Zum Glauben gehört auch Wissen

Für reformierte Christen gibt es keine Instanz, die festlegt, was zu glauben ist. Was gelehrt und gepredigt wird, soll im Einklang mit der Bibel stehen. Darauf zu achten ist auch die Aufgabe jedes Gemeindemitglieds. Ein hoher Anspruch!

"Wahrer Glaube ist nicht allein eine zuverlässige Erkenntnis durch welche ich alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort offenbart hat, ..." Der Heidelberger Katechismus (Frage 21) betont die Wichtigkeit des Wissens für den Glauben. Jedes Gemeindemitglied sollte so viel wie möglich wissen, damit es seinen Glauben begründen und weitergeben kann.

In der aktuellen Situation wird das aus verschiedenen Gründen wieder wichtig: Der christliche Glaube steht zunehmend in einem Wettbewerb mit anderen Religionen und Glaubensrichtungen und sieht sich den Fragen und Verdächtigungen kritischer Mitmenschen ausgesetzt.

Deshalb ist es wichtig, den 
D i s k u r s  über Glaubensfragen und theologische Zusammenhänge in den Kirchen zu beleben und sich in weltanschauliche Diskussionen einzubringen. Zu diesem Zweck haben wir einen BLOG eingerichtet. (gr)

''Meet'': Kinder der Friedensbewegung verpflichten sich zum konziliaren Prozess

Nach 20 Jahren Antwort auf den ''Brief an die Kinder''

Auf der Ökumenischen Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in Dresden 1989 schrieben die Delegierten an die Kinder, alle müssten lernen zu teilen, sich bemühen, die Natur zu bewahren und sich gegen Kriege engagieren. ''Wenn wir müde geworden sind'', schrieben die Eltern ihren Kindern und Enkeln, ''sollt Ihr an unsere Stelle treten''. Nach 20 Jahren antworten Kinder und Enkel in Erfurt.

"Wie Ihr damals, wollen auch wir uns einsetzen für eine gerechte, friedliche und jedes Leben schützende Welt", schrieben die "Kinder" des jungen ökumenischen Netzwerks MEET (www.meet-junge-oekumene.de) im Anschluss an die Jahrestagung "Born in the Friedensbewegung", die im November 2009 im Augustinerkloster Erfurt stattfand.

In ihrem Brief versichern die Unterzeichner "Wir erkennen, dass wir unseren Lebensstil ändern müssen!" und benennen ihren eigenen Beitrag zu Umkehr und Veränderung unter fünf Gesichtspunkten:
- "Ort der Kirche" sei die Zivilgesellschaft. Nur hier könnten sie die "vorrangige Option für die Armen" leben.
- Denken und Handeln für eine Veränderung der Welt sei nur "im weltweiten ökumenischen Horizont" möglich.
- Angesichts der Rolle Deutschlands als Waffenexporteur sei die „vorrangige Option für die Gewaltfreiheit“ wieder in das "Zentrum der Aufmerksamkeit" zu stellen.
- Die "'vorrangige Option für den Schutz und die Förderung des Lebens' als Grundorientierung unseres kirchlichen und gesellschaftlichen Handelns wahrzunehmen", fordere der Klimawandel.
- Die "ökumenisch gelebte Spiritualität" in Gebet, Feiern und Tanzen sei "Basis" für den Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

Der "Brief an die Eltern, Großeltern, Paten und Geschwister" - ein Friedenszeugnis der "Kinder der Friedensbewegung" und eine Verpflichtung der jungen Generation, an Themen des konziliaren Prozesses - Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung - weiterzuarbeiten. PDF >>>

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