Termine
Infos, Predigten, Termine, Link-Tipps
Musikreihe ''366+1, Kirche klingt 2012'' startet am 1. Januar
Nikolaus Schneider: ''Projekt der Vernetzung und Mobilisierung''
EKD. In wenigen Wochen, am 1. Januar 2012, beginnt das Musikprojekt „366+1, Kirche klingt 2012“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dann nimmt anlässlich des Themenjahres „Reformation und Musik“ an jedem Tag eine Reihe von insgesamt 367 Konzerten und Musikgottesdiensten ihren Lauf durch Deutschland – beginnend am Neujahrstag in Augsburg und endend am 31. Dezember 2012 im sächsischen Zittau.
Klingende Kilianskirche Schötmar
Konzerte im Jahr der Kirchenmusik
WeltFrauenStimmen in der Kilianskirche Schötmar
Sonntag, 12. Februar 2012, 18 Uhr
Im Rahmen der noch bis 14. Februar in der Kilianskirche Schötmar gezeigten Ausstellung "Schuften bis zum Umfallen" wird das Konzert "WeltFrauenStimmen" aufgeführt.
Mode und Bibel
Sonntag, 12. Februar, 9.45 Uhr: Gottesdienst in Celle
Celle: „Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode“, äußert der Modeschöpfer Karl Lagerfeld. Am Sonntag, 12. Februar 2012, steht der Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche, Hannoversche Straße 61, unter dem Thema „Mode und Bibel“.
Dresden: Gedenken an Opfer von Bombenangriffen und Protest gegen rechten Terror
Bischöfe im Freistaat Sachsen rufen zur Teilnahme auf: Gedenken und Protest gegen Neonaziaufmärsche am 13. und 18. Februar 2012
Ilse Junkermann, Landsbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), lädt zum Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens und zum gewaltfreien Protest gegen Aufmärsche von Neonazis ein.
Gottesdienste für Paare am Valentinstag
Kulinarisches, Musikalisches und Biblisches rund um die Liebe am 14. Februar 2012
Am Valentinstag (14.2.) feiern zahlreiche Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Gottesdienste für Liebende. Ehepaare können ihr Eheversprechen erneuern und Verliebte können den Segen Gottes erbitten. Die Gottesdienste finden unter anderen in Eisenach, Magdeburg, Jena oder Merseburg statt. Eingeladen sind alle Paare, die für den gemeinsamen Weg den Segen Gottes wünschen.
Gottesdienst für Verliebte in Trier
Dienstag, 14. Februar 2012
Trier - Zu einem Gottesdienst für Verliebte – frisch und immer noch – lädt die Evangelische Kirchengemeinde Trier ein am Valentinstag, Dienstag, den 14. Februar 2012. Los geht es um 19.30 Uhr im Caspar-Olevian-Saal (neben der Konstantin-Basilika), Mustorstraße/Konstantinplatz, 54290 Trier.
''Gott hat Liebeskummer''
19. Februar, 18-19.30 Uhr: Gottesdienst in der Jugendkirche Osnabrück
''Gott nicht zu nahe treten und die Fremden lieben''
Notwendigkeit und Belastbarkeit des Dialogs zwischen Christen und Muslimen
Montag, 20. Februar 2012 bis Donnerstag, 23. Februar 2011: Tagung mit Michael Weinrich im Amt Kirchlicher Dienste (AKD) in Brandenburg - Anmeldung bis zum 16.1.2012
''Gut genug!'' 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz - Fastenaktion der evangelischen Kirchen 2012
22. Februar bis 8. April 2012
"Sieben Fastenwochen lang dürfen Sie’s gut genug sein lassen und den Blick schulen für den Punkt, wo’s reicht. Darf Zufriedenheit aufkeimen mit dem Gegebenen, dem Geschenkten. Darf Wissen aufleuchten um die Unverfügbarkeit des Glücks." - Arnd Brummer zur evangelischen Fastenaktion 2012.
Inspirierende Gespräche bei Tisch: Frauen an die Macht
Erstes Dortmunder Frauenmahl in der Petrikirche
DORTMUND - Am Freitag, 24. Februar, findet das erste Dortmunder Frauenmahl statt. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Petrikirche in der Dortmunder Innenstadt.
35. Missionale: Im gemeinsamen Lob Gottes Liebe feiern
25. Februar 2012, Köln
Zu Ermutigung und Besinnung, Begegnung und Sendung lädt die Missionale 2012 unter dem Motto „beziehungsweise Gott“ für Samstag, 25. Februar, in die Köln-Messe ein.
Energiecontrolling leicht gemacht
Dienstag, 28. Februar
Detmold. Ist der Verbrauch bei Strom, Gas und Heizöl nun schon wieder gestiegen oder haben die Bemühungen, sparsamer zu wirtschaften und zu sanieren, Früchte getragen? Nur die Erfassung und Auswertung des Energieverbrauchs gibt eine Basis zur Ermittlung der Einsparpotentiale. Wie das funktionieren kann, darüber informieren Reinhard Benhöfer (Hannover) und Heinrich Mühlenmeier (Lippische Landeskirche) am Dienstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im Landeskirchenamt Detmold, Leopoldstr. 27.
Weltgebetstag 2012 aus Malaysia: ''Steht auf für Gerechtigkeit!''
Freitag, 2. März 2012
Getauft, ausgestoßen und vergessen? - Evangelische jüdischer Herkunft in Frankfurt am Main
8., 22. und 29. März 2012: Wintervorträge in der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt/M.
Vor 70 Jahren, mit einem Gesetz vom 15. Janaur 1942, wurden alle getauften Jüdinnen und Juden aus der EKNH ausgeschlossen. Mit der Preisgabe der getauften Juden
hat die Kirche als Ganze ihre Existenz als Leib
Christi verraten und zerstört. Mit diesem "Verrat an der Taufe" und dem "Umgang mit Schuld" beschäftigen sich die theologischen Vorträge von Lutz Becht (Frankfurt), Andreas Pangritz (Bonn), Werner Schneider-Quindeau (Frankfurt)
Woche der Brüderlichkeit 2012
9. bis 12. März: Veranstaltungen in Leipzig
Sonntag: Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider; Laudatio: Dr. Frank Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD Bundestagsfraktion
Nikolaus Schneider erhält Buber-Rosenzweig-Medaille 2012
Nachhaltiges Wirken für Neugestaltung in den christlichen-jüdischen Beziehungen
EKD. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, wird Preisträger des Jahres 2012 der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates (DKR). Dies gab der Vorstand am 14. Mai in Bonn während der Mitgliederversammlung der 83 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit bekannt.
Das Drama des Bundes. Karl Barth und die jüdische Religionsphilosophie: Barth - Buber - Rosenzweig
14. bis 17. März 2012: 30. Karl-Barth-Tagung in Driebergen, NL - Anmeldung bis 29. Januar 2012
30. (deutschsprachige) Karl-Barth-Tagung in den Niederlanden - eine bi-/internationale Konferenz mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Leiner (Jena), Dr. Victor Kal (Amsterdam), Prof. Dr. Hans Martin Dober (Tübingen)
Studienreise nach Israel
31. März bis 13. April 2012
mit einem mehrtägigen Seminar zur Holocaust-Erziehung in Yad Vashem; Reiseleitung: Gerda E.H. Koch, Projektleiterin der GEE, Arbeitsbereich Christen und Juden
Reformierte Schweizer und Schweizerdörfer in der Mark Brandenburg
4. April 2012, 15 Uhr: Vortrag von Dr. Eberhard Gresch in Leipzig, Tröndlinring 7
Die Schweiz war in früheren Jahrhunderten, anders als in heutiger Zeit, ein Abwanderungsland. Da Brandenburg-Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg stark entvölkert und verwüstet war, bemühte man sich zum Ende des 17. Jahrhunderts auch um ansiedlungswillige Schweizer. So entstanden im nahen und weiteren Umfeld von Berlin auch einige Schweizerdörfer. Ebenso ließen sich Schweizer in den Städten Berlin, Potsdam und Eberswalde nieder.
Von Kirche zu Kirche durchs Lippische Bergland pilgern
11. bis 15. April 2012: 5-tägige Tour auf dem lippischen Pilgerweg
Kreis Lippe. Kirchen als Orte der Ruhe erleben: Die Lippische Landeskirche bietet eine Pilgertour mit Übernachtung auf der Ostschleife des Weges „Pilgern in Lippe“ an.
Celle - Eléonoretag 2012
12. April 2012, ab 17 Uhr
Jährlich am 12. April, dem Tag der Hochzeit der Hugenottin Eléonore d’Olbreuse mit Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, wird in Celle der Eléonoretag begangen, der im Rahmen des Projekts FrauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen wurde. Veranstaltet wird er von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Celle, Brigitte Fischer, in Kooperation mit dem Residenzmuseum im Celler Schloss, der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der Deutsch-französischen Gesellschaft.
''S!ngen und mehr''
21. April 2012: Der besondere Tag im aus Gottesdienst und Kirchenmusik, Wuppertal
''Mehr als Worte sagt ein Lied''. Singen und Spiritualität - Impulsvortrag von Martin Berger,
Professor für Chorpädagogik an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
Gospelkirchentag 2012 in Dortmund
1. bis 3. Juni 2012 in Dortmund - Anmeldung ab sofort (Oktober 2011)
''Auf den Spuren der Hugenotten'' - Sur les Traces des Huguenots
10. bis 20. Juni 2012: Studienfahrt nach Südfrankreich
Veranstalter: Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen in Verbindung mit ECC-Studienreisen; Anmeldeschluss: Ende Februar 2012
Auf heimlichen Pfaden - der Hugenottenweg
Eine Wanderreise vom 2. bis 9. Juli 2012
Das Bayerische Pilgerbüro bietet eine Reise zu den einstigen Hochburgen des Protestantismus in Frankreich an. Jeden Tag stehen Wanderungen von bis zu 4 Stunden auf dem Programm.
Ostfriessicher Kirchentag 2012 in Aurich
Sechstes ostfriesisches Christentreffen findet vom 13. bis 15. Juli 2012 statt.
Der sechste Ostfriesische Kirchentag findet vom 13. bis 15. Juli 2012 in Aurich statt. Eine gemeinsame Konferenz der Superintendenten der sieben Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise des Sprengels Ostfriesland und der Präsides der evangelisch-reformierten Synodalverbände Ostfrieslands hat jetzt erste Planungen für das größte Christentreffen der Region besprochen. Hilke Klüver, Sprecherin der evangelisch-reformierten Gemeinden in Ostfriesland sagte, sie erwarte wieder einen Kirchentag mit fröhlichen und nachdenklichen Veranstaltungen. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland, Detlev Klahr, wünscht sich ein lebendiges Glaubensfest mit Mut machenden Begegnungen.
6. Ostfriesischer Kirchentag in Aurich
13. – 15 Juli 2012
Internationale Jugendbegegnung in Ruanda
Vom 14. Juli bis 6. August 2012 lädt die Evangelisch-reformierte Kirche junge Erwachsene zu einer internationalen Jugendbegegnung ein.
Junge Menschen aus verschiedenen Mitgliedskirchen der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen verleben drei Wochen miteinander. Die alle zwei Jahre stattfindende Jugendbegegnung findet in diesem Jahr in Ruanda statt; die presbyterianische Kirche von Ruanda ist Gastgeberin des Treffens. Die anderen Teilnehmenden kommen aus Südafrika, Belgien und Deutschland. Neben der Evangelisch-reformierten Kirche ist auch die Kirche von Ruanda zugleich Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission.
Barth Tagung 2012 zum Thema Mission und Religion
16. bis 19. Juli 2012, Karl Barth Tagung auf dem Leuenberg, Schweiz
GEKE-Vollversammlung 2012 zu kirchlichen Reformprozessen
20. bis 25. September 2012 in Florenz
„Frei für die Zukunft“ lautet das Thema der 7. GEKE-Vollversammlung vom 20.-25.9.2012 in Florenz - erstmals Steward-Programm für junge Erwachsene - Rat beruft Liturgie- und Rechtsberater sowie Fachkreismitglieder.
Ökumenische Friedensdekade 2012: Mutig für Menschenwürde
11. bis 21. November 2012
Ökumenische FriedensDekade 2012 ruft zum mutigeren Eintreten für Menschenrechte auf
Jubiläumsjahr 2013: 450 Jahre Konzil von Trient und Heidelberger Katechismus
Veranstaltungen weltweit in Vorbereitung; Start am 18. und 19. Januar 2013 mit Konferenzen in Gouda (NL) und Grand Rapids (USA)
Die Veröffentlichung des Heidelberger Katechismus 1563 und der Abschluss des Konzils von Trient im selben Jahr bieten Anlass, das 450jährige Jubiläum beider Ereignisse im Jahr 2013 vorzubereiten. Viele der Partner der internationalen Plattform Refo500 arbeiten an Ausstellungen, Kongressen, Reisen und Büchern.
Ausstellung 2013: ''450 Jahre Heidelberger Katechismus''
Große Ausstellung in Heidelberg und Apeldoorn für 2013 geplant
''Soviel du brauchst'' (2. Mose 16,18) - Kirchentag 2013
1. bis 5. Mai 2013: 34. Deutscher Evangelischer Kirchentag (DEKT) in Hamburg
Hamburg, 31. Januar 2012. Der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg steht unter der Losung „Soviel du brauchst“. Das hat das Kirchentagspräsidium in Erfurt beschlossen.
450 Jahre Heidelberger Katechismus: Macht des Glaubens
Jubiläumsausstellung im Kurpfälzischen Museum und im Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses vom 12. Mai bis 15. September 2013
Spirituality of the Heidelberg Catechism
21. bis 23. Juni 2013: Internationale Konferenz in Apeldoorn
Evangelisch-reformierte Kirche richtet Kindergottesdiensttagung 2014 mit aus
4000 Teilnehmer in Dortmund erwartet
Die Evangelisch-reformierte Kirche richtet die größte bundesweite Tagung für Kindergottesdienstmitarbeiter mit aus. Dazu werden im Jahr 2014 etwa 4000 Teilnehmer aus ganz Deutschland in Dortmund erwartet. ''Das Ganze ist wie ein kleiner Kirchentag rund um die Arbeit mit den Jüngsten bei uns'', sagte Bernhard Schmeing, Landesjugendpastor der Evangelisch-reformierten Kirche und Beauftragter für die Kindergottesdienstarbeit.
''Die Esther-Erzählung ist eine Bewahrungsgeschichte. Gott liebt sein Volk. Er gibt es nicht auf. Er widerstreitet denen, die es ans Messer liefern wollen und deren höchstes Ziel es ist, Israel vom Angesicht der Erde auszulöschen. Nur weil Gott seinem Volk Israel treu bleibt, können auch wir Christen auf seine Treue zählen.''
1 Der König und Haman kamen zu dem Mahl, das die Königin Ester gab, 2 und der König sagte auch am zweiten Tag zu Ester, als sie beim Wein saßen: Was hast du für eine Bitte, Königin Ester? Sie wird dir erfüllt. Was hast du für einen Wunsch? Selbst wenn es die Hälfte des Reiches wäre - man wird es dir geben. 3 Die Königin Ester antwortete: Wenn ich beim König Wohlwollen gefunden habe und wenn es ihm gefällt, dann möge mir und meinem Volk das Leben geschenkt werden. Das ist meine Bitte und mein Wunsch. 4 Man hat mich und mein Volk verkauft, um uns zu erschlagen, zu ermorden und auszurotten. Wenn man uns als Sklaven und Sklavinnen verkaufen würde, hätte ich nichts gesagt; denn dann gäbe es keinen Feind, der es wert wäre, dass man seinetwegen den König belästigt. 5 Da sagte der König Artaxerxes zu Königin Ester: Wer ist der Mann? Wo ist der Mensch, der es wagt, so etwas zu tun? 6 Ester antwortete: Dieser gefährliche Feind ist der verbrecherische Haman hier. Da erschrak Haman vor dem König und der Königin. 7 Der König aber stand auf, verließ voll Zorn das Trinkgelage und ging in den Garten des Palastes. Haman trat zu Ester und flehte sie um sein Leben an; denn er sah, dass sein Untergang beim König besiegelt war. 8 Als der König aus dem Garten wieder in den Raum zurückkam, in dem das Trinkgelage stattfand, hatte sich Haman über das Polster geworfen, auf dem Ester lag. Der König sagte: Tut man jetzt sogar hier in meiner Gegenwart der Königin Gewalt an? Kaum hatte der König das gesagt, da verhüllte man schon das Gesicht Hamans. 9 Harbona, einer der Hofbeamten, sagte zum König: Vor dem Haus Hamans steht schon ein fünfzig Ellen hoher Galgen; ihn hat Haman für Mordechai aufgestellt, der dem König durch seine Anzeige einen guten Dienst erwiesen hat. Der König befahl: Hängt ihn daran auf! 10 Da hängten sie Haman an den Galgen, den er für Mordechai errichtet hatte, und der Zorn des Königs legte sich.
Esther 7,1-10
Gottesdienst am Sonntag, dem 21. Februar 2010 um 10.00 Uhr im Evangelisch-Reformierten Gemeindehaus zu Halle – Sonntag Invokavit
Predigttext: Esther 7
Predigtlied: EG 274 Der Herr ist mein getreuer Hirt
Schriftlesung: Matthäus 4, 1-11
Wochenspruch: 1. Johannes 3,8
Wochenpsalm: Psalm 91
Wochenlied: EG 347 Ach bleib mit deiner Gnade
Heidelberger Katechismus: Frage 12
Liebe Gemeinde,
in dieser Woche feiert die Judenheit das Purim-Fest. Es ist eine ausgelassene Feier, die äußerlich an Karneval erinnert. Die Kinder verkleiden sich und machen Lärm. Es gibt ganz bestimmtes Gebäck zum Purim Fest. Im Gottesdienst wird die Esther-Rolle gelesen, und jedes Mal, wenn der Name des bösen Haman erwähnt wird, kommentieren die Kinder das mit dem Lärm von Rasseln und Schnarren. Es herrscht eine Stimmung von Ausgelassenheit und Freude. Kein Wunder! Feiert man doch die Rettung des jüdischen Volkes aus höchster Todesgefahr. Das war damals, so erzählt man sich. Es war im 5. Jahrhundert vor der christlichen Zeitrechnung, dass die Juden in der persischen Stadt Susa lebten im heutigen Iran. Eine Minderheit im Exil. Genauer lässt sich die historische Situation, von der diese Geschichte ausgeht, kaum beschreiben. Irgendwo verliert sie sich im Dunkel der Geschichte, auch wenn historische Anknüpfungspunkte durchaus vorhanden sind. Es ist den Juden ja nicht nur einmal so gegangen, dass sie als Minderheit im fremden Land lebten, dass sie angefeindet waren, weil sie sich nicht anpassen wollten und auch nicht anpassen konnten. Es waren ja schließlich die Gesetze Gottes, nach denen sie lebten und nicht irgendwelche beliebigen Vorschriften. Der Anti-Judaismus ist eine uralte Sache. Immer wieder bricht er aus. Und auch wenn es keinen rechten Grund dafür geben mag., dann erfindet man eben Gründe, dann erklärt man die Juden zu Verschwörern, dann wirft man ihnen vor, Geheimbünde zu gründen, um das Leben der anderen zu beeinträchtigen. Sind sie reich, dann bezichtigt man sie, den Reichtum ergaunert zu haben, sind sie arm, dann schilt man sie des Schmarotzertums. Der Antijudaismus und der Antisemitismus finden immer Gründe, am eigenen Vorurteil festzuhalten und sich nicht korrigieren zu müssen. Es ist schon ein Grund, zu feiern, wenn diese antijdischen Anschläge einmal nicht zum Ziel geführt haben, wenn Rettung gekommen ist wie durch die Königin Esther.
Die Geschichte beginnt damit, dass der persische König Artaxerxes seine Frau Wasti verstößt. Sie hatte sich geweigert, vor den geladenen Gästen des Königs nur mit dem königlichen Diadem bekleidet, zu erscheinen, und das hatte ihr der König so übel genommen, dass er nichts mehr von ihr wissen will. Auch seine Berater pflichten ihm bei: Wenn das Schule macht, wenn die Königin dem König nicht mehr gehorcht, dann werden auch die Ehefrauen im Land ihren Ehemännern den Gehorsam aufkündigen. Soweit darf es nicht kommen! Eine typische Männergeschichte, möchte man sagen. Der König sucht sich eine neue Königin. Esther kommt ihm sehr gelegen. Sie ist schön. Sie muckt nicht auf. Allerdings braucht es ein Jahr, bis Esther hinreichend vorbereitet ist. Schönheitsbehandlungen werden an ihr vorgenommen, Bäder und Salben – alles, was die kosmetische Industrie zu bieten hat. Dann ist sie für den König präsentabel – nach einem ganzen Jahr. Allerdings verschweigt Esther ihm, dass sie Jüdin ist. Das hatte ihr auch ihr Stiefvater geraten, der kluge Mordechai, ein Jude, der dem König schon einmal eine Palastverschwörung aufgedeckt hatte und der dafür mit dem Posten eines Richters im Tor von Susa bedacht worden ist. Esther geht es gut am Hof. Sie ist die geachtete Königin, der König liebt sie und alles scheint in bester Ordnung. Wenn da nicht Haman wäre, der Bösewicht, der in jeder derartigen Geschichte eine Rolle spielt. Haman ist Antisemit. Er möchte die Juden aus dem Wege räumen. Die Macht dazu hat er. Er ist der königliche Kanzler am Hof von Susa. So setzt er einen Befehl auf, bestimmt durch das Los ein Datum und verfügt, dass an diesem Tag, dem 13. Adar alle Juden im großen persischen Reich umzubringen sind. Der König unterschreibt als Haman und er gemeinsam trinken. Mehr noch als eine Schnapsidee! Es ist tödlicher Ernst. Also scheint das Schicksal der Juden besiegelt. Ein vom König unterschriebener und gesiegelter Brief gilt. Er kann nicht wieder zurückgerufen werden. Mordechai weiß davon und ist verzweifelt. Er spricht mit der Königin. Aber letztlich glaubt er nicht daran, noch irgendetwas ändern zu können. Es sieht so aus, als würde Haman triumphieren, der Antisemitismus über das Volk Gottes, die Willkür über das Recht. Aber Esther gibt nicht auf. Sie sagt Morderchai, dass die Juden fasten und beten sollen, sie selbst wolle es auch tun. Aber sie will versuchen, mehr zu erreichen. Sie lässt sich von ihren Dienerinnen ausstaffieren, wie es nur einer Königin zukommt und geht zum König in den Festsaal. Der König von Susa scheint nach dieser Geschichte dauern mit essen oder Trinken beschäftigt zu sein. Jedenfalls ist er hingerissen von ihrer Erscheinung und will ihr jeden Wunsch erfüllen. Esther wünscht sich ein gemeinsamen Festmahl mit ihrem Erzrivalen Haman. Der König stimmt zu. Und Haman ist ganz beglückt, dass er zum König geladen ist. Nur eines trübt seinen Frohsinn noch. Das ist Mordechai der Richter. Haman will ihn aus dem Wege geräumt wissen und lässt einen 50 Ellen hohen Galgen errichten. Daran soll Mordechai der Jude aufgehängt werden.
Beim Festmahl offenbart Esther ihrem König, dass sie Jüdin ist und dass der Kanzler Haman gemeine Anschläge gegen das Volk der Juden ins Werk gesetzt hat. Der König ist betroffen. Das hat er nicht gewusst, dass das Volk seiner Frau auf seinen eigenen Befehl ausgerottet werden sollte. Aber rückgängig machen lässt es sich auch nicht. Erst einmal soll der für Mordechai bestimmte Galgen nun der Hinrichtung des Haman dienen. Aber damit ist das Problem der Vernichtung des jüdischen Volkes noch nicht gelöst. Die Todesstrafe löst keine Probleme – auch damals nicht! Es bleibt nur ein neuer Erlass, der verfügt, dass die Juden sich zusammenschließen und gegen die Pogrome zur Wehr setzen dürfen. So wird aus den Mordplänen des antisemitischen Kanzlers ein Triumph der Judenheit. Denn natürlich siegen sie und überwältigen ihre Feinde. Und das alles geschah an dem Tag, dem 13. Adar, den der böse Haman als Tag der Vernichtung der Judenheit bestimmt hatte. Man ist fast versucht an das Ende der Josephsgeschichte im ersten Buch der Bibel zu denken, wo es heißt: Ihr gedachtet es böse zu tun, aber Gott hat es gut gemacht.
Eine Geschichte, die historische Erinnerung und dichterische Freiheit miteinander vermischt. Sie wurde erzählt und aufgeschrieben, erst in hebräischer, dann in griechischer Sprache, jedes Mal etwas anders: Teile wurden hinzugefügt, Formulierungen verändert. Es ist eine lebendige Überlieferung, die sich in diesen alten Texten spiegelt. Sie zeigt das Interesse, dass die Schriftgelehrten Israels an der Esther-Geschichte gehabt haben. Natürlich ging es darum, die Geschichte des Purim-Festes zu erzählen, zu begründen, warum man in Israel diesen Tag so ausgelassen feiert und warum die Kinder, immer wenn in der Geschichte der Name des bösen Haman erscheint, Lärm machen dürfen: in der Synagoge, während des Gottesdienstes. Dafür muss es einen guten Grund geben.
Aber es ist auch noch etwas anderes mit dieser Geschichte. Es ist die Erzählung von der Bewahrung Gottes. Lange ist sie vorbereitet, wenn von Esthers Schönheit und Anmut erzählt wird, wie sie dem König Artaxerxes gefällt und wie er sie nicht nur in seinen Harem einverleibt, sondern sie zu seiner Königin macht mit allem kosmetischen Aufwand, der nur getrieben werden kann. Das jüdische Waisenmädchen wird zur Königin eines heidnischen Königs. Folgt man den Religionsgelehrten aller Konfessionen, dann ist von solchen Mischehen gründlich abzuraten. Am besten ist es, wenn man auch mit der Eheschließung im Rahmen der eigenen Religion bleibt, wenn man dafür sorgt, dass die Kinder im eigenen Glauben großgezogen werden. Noch vor zwei Generationen war es bei uns ein Problem, wenn ein Evangelischer eine Katholikin heiratete und umgekehrt. Und noch heute muss bei einer solchen Verbindung der katholische Partner oder die katholische Partnerin unterschreiben, dass sie alles dafür tut, dass die Kinder katholisch getauft und erzogen werden. Das war schon schwierig. Noch schwieriger ist es erst, wenn es um eine Heirat über die Grenzen der eigenen Religion hinaus geht: um eine Heirat mit einer Muslimin, oder auch um eine Heirat mit einem Atheisten. Für die Familie ist das nicht leicht und für den entsprechenden Menschen, der solch eine Verbindung eingeht, auch nicht. Wird es gelingen, den Glauben zu bewahren, werde ich irgendwann den anderen Glauben annehmen, oder wird es mir letztlich völlig gleichgültig sein? Esther jedenfalls scheint sich ihrer Sache sicher, auch wenn sie nicht sofort sagt, dass sie Jüdin ist. Im entscheidenden Moment sagt sie es, und im entscheidenden Moment rettet sie ihr Volk vor dem hirnlosen und verbrecherischen Antisemitismus des Kanzlers Haman. Der Weg Gottes zur Rettung seines Volkes geht auch durch die problematische Mischehe des heidnischen Königs und der jüdischen Königin. Gott kann auch diese ungleiche Beziehung gebrauchen, um seinen Plan ins Werk zu setzen.
Wie in vielen anderen Frauengeschichten der Bibel ist auch hier der männliche Blickwinkel deutlich auszumachen. Der König verstößt seine Königin Wasti, weil sie ihm nicht gehorcht hat und die Minister und Berater bekommen Angst, dass auch ihre Frauen nicht mehr gehorchen, wenn der König der Königin das durchgehen lässt. So ist das gewesen. Und in vielen Teilen der Welt wird man diese Sorge durchaus teilen. Und Esther scheint das genaue Gegenbild der Königin Wasti zu sein: schön und botmäßig, eine Ehefrau, die leicht zu handhaben ist ohne Emanzipationsbestrebungen. Aber Vorsicht! Wer genauer hinsieht, der wird in Esther eine durchaus selbstbewusste Frau entdecken, eine Frau, die weiß, was sie will, und die auch klug genug ist, den rechten Weg und den rechten Zeitpunkt für die Durchsetzung ihres Willens zu finden. Esther ist kein Heimchen am Herd – Esther macht große Politik. Sie dreht am Rad statt dass sie unter die Räder kommt. Eine bemerkenswerte Frau: schön und couragiert, fromm und entschlossen, dem bösen Haman die Stirn zu bieten.
Denn diese Hamans gibt es immer. Menschen, die aus welchem Grund auch immer meinen, dass sie andere hassen müssten, und allen voran die Juden. Für den Antisemitismus gibt es keinen vernünftigen Grund, aber es gibt tausend Vorurteile, die sich zäh von Geschlecht zu Geschlecht ziehen. Dachten wir, dieses Gedankengut hätte sich mit dem Ende des Krieges erledigt, junge Menschen fangen heute wieder mit diesem verbrecherischen Blödsinn an und versuchen damit, die Vorherrschaft über die Stammtische und über die Straße zu erringen. Es war eindrucksvoll zu sehen, dass die Bürger der Stadt Dresden diese Laute nicht in die Stadt gelassen haben, dass sie eine Menschenkette gebildet haben, durch die sie nicht hindurch konnten. Antisemitismus darf keinen Nährboden finden. Auch nicht wenn es Staaten in der Welt gibt, die heute den Antisemitismus wieder zur Staatsdoktrin erheben wie der Iran, wo einst der König Artaxerxes und die Königin Esther regierten, wie Syrien und Lybien, wo der Hass auf Israel und die Judenheit den Blick für vernünftige Politik trübt. Aus Hass kann kein Friede kommen, und der Antisemitismus trägt nur faule und ungenießbare Früchte.
Die Esther-Erzählung ist eine Bewahrungsgeschichte. Gott liebt sein Volk. Er gibt es nicht auf. Er widerstreitet denen, die es ans Messer liefern wollen und deren höchstes Ziel es ist, Israel vom Angesicht der Erde auszulöschen. Nur weil Gott seinem Volk Israel treu bleibt, können auch wir Christen auf seine Treue zählen. Und so ist die Geschichte der Esther auch für uns eine sehr ermutigende Geschichte von Gottes Treue und Zuverlässigkeit.
Amen
Weitere Texte zu Esther: Reminiszere - Gedenke! - Königin Ester - Purim am 28. Februar 2010 >>>
Pfr. Martin Filitz, Halle
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1.Könige 10,1-13: Die Königin von Saba bei König Salomo
eine Predigt am Sonntag Estomihi von Martin Filitz, Halle Predigt zu einer Erzählung, die uns bereichert, die unseren Horizont weitet für die Freundlichkeit Gottes, die uns aufmerken lässt, was Kultur austragen kann für die Verkündigung des Evangeliums. |
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Reminiszere - Gedenke! - Königin Esther - Purim am 28. Februar 2010
Am ''Tag der bedrängten und verfolgten Christen'' auch ein Gedenken an Königin Esther und das jüdische Purimfest |
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Frau Weisheit - Predigt zu Sprüche Salomonis 8, 1-5; 12-33
von Martin Filitz, Halle ''Die Weisheit beteiligt sich nicht an Hetzkampagnen, wenn eine Bischöfin eine Straftat begangen hat, aber die Weisheit ist stark genug, den Rücktritt zu raten, wenn Bleiben belastend für alle geworden wäre.'' |
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