Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Barmer Theologische Erklärung - Begründete Freiheit

1. und 15. Juli, 16. und 30. September, 7. Oktober: Vorträge im Berliner Dom

Wozu verkündigen? Die Botschaft der Kirche und die "Quote" -
Mittwoch, 7. Oktober 2009 - 20 Uhr
Vortrag: Johanna Haberer - Moderation: Ralf Meister

Vortragsreihe zum 75. Gedenkjahr der Barmer Theologischen Erklärung 2009 im Berliner Dom, veranstaltet von der Union Evangelischer Kirchen in der EKD in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Domkirchengemeinde. 

Führungsaufgaben in der „Gemeinde von Brüdern“ Martin Dutzmann hält Vortrag zur Barmer Theologischen Erklärung

UEK. Martin Dutzmann, Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche und Evangelischer Militärbischof, setzt am Mittwoch, dem 16. September 2009, die durch die Sommerpause unterbrochene Vortragsreihe im Berliner Dom zur Barmer Theologischen Erklärung fort. „Wie dienen - wie leiten? Führungsaufgaben in der ‚Gemeinde von Brüdern‘“, so lautet sein Thema, das er im Blick auf die vierte Barmer These entfaltet. Der Grundsatz von Barmen IV lautet: „Die verschiedenen Ämter in der Kirche begründen keine Herrschaft der einen über die anderen, sondern die Ausübung des der ganzen Gemeinde anvertrauten und befohlenen Dienstes.“
Der 75. Jahrestag der Barmer Theologischen Erklärung ist Anlass für die Vortragsreihe, in der profilierte Stimmen aus der evangelischen Kirche zu Wort kommen. Veranstaltet wird sie von der Union Evangelischer Kirchen (UEK) in der EKD in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Domkirchengemeinde. Die sechs Vorträge geben Auskunft darüber, welche Relevanz die Thesen von 1934 für heutige Herausforderungen haben. Im Gespräch mit jeweils einer Barmer These beleuchten sie Probleme, vor die gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklungen die Kirche stellen.
Am 31. Mai 1934 formulierte die Synode von Barmen die theologische Grundlage für den Kampf gegen eine ideologische und organisatorische „Gleichschaltung“ der Kirche durch das Hitler-Regime. Die sechs Thesen von Barmen haben für die evangelische Kirche in Deutschland erhebliche Bedeutung – weit über den historischen Anlass hinaus. Sie gelten als bleibende Orientierung für den Auftrag der Kirche, besonders auch für ihre Verantwortung in Gesellschaft und Politik.
Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Berliner Dom. Der Abend wird moderiert von Friederike von Kirchbach, Pröpstin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Der Eintritt ist frei.
Die Vorträge der Reihe erscheinen im November 2009 unter dem Titel „Begründete Freiheit“ im Neukirchener Verlag.
Hannover, 14. September 2009 / Pressestelle der UEK / Silke Römhild

Themen, Termine und Vortragende zu den sechs Barmer Thesen 

Worauf hören? Die Kirche des Wortes und die Macht der Bilder
Mittwoch, 10. Juni 2009 - 20 Uhr
Vortrag: Petra Bahr - Moderation: Rüdiger Sachau

Was tun - was lassen? Die Kirche der Freiheit und der Zwang zur Effizienz
Mittwoch, 1. Juli 2009 - 20 Uhr
Vortrag: Margot Käßmann - Moderation: Malte Lehming

Woran orientieren? Die Gestalt der Kirche in gesellschaftlichen Umbrüchen
Mittwoch, 15. Juli 2009 - 20 Uhr
Vortrag: Michael Welker - Moderation: Reinhard Bingener

Wie dienen - wie leiten? Führungsaufgaben in der "Gemeinde von Brüdern"
Mittwoch, 16. September 2009 - 20 Uhr
Vortrag: Martin Dutzmann - Moderation: Friederike von Kirchbach

Was verantworten? Kirche und Staat in der globalen Ökonomie
Mittwoch, 30. September 2009 - 20 Uhr
Vortrag: Wolfgang Huber - Moderation: Petra Zimmermann

Wozu verkündigen? Die Botschaft der Kirche und die "Quote"
Mittwoch, 7. Oktober 2009 - 20 Uhr
Vortrag: Johanna Haberer - Moderation: Ralf Meister

Eröffnung der Reihe am 31. Mai 2009 im Pfingstgottesdienst; Predigt Bischof Ulrich Fischer

Quelle: http://www.uek-online.de/barmen/63509.html


Barbara Schenck
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Infos und Materialien zum ''Barmer Bekenntnis'' auf einen Blick

Eröffnungsvortrag der Vortragsreihe „Begründete Freiheit“ zum 75. Gedenkjahr der Barmer Theologischen Erklärung, Berliner Dom - von Petra Bahr, Kuturbeauftragte der EKD

''Vor dem Hintergrund der Bildermacht des Nationalsozialismus erhebt die erste Barmer Theologische These einen bilderkritischen, ja ikonoklastischen Einspruch. (...) Die ins Bild gesetzte politische Theologie des Nationalsozialismus wird in Barmen ihrem Anspruch nach entlarvt als Konkurrenz zum einen Wort Gottes.''
Film / DVD: Schüler auf den Spuren der Barmer Theologischen Erklärung

„Du sollst nicht Angst haben. Barmen 1934.“ lautet der Titel dieses Film, der für den Unterricht der Sekundarstufe II gedacht ist. Der Film ist eine Spurensuche nach „Ursachen und Folgen“ der Barmen Theologischen Erklärung, die 1934 in Wuppertal erarbeitet und verabschiedet wurde, – ein historisch und theologisch fundiert recherchierter Film, der Dokumentation (mit Originalaufnahmen z. B. von Karl Barth, der die noch heute bedeutsame Theologische Erklärung maßgeblich formuliert hat) und szenische Umsetzung vereint. Konfrontiert mit Orten ihrer Stadt versuchen jugendliche Laienschauspieler herauszufinden und nachzuvollziehen, was an der Barmer Erklärung so besonders ist.
 

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