Ökumenisches Institut für interreligösen Dialog in Trier gegründet

Kirchenhistoriker Andreas Mühling zum Leiter gewählt

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Superintendent Pistorius, Präses Schneider, Professor Mühling, Präsident Schwenkmezger und Professor Euler bei der Institusgründung

Trier – Als deutliches Zeichen für die Ökumene unterzeichneten Vertreter der Universität Trier und des Vereins ''Dialog'' am Buß- und Bettag einen Kooperationsvertrag zur Gründung des ''Ökumenischen Instituts für interreligiösen Dialog an der Universität Trier''. Zum Leiter des neu gegründeten Instituts wurde der Kirchenhistoriker Andreas Mühling gewählt. Das erste ökumenische Institut für interreligiösen Dialog in Rheinland-Pfalz soll als wissenschaftliche Plattform für Hochschulen, Politik, Konfessions- und Religionsgemeinschaften dienen.

„Es ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem guten Miteinander der Religionen“, sagte Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, in seinem Grußwort anläßlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. Der ökumenische Dialog beschränke sich nicht nur auf das Gespräch zwischen den beiden christlichen Volkskirchen. In Mitteleuropa herrsche religiöse Pluralität. Es könne nicht mehr von einer einheitlichen christlichen Kultur ausgegangen werden. Deshalb sei ein Dialog der Religionen notwendig, erklärte der Präses. „Im Dialog geht es nicht um Vermischung oder gar um Vereinigung der Religionen, sondern darum, den Partner in seinem religiösen Anderssein anzunehmen und ihm mit Respekt zu begegnen.“

Unterstützung der Universität Trier
Peter Schwenkmezger, Präsident der Universität, freute sich sehr, dass ein ihm wichtiges Anliegen durch die heutige Gründung des Instituts verwirklicht werden konnte. Schwenkmezger kündigte seine weitere Unterstützung für die Entwicklung des Instituts an, da er die Gründung des Instituts von Anfang an mit großem Interesse begleitet habe. Der neu gewählte Institutsleiter Andreas Mühling betonte, er sei zuversichtlich, das Institut mit Leben zu füllen. Geplant seien ein „Offener Gesprächskreis“ mit Diskussionen zu aktuellen Themen, wissenschaftliche Tagungen, Vorlesungen und Seminare.

Zeichen der Ökumene vor Ort
Die Institutsgründung ist für Christoph Pistorius, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier, von großer Bedeutung für das ökumenische Miteinander vor Ort. „Heute erfüllt sich die bereits unter Bischof Spital initiierte und unter Bischof Marx fortgeführte Idee einer Institutsgründung zur Förderung der Forschung auf den Gebieten der Ökumene und des interreligiösen Dialogs“. Präsident Peter Schwenkmezger und Professor Andreas Mühling haben den Kooperationsvertrag gemeinsam unterzeichnet. Bereits 2008 wurde der Verein „Dialog - Ökumenisches Institut für interreligiösen Dialog“ in Trier mit dem Ziel der Gründung eines ökumenischen Instituts ins Leben gerufen. Evangelische und Katholische Kirche sowie die Universität Trier gehören zu den Gründungsmitgliedern des Vereins.

kkt, 18.11.2009; Quelle: www.ekkt.de >>>

Andreas Mühling als Autor auf www.reformiert-info.de:
Johannes Calvin als Prediger, Kommentator der Bibel, Ausleger der Heiligen Schrift
Von Andreas Mühling, Trier

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