Termine
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps
Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.
Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik
WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.
Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.
Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.
Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.
Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.
''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück
''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012
''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.
Symbol für Schutz und Wärme
Kirchengemeinde Horn stellt neues Antependium am Aschermittwoch vor
Horn. Ein neues, symbolträchtiges Antependium wird die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Horn im Gottesdienst am Aschermittwoch, 22. Februar, vorstellen. Antependien heißen die Schmucktischdecken für Abendmahltisch und Kanzel. Sie sollen mit ihren Farben und Symbolen die besondere Atmosphäre der jeweiligen Sonntage im Kirchenjahr verdeutlichen.
Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.
35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.
Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.
Die Sterne lügen nicht
Marktplatzgespräche in Detmold: Astrologie und Glaube
Detmold. Warum lesen Menschen Horoskope? Ist die Astrologie einfach handfester als christliches Gottvertrauen? Haben die Sterne wirklich Einfluss auf unser Leben oder ist das schlicht Aberglaube? Das Bildungsreferat der Lippischen Landeskirche und die ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold-Ost laden zu einem Abend im Rahmen der Reihe „Marktplatzgespräche“ am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr in das Gemeindehaus am Markt ein.
Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012
Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)
Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion
Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.
Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)
Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden
Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.
Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.
Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.
''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)
''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012
Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
''Gott ist es, der es heranreifen lässt. Etwas davon, dass uns das Entscheidende, dass uns die gute Gabe letztlich zuwächst und nicht von uns abhängig ist, steckt in der frechen, aber zu unserem Gleichnis passenden, Redensart, dass die „dümmsten Bauern“ die „dicksten Kartoffeln“ haben.''
Markus 4,26-29:
Und er sagte: So ist das mit dem Reich Gottes: Ein Mensch wirft Samen auf die Erde. Und legt sich zum Schlafen und steht wieder auf, nachts und tags. Und der Same treibt und wächst hoch, ohne dass der Mensch weiß wie. Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre und dann vollausgereiftes Korn in der Ähre. Wenn die Frucht soweit ist, lässt der Mensch die Sichel schwingen, denn die Ernte ist da.
Liebe Gemeinde!
Es ist schon faszinierend mit wie wenigen, aber sehr präzisen, sicheren und deutlichen Strichen es Jesus gelingt Umrisse, Durchblicke und Ansichten vom Reich Gottes zu entwerfen. Mit gleichsam schütteren Worten beschreibt er uns seine Vorstellung, mehr noch, zeichnet er seine Absicht, seinen Willen vom Reich Gottes in das Bild eines Menschen, einer Bäuerin oder eines Bauern, der den Samen auf dem Feld ausbringt, der sät. Es ist eine ganz alltägliche, eine völlig normale Geschichte, die von einer unabdingbar notwendigen Arbeit erzählt, eben ein Gleichnis vom Königtum Gottes.
Gerste und Weizen waren damals die wichtigsten Grundnahrungsmittel. Es geht also in dem Gleichnis von dem Königtum Gottes, von dem Reich Gottes, um die Grundversorgung für jeden, um den Mindestbedarf, nicht um irgendwelchen Luxus, sondern um das, was alle brauchen. Und so tritt in diesem Gleichnis – zumindest in meiner Vorstellung – der Bauer oder die Bäuerin auf, wie ein freier, unabhängiger Mensch. Mit selbstbewusstem, bedächtigem Schritt schreitet sie über den gepflügten Acker und mit ruhigen, gleichmäßigen Bewegungen streut sie das Saatgut aus. Die sonst in den Evangelien so deutlich anzutreffende Leiderfahrung derer, die das Land anderer bebauen, weil sie selber nichts besitzen, ist hier völlig ausgeblendet. Nichts erinnert an das Elend der damaligen Landbevölkerung, nämlich Verschuldung, Schuldenturm, Enteignung und schließlich Versklavung. All das gibt es nicht mehr. „So ist das Königtum Gottes!“ Unausgesprochen, zwischen den Zeilen, ist das die erste Botschaft des Predigttextes. Markus zitiert hier auf seine Weise den Propheten Micha (Micha 4,4): „Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wir sie schrecken.“
Mich erinnert der ganze Zusammenhang immer wieder an ein Bild aus der Schrift „Deutsche Ideologie“ von Karl Marx. In seinem Bild beschreibt er das Ziel gesellschaftlicher Entwicklung als eine Situation in der niemand mehr auf einen bestimmten Beruf festgelegt ist, also frei ist und selbstbestimmt ist. Er beschreibt eine Situation in der jeder und jede alles lernen kann und dadurch wird es möglich, „heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, mittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.“ (MEW 3, S. 33)
So ist das Königtum Gottes und der Text fährt fort: „Und legt sich zum Schlafen und steht wieder auf, nachts und tags.“ Im ersten Moment ist man irritiert und fragt sich, was wohl eine Bauer oder eine Bäuerin, die von der Arbeit auf dem Land ihren Lebensunterhalt erwirtschaften muss, zu diesem Satz sagen würde. Es ist ein Satz, der irgendwie unangemessen das Schlafen herauszustellen scheint und für unsere Ohren den Müßiggang und das Nichtstun betont. Dabei ist auch heutzutage, trotz Mechanisierung die Landwirtschaft ein harter Broterwerb. Nicht ohne Grund werden Jahr für Jahr Arbeitskräfte zur Ernte gesucht und vor allem unter ausländischen Arbeitern gefunden. Doch bei genauerem Hinhören wird deutlich, das Gleichnis behauptet ja nicht, dass der Mensch, nachdem der Samen gesät ist, sich auf die faule Haut legt und bis zur Ernte nur noch schläft. Es heißt ja ausdrücklich: „Und legt sich zum Schlafen und steht wieder auf, nachts und tags.“ Es geht also durchaus um den normalen Arbeitsalltag, der aus dem Wechsel zwischen Arbeit und Erholung besteht. Doch wenn ich das so sage verschiebe ich aus meiner Sozialisation heraus einen wesentlichen Akzent. Denn indem der Text zuerst vom Schlafen spricht, wird uns signalisiert, dass der Tagesrhythmus mit der Ruhe beginnt und nicht wie bei uns mit der Arbeit. Diese Akzentverschiebung im biblischen Menschenbild will ich nicht unterschlagen; denn sie wird auch in unserem Leben befreiend wirken. Befreiend, weil nicht mehr die Machbarkeit, nicht mehr der zerstörerische Anspruch alles beherrschen zu wollen und zu können, nicht mehr die Fixierung auf die Arbeit als Erwerbsarbeit im Zentrum unseres Lebens steht, die dann noch unsere Selbstwertgefühl ausmacht. Befreiend, weil wir lernen können, dass wir unsere Kraft nur aus der uns von Gott geschenkten Ruhe des siebten Tags schöpfen und damit aus der vorausgehenden Ruhe eines jeden Tages. Doch als entfesselte Menschen, die sich von Gott emanzipiert haben, stellen wir in inhumaner Selbstherrlichkeit die Arbeit vor die Ruhe. Ruhe ist aber nicht der Lohn für erledigte Arbeit, sondern Arbeit – nach biblischem Verständnis – ist nur möglich als Konsequenz, als Ausfluss, der zuvor gestatteten – nein, mehr noch –, der geschenkten Ruhe und Erholung. Kein Wunder, dass dieser Satz uns im ersten Zugang so fremd und irritierend daherkommt und zugleich ist er so wichtig.
Der Mensch in dem Gleichnis muss aber eins, er muss warten können. Sie muss warten können, bis die Frucht reif ist. Dass die Frucht reif wird, das macht der Mensch nicht. Dass die Frucht reif wird, darauf hat der Mensch, was die inneren Abläufe der Reifungsprozesse angeht, keinen Einfluss. Auch wenn wir mit riesigem technischen Aufwand die Natur auszutricksen versuchen, an den photosynthetischen Vorgängen zum Beispiel, kommen auch wir nicht vorbei. Dass die Frucht reif wird, darauf können wir nur warten. Das ist dem Bibeltext sehr wichtig; denn zweimal streicht er diesen Sachverhalt heraus. Einmal heißt es von dem Menschen, der den Samen ausstreut im Blick auf dessen Wachsen: „ohne dass der Mensch weiß wie“. Die andere Aussage schließt sich dem unmittelbar an, und es heißt dort: „Von selbst bringt die Erde Frucht.“ Im griechischen Text steht an dieser Stelle das Wort automatä – „automatisch“. Wir sind gewohnt, diesen Begriff vor allem in technischen Zusammenhängen zu verwenden. In unserem Text ist das gewiss nicht technisch gemeint; denn die Menschen hatten damals nicht unser Verständnis von Natur. Für sie war die Natur weder ein Bereich für romantische Verklärung, der etwas von Unberührtheit, Unverdorbenheit und Reinheit zum Ausdruck brachte – wie das bei uns heute in manchen Zusammenhängen der Fall ist, etwa bei der mythischen Verklärung des Labels „Bio“. Für die Menschen damals war die Natur aber auch kein Bereich technisch-manipulierender Eingriffe und Spielereien, wie wir sie heute als gentechnische Machbarkeitsphantasien unserer Agrarindustrie erleben. Natur ist für die biblischen Texte ein selbstverständlicher Bereich für Gottes Handeln. Und so selbstverständlich wie Gott in der Natur handelt, das Getreide wachsen und heranreifen lässt, ohne dass der Mensch dazu das Entscheidende beitragen kann, so ist das eben auch mit dem Reich Gottes. Gott schafft es. Gott ist es, der es heranreifen lässt. Etwas davon, dass uns das Entscheidende, dass uns die gute Gabe letztlich zuwächst und nicht von uns abhängig ist, steckt in der frechen, aber zu unserem Gleichnis passenden, Redensart, dass die „dümmsten Bauern“ die „dicksten Kartoffeln“ haben.
Wachsen lassen, warten können, Geduld haben – das gilt eigentlich für alle menschlichen Lebensbereiche. Das gilt auch für meine Arbeit in der Schule, wie für jede andere Arbeit von Ihnen. Auch da geht es nicht darum, dass wir uns auf die faule Haut legen, dass wir alles laufen ließen und uns um nichts kümmerten. Nein, so ist dieses biblische Warten nicht gemeint. Wir sind schon gefordert, aber mit unseren menschlichen Möglichkeiten, die um ihre Vorläufigkeit wissen, die nicht behaupten und in Anspruch nehmen alles und jedes beherrschen zu können. Wir merken doch gerade, wie hilflos wir vor den Auswirkungen der Finanzkrise und der Menschfeindlichkeit unseres Wirtschaftssystems stehen. Wir wissen doch alle um unsere Hilflosigkeit, wenn wir die immer nächste Drehung an der Gewaltspirale in Israel und Palästina in schrecklichen Bildern in unsere Wohnzimmer ausgeschüttet sehen. Hier warten zu können und wachsen zu lassen und gleichzeitig das Menschenmögliche zu tun, ist wohl das Widersprüchlichste der christlichen Existenz überhaupt. Aber wie der Mensch in dem Gleichnis schläft und aufsteht und sicherlich nach dem Feld sieht und eggt und jätet, aber eben nicht an den Halmen des sprießenden Getreides zieht, damit es schneller wächst und größer wird, so sind auch wir zur Geduld gerufen; denn allein Gott wirkt das Wunder, dass sein Reich kommt – auch wenn ich manchmal mehr will.
Im letzten Vers nimmt das Gleichnis Gedanken und Wörter aus Joel 4,13 auf: „Greift zur Sichel, denn die Ernte ist reif“. Der Zusammenhang im Joelbuch, das haben wir ja in der alttestamentlichen Lesung gehört, ist eine Weissagung. Eine Weissagung, dass Gott es den Völkern, die Israel versklavt und unterdrückt haben, heimzahlen wird. Doch für unser Gleichnis fällt es schwer, die Ernte als Gottesgericht über die Völker zu verstehen, auch wenn das im Joelbuch und in der jüdischen Deutungstradition so angelegt ist. Aber das Bild des wunderbar wachsenden Saatfeldes widerspricht dem. Trotzdem, das Bild der Sichel und der Ernte wird auch in unserem Text die Verbindung zum Weltgericht nicht los und will sie wohl auch nicht los werden, sondern sie im Hintergrund behalten, als Mahnung, als Folie, vor der sich all unser Handeln rechtfertigen muss.
Nun ist der Gedanke des Völkergerichtes dem Markusevangelium nicht grundsätzlich fremd (13,24-26; 14,62). Aber, und das ist der Akzent unseres Gleichnisses, ehe das Gottesgericht über die Völker kommen wird, haben sie noch eine Zeit zur Umkehr, haben die Völker, haben wir eine Zeit zu hören und zu sehen. Jesu Lehre und Verkündigung und die Predigt derer, die ihm nachfolgen, ruft die Völker, ruft uns, zur Umkehr. Die Markusgemeinde entwickelt hier in diesem Gleichnis vom Reich Gottes die politische Vision, die niemanden verloren geben will, selbst dann nicht, wenn sie selbst, als Gemeinde, die schlimmste Verfolgung erdulden muss. Obwohl das Wort Feindesliebe nicht einmal im Markusevangelium erwähnt wird, wird hier die Praxis der Feindesliebe beschrieben. Das ist die Praxis der Geduld, das ist die Praxis des Wartens, die Praxis des Wachsen Lassens, des Gerichts Gottes, die Praxis der Hoffnung auf Gottes Reich.
Unser Predigttext ist also ein Gleichnis für das Reich Gottes. Reich Gottes – das heißt ja, Gott ist König, Gott herrscht. Das ist für mich schon eine schwierige Vorstellung, eine Königtum, eine Monarchie zu erhoffen, bei aller Begeisterung für diesen Begriff. Vielleicht schützt uns aber auch dieser fremd gewordene Begriff einer überlebten Herrschaftsform davor, uns das Reich Gottes all zu schnell nach unseren Wünschen und Phantasien zu gestalten und damit zu missbrauchen. Reich Gottes ist da, wo er als Herr anerkannt wird, wo er zur Herrschaft gekommen ist. Und unser Text will davon erzählen, dass und wie Gott zur Herrschaft kommt. Es verhält sich damit genau so wie mit einem Menschen, der Samen aufs Land streut. In der Geschichte ist es der Same, der wächst und zur Ernte reift. Aber was ist das Mittel, mit dem Gott unter uns zur Herrschaft kommt und sein Reich heraufführt? In diesem vierten Kapitel im Markusevangelium stehen noch zwei weitere Gleichnisse, und immer geht es um Samen und um das, was aus ihm hervorwächst und an einer Stelle wird ausdrücklich gesagt, was mit dem Samen gemeint ist: das Wort, das verkündigte Wort. Das ist das Mittel, mit dem Gott zur Herrschaft kommen will. Nur das Wort? Ist das nicht allzu mickrig?
Nun haben wir auch in diesem Gottesdienst bekannt: „Ich glaube an Gott ..., den Allmächtigen“. Und wer auch sollte mächtiger sein als Gott? Manchmal wünsche ich mir seine Macht anders, dass er so richtig dreinschlägt – wenigstens ab und zu –, natürlich auf die, von denen wir meinen, sie hätten es endlich mal verdient. Und er tut’s nicht. Der allmächtige Gott zwingt uns in seiner Allmächtigkeit zu nichts. Er gebraucht das Wort, das Wort, das uns Weisung gibt, damit wir uns im Leben zurecht finden können.
Das sieht dann vielleicht alles sehr bescheiden aus. Von großer Ernte noch keine Spur. Sozusagen nur ganz kleine Hälmchen – und dann kommen womöglich noch Karnickel und fressen einen großen Teil davon ab. Es kann schon sein, dass man manchmal in der Gemeinde und Kirche und der Welt entmutigt wird. Dass es scheint, als wachse da nichts, als ginge es nicht richtig vorwärts, als müsse man immer wieder von vorne anfangen. Und da finde ich unseren Text sehr tröstlich: Es ist schon längst vor mir angefangen worden. Der Same ist da und trägt die Ernte mit Gewissheit in sich. Gottes Wort ist da und wird weiter gesagt; und es hat Verheißung, auf die ich mich verlassen kann. Es tut, was es sagt. Am Ende steht nicht die große Leere, sondern Gott und sein Reich. Und er steht nicht erst am Ende da, wie ein Drohung, sondern er will uns mit seinem Wort schon jetzt, heute, erreichen und gewinnen.
Worte, nichts als Worte? Ja, nichts als Worte. Aber ich weiß, was Worte anrichten können, und ich weiß, wie gut Worte tun können. Und ich vertraue darauf und erhoffe es mir immer wieder, dass Gott im Wort kommt, dass dieses Wort uns leitet, sie und mich, dass dieses Wort uns trägt, sie und mich. Lassen sie uns also ausgeruht den Samen ausstreuen. Lassen sie uns ausgeruht nach der Saat sehen, uns um sie kümmern, wohl wissend, wir werden das Reich Gottes nicht errichten, aber wir sollen und dürfen daran mitarbeiten. Lassen sie uns ausgeruht und geduldig auf die Ernte hoffen, deren Perspektive es ist alle Menschen mitzunehmen und niemanden verloren zu geben. Lassen sie uns geduldig, mutig und zuversichtlich auf Gottes Wort vertrauen.
Amen.
Predigt vom 8. Februar 2009, gehalten in der Reihe: "Der einfache Gottedienst", reformierte Predigten zum Markusevangelium, Melanchthon-Akademie Köln
Johannes Voigtländer
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Das Markusevangelium - eine reformierte Predigtreihe
Der einfache Gottesdienst - Melanchthon-Akademie Köln Vom 14. Dezember 2008 bis zum 13. Dezember 2009 dreizehn Predigten zu Worten aus dem Evangelium nach Markus. |
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