Termine

Reformationsdekade 2012: Reformation und Musik
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps


Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.

Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik


WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.

Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.

Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.

Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.

Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.

''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück


''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012

''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein ­lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.

Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.

35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.

Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.

Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012


Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)

Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion

Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.

Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)

Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden

Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.

Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.

Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.

''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)


''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012

Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.

Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.

6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012


Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.

Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz


GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.

Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf

Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.


Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant


''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentags­präsidium in Erfurt beschlossen.

450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn


Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.



Die Vollkonferenz der UEK zum 10. Jahrestag der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre

''Weitere Schritte sind nötig''

Union Evangelischer Kirchen (UEK): Logo (Detail)

UEK. Die Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK) in der EKD hat anlässlich des bevorstehenden 10. Jahrestages der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ eine nüchterne Bilanz des ökumenischen Dialogs der letzten zehn Jahre gezogen und die Notwendigkeit unterstrichen, diesen Dialog weiterzuentwickeln.

Die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre sei von ihren Verfassern als „entscheidender Schritt zur Überwindung der Kirchenspaltung“ angesehen worden. Auch nach zehn Jahren bleibe die Frage, ob der behauptete „Konsens in den Grundwahrheiten“ Grundlage für ein weiterführendes theologisches Gespräch zwischen evangelischer und römisch-katholischer Kirche sein könne.

Gleichwohl sieht die Vollkonferenz in der Gemeinsamen Erklärung „eine bedeutsame Annäherung zwischen reformatorischen Kirchen und der Römisch-katholischen Kirche in zentralen Fragen kirchlicher Lehre“. Umso mehr dränge sich die Frage auf, welche Konsequenzen sich aus der Rechtfertigungslehre ergeben. Die Tatsache, dass die römisch-katholische Kirche evangelische Kirchen nicht als Kirche Jesu Christi anerkenne, sei ein „deutlicher Widerspruch“ zum Konsens in der Rechtfertigungslehre. Nach evangelischem Verständnis werde die Kirche durch die Verkündigung der Rechtfertigungsbotschaft konstituiert.

Weitere Schritte eines „ökumenischen Lernwegs“ seien nötig: „Das eigentliche Ziel muss die Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses des Evangeliums der Rechtfertigung sein, in dem die Kirchen über die Bestandsaufnahme dessen, was sie gemeinsam sagen können, hinausgehen“, erklärt die Vollkonferenz.

Es gebe keine Alternative dazu, die in Jesus Christus gründende Einheit der Kirche „zu suchen und sichtbar zu machen“, so erklärt die UEK-Vollkonferenz zum Schluss. Der ökumenische Dialog müsse weitergeführt werden, nicht nur in theologischen Lehrgesprächen, sondern auch in den Gemeinden und auf Kirchentagen: „Evangelische und katholische Kirchengemeinden, die seit Langem miteinander in guter und verbindlicher Nachbarschaft leben, gemeinsam Gottesdienst feiern und sich um ein gemeinsames Zeugnis im Alltag bemühen, warten darauf, dass unsere Kirchen weitere Schritte hin ‚zu voller Kirchengemeinschaft‘, zu einer Einheit in versöhnter Verschiedenheit tun.“

Ulm, 24.Oktober 2009
Pressestelle der EKD und der UEK           
Reinhard Mawick

Die Union evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) arbeitet als Zusammenschluss evangelischer Kirchen mit Sitz Hannover im Kirchenamt der EKD. Die Union der 13 Mitgliedskirchen hat den Rechtsstatus einer Körperschaft öffentlichen Rechts. Die Vollkonferenz, das Präsidium, die Ausschüsse und das Amt der UEK sind die handelnden Organe der UEK.

Die Stellungnahme im Wortlaut:

Stellungnahme der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen (UEK)
zum 10. Jahrestag der Unterzeichnung
der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre

In diesen Wochen wird daran erinnert, dass der Lutherische Weltbund und die römisch-katholische Kirche vor zehn Jahren – am 31. Oktober 1999 – in Augsburg die „Gemeinsame Offizielle Feststellung“ (GOF) unterzeichnet haben. Mit dieser Unterschrift bestätigten die Unterzeichner die zuvor im Auftrag beider Seiten erarbeitete und im Jahr 1997 veröffentlichte „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ (GER) in ihrer Gesamtheit. Da auch die Mitgliedskirchen der Union Evangelischer Kirchen (UEK) in der EKD zu einem erheblichen Teil Kirchen der lutherischen Reformation sind, und darüber hinaus die Rechtfertigungslehre für alle Kirchen der Reformation von grundlegender Bedeutung ist, sieht die UEK in diesem Jubiläum ein auch für sie und ihre Mitgliedskirchen wichtiges Ereignis.

Die Gemeinsame Erklärung sollte die Ergebnisse der Dialoge über die Rechtfertigung zusammenfassen und ihren Ertrag sichtbar machen (vgl. GER 4). Sie stellte fest, dass die Gesprächspartner vor allem in folgenden Punkten Einigkeit erzielt hätten:

Beide Seiten seien nunmehr imstande, ein gemeinsames Verständnis der „Rechtfertigung durch Gottes Gnade im Glauben an Christus zu vertreten“ (GER 5). Obwohl sie nicht alles enthalte, was in jeder der Kirchen über die Rechtfertigungslehre gelehrt werde, umfasse die Gemeinsame Erklärung einen „Konsens in Grundwahrheiten der Rechtfertigungslehre“. Sie zeige, dass die weiterhin unterschiedlichen Entfaltungen des gemeinsamen Verständnisses der Rechtfertigungslehre nicht länger Anlass für Lehrverurteilungen sind (vgl. GER 5). Die gegenseitigen Verwerfungen aus dem 16. Jahrhundert träfen demnach nicht die in der Gemeinsamen Erklärung vorgelegte Lehre der beiden Partner.

Die Unterzeichner haben ihren Konsens als einen „entscheidenden Schritt zur Überwindung der Kirchenspaltung“ (GER 44) betrachtet und der Erwartung Ausdruck gegeben, durch einen weiteren Dialog „zu voller Kirchengemeinschaft, zu einer Einheit in Verschiedenheit zu gelangen, in der verbleibende Unterschiede miteinander ‚versöhnt’ würden und keine trennende Kraft mehr hätten“ (GOF 3).

Weit über die kirchliche Öffentlichkeit hinaus ist damals lebhaft erörtert worden, ob es sich bei der Gemeinsamen Erklärung tatsächlich um diesen entscheidenden Schritt handele. Vor allem wurde gefragt, ob das zu begrüßende Ziel erreichbar sei, wenn neben der Anerkennung gemeinsamer „Grundwahrheiten“ an deren unterschiedlichen Entfaltungen festgehalten werde.
 
Der Vorstand der Arnoldshainer Konferenz, deren Anliegen heute von der Union Evangelischer Kirchen (UEK) in der EKD weitergetragen werden, hatte sich schon 1997 zur Gemeinsamen Erklärung geäußert: Er begrüßte sie als „einen wichtigen gemeinsamen Schritt der lutherischen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche zu einem ‚Konsens in den Grundwahrheiten‘ der Lehre von der Rechtfertigung“. Zugleich bedauerte er aber, dass die Gemeinsame Erklärung die mit dem Dokument „Lehrverurteilungen – kirchentrennend?“ (1985) erreichten Übereinstimmungen nicht ausdrücklich aufgenommen hat. Er stellte die Frage, wie theologische Argumente künftig zu behandeln seien, die sich aus dem reformatorischen Verständnis der Rechtfertigungslehre ergeben, aber außerhalb des erklärten „Konsenses in Grundwahrheiten“ stehen.

Anlässlich der Unterzeichnung hat der Vorstand der Arnoldshainer Konferenz gemeinsam mit dem Rat der EKD und der Kirchenleitung der VELKD die Gemeinsame Erklärung als eine bedeutsame Annäherung zwischen reformatorischen Kirchen und der Römisch-katholischen Kirche in zentralen Fragen der kirchlichen Lehre gewürdigt. Zum ersten Mal seit der Reformation hätten die seit damals getrennten Kirchen gemeinsame Aussagen zu jener Lehre gemacht, die einst Ausgangspunkt für das Zerbrechen der Einheit der abendländischen Kirche gewesen sei.

Die Vollkonferenz der UEK bekräftigt diese Würdigung: Jede Annäherung im Verständnis der Rechtfertigungslehre ist ein wichtiger Schritt zum gemeinsamen Verständnis des Evangeliums und zur Überwindung der konfessionellen Gegensätze, die das gemeinsame Zeugnis der Kirchen verdunkeln. Entsprechend der klarstellenden Aussage im Annex zur Gemeinsamen Offiziellen Feststellung unterstreicht die Vollkonferenz, dass mit der Rechtfertigungslehre ein Kriterium gegeben ist, dem keine Lehre widersprechen darf (GOF, Annex 3).

Von daher drängt sich erneut die schon damals erörterte Frage auf, welche Folgerungen sich aus der Rechtfertigungslehre für das Verständnis des Kircheseins und die wechselseitige Anerkennung als Kirche Jesu Christi ergeben. Das Problem wird deutlich in Verlautbarungen der römisch-katholischen Kirche wie der Erklärung „Dominus Iesus“ vom 6. August 2000 und der Bekräftigung des Selbstverständnisses der römisch-katholischen Kirche in den „Antworten auf Fragen zu einigen Aspekten bezüglich der Lehre über die Kirche“ durch die Kongregation für die Glaubenslehre vom 29. Juni 2007. Beide Verlautbarungen verweigern den evangelischen Kirchen die Anerkennung als Kirche Jesu Christi.

Die Vollkonferenz der UEK sieht hier einen deutlichen Widerspruch zum erreichten Konsens in der Rechtfertigungslehre. Nach evangelischem Verständnis wird die Kirche als Werk des Heiligen Geistes durch die Verkündigung des Evangeliums von der Rechtfertigung konstituiert.

Die Funktion der Rechtfertigungslehre als Maßstab, dem keine Lehre widersprechen darf, wirft auch die Frage nach einer Revision der römisch-katholischen Ablasslehre auf. Bekanntlich hat sich die Kritik Luthers und der Reformatoren an der Ablasslehre und dem ihr zugrunde liegenden Gnadenverständnis entzündet. Die Gemeinsame Erklärung und die Offizielle Feststellung haben die Aussagen des Konzils von Trient, mit denen die reformatorische Kritik des Ablasses verworfen wurde, nicht zurückgenommen, sondern lediglich den Raum abgesteckt, in dem eine solche Lehrverurteilung den anderen nicht mehr trifft. So konnte im Jahr der Unterzeichnung der Offiziellen Feststellung ein Jubiläumsablass für das Jahr 2000 verkündet werden, was auf evangelischer Seite verständlicherweise Irritationen auslösen musste.

An solchen Punkten werden die Grenzen der Methode des differenzierten Konsenses sichtbar. Solange die Verwerfungsaussagen des 16. Jahrhunderts von den Einsichten der heutigen Lehrgespräche unberührt bleiben und die Einschränkungen ihrer heutigen Geltung nicht ausdrücklich thematisiert werden, können sich immer wieder Spannungen und Konflikte zwischen den erreichten Konsensaussagen und den überlieferten Lehrpositionen ergeben. Offensichtlich ist das gesehen worden, als sich die Unterzeichner der Offiziellen Feststellung dazu verpflichteten, das Studium der biblischen Grundlagen der Lehre von der Rechtfertigung vertiefend fortzuführen und sich um ein „weiterreichendes gemeinsames Verständnis der Rechtfertigungslehre“ zu bemühen (GOF 3). Das eigentliche Ziel muss die Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses des Evangeliums der Rechtfertigung sein, in dem die Kirchen über die Bestandsaufnahme dessen, was sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt gemeinsam sagen können, hinausgehen. Diese Aufgabe ist bisher noch nicht eingelöst worden.

Für die Kirchen der UEK sind die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre und die Gemeinsame Offizielle Feststellung wichtige, aber nicht abschließende gemeinsame Lehräußerungen zur Rechtfertigungslehre. Sie sind Stadien eines weiter zu führenden gemeinsamen Studiums, Schritte eines ökumenischen Lernwegs, der für neue gemeinsame Erkenntnisse offen ist. Die Kirchen der UEK werden einen solchen Lernweg immer unterstützen und mitgehen.

Die Einheit der Kirche gründet in Jesus Christus. Sie ist uns damit als Verheißung vorgegeben und als Auftrag aufgegeben. Gerade in schwierigen Zeiten gibt es keine Alternative dazu, die so verstandene Einheit zu suchen und sichtbar zu machen. Dazu bedarf es des gegenseitigen Respekts, der auch die Bereitschaft einschließt, „wahrhaftig zu sein in der Liebe“ (Eph. 4,15).

Der Dialog über ein gemeinsames Verständnis der Fragen von der Rechtfertigung aus Glauben und der Heiligung des Lebens muss weitergeführt werden. Dieser Dialog vollzieht sich nicht nur in offiziellen Lehrgesprächen, er beginnt vielmehr im gemeinsamen Hören auf die Heilige Schrift in den Gemeinden, auf Kirchentagen und an anderen Orten ökumenischer Begegnung. Eine Übereinstimmung im Verständnis des Evangeliums von der Rechtfertigung des Gottlosen durch Gottes freie Gnade hat unmittelbar Konsequenzen auch für die Lehre von der Kirche und das Verständnis des kirchlichen Amtes. Je mehr Übereinstimmung wir in der Rechtfertigungslehre und in der schriftgemäßen Darreichung der Sakramente entdecken, desto eher können wir trotz unserer konfessionellen Verschiedenheiten Kirchengemeinschaft leben. Die verbleibenden Unterschiede zwischen unseren Kirchen sind dann als Reichtum jener „vielfältigen Gnade Gottes“ (1. Petr. 4,10) zu entdecken, die uns miteinander verbindet und uns erkennen lässt, dass wir aufeinander angewiesen sind. Aufgetragen ist uns nicht nur eine weitergehende Verständigung in der theologischen Lehre, sondern auch das Streben nach einem gemeinsamen Zeugnis und gemeinsamen Dienst der Kirche Jesu Christi in der Welt.

Evangelische und katholische Kirchengemeinden, die seit Langem miteinander in guter und verbindlicher Nachbarschaft leben, gemeinsam Gottesdienst feiern und sich um ein gemeinsames Zeugnis im Alltag bemühen, warten darauf, dass unsere Kirchen weitere Schritte hin „zu voller Kirchengemeinschaft“, zu einer Einheit in versöhnter Verschiedenheit (vgl. GOF 3) tun.

Ulm, den 24. Oktober 2009


Quelle: Pressemitteilung der UEK, 26. Oktober 2009
  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • Google Bookmarks
  • Windows Live
  • Seitenlink übermitteln:

Nach oben - E-Mail