Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

Körtner: Fragwürdige Synthese von Christentum und Kultur

Kruzifix-Verbot in Schulzimmern Beitrag zur Religionsfreiheit

Wien (epd Ö) - Wer das Kreuz zum europäischen 'Kulturlogo' erkläre, "redet einer fragwürdigen Synthese von Christentum und Kultur das Wort", hält der evangelische Theologe Univ.-Prof. Ulrich Körtner in einem Gastkommentar für die Tageszeitung "Die Presse" (12.11.2009) fest.

Diese Synthese sei "in doppelter Hinsicht problematisch", so der Vorstand des Instituts für systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Wien: "Ebenso wie Kultur, Gesellschaft und Staat vor einer Klerikalisierung zu schützen sind, so ist auch der christliche Glaube gegen seinen ideologischen und politischen Missbrauch zu verteidigen."

Wer am Kreuz Anstoß nehme, habe "möglicherweise mehr von der Anstößigkeit der christlichen Botschaft verstanden als so mancher 'Kulturchrist'". Körtner erinnert in diesem Zusammenhang an die Position der evangelischen Kirchen in Italien, die im Kruzifix-Verbot in Schulzimmern einen Beitrag zur Religionsfreiheit sehen. In Richtung Römisch-katholische Kirche meint Körtner: "Unausgesprochen steht hinter dem Protest die kurzschlüssige Gleichsetzung von christlich und katholisch." Der weltanschaulich neutrale Staat lebe von Voraussetzungen, "die er weder schaffen noch garantieren kann", hält Körtner fest. Dazu leisteten die christlichen Kirchen und die übrigen Religionsgemeinschaften "einen wichtigen Beitrag".

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/521127/index.do

Quelle: www.evang.at >>>

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Moderatorin der Waldenserkirche: ''Gerichtsentscheid wahrt die Rechte aller''

RNA (5.11.09). Während das offizielle Rom den Entscheid des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom Dienstag zum Kruzifix-Verbot in italienischen Schulzimmern anfrechten will, jubeln die evangelischen Christen Italiens. Domenico Maselli, Präsident der FCEI, der Vereinigung Evangelischer Christen Italiens, begrüsst das Urteil, da es der Religionsfreiheit diene.
Kreuz nicht 'kulturkämpferisch' instrumentalisieren

Wien (epdÖ) In der Debatte um Kreuze an öffentlichen Orten hat der evangelische Oberkirchenrat H.B. am Dienstag, 17. November, eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin verwehrt sich das evangelisch-reformierte Leitungsgremium ''gegen jegliche Vereinnahmung seitens der Kreuz-Befürworter''.
 

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