Aktuelle Termine


Traditionell weltoffen? - Ausstellung zu multikulturellen Perspektiven Sachsen-Anhalts
20. Oktober 2016 bis April 2017 in Magdeburg
Unter dem Titel „Traditionell weltoffen? - Multikulturelle Perspektiven Sachsen-Anhalts in Geschichte und Gegenwart“ eröffnet am Donnerstag (20. Oktober, 18 Uhr) eine Ausstellung im landeskirchlichen Archiv Magdeburg (Freiherr-vom-Stein-Str. 47). Eröffnet wird die Ausstellung von Landesbischöfin Ilse Junkermann.


Reformation erinnern, predigen und feiern
Fortbildung und Material für Reformationsjubiläumsgottesdienste
Tagung in Wittenberg vom 17. bis 19. Janaur 2017


500 Jahre später: Luther zu Gast bei uns
Ab dem 3. November 2016 in Osnabrück
Offenes Foyer: Luther und andere zu Gast bei den Reformierten.


Renaissance and Reformation: German Art in the Age of Dürer and Cranach
November 2016 bis Ende März 2017 in Los Angeles, Kalifornien
Meisterwerke der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München zu Gast im Los Angeles County Museum of Art


EKD-Materialheft zum Tag der Menschenrechte 2016
Hier ist nicht Mann noch Frau - Recht auf Gleichbehandlung ungeachtet sexueller Orientierung und Identitätität Hier ist nicht Mann noch Frau“ Recht auf Gleichbehandlung ungeachtet sexueller Orientierung
Das Recht auf Gleichbehandlung, ungeachtet sexueller Orientierung und Identität, thematisiert die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zum "Internationalen Tag der Menschenrechte" 2016 mit einem Materialheft.


Die musikalische Seite der Reformation
6. Oktober bis 23. Dezember: „Lobpreis und Protest“: Ausstellung in der Johannes a Lasco Bibliothek Emden
Gesangbücher und andere Dokumente reformatorischer Zeit zeigen die Ev. Akademie Oldenburg und die Johannes a Lasco Bibliothek in Emden vom 6. Oktober bis zum 23. Dezember in der Ausstellung „Leder, Samt und Goldfiligran – Gesangbücher als Kulturgut“. Die Ausstellung wird ergänzt von einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Lobpreis und Protest“ mit Terminen in Emden, Oldenburg und Neustadtgödens bei Wilhelmshaven.


Einfach frei – nicht nur am 31. Oktober 2017
Die westfälische Landeskirche auf dem Weg zum 500-jährigen Reformationsjubiläum
Westfalen. Mit der Kampagne »Einfach frei« nimmt die Evangelische Kirche von Westfalen den einmaligen Feiertag am 31. Oktober 2017 zum Anlass, die aktuelle Bedeutung der Reformation vor 500 Jahren zu unterstreichen.


Unsere grossen Wörter. Reformatorische ReVisionen
20. Februar bis 29. Mai 2017: öffentliche Ringvorlesung in Bern
Gerechtigkeit / Rechtfertigung - Freiheit / Befreiung - Gnade - Glaube und Werke - Sünde - Schöpfung - Erwählung - Bild / Wort - Wahrheit - Liebe - das Böse - Gericht - Leib / Fleisch - Ewigkeit


„Wir sollen menschlich sein …“ (Jean Calvin) - Die Reformierten und die Diakonie.
19. – 21. März 2017
11. Internationale Emder Tagung zur Geschichte des reformierten Protestantismus


Luther aus reformierter Perspektive
20. Mai 2017
Reformierte Konferenz Bentheim - Steinfurt - Tecklenburg:
Prof. Dr. HermanSelderhuis, Theologische Universiteit Apeldoorn. Thema: „Luther aus reformierter Perspektive“. Die Frühjahrstagung findet im Gemeindehaus der Ev.-ref. Kirchengemeinde Emlichheim statt.


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75 Jahre Barmer Theologische Erklärung - Festakt mit Landtagspräsidentin Regina van Dinther

''Ein bedeutendes Dokument gegen jede Form der Gleichschaltung''

„Der Gottesbezug im Grundgesetz ist ein erforderlicher und auch ein notwendiger Verweis auf die christlichen Werte und Wurzeln unserer Kultur“. Das unterstrich die Präsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen, Regina van Dinther, am Abend 29. Mai 2009 in ihrem Festvortrag zu „75 Jahre Barmer Bekenntnis“ in der Gemarker Kirche in Wuppertal-Barmen.

Zum Festakt der Evangelischen Kirche im Rheinland sprach die Landtagspräsidentin zur 5. These der Barmer Theologischen Erklärung. Sie beschäftigt sich unter dem Bibelwort „Fürchtet Gott, ehrt den König“ (1. Petrus 2,17) mit dem Verhältnis von Kirche und Staat. Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, sagte: „Wir sind ein wenig stolz darauf, dass dieses mutige Zeugnis, diese Bekenntnisschrift unserer Kirche, hier bei uns im Rheinland beheimatet ist.“

Als „ein bedeutendes Dokument für den Widerstand der Evangelischen Kirche gegen jede Form der Gleichschaltung und gegen staatliche Eingriffe in Glaubens- und Kirchenfragen“ würdigte van Dinther das Bekenntnis von Barmen. Auch heute noch lieferten die Thesen Antworten auf bedeutende Fragen.

„Nebeneinander, Miteinander und Gegeneinander“
Sie ging auch auf eine aktuelle Kampagne von Atheisten ein, die auf Bussen für ihre Weltanschauung werben. Eines zeigten die unterschiedlichen Reaktionen ganz sicher: „Hier kann jeder für sich persönlich entscheiden, welcher Religion er angehören möchte und ob er sich überhaupt einer bestimmten Glaubensgemeinschaft zugehörig fühlt“, sagte die Politikerin.

„Im demokratischen Deutschland haben sich Kirche und Staat auf eine gegenseitige Achtung ihrer Wirkungsbereiche verständigt“, so die Landtagspräsidentin, „so wie es These 5 der Barmer Erklärung fordert“. Das Verhältnis von Kirche und Staat beschrieb sie in den verschiedenen Bereichen als ein sinnvolles „Nebeneinander, Miteinander und Gegeneinander“.

Das Nebeneinander der beiden Institutionen setze auf der einen Seite eine Toleranz staatlich-weltlichen Handelns seitens der Kirchen und auf der anderen Seite Neutralität und Toleranz des Staates in Glaubensfragen voraus. Das Miteinander betreffe vor allem gesellschaftliche Aufgaben. Vielerorts leisteten die Kirchen gemeinsam mit dem Staat einen Beitrag für sozialen Zusammenhalt, Gesundheit und Bildung, ob in Kindertagesstätten, Krankenhäusern oder in theologischen Studiengängen. Das Wirken der Kirchen im Staat ist nach Ansicht der Politikerin eine unverzichtbare Klammer für die gemeinsam geteilten Werte des Zusammenlebens.

„Auch ein Gegeneinander von Kirche und Staat ist in unserer demokratischen Gesellschaft erforderlich“, so Regina van Dinther, aber: In Fragen, die ethische Grundfesten der Gesellschaft zutiefst berührten, seien die staatlichen Regelungssysteme auf das Wort und das Widerwort der Kirchen angewiesen. Als Bespiele nannte sie die Sterbehilfe und den Einsatz von Gentechnik in der modernen Medizin. Für Politikerinnen und Politiker als verantwortlich handelnde Christen sei es Pflicht, sich auch öffentlich auf die Wurzeln ihres christlichen Glaubens zu berufen. Denn Glauben könne nicht allein Privatsache sein. Er habe eine gesellschaftliche und damit auch eine politische Dimension.

Dank für den Mut der Bekenner von Barmen

Präses Nikolaus Schneider unterstrich die Dankbarkeit für jene Menschen, „die den Mut und die Kraft aufbrachten, der Geistesverwirrung auf die Spur zu kommen und dieser Verwirrtheit – ungeachtet aller persönlichen Gefahr – zu widersprechen“. Es gehe um die schlichte Erkenntnis, dass die herrschende Religionsideologie, die den Kirchen von der staatstragenden Gruppe „Deutscher Christen“ aufgezwungen werden sollte, die „christliche Substanz“ zersetzt.

Die Barmer Theologische Erklärung war das theologische Fundament der Bekennenden Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus. An ihrer Abfassung war der Theologe Karl Barth maßgeblich beteiligt. Die Erklärung wurde in der ersten Bekenntnissynode vom 29. bis 31. Mai 1934 in Wuppertal-Barmen verabschiedet. Die Barmer Theologische Erklärung gehört zu den Bekenntnisgrundlagen der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Vortrag von Landtagspräsidentin Regina van Dinther.pdf

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Texte, Veranstaltungen, Predigten

Am 31. Mai 1934 wurde die Barmer Theologische Erklärung veröffentlicht und damit der Bekennenden Kirche und dem christlichen Widerstand gegen Hitler ein Fundament gegeben.