Termine
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps
Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.
Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik
WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.
Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.
Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.
Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.
Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.
''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück
''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012
''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.
Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.
35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.
Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.
Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012
Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)
Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion
Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.
Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)
Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden
Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.
Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.
Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.
''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)
''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012
Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
Paul Kluge lässt den heiligen Valentin sprechen: ''Was ich mir zu meinem Tag wünsche? Bleibt Maulwürfe! Gehorcht Gott mehr als den Menschen. Gebt der Menschlichkeit den Vorrang vor geltendem Recht, der Liebe vor gesellschaftlicher Ordnung.''
14. Februar – Valentinstag. Wer einem Menschen ein Zeichen seiner Liebe geben will, nimmt diesen Tag zum Anlass, schenkt ein paar Blumen oder sonst eine Kleinigkeit als solch ein Zeichen. Im Alltagstrott wird so etwas ja leicht vergessen, und da ist es gut, daran erinnert zu werden: Gib denen, die du liebst, ein Zeichen deiner Liebe.
Der 14. Februar erinnert an einen Valentin, der im 3. Jahrhundert nach Christus vermutlich Bischof von Terni war, einer Stadt in Mittelitalien.
Von diesem Valentin wird erzählt, er habe häufig heimliche Trauungen vorgenommen. Dieser Valentin nämlich gab der Liebe den Vorrang vor gesellschaftlicher Ordnung, der Menschlichkeit vor geltendem Recht. Wie ein Maulwurf im Rasen hat er sich benommen. Deshalb wurde er schließlich angezeigt und hingerichtet – ein fairer Prozess war das nicht. Und dieser Valentin wurde zum Schutzpatron der Liebenden.
Ob seine Hinrichtung an einem 14. Februar geschah, ist unsicher. Diese Jahreszeit aber ist gut geeignet, dieses Valentin zu gedenken: Die Nachweihnachtszeit ist zu Ende. An Weihnachten haben wir uns erinnert, dass mit Jesus von Nazareth Licht in die dunkle, Wärme in die kalte Welt gekommen ist. Das ist – mit einem Lied gesagt – wie eine Rose „mitten im kalten Winter.“
So werden auch die Liebespaare empfunden haben, die Valentin heimlich traute. Ähnlich wird wohl jeder Mensch empfinden, dem Zeichen von Licht und Wärme in einer dunklen, kalten Welt begegnen, kleine Zeichen der großen Liebe Gottes.
Damit, dass er heimliche Trauungen vornahm, handelte Valentin gegen geltende Ordnungen und gesellschaftliche Normen. Er tat es um der Menschen Willen. Die Bibel gibt uns eben andere Maßstäbe an die Hand als manche von Menschen gemachten Ordnungen. Wo diese Ordnungen Menschen in ihren Rechten beschneiden, ist es Aufgabe von Christen und Kirchen, solche Ordnungen zu stören wie Maulwürfe im Rasen und aufzudecken, was unter der Oberfläche ist – zum Ärger der Ordnungs- und Moralhüter, aber zum Wohl der Menschen.
Ich lasse nun Valentin zu Wort kommen; die Worte habe ich ihm in den Mund gelegt:
„Die Leute erzählen viel über mich, und ich lasse sie reden. Ist ja ganz amüsant, was die sich alles so ausdenken. Sicher ist bei mir nur, dass ich im 3. Jahrhundert nach Christus im damaligen römischen Reich gelebt habe. Bischof von Terni bin ich gewesen, eine unbedeutende Stadt in Mittelitalien. Die hieß damals Interamna. Heute hätte ich wohl die Stelle eines Superintendenten oder Propstes. So weit die Fakten. Was sonst über mich erzählt wird, ist Legende. Aber auch an Legenden ist viel Wahres. Nicht, dass das Erzählte passiert wäre, sondern fromme Legenden sind Predigten. Sie erzählen Glaubenswahrheiten. Und da ist es nicht so wichtig, ob das tatsächlich passiert ist.
Also: Ich soll immer heimlich Liebespaare getraut haben. Denn damals durften viele Menschen nicht so heiraten, wie sie wollten - sei es, dass sie Sklaven oder Soldaten waren, sei es, dass Eltern mit der Wahl ihrer Kinder nicht einverstanden waren. Nun ja, es gab ein paar solcher Trauungen, und manche Paare sind sogar zusammen geblieben. Das war schon damals schwer. Ansonsten habe ich nicht gern getraut. Da wird man zum Zeremonienmeister, die Frauen begucken das Brautkleid, die Männer dessen Ausschnitt, und das Brautpaar hört sowieso nicht zu. Es gab Aufgaben, die ich lieber gemacht habe. Trauernde zu begleiten, ist eine dankbarere Aufgabe. Armen zu helfen auch.
Das war es denn auch schon, was mein irdisches Leben angeht. Vor meinem Tod, so sagt man, konnte ich durch ein Wunder die blinde Tochter meines Gefängniswärters sehend machen. Nun ja, ich habe ihr die Augen geöffnet, das stimmt, aber im übertragenen Sinn: Ich habe sie für den christlichen Glauben gewinnen können. Aber das gemeine Volk hat es lieber handfest und nimmt es gern wörtlich, als dass es über den eigentlichen Sinn nachdenkt. Mit den Wundern Jesu machen sie es genau so. Schade, es geht ihnen so vieles verloren.
Sehr angesehen und beliebt soll ich gewesen sein. Das stimmt, doch dafür kann ich nichts. Ich habe nur getan, was ich konnte. Den Menschen gezeigt, dass sie mir wichtig sind und Gott sie liebt.
Eines Tages bestellte der römische Kaiser Claudius mich ein, um mit mir zu diskutieren. Was ich ihm zu sagen hatte, hat ihm nicht gerade gefallen. Als „Maulwurf“ hat er mich beschimpft. Im Anschluss an die Diskussion ließ er mich dann inhaftieren und bald darauf von seinem Scharfrichter einen Kopf kürzer machen. Dabei hatte ich nur gesagt, dass Gott allein Herr der Welt ist und sonst keiner, auch kein Kaiser von Rom. Und das ist ja wohl richtig und gut so.
Die ganze Sache war natürlich ziemlich unangenehm für mich. Ich hätte wohl besser auf meine Mutter gehört. Die hat mir oft geraten: "Valli, sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst!" Doch diesem Claudius, der sich für einen Gott hielt und auch so verehren ließ, musste ich einfach sagen, was ich über ihn dachte.
Kaum war der Kopf ab, wurde ich schon heilig gesprochen. Seitdem gelte ich als Schutzpatron der Bienenzüchter und als Helfer gegen Ohnmacht. Die in Ohnmacht Gefallenen haben mich bisher noch nicht angerufen, die Bienenzüchter melden sich öfter mal. Warum ich für die zuständig sein soll, weiß ich selber nicht mehr – vielleicht war die Stelle gerade frei, als ich heilig gesprochen wurde.
Meine hauptsächliche Aufgabe ist jedoch Liebespaare zusammen zu bringen. Dazu bin ich eigentlich eher zufällig gekommen. Mein Todestag fiel mit einem beliebten römischen Fest zusammen. Bei diesem Fest durften die ledigen jungen Männer Lose ziehen, auf denen die Namen von ledigen Mädchen standen (Gleichberechtigung im heutigen Sinne gab es damals noch nicht). Die so zusammengelosten Pärchen zogen dann gemeinsam um die Häuser, und bei so machen hat es gefunkt.
So populär wie vor 1800 Jahren dieses Fest in Rom war, so populär wurde mein Namenstag im alten England und später besonders in Amerika. Dort werden bis heute noch gelegentlich solche Lose gezogen, bei manchen Partys z. B. Meistens aber macht man es nicht mehr so umständlich und schaltet den Zufall der Verlosung aus. Man schreibt lieber seiner oder seinem Angebeteten direkt. Früher schrieb man Briefe, heute E-Mails oder SMS.
Da die Mitteleuropäer sowieso alles nachmachen, was aus Amerika kommt, wird der Valentinstag seit etwa 25, 30 Jahren auch in Europa begangen. Blumenhändler, Konfiserien und auch Schmuckgeschäfte freuen sich und bewerben den Tag kräftig. Sie machen gute Umsätze mit meinem Namen. Ich mag das gar nicht.
Aber gerade heute, in dieser kontaktarmen Zeit, wäre doch so eine Liebeslotterie wie im alten Rom gar nicht schlecht, was meinen Sie?
Es ist schon manchmal witzig, welche seltsamen Bräuche sich um meinen Namenstag entwickelt haben. So geht folgendes Gerücht herum (das übrigens nicht ich in die Welt gesetzt habe): Derjenige, den ein Mädchen am Valentinstag als ersten sieht, soll ihr Zukünftiger werden. So hat wohl ein Zeitungsbote die besten Chancen, wenn nicht gerade Sonntag ist...
Andererseits sagte man auch, derjenige würde der Zukünftige, von dem das Mädchen in der Nacht geträumt hat. Was ein Mädel machen soll, wenn es nachts von Hans träumt und am nächsten Morgen als erstes den Franz sieht, kann ich nicht sagen. Ist ja auch egal, und wer an so etwas glaubt, ist selber schuld.
Ach ja, die Sache mit dem Maulwurf will ich noch erklären: Als Christen lebten wir damals halbwegs im Untergrund. Der Staat mochte uns nicht besonders, weil wir etwas aufmüpfig waren; wir verweigerten seinen Beamten den geforderten Gehorsam. Das kommt dabei heraus, wenn man Gott mehr gehorcht als den Menschen. Und wir haben andere Menschen zu solchem Ungehorsam angeregt. Das geschah natürlich im Verborgenen. Nur die Folgen wurden ab und zu sichtbar, wenn z. B. ein Soldat wie Mauritius einen Befehl verweigerte oder Philemon seinen Sklaven Onesimus wie einen Bruder behandelte. Das waren dann so Maulwurfshügel, die unsere Untergrundarbeit sichtbar machten, und die römischen Beamten haben sich ziemlich aufgeregt. Haben sich immer neue Gesetze gegen uns ausgedacht, doch gut zweihundert Jahre später hatten wir den römischen Rasen umgepflügt. Das war unter dem Kaiser Konstantin.
Dass das auch heute noch geht, habe ich 1989 in der damaligen DDR gesehen: Kleine christliche Grüppchen, die der Staat kaum ernst nahm, wuchsen zu einer Massenbewegung, und schon war der Unrechtsstaat futsch. Da waren Maulwürfe am Werk. Die haben die glatte Oberfläche einfach aufgebrochen, haben sich von staatlichen Gesetzen und Ordnungen und von Staatsbeamten einfach nicht einschüchtern lassen. Waren subversiv tätig, und das war nach geltendem Recht strafbar.
Was ich mir zu meinem Tag wünsche? Bleibt Maulwürfe! Gehorcht Gott mehr als den Menschen. Gebt der Menschlichkeit den Vorrang vor geltendem Recht, der Liebe vor gesellschaftlicher Ordnung.
Grade ruft ein Bienenzüchter mich an, ich soll seine Völker vor Frost schützen. Ich werde ihm raten, sie doch einfach warm einzupacken, das wird er ja wohl selber können. Also, macht’s gut und denkt öfter mal an mich, nicht nur heute.“
Amen
Pfr. i.R. Paul Kluge, Detmold
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Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012 Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen. |
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Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012 Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier. |
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