Termine

Reformationsdekade 2012: Reformation und Musik
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps


Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.

Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik


WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.

Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.

Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.

Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.

Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.

''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück


''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012

''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein ­lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.

Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.

35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.

Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.

Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012


Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)

Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion

Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.

Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)

Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden

Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.

Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.

Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.

''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf

Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)


''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012

Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.

Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.

6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012


Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.

Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz


GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.

Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf

Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.


Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant


''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentags­präsidium in Erfurt beschlossen.

450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013


Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn


Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.



1.Könige 10,1-13: Die Königin von Saba bei König Salomo

eine Predigt am Sonntag Estomihi von Martin Filitz, Halle

Die Königin von Saba, mittelalterliches Manuscript «Bellifortis» von Conrad Kyeser (c. 1405), Prague school

Predigt zu einer Erzählung, die uns bereichert, die unseren Horizont weitet für die Freundlichkeit Gottes, die uns aufmerken lässt, was Kultur austragen kann für die Verkündigung des Evangeliums.

1 Und die Königin von Saba vernahm die Kunde von Salomo, die dem HERRN zum Ruhm gereichte, und kam, um ihn mit Rätseln auf die Probe zu stellen. 2 Und mit sehr reichen Schätzen kam sie nach Jerusalem, mit Kamelen, die Balsam trugen und sehr viel Gold und Edelsteine. Und sie kam zu Salomo und sagte ihm all das, was sie sich vorgenommen hatte. 3 Und Salomo beantwortete ihr alle ihre Fragen; nichts war dem König verborgen, es gab nichts, auf das er ihr keine Antwort hätte geben können. 4 Als aber die Königin von Saba die Fülle der Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte, 5 und die Speisen auf seinem Tisch, die Sitzordnung seiner Diener, die Aufwartung durch seine Diener und ihre Gewänder, seine Getränke und sein Brandopfer, das er darzubringen pflegte im Haus des HERRN, verschlug es ihr den Atem. 6 Und sie sagte zum König: Was ich in meinem Land über deine Worte und über deine Weisheit gehört habe, hat sich als wahr erwiesen. 7 Ich habe den Worten keinen Glauben geschenkt, bis ich hergekommen bin und es mit meinen eigenen Augen gesehen habe. Und sieh, nicht einmal die Hälfte ist mir berichtet worden: Du hast mehr Weisheit und Reichtum, als die Kunde sagt, die ich gehört habe. 8 Wohl deinen Männern, wohl diesen deinen Dienern, die ständig vor dir stehen, die deine Weisheit hören! 9 Gepriesen sei der HERR, dein Gott, der Gefallen an dir gefunden hat und dich auf den Thron Israels gesetzt hat! Weil der HERR Israel für alle Zeiten liebt, hat er dich als König eingesetzt, damit du Recht und Gerechtigkeit übst. 10 Und sie gab dem König hundertzwanzig Kikkar Gold und sehr grosse Mengen von Balsam und Edelsteine. Nie wieder ist so viel Balsam ins Land gekommen, wie die Königin von Saba König Salomo gegeben hat. 11 Auch brachten die Schiffe Chirams, die Gold aus Ofir trugen, sehr grosse Mengen von Almuggimholz und Edelsteine aus Ofir. 12 Und aus dem Almuggimholz machte der König Holzverzierungen für das Haus des HERRN und für das Haus des Königs, dazu Leiern und Harfen für die Sänger. Bis auf den heutigen Tag ist nie wieder so viel Almuggimholz gekommen oder gesehen worden. 13 Und König Salomo gab der Königin von Saba, was immer sie sich wünschte und erbat, abgesehen von dem, was Salomo ihr in seiner königlichen Grosszügigkeit sonst noch gegeben hat. Dann kehrte sie zurück und ging in ihr Land, sie mit ihren Dienern.
1. Könige 10,1-13

Liebe Gemeinde,
die Königin von Saba gehört zu den geheimnisvollen Gestalten der biblischen Überlieferung. Saba ist das sagenhafte Land am Rande der Wüste, dort, wo man heute den Jemen lokalisiert am Südende der Arabischen Halbinsel. Sie eine regierende Königin. Ihre Schönheit und ihr Reichtum sind sprichwörtlich.  In Saba herrscht sie, in den Ländern um Saba herum herrschen Könige, Männer. Noch lange nach ihrer Zeit, so berichtet es die Apostelgeschichte des Lukas hat in jener Weltgegend am Rande der bekannten Sphären die Kandarke geherrscht, eine sagenhafte Königin in Äthiopien, die in den hohen Ministerposten vornehmlich Eunuchen für sich arbeiten ließ. Königinnen waren in der Welt des Alten Orient eine Seltenheit, aber es gab sie.
 
Eine bemerkenswerte Frau – die Königin von Saba. Ein Gegenbeispiel für die These, dass nur Männer die Welt beherrschen und nur Männer Geschichte machen. Was wird das für ein Aufstand in Jerusalem gewesen sein, als sie am Hofe des Königs Salomo auftaucht. Sie hat die weite Reise hinter sich gebracht, um mit Gefolge und mit Hofstaat, um in Israel einen Staatsbesuch abzustatten. Das macht man auch damals schon, um die Handelsbeziehungen zu festigen, um kulturellen Austausch zu pflegen, oder einfach auch aus Neugier, um mit eigenen Augen zu überprüfen, ob es stimmt, was sich die Handlungsreisenden erzählen von der Weisheit des Königs Salomo, von seinem sagenhaften Reichtum, von der hohen Kultur, die dort nicht nur am Hofe herrscht, sondern auch in seinem Volk, in dem wohl die meisten lesen können. Die Königin hat sich nach Jerusalem aufgemacht. Wochen wird es gedauert haben, den beschwerlichen Weg hinter sich zu bringen auf den Handelswegen, auf denen der Weihrauch ans Mittelmeer gelangt und das Gold aus den sagenumwobenen Goldländern hinter der Wüste. Einiges hat sie mitgebracht, um es dem König zum Geschenk zu machen: Kamele, Eselsteine, Balsam und sehr viel Gold. Sie wird sich dem jüdischen König empfehlen als eine Frau, die ihm ebenbürtig ist, die ihm das Wasser reichen kann. Und das erste, was sie tut, ist, dass sie Salomo Rätselfragen aufgibt. Salomo soll seine Weisheit beweisen. Wir kennen das aus der griechischen Sage. König Ödipus wird von der Sphinx gefragt: Welches Tier geht morgens auf vier, mittags auf zwei und abends auf drei Beinen. Ödipus ist klug. Er weiß die Antwort und er sagt sie ihr: Es ist der Mensch, morgens, als Kind, krabbelt er auf vier „Beinen“, mittags, auf der Höhe seines Lebens geht er auf zwei, und abends, im Alter nimmt er einen Stock dazu, also geht er dann auf drei Beinen. Solche oder ähnliche Rätsel wird man sich vorzustellen haben, wenn die Königin von Saba den Salomo befragt. Er bleibt ihr keine Antwort schuldig. Salomo ist schließlich ein Meister der Weisheit. Ein ganzes biblisches Weisheitsbuch schreibt man seiner Feder zu. Überhaupt ist die Weisheit in Israel auch eine Frage der Theologie, der Gottesgelehrtheit. Gott Erkennen, ist Weisheit – sagt der 119. Psalm. „Die Furcht Gottes ist der Anfang der Weisheit“ – heißt es im Buch der Sprüche.
 
Weisheit ist die Einsicht in den Gang der Schöpfung. Weisheit lehrt die Unterscheidung von Gott und Mensch, was Gott tut und wie die Menschen sich verhalten. Und wer weise ist, der wird das nicht durcheinander bringen. Wer weise ist, der erkennt seine Grenzen, der weiß, wann Zeit ist, zu beginnen, und wann Zeit ist, aufzuhören. Salomo ist weise, und die Kunde von seiner Weisheit ist bis an die Enden der Erde gedrungen. Könige fremder Länder kommen und staunen. Und so ist auch die Königin von Saba gekommen. Und ihr Staunen betrifft nicht nur den Reichtum und die Weisheit des Königs von Israel. Es betrifft auch das ganz normale Leben am Hofe: die Speisen, die Sitzordnung, all das, was man heute „Etikette“ nennen würde. Man kann sich benehmen im Lande Israel. Die hohen kulturellen Leistungen sind nicht nur an den Gebäuden und an der umfassenden Bildung des Königs abzulesen, die Königin von Saba erkennt sie auch daran, wie die Menschen im Umkreis des Königs Salomo miteinander umgehen. Etikette sind ja nicht nur eine Spielerei für reiche  Leute, die sonst nichts zu tun haben. Etikette sind eine Lebenshaltung und ein Lebensstil, der von tiefem Respekt voreinander gekennzeichnet ist. Die Etikette gibt den Menschen Verhaltenssicherheit. Auch wer sonst nichts mit dem König und seinem Hofstaat zu tun hat, kann in Erfahrung bringen, wie man sich dort bewegt, wie man auf Fragen antwortet, und welche Fragen man besser nicht stellt, dass man sich nicht hemmungslos den Bauch voll schlägt, dass man den Wein in kleinen Schlücken trinkt und niemand mehr in sich hineinschüttet als gut für ihn und für die Gemeinschaft ist.
 
Je mehr die Etikette im Umgang der Menschen miteinander verloren geht, umso rauer werden die Sitten, wenn man denn überhaupt noch von Sitten sprechen kann. Benehmen wird durch Gewalt ersetzt. Im Kleinen fängt das an. Es ist ein Akt der Gewalt, wenn ich dann, wenn ich mit einem anderen Menschen spreche, die Zigarette nicht aus dem Mund nehme. Es ist ein Akt der Gewalt, wenn ich in der Straßenbahn so laut Musik höre, dass meine Mitmenschen gestört werden. Natürlich hat es in der Geschichte auch Auswüchse nach der anderen Seite gegeben. Sprichwörtlich war die Spanische Hofetikette, bei der kaum noch ein freies Wort gestattet war und alles Verhalten bis ins Kleinste reglementiert wurde. Auch das Hofzeremoniell am englischen Königshof muß bemerkenswert sein und wenig zur Nachahmung reizen. Aber das ganz normale gute Benehmen, das gesellige Betragen, bei dem jeder weiß, wie er sich zu verhalten hat, das ist hilfreich und das ist getragen von dem Respekt dem anderen Menschen gegenüber.
 
Salomo macht Eindruck mit seiner Hof Etikette, und er macht Eindruck mit seiner Religion. Auch die versteckt er nicht. Er zeigt der Königin von Saba seinen Palast, und er zeigt ihr den Tempel von Jerusalem, den er für den Gott Israels hat errichten lassen. Die Königin wird Zeuge des Gottesdienstes, der Brandopfer, die die Priester nach alter Ordnung Gott darbringen. Wie das Leben am Hof geordnet ist, so ist auch die Religionsausübung geordnet. Es geht in der Religion eben nicht nur, wie viele meinen, um private Gefühle, um den inneren Ausdruck dessen, was mich zutiefst bewegt. Religion ist eine öffentliche Angelegenheit. Der Gott Israels kommt öffentlich zur Sprache. Es gehört zur Kultur des Volkes, dass von Gott öffentlich geredet wird, dass man seine Lieder singt, dass man bestimmte Formen übt, in denen der Dienst Gottes sich vollzieht. Auch das gibt den Menschen eine Sicherheit. Der öffentliche Gottesdienst kann mir helfen, wenn ich mit mir selber nicht im Reinen bin. Wenn ich nicht mehr weiß, wie ich beten soll, dann helfen mir die Gebete der anderen, die alten Gebete, die in der Gemeinschaft der Menschen gesprochen werden: wieder und immer wieder.
 
Ein geordneter Gottesdienst ist ein hohes Kulturgut, selbst wenn das heute nur noch die wenigsten wissen. Ein geordneter Gottesdienst entlastet den einzelnen Menschen in seiner Begegnung mit Gott. Das ist wichtig, zu erkennen und wichtig, durchzuhalten in Zeiten von Gottesvergessenheit und Gemeindevergessenheit.
 
Die Königin von Saba zollt den kulturellen Leistungen Salomos und seines Volkes Respekt. „Es blieb ihr der Atem weg“, heißt es im biblischen Text. Und sie lobt den Gott Israels, der dieses Werk in seinem Volk und in seinem König vollbracht hat. Das hört man immer wieder in der Bibel, dass Menschen Gott loben, die eigentlich nichts mit ihm zu tun haben. Ein berühmter Ausleger des Alten Testaments (Martin Noth) meint, das sei reine Höflichkeit gewesen, dass die Königin von Saba nicht nur dem König Israels, sondern auch dem Gott Israels ihren Respekt erweist. Das mag sein, dass solch ein Lob des gastgebenden Gottes zur Etikette antiker Staatsbesuche gehört. Dennoch bleibt das Lob Gottes aus ihrem Munde bemerkenswert. Durch die Weisheit des Königs, durch das Benehmen bei Hofe und durch die Anschauung der öffentlichen Religionsausübung verbreitet sich der Ruhm Gottes über die Grenzen Israels hinaus. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass Israels Gott nicht auf dieses Volk beschränkt bleibt. Israels Gott reicht bis in den Jemen und bis nach Äthiopien in Länder, von denen man bisher nur vage gehört hat. Er verbreitet sich vom Berg Zion in Jerusalem bis an die Grenzen der bewohnten Welt und bis an die Enden der Erde. „Gott ist König über die ganze Welt“ – so werden es die biblischen Psalmen Israels bald singen. Und auch wenn das Volk selbst klein ist und klein bleibt. Der Gott aus Israel wird Menschen aller Sprachen und aller Länder zusammenführen, bis alle den Namen des Gottes Israels loben.
 
Es hat ihr den Atem geraubt, was sie gesehen hatte. Die Königin von Saba war hin und hergerissen, überwältigt von dem, was sie in Jerusalem erlebt hatte. Natürlich kann man fragen, ob Salomo ihr auch die Schattenseiten der Stadt gezeigt hat, die Quartiere der Armen, die Höhlen der Leprakranken. Vermutlich nicht. Auf Staatsbesuchen zeigt man eher seine Sonneseiten und versteckt schamhaft, was nicht so in Ordnung ist
 
Aber wie dem auch sei. Wenn der Anblick unseres Lebens, dessen, wie wir unser Leben gestalten, wie wir miteinander umgehen und einander wertschätzen, wenn das Fremde, die zu uns kommen, dazu bewegt, Gott zu loben, dann wäre das schön. Wenn Menschen, die unseren Dom besuchen wollen, manchmal zu den unmöglichsten Zeiten, wenn sie aus der Kultur dieser Kirche etwas mitnehmen für sich uns ihren Glauben, dann hätte alles, was wir mit unserer Kirche unternehmen, seinen Sinn.
 
Kultur ist nicht Verkündigung des Evangeliums, aber vielleicht kann sie auf die Verkündigung des Evangeliums aufmerksam machen. Mehr jedenfalls als Unkultur und schlechtes Benehmen.
 
Zu gern wüsste ich, wie es mit der Geschichte der Königin von Saba weitergegangen ist. Wurde sie wirklich, wie manche behaupten, Salomos Geliebte oder sogar eine von Salomos zahlreichen Ehefrauen. Ich weiß es nicht. Viel spricht nicht dafür. Man wird sie bald wieder in ihrem Königreich erwartet haben. Kein Land verträgt es, wenn es zu lange Zeit ohne verlässliche Regierung ist. Und wenn sie nach Hause gekommen ist in den Jemen, oder wo immer ihr Reich gewesen sein mag, was hat sie dorthin mitgebracht außer den Geschenken, die Salomo ihr mitgegeben hatte? Wird sie auch bei sich eine Hofetikette eingeführt haben, bei der jeder Minister und jeder Diener seinen Platz hatte? Wird sie den Respekt vor der Kultur Israels mitgebracht haben und vielleicht junge Landsleute ermutigt haben, nach Israel zu gehen und dort zu lernen und ihre Erfahrungen zu machen? Und vor allem: was wird sie von Israels Glauben und Religion bei sich bewahrt haben? Den Glauben an den Gott, dessen Barmherzigkeit vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang reicht? Der sich bezeugt im Lallen der Säuglinge und der Unmündigen und im Brausen des Meeres. Ich wüsste es gern – aber hier schweigt die Bibel – wie sooft erzählt sie auch hier Geschichten nicht zu Ende sondern sie überlässt es der Leserin und dem Leser, hier seine oder ihre Schlüsse zu ziehen. Uns jedenfalls bereichern diese Geschichten, auch wenn sie wie diese Geschichte bei uns nur selten erinnert werden und so gut wie nie gepredigt werden. Diese Erzählungen weiten unseren Horizont für die Freundlichkeit Gottes, die über unser Begreifen hinaus bis an das Ende der Welt reicht.
Amen  

Gottesdienst am Sonntag, dem 14. Februar 2010 um 10.00 Uhr in der Ev.-ref. Domgemeinde zu Halle – Gemeindehaus Kl. Klausstraße 6 – Sonntag Estomihi

Predigttext:   1.Könige 10,1-13

Predigtlied:   EG 288 Nun jauchzt dem Herren

Schriftlesung:   Matthäus 8, 31-38

Wochenspruch:   Lukas 18,31

Wochenpsalm:   Psalm 31

Wochenlied:   EG 413 Lasset uns mit Jesus ziehen

Heidelberger Katechismus: Frage 11


Pfr. Martin Filitz, Halle
  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • Google Bookmarks
  • Windows Live
  • Seitenlink übermitteln:
 
Reminiszere - Gedenke! - Königin Esther - Purim am 28. Februar 2010
Am ''Tag der bedrängten und verfolgten Christen'' auch ein Gedenken an Königin Esther und das jüdische Purimfest


Frau Weisheit - Predigt zu Sprüche Salomonis 8, 1-5; 12-33
von Martin Filitz, Halle

''Die Weisheit beteiligt sich nicht an Hetzkampagnen, wenn eine Bischöfin eine Straftat begangen hat, aber die Weisheit ist stark genug, den Rücktritt zu raten, wenn Bleiben belastend für alle geworden wäre.''

Predigt zur Königin Esther, Buch Ester 7,1-10
von Martin Filitz, Halle


 

Nach oben    E-Mail