Stadt war versammelt vor der Tür.
34 Und er heilte viele Kranke, die mit mancherlei Leiden beladen waren, und trieb viele Dämonen aus und ließ die Dämonen nicht reden, denn sie kannten ihn.
35 Und früh am Morgen noch ganz in der Nacht stand er auf und ging nach draußen. Und er ging weg an einen einsamen Ort und dort betete er.
36 Simon aber und die mit ihm waren, eilten ihm nach.
37 Und sie fanden ihn und sagen zu ihm: Alle suchen dich.
38 Und er sagt zu ihnen: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Ortschaften, dass ich auch dort verkündige. Denn dazu bin ich ausgezogen.
39 Und er ging und verkündigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus.

Markus 1,16-39

Was ist das? – haben die Menschen gefragt, die Jesus miterlebten. Wer ist dieser?

Die ersten Christen erzählten Geschichten. Von Jesu Verkündigung und von dem, was er tat. Das waren wohl Antworten auf diese Fragen. Aber es waren Geschichten, die dieselben Fragen neu stellen ließen: Was ist das? Und: Wer ist dieser?

Fragen, die sich bis zu uns weiterreichen.

Wie wir gelernt haben, können wir die Geschichten, die die Evangelien von ihm erzählen, nicht als historische Tatsachenberichte lesen. In den Evangelien scheint vielmehr etwas auf, was sich mit historischer Wissenschaft nicht fassen lässt. Und das hat genau mit der Frage zu tun, ja wirft neu die Frage auf: Wer ist dieser Jesus?

Als Predigttext haben wir eben eine Reihe von Geschichten aus dem 1. Kapitel des Markus-Evangeliums gehört. Ich will ihnen jetzt nachgehen.

1.
Die erste Szene zeigt Jesus in Galiläa. Wandernd am See Genezareth. Jesus unterwegs. Auf der Walze. Nicht sesshaft.
Er trifft auf Männer bei der Arbeit. Fischer, denen der See Arbeit und Auskommen gibt. Die Fischerfamilien leben vom See.
Jesus macht wenig Worte. Er ruft die Männer weg: Kommt! Mir nach. Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Und sie - sagen nichts. Verlassen die Netze, die Boote, den Vater, die Arbeitskollegen. Sogleich. Auf sein Wort hin. Und folgen ihm nach. In ein ungesichertes Leben.

Unübersehbar verschafft sich hier eine Autorität Geltung. Was ist das für eine Autorität?

Dieser Jesus will seinen Weg nicht einsam gehen. Er ruft Menschen, damit sie in seiner Nachfolge auf andere Menschen zugehen. Er geht auf Menschen zu und will sie dabei haben. Als Menschenfischer. Was heißt das? Ist sein Ruf vergangene Geschichte? Oder ruft er auch noch heute – neu – gar uns? Kommt! Folgt mir auf meinem Weg zu den Menschen?

2.
Die nächste Szene zeigt Jesus in der Synagoge von Kapernaum, der Stadt am NW-Strand des Galiläischen Meeres. Die Synagoge war und ist der Ort für die Sabbatversammlung. Hier wird aus der Tora und den Propheten vorgelesen und anschließend drüber gepredigt. Hier in der Synagogengemeinde haben wohl auch frühe Christen gepredigt. Hier hat vor ihnen auch Jesus selbst gepredigt. Er hat das Volk gelehrt, heißt es. Jesus hat in der Synagoge Volksschule gehalten. Wie es auch die Schriftgelehrten taten.

Jesu Lehre aber überwältigte die Menschen, die ihm zuhörten. Brachte sie in Bewegung: Sie gerieten außer sich. Denn er lehrte wie einer, der Vollmacht hat. Und nicht wie die Schriftgelehrten. – So steht hier zu lesen.

Von dem alten Evangeliumstext gehen meine Gedanken in unsere Zeit. Und mir kommen Fragen:
Wer legt heute in Vollmacht die Bibel aus und das Volk kann bei ihm in die Schule gehen?
Wer kann uns in Vollmacht die Wahrheit sagen über Gott und über uns selbst?
- Die Wahrheit, die anders ist als die Zuflüchte und Ausflüchte, die wir selbst ersehnen und ersinnen und auf die wir uns doch verlassen können und auf die hin wir leben und uns aufs Sterben vorbereiten können.
- Die Wahrheit, die uns in glücklichen Momenten wie auch in Krisenzeiten den Weg ins Leben weist.
- Die Wahrheit, die unser Gewissen und unsern Verstand so überwältigt, dass wir - außer uns geraten: ins Licht des lebendigen Gottes.

Wer lehrt uns in Vollmacht die Nähe und den Willen Gottes?

Auch in den globalen Schwierigkeiten.

Wir hören in der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise viele und vielerlei Worte – von Politikern, von Sachverständigen, von Kirchenleuten. Wer aber lehrt die Herrschenden und die Völker unsrer Erde, dass es jetzt nicht darauf ankommt, einfach Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen. Damit er wieder laufe wie zuvor. Denn als man ihn laufen ließ, hat er ja die Krisen produziert und die Armut keineswegs aus der Welt geschafft.

Wer lehrt uns, jetzt die Notwendigkeit aber auch die Chance zu begreifen, Wirtschaftsstrukturen zu zerbrechen und Handelsbedingungen zu ändern, durch die weltweit die armen Länder weiter verelenden, während wir, die reichen Länder, von ihnen profitieren. Wer lehrt uns auch in unserem reichen Land denen gerecht zu werden, die arm und ärmer werden, die nicht mehr auskommen ohne die Tafel und die Suppenküchen und deren Kinder nur reduzierte Bildungschancen haben.

Wer lehrt uns mit dem Problem der Finanzen zugleich das Welternährungsproblem zu lösen und dabei zugleich das Klima in der Luft, im Meer und auf der Erde in Frieden zu lassen?
Wer lehrt uns lokal und global das Wirtschaften und den Umgang mit dem Geld so, dass sich die prophetische Weissagung erfüllt und unser Friede sei wie ein Wasserstrom und unsere Gerechtigkeit wie Meereswellen (Jes 48, 18).

All die Probleme und viele Lösungsansätze kennt man. Vielleicht ist die Menschheit ihrer Probleme heute mehr bewusst als je zuvor und hat ungeheure Möglichkeiten. Aber wer lehrt uns, zusammengehörende Lösungen auch durchzuführen. Wer treibt die bösen Mächte aus, die sie verhindern?
Wer kann heute in Gottes Vollmacht so reden, dass der böse Geist von Egoismus und Ungerechtigkeit, der Menschen besetzt und Strukturen bestimmt, vertrieben werde?

Wird Er, kann Er, der Mann aus Nazareth – durch wessen Stimme auch immer – lösend und befreiend in unsre Not hineinreden?
Können wir von Jesus erwarten, was die Böhmischen Brüder in ihrem Adventslied vor bald 500 Jahren gesungen haben?
Er kommt auch noch heute
und lehret die Leute,
wie sie sich von Sünden
zur Buß sollen wenden,
von Irrtum und Torheit
kehren zu der Wahrheit.

Jesus trifft in der Synagoge auf einen Menschen, der ist, wie es heißt, in einem unreinen Geist. Von ihm besetzt. Ohne eigene Kraft, sich von ihm zu befreien. So ein Besessener ist ein Gefangener in sich selbst. Wo die Evangelien von unreinen Geistern oder Dämonen erzählen, reden sie von Mächten, die Menschen in ihrer Gewalt haben, die machen, dass Menschen sich selbst und anderen fremd werden. Offenkundig wird dabei die Erfahrung von Ohnmacht. Die Besessenen können sich selbst nicht helfen und ihre Nächsten können es auch nicht. Ihr Gefängnis ist von innen und außen dicht verschlossen und kein Schlüssel vorhanden. Bei manchen Krankheiten, bei mancher Sucht ahnen wir vielleicht etwas von solchen Mächten. Auch bei politischer Verblendung oder bei der dem Sog, immer mehr haben zu wollen, ohne es zu brauchen.

Es steckt eine theologische Dimension in den Erzählungen von Jesu Zusammentreffen mit den Geistern, von denen Menschen besessen sind. Der Dämon erkennt in Jesus den Feind:
Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth?
Wer ihn so fragt, will mit ihm unter keinen Umständen zu schaffen haben.
Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.

Der Heilige Gottes? So kennt der Dämon Jesus. Aber was besagt das?
Offenbar mischt sich in diesem Jesus der heilige Gott selbst ein und macht - hier in der Synagoge und später an anderen Orten - Menschen frei von Mächten, die sie sich selbst entfremden. Wo Jesus auf Besessene trifft, kämpft Gott mit den Zerstörungsmächten. Jesus und Gott in ihm kämpft um den Menschen, damit der frei sei.

Was ist das? - fragen die Leute in der Synagoge voller Erschrecken. Eine neue Lehre in Vollmacht. Er gebietet auch den Dämonen und sie gehorchen ihm.
Die Dämonen kennen ihn, wissen, wer er ist. Und er gebietet ihnen Stillschweigen und treibt sie aus, nimmt ihnen Recht und Macht über den Menschen.
Wer ist er – dieser Heilige Gottes gegenüber den Mächten des Bösen?

Von dem allen wird im Evangelium mythologisch erzählt. In den Vorstellungen einer vergangenen Welt, die erfüllt ist vom Kampf der guten und bösen Geister und Mächte. So denken wir heute nicht. Ist deswegen überholt, was hier von Gott und Jesus und uns zu hören ist? Es könnte sein, dass in dieser alten Sprache und Vorstellung etwas aufbewahrt ist, das sich unserer Erklärbarkeit und Beherrschbarkeit entzieht – und uns doch auch heute zu schaffen macht.

3.
Der dritte Schauplatz ist ein Privathaus, in das Jesus sich mit den Jüngern begibt. Der Jünger Simon wohnt hier mit seiner Familie. Seine Schwiegermutter liegt fieberkrank danieder. Sie erzählen Jesus von ihr. Und der tritt an ihr Bett, ergreift sie bei der Hand und richtet die Kranke auf. Da weicht das Fieber. Die Frau steht auf und dient dem Besuch zu Tisch. –
Ich habe sie gern – diese ganz unspektakuläre Heilungsgeschichte. Sie zeigt uns den heilenden Jesus bei einer ganz normalen Fieberkrankheit in der Familie.
Dieser Heiland ist sich offenbar nicht zu schade fürs gewöhnliche Leben.

An der Tür zu Simons Haus läuft nach Sonnenuntergang die Bewohnerschaft des ganzen Ortes zusammen. Sie bringen all ihre Kranken und Besessenen zu ihm. Und er heilt viele, die mit vielerlei Leiden beladen sind. Und er treibt viele Dämonen aus.
Viele? Nicht alle?
War in diesem Jesus nicht das Reich Gottes gekommen? Ja, es war nach Jesu eigenem Wort nahe herbeigekommen. Ganz nahe, so dass Kranke gesund und Besessene frei wurden. Und das Reich Gottes war doch noch im Kommen. Schon da und mächtig in Zeichen, die an denen geschahen, die schlecht dran waren. Aber nur Einzelnen wurde geholfen.
Das Reich Gottes für alle ist bis heute immer noch herbeizubeten: Dein Reich komme! Noch immer sind viele schlecht dran und leiden und machen die Erfahrung von Ohnmacht – in Israel, in Gaza, auf der Westbank des Jordan und anderswo.

4.
Der Tag war zu Ende gegangen. Die Nacht hatte sich auf Kapernaum gelegt. Sie ist noch nicht um, da steht Jesus auf. In aller Frühe. Er geht hinaus. Aus dem Haus. Aus der Stadt. An einen einsamen Ort. Bevor er sich wieder den Menschen zuwendet, betet er in der Einsamkeit. Er allein vor seinem himmlischen Vater.
Wir haben gehört, dass Jesus Jünger gerufen hatte, ihm nachzufolgen auf seinem Weg zu den Menschen. Wir lesen im Evangelium auch, dass er seine Jünger das Beten gelehrt hat: So sollt ihr beten: Unser Vater in den Himmeln …
In seinem eigenen Gebet zu seinem Vater im Himmel aber ist Jesus allein und will allein sein. Das wird hier deutlich erzählt.
Wer ist dieser im Gebet einsame Sohn des himmlischen Vaters – der eingeborene, wie er anderswo im Neuen Testament genannt wird? Er, der sich hier dem Volk entzieht und sich auch seinen Jüngern entzieht? Wer ist er?

Alle suchen dich – sagen die Jünger, die ihm nachgegangen sind, ihn gesucht und schließlich gefunden haben.
Er aber sagt: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Ortschaften, dass ich auch dort verkündige. Denn dazu bin ich ausgezogen.
Und so tut er dann auch. In ganz Galiläa. Mal hier, mal da. Als Wanderprediger und Heiland und Befreier unterwegs von Ort zu Ort. Nirgendwo baut er ein Reich auf, keine Kirche, keine festen Strukturen.
Bis sein Weg zuletzt in Jerusalem endet. Auf Golgatha. Ist das sein Ende?

5. (Schluss)
Wer war er – dieser Jesus von Nazareth? Wer ist er?
Wir sind in den evangelischen Geschichten von ihm neu auf Fragen gestoßen.
Antwort kann nur herkommen von ihm selbst – wenn er der lebendige Herr ist. Die Evangelisten wollten seine Stimme sein.

So warten wir auf den, der kommt, warten mit allen in der Synagoge, warten mit allen in der Kirche - für unsere Welt. Amen.

Hans Theodor Goebel,
Predigt über Mk 1,16-39 am 11. Januar 2009 in der Antoniter-Kirche Köln (Gottesdienst nach reformierter Tradition)

 


Prof. Dr. Hans Theodor Goebel
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Das Markusevangelium - eine reformierte Predigtreihe
Der einfache Gottesdienst - Melanchthon-Akademie Köln

Vom 14. Dezember 2008 bis zum 13. Dezember 2009 dreizehn Predigten zu Worten aus dem Evangelium nach Markus.

 

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