Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

75 Jahre Barmer Theologische Erklärung

Gemeinsame Arbeitshilfe von EKD, UEK und VELKD

Denkmal zur Barmer Theologischen Erklärung in Wuppertal; Foto aus der Arbeitshilfe: Fotos der Skulptur: „Ja-Sager und Nein-Sager“ von Ulle Hees: Dietmar Harnis, Wuppertal.

Am Pfingstsonntag 2009, dem 31. Mai, jährt sich die Verabschiedung der Barmer Theologischen Erklärung zum 75. Mal. Zu diesem Anlass geben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) erstmals gemeinsam eine Arbeitshilfe heraus. Das Heft enthält Materialien für Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen, Andachten zu den sechs Thesen sowie historische und theologische Informationen zur Entstehung und Wirkung der Barmer Theologischen Erklärung.

Die Vorsitzenden der drei gliedkirchlichen Zusammenschlüsse, die Bischöfe Wolfgang Huber, Ulrich Fischer und Johannes Friedrich, erinnern im Vorwort der Broschüre: „Es waren Synodale aus lutherischen, reformierten und unierten Kirchen und Gemeinden, die in Barmen vor 75 Jahren im gemeinsamen Bekennen zusammenfanden und sich damit gegen die ideologische und organisatorische ‚Gleichschaltung’ der Kirche im nationalsozialistischen Staat wehrten.“ Über ihre Entstehungszeit hinaus zeigten die Barmer Thesen, „wie eine bedrohte und angefochtene Kirche durch die theologische Besinnung auf ihre Grundlage, ihre Gestalt und ihre Aufgabe kritikfähig, im Einzelfall auch widerstandsfähig wird und wie sie dadurch aller Bedrängnis zum Trotz an Kraft und Ausstrahlung gewinnt.“ Die Konzentration auf das Wesentliche sei ein starkes Motiv auch in den gegenwärtigen Reformbestrebungen in der EKD und ihren Gliedkirchen. „Diese Arbeitshilfe trägt zur theologischen Besinnung in den kirchlichen Reformprozessen bei, indem sie gegenwärtig bewegende Fragen in das Licht der Barmer Theologischen Erklärung stellt.“

Die 70seitige Broschüre ist in drei Hauptteile gegliedert. Der erste befasst sich mit der Geschichte und der Wirkung der Barmer Theologischen Erklärung. Der zweite Teil setzt einen Schwerpunkt auf die These III mit ihrer Bestimmung von Wesen und Auftrag der Kirche, während der dritte Teil der Arbeitshilfe Andachten zu den sechs Thesen und eine Bildmeditation enthält.

Die Texte und Bilder sind auch digital über das Internet abrufbar: www.ekd.de, www.uek-online.de, www.velkd.de.

Arbeitshilfe "75 Jahre Barmer Theologische Erklärung. Eine Arbeitshilfe zum 31. Mai 2009".pdf >>>

 


Hannover, 3. Februar 2009, Pressestelle der EKD, Silke Römhild
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Infos und Materialien zum ''Barmer Bekenntnis'' auf einen Blick

 

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