Termine

Reformationsdekade 2012: Reformation und Musik
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps


Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.

Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik


WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.

Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.

Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.

Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.

Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.

''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück


''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012

''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein ­lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.

Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.

35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.

Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.

Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012


Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)

Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion

Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.

Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)

Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden

Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.

Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.

Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.

''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)


''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012

Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.

Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.

6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012


Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.

Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz


GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.

Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf

Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.


Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant


''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentags­präsidium in Erfurt beschlossen.

450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn


Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.



''Ein deutliches Zeugnis in der globalen Unsicherheit''

Erklärung des Rates der GEKE zur Barmer Theologischen Erklärung

Der Rat der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) würdigt die bleibende Bedeutung der vor 75 Jahren in Deutschland verfassten Barmer Theologischen Erklärung für die Kirchen in Europa.

Die Barmer Theologische Erklärung, mit der die Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche 1934 eine Abgrenzung gegenüber der Ideologie des Nationalsozialismus zog, hat bleibende Bedeutung für die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Anlässlich des 75. Jubiläumsjahres der Bekenntnissynode von Barmen erinnerte der Rat der GEKE während seiner Sitzung am 17. Oktober in Oslo an die bleibende Bedeutung der Barmer Theologischen Erklärung für die Kirchen in Europa.

Die Barmer Theologische Erklärung hat Menschen unterschiedlicher Konfession vereint. Sie ist Vorbild für das Gründungsdokument der GEKE, die Leuenberger Konkordie von 1973. Sie ist eine Ermutigung, auch in schwierigen Situationen die Gemeinsamkeit der Kirchen zu suchen.

Der Rat der GEKE betont, dass die Zuordnung von Freiheit und Verantwortung „ein besonderes Kennzeichen der evangelischen Kirche in ihrem gesellschaftlichen Engagement“ ist. Die Barmer Theologische Erklärung bestärkt die Kirchen, „in den gegenwärtigen Herausforderungen globaler Unsicherheit, gewaltsamer Konflikte und der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen ein deutliches Zeugnis in Wort und Tat abzulegen“.

Aus der Barmer Erklärung wie auch aus der Leuenberger Konkordie folgt für den Rat der GEKE, dass „die Gestaltung von Kirche nicht einfach politischen oder gesellschaftlichen Gegebenheiten folgt. Auch in ihren Ordnungen muss die Kirche bezeugen, wem sie gehört“.

Der 13-köpfige Rat ist das Exekutivorgan der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Er kommt circa alle neun Monate zusammen, aktuell tagte der Rat vom 16.-18. Januar 2009 in Oslo.

Pressemitteilung der GEKE, Bern, 20. Januar 2009

Die Erklärung des Rates der GEKE im Wortlaut:

Die Bedeutung der Barmer Theologischen Erklärung

Erklärung des Rates der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa zum 75. Jahrestag

Die Barmer Theologische Erklärung, mit der die Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche in Wuppertal-Barmen im Jahr 1934 eine Abgrenzung gegenüber der in die Kirchen eingedrungenen Ideologie des Nationalsozialismus vollzog, hat in den Kirchen der GEKE eine wachsende Bedeutung erlangt. In den deutschen Mitgliedskirchen der GEKE wird ihr der Rang eines maßgeblichen Lehrzeugnisses zuerkannt. Zugleich hat die Barmer Theologische Erklärung eine ökumenische Dimension, die weit über Deutschland hinausweist.
So hat sie weltweit Eingang in viele Ordnungen evangelischer Kirchen gefunden.
Anlässlich des Jubiläumsjahres der Bekenntnissynode von Barmen würdigt der Rat der GEKE die Barmer Theologische Erklärung als ein wichtiges Dokument auf dem Weg zur Leuenberger Konkordie und erinnert an ihre bleibende Bedeutung für die Kirchen in Europa.

1. Der Gemeinschaft dienen

„Wir befehlen es Gott, was dies für das Verhältnis der Bekenntniskirchen untereinander bedeuten mag.“ (Barmer Theologische Erklärung, Vorrede)

In der „Zeit gemeinsamer Not und Anfechtung“ wurde es möglich, dass Synodale aus lutherischen, reformierten und unierten Kirchen „ein gemeinsames Wort“ bekennen und dabei ihren „verschiedenen Bekenntnissen treu sein und bleiben“ konnten. Damit wurde der Weg eröffnet, der dann in der Leuenberger Konkordie zur „Kirchengemeinschaft ... unter Kirchen verschiedenen Bekenntnisstandes“ (Leuenberger Konkordie 29) führte.

Die Kirchen der GEKE haben sich verpflichtet, „der ökumenischen Gemeinschaft aller christlichen Kirchen zu dienen“ (Leuenberger Konkordie 46). Die Barmer Theologische Erklärung ist eine Ermutigung, auch in schwierigen Situationen die Gemeinsamkeit der Kirchen zu suchen und durch den Dialog zum gemeinsamen Zeugnis in den aktuellen Herausforderungen zu gelangen.

2. Das eine Wort Gottes hören

„Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben.“ (Barmer Theologische Erklärung 1)

Die Barmer Theologische Erklärung verwirft als falsche Lehre, dass „außer und neben diesem einen Wort Gottes“ noch andere Ereignisse und Mächte als Quelle der kirchlichen Verkündigung anerkannt werden können. In gleicher Weise stellt die Leuenberger Konkordie das Evangelium als „die Botschaft von Jesus Christus, dem Heil der Welt“ (Leuenberger Konkordie 7) ins Zentrum aller ihrer Aussagen.

Die Offenbarung des dreieinigen Gottes in Jesus Christus ist der alleinige Lebensgrund der Kirche. Dies gilt es auch heute zu bezeugen und in den gegenwärtigen Kontexten immer wieder neu zur Geltung zu bringen.

3. Aus Freiheit dienen

„... Jesus Christus Gottes Zuspruch der Vergebung aller unserer Sünden ... auch Gottes kräftiger Anspruch auf unser ganzes Leben“ (Barmer Theologische Erklärung 2)

Aus der „frohe[n] Befreiung aus den gottlosen Bindungen dieser Welt“ folgt der „freie, dankbare Dienst an seinen Geschöpfen“. Auch die Leuenberger Konkordie erkennt als Konsequenz der Rechtfertigung die Freiheit „zu verantwortlichem Dienst in der Welt“ und bestimmt diesen als Eintreten „für irdische Gerechtigkeit und Frieden zwischen den einzelnen Menschen und unter den Völkern“ (Leuenberger Konkordie 11).

Diese Zuordnung von Freiheit und Verantwortung ist ein besonderes Kennzeichen der evangelischen Kirchen in ihrem gesellschaftlichen Engagement. Die Barmer Theologische Erklärung bestärkt sie, in den gegenwärtigen Herausforderungen globaler Ungleichheit, gewaltsamer Konflikte und der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen ein deutliches Zeugnis in Wort und Tat abzulegen.

4. Kirche gestalten

Die christliche Kirche bezeugt „mit ihrem Glauben wie mit ihrem Gehorsam, mit ihrer Botschaft wie mit ihrer Ordnung“, dass sie allein Christi Eigentum ist. (Barmer Theologische Erklärung 3)

Wie die Barmer Theologische Erklärung betont die Leuenberger Konkordie, dass die Kirche allein auf Jesus Christus gegründet ist, „der sie durch die Zuwendung seines Heils in der Verkündigung und in den Sakramenten sammelt und sendet“ (Leuenberger Konkordie 2).

Nach dem Verständnis der Leuenberger Konkordie ist Kirchengemeinschaft kein formales Prinzip, sondern etwas, das in der Ausrichtung auf Jesus Christus immer wieder neu gelebt und bewährt wird. Demzufolge kann die Gestaltung von Kirche nicht einfach politischen oder gesellschaftlichen Gegebenheiten folgen. Auch in ihren Ordnungen muss die Kirche bezeugen, wem sie gehört.

5. Das Evangelium verkündigen

„Der Auftrag der Kirche, in welchem ihre Freiheit gründet, besteht darin, an Christi Statt und also im Dienst seines eigenen Wortes und Werkes durch Predigt und Sakrament die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk.“ (Barmer Theologische Erklärung 6)

Nach der Barmer Theologische Erklärung ist der Auftrag der Kirche nicht in ihr Belieben gestellt. Auch die Leuenberger Konkordie verpflichtet die Kirchen, ihr Handeln und ihre Gestalt „allein von dem Auftrag her zu bestimmen ..., dieses Zeugnis in der Welt auszurichten.“ (Leuenberger Konkordie 4)

Die Weitergabe des Evangeliums an alle Menschen gehört zum Wesen der Kirche. Die Botschaft von der freien Gnade Gottes gilt allem Volk, auch den vermeintlich Fernstehenden. Sie befreit dazu, das Evangelium gerade in schwierigen und aussichtslos erscheinenden Situationen weiter zu geben.

Oslo, 17. Januar 2009

Erläuterungen

Barmer Theologische Erklärung

Mit der Barmer Theologischen Erklärung hat die „Bekennende Kirche“ in Deutschland 1934 eine Abgrenzung gegenüber der Ideologie des Nationalsozialismus in der Kirche vollzogen. Sie wurde wesentlich von Karl Barth entworfen und auf der ersten Bekenntnissynode vom 29. bis 31. Mai 1934 in Wuppertal-Barmen verabschiedet. Sie gilt als wegweisendes Lehr- und Glaubenszeugnis der Kirche im 20. Jahrhundert. Für einige deutsche Landeskirchen gehört sie zu den Bekenntnisgrundlagen, auf die deren Pfarrer ordiniert werden. Daher ist sie im Evangelischen Gesangbuch, das in den meisten deutschsprachigen evangelischen Kirchen in Gebrauch ist, im Wortlaut abgedruckt.

Leuenberger Konkordie

Die „Leuenberger Konkordie“ ist das theologische Grundlagendokument der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE). Durch die Verabschiedung der Konkordie, der jahrzehntelange Lehrgespräche vorausgingen, wurde am 16. März 1973 eine über 450 Jahre währende Kirchentrennung in Europa beendet. Die mittlerweile 105 Mitgliedskirchen aus 29 Ländern gewähren sich Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft. Sie erkennen gegenseitig Ordination und Ämter an. Die Konkordie begründet das Ökumene-Modell der GEKE, die "Einheit in versöhnter Verschiedenheit".

Die Erklärung des Rates der GEKE.pdf >>>


 

 

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75 Jahre Barmer Theologische Erklärung: 1934 - 2009
Infos und Materialien zum ''Barmer Bekenntnis'' auf einen Blick


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