Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Die Barmer Theologische Erklärung in der weltweiten Ökumene

Reiche Wirkungsgeschichte in Europa, den USA, Mittelamerika und Asien

Im ''Zwischenruf'' der Jungen Kirche 2/2009 fragt Gerhard Dillschneider kritisch: ''Durch eine nationale Brille auf ‚Barmen’ blicken?''

An den „wichtigen Impuls“, den die Barmer Theologische Erklärung „Kirchen und Christen in der weltweiten Ökumene“ für ihr „Christ- und Kirchesein“ gibt, erinnert Gerhard Dillschneider in einem „Zwischenruf“ der Jungen Kirche vom Juni 2009.

Als „nur einige Texte“ von denen, die sich in der Ökumene von den Barmer Thesen inspirieren ließen, nennt Dillschneider Erklärungen und Bekenntnisse, überwiegend von reformierten bzw. presbyterianischen Kirchen in den Niederlanden, Indonesien, Kuba, den USA, Korea, Japan, Südafrika (Belhar) und Ghana (Accra).

Dabei erinnert Dillschneider an den ehemaligen Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Willem Adolf Visser’t Hooft , der 1966 erklärte, er glaube, „dass die wesentlichen Feststellungen des Barmer Bekenntnisses in jene Entscheidungs-Kategorie gehören, die für alle Kirchen Gültigkeit besitzt“.

Demgegenüber, bedauert Dillschneider, ließen die Gottesdienstmaterialien von EKD, UEK und VELKD zum Jubiläum „75 Jahre Barmer Theologische Erklärung“ „jeden ökumenischen Bezug vermissen“.

Der vollständige „Zwischenruf“ ist nachzulesen in der Jungen Kirche 2/2009,
Bestellung über die Homepage:
www.jungekirche.de


Barbara Schenck
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