Aktuelle Termine


Reformation und Flucht - Emden und die Glaubensflüchtlinge im 16. Jahrhundert
14. Mai bis 05. Nov. 2017
Gemeinsame Ausstellung der Johannes a Lasco Bibliothek und des Ostfriesischen Landesmuseums Emden


Schepken Christi im Emder Hafen
23. Juni - 27. August: Ausstellung „Ich bin fremd gewesen. 500 Jahre Reformation – 500 Jahre Migration“ auf einem historischen Segelschiff im Emder Hafen
Feierliche Eröffnung mit Kirchenpräsident Dr. Martin Heimbucher und Oberbürgermeister Bernd Bornemann am 23. Juni, 11 Uhr


UEK: 200 Jahre Union zwischen lutherischen und reformierten Kirchen
Veranstaltungen zum 200. Jubiläum im Jahr 2017
Im Jahr 2017 wird nicht nur 500 Jahre Reformation, sondern auch 200 Jahre Unionen zwischen lutherischen und reformierten Kirchen gefeiert.


Letzte Woche für „Schepken Christi“
Bis zum Ausstellungsende am 27. August Zusatzprogramm
Seit dem 23. Juni erinnert eine Videoausstellung der Evangelisch-reformierte Kirche an Bord des historischen Segelschiffes im Emder Hafen an Flüchtlinge weltweit. Für die letzten Tage sind mehrere Sonderveranstaltungen geplant.


Wer glaubt, übernimmt auch gesellschaftliche Verantwortung
NRW-Kirchen eröffnen in Wittenberg Pavillon zur Barmer Erklärung
Wittenberg. Welche Orientierung gibt der christliche Glaube für unser Leben im Hier und Jetzt? Dieser Kernfrage der Reformation begegnen Besucherinnen und Besucher der Lutherstadt Wittenberg in einem Pavillon, den die evangelischen Kirchen in Nordrhein-Westfalen zur dortigen Weltausstellung schicken. Sein Thema: „Gelebte Reformation – Die Barmer Theologische Erklärung“.


Antijüdische Motive in Bildern und Texten
22. August, 18 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Generalsekretär Dr. Achim Detmers in Wittenberg
Salon am Dienstag in der denkbar


Bibelkongress: Begnadet zum Tun
25. bis 27. August 2017: Bibelkongress in der Woltersburger Mühle, Uelzen
Robert Raphael Geis hat mit den Worten „wir sind begnadet zum Tun“ das Judentum charakterisiert und das Christentum herausgefordert. Denn Gnade ist Grunderfahrung, aber auch Schmerzpunkt der Geschichte des Christentums. Steht Gnade für die Befreiung in einen Lebensraum oder ist Infantilisierung durch ein autoritäres Gottesbild damit verbunden? Wie können wir den Gegensatz von Glauben und Werken überwinden und Gnade und Verantwortung zusammenhalten?


Früherer Landessuperintendent eröffnet Reformationsausstellung
26. August 2017 in Lemgo
Dr. Martin Dutzmann, heute Prälat der Evangelischen Kirche in Deutschland und zuvor Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche, eröffnet am Samstag, 26. August, die große lippische Reformationsausstellung »Glaube, Recht & Freiheit. Lutheraner und Reformierte in Lippe«.


Drei Ausstellungen zum Thema Reformation auf einen Schlag
27. August / 3. September 2017 bis 7. Januar 2018
Im Lipperland geben drei Sonderausstellungen einen Einblick in die Reformation und ihre Auswirkungen


Konfirmation – ein Kind der Reformation
21. Mai 2017 bis 31. August 2017: Sonderausstellung im Deutschen Hugenotten-Museum Bad Karlshafen
Für das Reformationsgedenkjahr 2017 ist im Deutschen Hugenotten-Museum Bad Karlshafen eine Sonderausstellung mit dem Titel „Konfirmation – ein Kind der Reformation“ geplant. Der Straßburger Reformator Martin Bucer hat als Berater des Hessischen Landgrafen Philipp des Großmütigen die Einführung der Konfirmation in Hessen angeregt. Die Konfirmation sollte als „Taufergänzung“ dienen, um den jungen Menschen Gelegenheit geben, ihren Glauben zu bekennen, was bei der Kindertaufe noch nicht möglich war.


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Reinhold Robbe zur politischen Verantwortung der Kirche

Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages sprach in Lemgo zu ''Barmen V''

Reinhold Robbe sprach in St. Johann über die fünfte These der Barmer Theologischen Erklärung.

Kreis Lippe/Lemgo. Vor 75 Jahren hat die Bekennende Kirche auf ihrer Synode in Wuppertal-Barmen die Barmer Theologische Erklärung verabschiedet - das zentrale Dokument kirchlichen Widerstands gegen den totalen Staat des Nationalsozialismus. Die Lippische Landeskirche hat den insgesamt sechs Thesen der Erklärung eine Vortragsreihe in St. Johann, Lemgo, gewidmet. Reinhold Robbe, Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages, sprach über die fünfte These und die ''politische Verantwortung der Kirche''.

Robbe, Mitglied der Gesamtsynode der Evangelisch-reformierten Kirche, ist überzeugt: "Die Barmer Theologische Erklärung hat es verdient, nicht in Vergessenheit zu geraten." Sie habe das Verhältnis zwischen dem Protestantismus und dem Staat maßgeblich beeinflusst.

In der fünften These des Dokuments grenzte sich die Bekennende Kirche 1934 gegenüber dem von den Nazis propagierten totalen Staat ab, verwarf dies als "falsche Lehre". Die Christen der Bekennenden Kirche, darunter einer der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts, Karl Barth, distanzierten sich in Barmen V außerdem gegenüber den Deutschen Christen, die mit dem Nazi-Regime paktierten.

Die Erklärung beeinflusse zentrale Fragen, so Robbe: "Wie sind die Wechselbeziehungen zwischen Kirche und Staat und wo sind die Grenzen staatlichen Handelns? Wo endet die staatliche Autorität für uns Christen, oder noch anders gefragt, wann ist der Punkt gekommen, bei dem nicht nur verbaler Protest, sondern aktiver Widerstand angezeigt ist?"

Auch wenn die Thesen von Barmen als Reaktion auf den Hitler-Faschismus entstanden seien, blieben die "Evangelischen Wahrheiten von Barmen" dennoch wahr: "Auf die Zukunft projiziert kann ich mir auch Szenarien vorstellen, in denen Barmen für uns Christen Mahnung und Handlungsanleitung sein kann." Wenn sich die Auflösungserscheinungen in vielen Staaten Zentralafrikas verschlimmerten, wenn Flüchtlingsströme, Verteilungskämpfe und Umweltkatastrophen zunähmen, Wasser knapper werde und Bürgerkriege noch mehr Saaten als bisher überzögen: "Können und dürfen wir dann als Christen und gerade auch als Christen mit politischer Verantwortung diesen Entwicklungen einfach nur zuschauen oder müssen wir nicht vielmehr bereits heute viel deutlicher unsere Stimmen erheben und alles dafür tun, damit die reichen und freien Mitglieder der Staatengemeinschaft ihrer tatsächlichen Verantwortung nachkommen." Reinhold Robbe zeigt sich überzeugt davon, dass die Barmer Theologische Erklärung heute anders buchstabiert werden müsse als 1934, ihre Wahrheiten aber Gültigkeit bewahrten. "Auch wenn wir uns heute noch nicht vorstellen können, dass die derzeitigen zahlreichen Brennpunkte in der Welt irgendwann eskalieren könnten, so dürfen wir trotzdem die Augen nicht vor den Realitäten verschließen!"


Birgit Brokmeier, Lippische Landeskirche, Öffentlichkeitsarbeit
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